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Der Lippetaler

Seite 7 Der LippetalerHeuschnupfen und Eigenbluttherapie ­
eine gute Kombination
Als Folge kann ein bestehender chronischer Krankheitsve r l au f ( All e r g i e ) in e in e n
kurzfristigen akuten Zustand
zurückgeführ t werden, der
dann vom Immunsystem erneut erkannt und geheilt werden soll. Die überschießende
Reaktion des Immunsystems
bei einer Allergie wird so ausgleichend reguliert. Die Eigenbluttherapie hat aber auch den
,,Nebeneffekt", dass andere Erkrankungen ebenfalls positiv
beeinflusst werden.

Im Frühling zieht es uns nach draußen. Aber auf Pollenallergiker warten dort oft Beschwerden wie Niesreiz
und Augenjucken. Foto: djd/Allvent/absolutimages - stock.adobe.com
,,Alle Jahre wieder sprechen
wir über den Heuschnupfen.
Die Pollinosis, wie der Heus c h nu p f e n au c h g e na nnt
wird, ist eine der häufigsten
Erkrankungen in den Industrieländern. Die ca. 13 Millionen Heuschnupfenallergiker
in Deutschland müssen sich
in diesem Jahr besonders früh
vorbereiten, da der milde Winter die Natur früh erwachen
lässt", erläutert Heilpraktikerin Anne Schmidt-Barthel.
Die Ursache des Heuschnupfens
ist eine Überempfindlichkeit
auf eigentlich harmlose Substanzen, wie Pollen, Tierhaare,
Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen. Eiweißmoleküle dieser Allergene bewirken
eine allergische Reaktion an den
Schleimhäuten der Atemwege,
Nase und Augen.
Das dabei ausgeschüttete
Histamin ruft die typischen Beschwerden einer Allergie hervor.
Die Gefahr eines unbehandelten Heuschnupfens, ist die Ausbreitung von Kreuzallergien
oder dem sogenannten ,,Eta-

genwechsels" auf die unteren
Atemwege mit Asthmaneigung.
Desensibilisierung
Um die Beschwerden zu lindern,
werden so genannte Antihistaminika als Tabletten, Saft, Nasensprays oder Augentropfen
verwendet. In manchen Fällen
kann eine Desensibilisierung
über mehrere Jahre eine Hilfe sein. In der Naturheilkunde
setzt man aber eher darauf, die
Ursache für die Heuschnupfenbereitschaft zu behandeln. Die
meisten Allergiker haben eine
familiäre Veranlagung, die aber
erst ausgeprägt wird, wenn das
Immunsystem geschwächt wird
und nicht mehr gegensteuern
kann. Genau hier setzten die
meisten Therapien an. Eine sehr
tiefgreifende Therapie ist die Eigenbluttherapie. Mit ihr werden
die Selbstheilungskräfte und die
Selbstregulierung des Immunsystems angeregt.

schließend in den Muskel, unter
die Haut oder in die Haut injiziert.
Durch die Injektion wird das Immungedächtnis des Organismus
geweckt und verschiedene Abwehrzellen aktiviert.

Auch Kinder reagieren
,,Auch Kinder reagieren sehr
gut auf die Eigenbluttherapie.
Allerdings arbeitet man in diesen Fällen eher mit Tropfen
als mit Spritzen, je nach Ausführung der Eigenbluttherapie. Ebenso kann die Wirkung
der Eigenbluttherapie mit passenden Homö opatik a o der
Phytotherapeutika zusätzlich
unterstützt werden, um das
kommende Frühjahr uneingeschränkt genießen zu können",
ergänzt Heilpraktikerin Anne
Schmidt-Barthel.

Abwehrzellen aktivieren
Dem Patienten wird eine geringe Menge Blut aus der Vene entnommen, aufbereitet und anLippetaler April/Mai 2018 | 7

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