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EWa-Ausgabe

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Regional

17. Oktober 2018

Man will es nochmal versuchen

Meine Woche
Der Rückspiegel

IG Lotsenviertel sucht neue Mitglieder und neuen Vorstand

von Maike Bruns

Zufrieden ist irgendwie anders
Letzte Woche wurde der
,,Glücksatlas 2018" präsentiert. Laut Sozialökonom
Bernd Raffelhüschen
sind
die Deutschen auch weiterhin zufrieden mit ihrem Leben, denn die Bewertung der
allgemeinen
Lebenszufriedenheit erreichte auf einer
Skala von 0 bis 10
für dieses Jahr 7,05
Punkte.
Bayerns Ministerpräsident Markus
Söder, CSU, dürfte
nach der Landtagswahl am vergangenen Sonntag ein
wenig zwiegespalten, also so bei vier
oder fünf Punkten,
sein. Einerseits hat
er mit seiner Partei immer noch die meisten
Wähler erreicht und seine
Partei möchte ihn auch gerne
als Ministerpräsidenten halten, andererseits verlor die
Partei um die zehn Prozent
der Stimmen im Vergleich zur
Wahl im Jahr 2014.
Etwas besser, sieben bis acht
Punkte, geht es wohl seinen
Kollegen von den Grünen. Sie
gewannen am meisten neue
Wähler und sind mit 17,5
Prozent der Stimmen und 38
Abgeordneten im Landtag
die zweitstärkste Partei - eine
mögliche Koalition schloss
Markus Söder allerdings

schon im Vorfeld aus.
Ein Gefühlsspektrum von
drei bis vier Punkten wird
sich wahrscheinlich bei den
Mitgliedern der SPD manifestieren, da ihre Partei mit
9,7 Prozent der Stimmen nur
noch an fünfter Stelle der
Sitzverteilung im Landtag

steht. Vier Punkte in diesem
Fall für ,,einen in sich geschlossenen und gelungenen
Wahlkampf", wie die Spitzenkandidatin am Sonntag
resümierte.
Höchstwahrscheinlich seine
ganz eigene Skala - so alles
über zehn Punkte- hat dagegen der amerikanische Präsident Donald Trump, überrascht er doch immer wieder
mit ganz eigenen Schlussfolgerungen und Ansichten. So
hält er den Klimawandel inzwischen für eine Tatsache,
der Mensch hat wohlgemerkt
aber keinen Einfluss darauf.

Gut zu wissen, dass er sich
ebenfalls mit dem Wetter beschäftigt. Der in Deutschland
bis weit in den Oktober anhaltende Sommer ist schließlich
nur ein Phänomen, das zum
Nachdenken anregt. Aber
nicht nur mit dem US-Präsidenten scheint es schwierig
zu sein, Lösungsansätze
für den Klimaschutz zu
erarbeiten und
durchzusetzen
- auch innenpolitisch setzt
sich leider oft
ein ,,erstmal
weiter
so"
durch,
wie
man an der
Dieseldiskussion derzeit immer noch gut
sehen kann.
Dass diese Maxime nicht
zielführend ist, mussten Fußballfans am Wochenende
erkennen. Mit einer Mannschaft, die im Vergleich zur
Weltmeisterschaft in Russland nur minimal im Sturm
verändert war, verlor das
deutsche Nationalteam mit
0:3 gegen die Niederlande.
Erstaunlicherweise beharren
die Spieler weiterhin auf einer Zufriedenheit von sechs
bis sieben Punkten, aber vielleicht überraschen sie Trainer
und Fans ja auch noch.

Die Preise fallen
wie die Blätter...
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eff. Jahreszins: 0,00 %, Sollzins p.a.: 0,00% gebunden, Gesamtbetrag: 23.628,80 ,
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CUXHAVEN sh · Eigentlich
war alles schon beschlossene
Sache. Nachdem im April
auf einer außerordentlichen
Mitgliederversammlung die
Interessensgemeinschaft Lotsenviertel beschlossen hatte,
ein Fortbestand hätte nur
Sinn, wenn mindestens 20
neue Mitglieder der IG beitreten würden, dies aber nicht
erreicht wurde, sollte nun
die Auflösung des Vereins
beschlossen werden. Denn
seit April hatten sich nur
fünf Interessenten bereit gefunden, eine Mitgliedschaft
in der IG zu beantragen. ,,Es
ist nicht zu begreifen, dass
von rund 120 potenziellen
Mitgliedern lediglich 23 Gewerbetreibende in der IG vertreten sind", klagte der Vorsitzende Thorsten Larschow
schon im April. Zu dem
stände die IG auch allen
Anwohnern offen, schließlich sei man keine klassische
Werbegemeinschaft.
Doch alles Engagement
nutzt nichts, denn mit fünf
Interessenten
war
man
nach sechs Monaten vom
Ziel weit entfernt. Und so
sollte die nun einberufene
außerordentliche
Mitgliederversammlung nur noch
die Auflösung beschließen.
Der Vorstand wollte der
Satzung entsprechend zurücktreten, ein Beschluss
über das Vereinsvermögen

Der bisherige Vorstand, hier mit der stellvertretenden Vorsitzenden
Christine Modlinger, dem Vorsitzenden Thorsten Larschow und Kassenwart Stefan Hirschfelder trat zurück und will einem Neuanfang
nicht im Wege stehen
Foto: sh

gefunden werden und dann
die notwendigen rechtlichen
Schritte eingeleitet werden.
Doch auf Antrag eines Mitgliedes, der Verein möge bei
aller Wertschätzung des Vereinsvorstandes nach dessen
Rücktritt lieber mit neuen
Kräften einen weiteren Versuch starten, wurde entsprochen. Was den bisherigen
Vorstand sichtlich rührte.
Der bisherige Vorstand wird
somit bis zur nächsten, kurzfristig einzuberufenden Mitgliederversammlung noch
für die Einladungen sorgen,
vollzog aber gleichzeitig den

angekündigten Rücktritt. Für
diese Veranstaltung wurde
dann am Abend schonmal
von den Mitgliedern ein Versammlungsleiter bestimmt,
der dann die Wahlen leiten
soll. Seine Aufgabe ist es
auch, bis zur Versammlung
mögliche Kandidaten für den
neuen Vorstand zu finden.
Deutlich wurde an diesem
Abend vor allem, dass die
momentanen Mitglieder die
IG Lotsenviertel unbedingt
am Leben halten wollen.
Was fehlt sind weitere, neue
Mitglieder und nun auch
noch ein neuer Vorstand.

Kompetenz und Engagement
Jürgen Schliecka leitet seit 1. Oktober Fachstelle der VBS
CUXHAVEN mb · Die Fachstelle Cuxhaven des Vereins
für Beratung und Hilfen bei
Suchtfragen und seelischen
Leiden im Landkreis Cuxhaven e.V. (VBS) hat einen
neuen Leiter. Nach acht Jahren stellt sich die ehemalige
Leiterin Monika Liedtke,
Diplom- Sozialpädagogin
und Suchttherapeutin, den
Herausforderungen in der
stationären Therapie auf
,,Hof Düring" und bei aller
Freude auf die neue Aufgabe
hält sie fest: ,,Nach all den
sowohl menschlich als auch
fachlich intensiven Jahren,
konnte ich meine neue Aufgabe nur übernehmen, weil
ich das Team und die Klienten bei meinem Nachfolger in guten Händen weiß."
Mit dem Diplom-Pädagogen
Jürgen Schlieckaku folgt ihr
ein Leiter der Fachstelle in
Cuxhaven, der über mehr
als 23 Jahre Erfahrung als
Pädagogischer Leiter und Sozialtherapeut der DietrichBonhoeffer-Klinik, Fachklinik für abhängigkeitskranke
Jugendliche und junge Erwachsene in GroßenknetenAhlhorn verfügt, seit 2014
war er dort auch stellvertretender Einrichtungsleiter.
MPU-Vorbereitung,
Multiplikatorenschulungen,
in
denen Möglichkeiten zur
Suchtprävention bei Kindern
und Jugendlichen an Fachkräfte vermittelt werden, Angehörigengruppen, das Projekt re:set, das sich mit der
Beratung bei übermäßigen
Medienkonsum beschäftigt,
und die Ausbildung zum
betrieblichen Suchtkrankenhelfer sowie Krisenintervention gehören ebenfalls zum
umfangreichen Angebot der
VBS-Beratungsstelle in Cuxhaven, seit 2017 auch mit
fester Außenstelle in Bremerhaven, die Betroffenen

Diplom-Pädagoge Jürgen Schlieckau (l.) bedankte sich bei seiner Vorgängerin Monika Liedtke für ihr jahrelanges Engagement Foto: mb

und Angehörigen aus dem
Südkreis Beratung und ambulante Behandlung vor Ort
bietet. Neben den beiden Beratungsstellen gibt es zehn
Außenstellen mit regelmäßigen Sprechzeiten für eine
erste Beratung.
Jürgen Schlieckau ist es
wichtig, die Arbeit seiner
Vorgängerin weiter zu führen, damit das bestehende Angebot fachlich weiter
wachsen kann. Aber auch
die Themen Fetales Alkoholsyndrom (FAS), Sucht
erkrankungen von geistig
Behinderten und Sucht im
Alter möchte er in das Beratungskonzept mit aufnehmen und insgesamt weiter
in die Öffentlichkeit tragen:
,,Wichtig ist hier in erster
Linie die Vernetzung mit
den Multiplikatoren, sprich
direkten Ansprechpartnern
vor Ort, wie Lehrern, Ärzten,
Pflegediensten und ähnliches. Diese müssen wir für
Suchtproblematiken sensibilisieren und gemeinsam
Möglichkeiten und Wege zur
Prävention erarbeiten."
Beispiele für erfolgreiche
Netzwerke sind die Zusammenarbeit mit dem sozi-

alpsychiatrischen
Dienst
des Landkreises sowie die
Sprechstunde vor Ort im
AMEOS-Klinikum Debstedt.
Natürlich müsse auch die
Politik eingebunden werden,
fordert Schlieckau, ,,schon
allein, um die Kompetenz
unserer Mitarbeiter durch
Fort- und Ausbildungen an
wechselnde Anforderungen
zu erhalten, die nicht nur
durch wechselndes beziehungsweise neues Suchtverhalten, sondern auch durch
die Kostenträger vorgegeben werden," so Schlieckau weiter. Monika Liedtke
ergänzt: ,,Für umfassende
Kompetenz an allen Stellen
gibt es regelmäßig interne
Teamschulungen."
Aber auch für die nötige
präventive Öffentlichkeitsarbeit wird weiterhin die
Förderung durch die Politik
benötigt, um gezielt auf die
Gefahren hinzuweisen und
von einem ersten Konsum
abzuschrecken, fordert der
neue Leiter der VBS. Und
auch hier setzt er auf enge
Zusammenarbeit,
denn:
,,Um effizienzorientiert zu
handeln, müssen alle gemeinsam agieren."

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