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Auf einen Blick

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hier entspringenden Quellen speisen
drei der fünf Pader-Hauptarme: Börne-,
Damm- und Warme Pader. Das Paderquellgebiet ist heute eine reizvolle kleine Parklandschaft mitten in der Stadt. In
fünf gefassten Quellbecken sammelt sich
hier das Wasser von rund 200 Paderquellen, die durchschnittlich 5.000 Liter pro
Sekunde ans Tageslicht sprudeln lassen.
Das Paderquellgebiet war bis zum Zweiten Weltkrieg dicht überbaut. Die Häuser fielen dem Bombenhagel zum Opfer.
Nach 1945 beschlossen die Stadtväter,
dieses Gebiet unbebaut zu lassen und zu
einem Park umzugestalten.
Seit November 2008 ist der westliche
Teil des Paderquellgebietes als Gartendenkmal ausgewiesen. Die Begründung
hierzu ist, dass dieser Bereich in seiner
Anlagekonzeption der 1950er Jahre einzigartig Teilaspekte des Wiederaufbaus
und des Neuanfangs nach dem zweiten
Weltkrieg dokumentiert.

Das schmucke dreigiebelige Rathaus verkörpert Weserrenaissance par excellence.

ist seine bildhauerisch reich geschmückte Fassade, die stilistische Parallelen mit
der wenige Jahre jüngeren Rathausfassade aufweist.
An der Mariensäule aus dem Jahr 1861
vorbei und über die Straße Am Abdinghof gelangen Sie zur Abdinghofkirche.
Mit ihren romanischen Zwillingstürmen
ist sie seit 1871 evangelische Pfarrkirche.
Die flachgedeckte Pfeilerbasilika mit

dreischiffiger Krypta ist der Nachfolgebau der von Bischof Meinwerk um 1015
errichteten Benediktiner-Klosterkirche
,,St. Peter und Paul". Das Kloster wurde
1802 von den Preußen aufgelöst, die Klostergebäude fielen 1945 den Bomben des
Zweiten Weltkriegs zum Opfer.
Quell des Lebens: die Pader
Zu Füßen der Abdinghofkirche liegt der
westliche Teil des Paderquellgebiets. Die

Gehen Sie an der Abdinghofkirche vorbei
in Richtung Dom und biegen Sie links in
die Michaelstraße. An dieser mit Kopfstein gepflasterten Straße liegen zwei
Barockbauten: rechts, im Geißelschen
Garten, die ehemalige Domdechanei und
links die Michaelskirche, deren üppig dekorierte Fassade aus Sandstein und Backstein Einflüsse des flämischen Barocks
zeigt. Die ehemalige Domdechanei aus
dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts
wurde 1974-76 restauriert. In das entkernte barocke ,,Gehäuse" stellte man, als Bau
im Bau, einen transparenten Geschosskörper für die neue Stadtbibliothek ­ eine
damals viel beachtete denkmalpflegerische Entscheidung.
Quell des Lebens: die Pader. Aus 200 Quellen
entsteht Deutschlands kürzester Fluss.

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