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Der Lippetaler

Seite 27 Der LippetalerPflanzen haben's gut
Vegetationsruhe ist wie Winterschlaf
man neu pflanzen, weil sie nicht
genug Kraft besitzen, nochmal
zu blühen. Wichtig ist es jedoch,
Blumenzwiebeln im Herbst oder
frühen Winter zu pflanzen. Der
Frost und die steigenden Frühlingstemperaturen geben ihnen
vor, wann es Zeit ist, endlich auszutreiben.
Planung fürs neue Jahr
Viel Gartenarbeit gibt es im Winter nicht: aufräumen, das Werkzeug reinigen und den Rasenmäher in die Wartung geben,
damit er im Frühling wieder einsatzbereit ist. Alles, was man
jetzt tut, dient vor allem der Vorbereitung auf die neue Gartensaison. Lange, dunkle Abende laden dazu ein, ausgiebig in

Gartenbüchern und -zeitschriften zu schmökern. Der ,, Winterschlaf" der Pflanzen hat zudem den Vorteil, dass man in
der kalten Jahreszeit sehr gut
sieht, an welchen Stellen noch
Lücken zu schließen sind. So
kann man gezielt nach neuen,
passenden Bäumen und Sträuchern suchen. Denn wenn der
Boden nicht gefroren ist, kann
man auch im Winter ein Pflanzloch ausheben und die neuen
Gewächse an Ort und Stelle einpflanzen. So können sie am neuen Standort schon vorab einwurzeln und im Frühling umso
besser austreiben. Weitere Informationen und Baumschulen vor
Ort sind unter www.gruen-istleben.de zu finden. (BdB)

Baumschulgärtner respektieren den Rhythmus der Natur und nutzen den
Winter für Aufgaben, die man auch drinnen erledigen kann. Foto: BdB
Besinnlichkeit ist angesagt:
über das vergangene Jahr
nachdenken, Pläne für neue
Projekte im kommenden Jahr
machen und Kraft tanken, um
mit neuer Energie und Tatendrang durchstarten zu können.
Ganz ähnlich machen es auch

die Pflanzen. Stauden haben
eine besondere Methode zur
Überwinterung entwickelt: Bevor ihnen der Frost etwas anhaben könnte, trocknen ihre Stiele. Die Lebenskraft der Pflanzen
sammelt sich in der schützenden Erde. Ihre braunen Blüten
und Blätter entwickeln im frostigen Winter ihre ganz eigene
Schönheit. Schneidet man sie
dann im Frühjahr zurück, treiben sie neu aus und bringen
Farbe und Blütenfreude in den
sommerlichen Garten. Tulpen,
Narzissen, Krokusse und Co. ziehen sich schon nach ihrer Blüte
im Frühling in die Blumenzwiebeln im Boden zurück. Einige Sorten blühen im nächsten
Frühling erneut. Andere muss

Lippetaler Dezember 2017 | 27

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