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Der Lippetaler

Seite 25 Der LippetalerFlussaue, in dem sich neben
Auerochsen und Wildponys
auch seltene Tiere und Pflanzen wohlfühlen. Fische wie die
Quappe, die nahezu ausgestorben waren, tummeln sich wieder. Du bist wieder ein lebendiger Fluss geworden- und sehr
schönste Stellen präsentierst
du direkt bei uns vor der Haustür. Im Bereich Eickelborn siehst
du wieder so aus, wie ,,früher".
Demnächst rücken dir zwischen
Kesseler und Lippborg nochmal
die Bagger auf die Pelle. Aber
bitte sei tapfer: Dass sich die
Eingriffe lohnen, hat sich an so
vielen Stellen gezeigt. Und wir,
die deinen Namen in unserem

Gemeindenamen tragen, freut
das besonders. Die nächsten
beiden Jahre möchten wir nutzen, um mit Dir zu feiern und
um möglichst vielen Menschen
zu zeigen, wie schön du wieder
geworden bist. Und vielleicht
haben wir ja in den vergangenen Jahrzehnten auch ein klein
wenig gelernt, dass wir jetzt
besser mit Dir und nicht gegen
Dich versuchen, unsere Zukunft
zu gestalten.
Ulli Detering: Menschen der
Region haben ihren Fluss
wiederentdeckt
Ulli Detering, zunächst beim
Umweltamt in Lippstadt, dann

bei der Bezirk sregierung in
Arnsberg, hat die Umgestaltung der Lippe von Anfang an
verfolgt. Die Freude war auch
bei ihm groß, als er von der Auszeichnung erfuhr: Sein Kommentar:
,,Es ist gelungen, in der Lippe und ihrer Aue abschnittsweise wieder den Formenschatz
eines natürlichen Flusses zu
entwickeln. Es gibt Sandbänke
und tiefe Kolke, Uferabbrüche
und jährlich überflutete Auen.
Die Pflanzen und Tiere haben
dieses Angebot schnell angenommen. Seltenen Fischarten
vermehren sich, von allen be-

Waldbestattung mit Seeblick

merkt sind die Störche wieder
da, aber auch seltene Libellenarten wie die Grüne Flussjungfer finden sich an der Lippe ein.
In der Anfangsphase sind unsere Maßnahmen etwas kritisch
betrachtet worden. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass naturnahe Entwicklung, Verbesserung des Hochwasserschutzes
und Naturerleben zusammen
erreicht werden können. Ganz
besonders freut mich, dass die
Menschen in der Region damit ihren Fluss wiederentdeckt
haben und wertschätzen. Die
rückgebaute Lippe ist ein lebendiger Bestandteil der Heimat geworden.
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Der FriedWald Möhnesee
Ein See, eine Halbinsel und ein
66 Hektar großes Waldgebiet
bilden die Kulisse für den FriedWald Möhnesee. Inmitten dieser Naturidylle können Menschen ihre letzte Ruhe finden.

nen Augen sehen und mehr über
das FriedWald-Konzept erfahren
möchte, kann sich unter 06155
848-200 oder auf www.friedwald.
de zu einer kostenlosen Waldführung anmelden.

Der FriedWald Möhnesee ist auf
der Delecker Halbinsel angesiedelt. Buchen, Eichen und Hainbuchen prägen das Waldgebiet auf
den Flächen des Ruhrverbandes
und stehen als Grabstätten zur
Verfügung. Das Besondere des
Bestattungswaldes ist jedoch seine Lage direkt am Möhnesee, der
dem FriedWald seinen Namen
gibt. Den mit Holzbänken ausgestatteten Andachtsplatz können
Angehörigen und Hinterbliebene als Ort des Gedenkens und für
Trauerfeiern nutzen.

Online zur letzten
Ruhestätte unter Bäumen
Mit dem FriedWald-Onlineshop
gibt es erstmals ein Angebot, das
die Auswahl der letzten Ruhestätte am Fuße eines Baumes über

das Internet möglich macht. Ausgewählte FriedWald-Standorte
wie der FriedWald Möhnesee lassen sich durch Panoramatouren
erkunden, die Einblicke zu Parkmöglichkeiten, Andachtsplätzen,
Begehbarkeit und Umgebung
geben und eine Auswahl unterschiedlicher Baumgrabarten.
FriedWald in Deutschland
Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland.

Mit dem FriedWald Reinhardswald wurde 2001 der erste Bestattungswald eröffnet. Seitdem hat
es rund 89.200 Beisetzungen an
den 60 FriedWald-Standorten gegeben und knapp 190.400 Menschen haben sich bislang für das
Konzept entschieden. Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald
GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten. Geschäftsführerin ist die Juristin Petra Bach.

Das FriedWald-Konzept
kennenlernen
An zwei Samstagen im Monat führen FriedWald-Försterinnen und
-Förster im FriedWald Möhnesee
Interessierte durch den FriedWald
und informieren über das Konzept der Bestattung in der Natur,
über Grabarten, Baumauswahl
und Beisetzungen im FriedWald.
Die etwa einstündigen Waldführungen sind eine Mischung aus
Waldspaziergang und Informationstour. Wer den Wald mit eigeLippetaler Dezember 2017 | 25

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