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Ortszeit

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Deutschen Roten Kreuz oder
den Maltesern sind und deshalb die nötigen Fähigkeiten
besitzen, können sich als ,,Mobiler Retter" zur Ver fügung
stellen. Wer diese Voraussetzung erfüllt kann sich unter
www.mobile-retter.de registrieren und das Training absolvieren. Im Anschluss daran erhalten die Freiwilligen
ihre Zugangsdaten zur App,
die im App-Store oder im Google Play-Store kostenlos heruntergeladen werden kann, und
können dann als Retter aktiv
werden.
Das heißt aber nicht, dass ein
ehrenamtlicher Helfer 24 Stunden am Tag auf Abruf bereit
stehen muss. Die App alarmiert
automatisch immer zwei Helfer,
die in nächster Nähe zum Unfallort sind. Die Helfer können
entscheiden, ob sie den Einsatz annehmen oder nicht. ,,Es
wird keine Statistik geführt, wer
wie viele Einsätze angenommen oder abgelehnt hat. Keiner braucht sich zu schämen,
wenn er einen Einsatz mal nicht
annimmt", sagt Jens Normann.
Denn selbst wenn die beiden
Ersten auf der Liste ablehnen,
geht die Alarmierung sofort
weiter und die nächsten Helfer
erhalten den Einsatz.
Die Alarmierung selbst ist
ebenfalls anonym, erst wenn
der ,,Mobile Retter" den Einsatz
annimmt, bekommt er Informationen zum Notfall und sein
Name wird im System sichtbar,
um nach dem Einsatz Nachsor-

ge betreiben zu können. Denn:
,,Nach schwierigen Einsätzen
lassen wir unsere Ersthelfer
nicht allein ­ wir sind dann da
und bieten Unterstützung an."
Zahl soll noch steigen
Auch wenn der K reis Unna
schon gut dasteht, soll die Zahl
der ,,Mobilen Retter" noch erhöht werden. Deshalb trit t
Jens Normann jetzt an die Freiwilligen Feuerwehren, DRKG r u p p e n u n d w e i t e r e O rganisationen heran, um auf
deren Gruppenabenden das
Projekt ,,Mobile Retter" vorzustellen. Gerne können sich
auch qualifizierte Ersthelfer
bei Jens Normann telefonisch
unter 02304/9388230 als ,,Mobile Retter" melden. Mehr Informationen unter www.mobile-retter.de.

Zahlen, Daten, Fakten
17.12.2015
Grundsatzbeschluss des Kreistages zur Einführung der Rettungs-App
18.04.2016
Auftaktveranstaltung für Multiplikatoren im Kreishaus Unna
22.05.2016
Beginn der Schulungen für die freiwilligen, fachkundigen Helfer
22.04.2016
Auftragsvergabe für die notwendige Software (Schnittstelle App
- Leitstellenrechner), Kosten der App: rund 35.100 Euro brutto
(jeweils für 2016 und 2017), ab 2018 rund 14.880 Euro jährlich, Kosten der Schnittstelle: rund 11.760 Euro brutto
09.2016
Probebetrieb
10.10.2016
Inbetriebnahme Rettungs-App Kreis Unna
Aktuell:
Reaktionsquote bei 68 Prozent
400 Retter, 620 Einsätze seit Beginn
Druchschnittlich2 Alarmierungen pro Tag
Durchschnittliche Ankunftszeit am Notfall: 4 Minuten
Ortszeit Oktober 2017 | 5

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