< Seite 5
Seite 7 >

Seite 6

EWa-Ausgabe

Seite 6 EWa-Ausgabe4

Regional

20. Februar 2019

Kandidaten einer engagierten Stadt

Meine Woche
Der Rückspiegel

Frage des Ehrenamtes bei Podiumsdiskussion im Mittelpunkt

von Andreas Oetjen

,,Niemals geht man so ganz"
,,Niemals geht man so ganz,
irgendwas von mir bleibt
hier" - ein Lied von der 1991
verstorbenen Kölner Schauspielerin, Sängerin und Theaterdirektorin Trude Herr
habe ich im Ohr, wenn ich
an zwei Menschen denke,
die in diesen Tagen von uns
gegangen sind. Menschen,
mit denen ich feste
Begriffe verbinde:
Verkehr und Pferde.
Den einen, Dr. Peter Fischer (Foto:
ano), habe ich 1993
kennengelernt - bei
einer Fahrradtour.
Ich war damals als
Journalist in Hannover tätig und Fischer war in seinem
Wahlkreis Langenhagen-Wedemark in Sachen Direktmandat zur Landtagswahl 1994
unterwegs. In seiner ruhigen,
freundlichen
und zugleich
offenen Art
war er mir
sofort sympathisch.
Es dauerte
dann
vier
Jahre
bis
zum nächsten Wiedersehen in Göttingen. 1997 weihte der
niedersächsische
Verkehrsminister Fischer zusammen
mit Bundestagspräsidentin
Rita Süssmuth, für die ich

damals gearbeitet habe, die
Ortsumgehung Weende ein.
Aber nicht nur deswegen war
Fischer gerne dort, sondern
auch in Erinnerung an seine
Studienzeit an der Georgia
Augusta. Und den Spruch ,,Extra Gottingam non est vita, si
est vita non est ita" (,,Außerhalb Göttingens gibt es kein

Leben; gibt es Leben, dann
kein solches") hatte er auch in
Cuxhaven immer parat. Und
hier traf ich ihn 2003 wieder,
führte
mit
ihm ein Interview in seiner
E ig en sc ha f t
als Vorsitzender des Verbandes Pro
Mobilität.
Den
anderen, Henry Böhack (Foto: tw),
lernte ich am Tag nach dem
Duhner Wattrennen 2002
kennen. Er kam in mein Büro
- um sich entschuldigen. Dafür, das er vergesse habe, mich

tags zuvor zu begrüßen. Wer
wollte es diesem Charmeur
übelnehmen. Ein Jahr und
manche Treffen später bot er
mir das Du an und da wusste ich, dass ich endgültig im
Cuxland angekommen war.
Wir haben in den Jahren viele
Gespräche geführt, bei denen
ich vieles über
Pferde
und
Pferdesport
gelernt habe.
Aber wir haben uns auch
häufig
über
g e s el l s c ha f tliche und politische Fragen
- im Kleinem
vor Ort und im
Großen in der Welt - ausgetauscht. Und Sir Henry - wie er
respektvoll genannt wird - war
immer Gentlemen in seiner auf
Ausgleich bedachten
Art. Nur einmal habe
ich ihn fast erbost
erlebt - als PETA gegen das Wattrennen,
sein Baby, schoss.
Aber auch dieses Kapitel hat er souverän
gemeistert.
Souveränität ist auch die Eigenart, die mit beiden - Peter
Fischer, der mit 77 Jahren verstarb, und Henry Böhack, der
91 Jahre wurde - verbunden
bleibt.

Wir haben Dein Auto!

CUXHAVEN sh · Wenn zwei
sich streiten freut sich ein Dritter. Wobei man in diesem Fall
weniger von Streit, dafür von
noch mehr Freude reden darf.
Der Dritte ist die Stadt Cuxhaven, und die Bürger der Stadt
konnten bei einer Podiumsdiskussion der beiden Oberbürgermeisterkandidaten Harald
Zahrte und Uwe Santjer erleben, wie ein guter politischer
Diskurs geführt werden sollte
und wurde.
Im Mittelpunkt der von der
Initiative ,,Engagierte Stadt
Cuxhaven"
organisierten
Veranstaltung in der St. Petri Kirche stand das Thema
,,Freiwilliges Engagement".
Da kam es gut an, dass mit
auf dem Podium neben Moderator Dr. Jochen Sunke
von der Körber Stiftung auch
Beate Haas-Heinrich von der
Initiative ,,Engagierte Stadt"
Platz genommen hatte.
Auf dem Podium bei den
Kandidaten selbst herrschte
großes Einvernehmen. Uwe
Santjer betonte die Wichtigkeit des Ehrenamtes für
Cuxhaven und erläuterte, an
welchen nicht sofort sichtbaren Orten Ehrenamtler für
ein funktionierendes gesellschaftliches Leben sorgten.
Er denke dabei an das SozialKaufhaus in Altenwalde oder
an das Feuerschiff Elbe I. ,,Als
Ehrenamtler ist man ein besonderer Teil der Stadt." Auch
Harald Zahrte unterstrich,
dass ohne sie eine Stadt wie
Cuxhaven nicht existieren
könne. ,,Das gelebte Ehrenamt hier hat mich zu einem
Teil bewogen zu kandidieren."
Er verwies auf die Leistungen
der Freiwilligen Feuerwehren
und vor allem auf den Erfolg
beim Bürgerbahnhof. ,,Es ist
Aufgabe der Kommunen, das
Ehrenamt zu stärken."
Uwe Santjer sprach in diesem

Harald Zahrte (l.) und Uwe Santjer diskutierten über das Ehrenamt in der Petri-Kirche
Foto: sh

Zusammenhang vom ,,Klebstoff, der die Gesellschaft zusammenhält". Für ihn habe
auch der Schulterschluss
politisch unterschiedlichster
Bürger bei den letzten - von
hauptsächlich Ehrenamtlern
organisierten - Demonstrationen bewiesen, das dieser
Klebstoff in Cuxhaven halte.
Auch in der Frage, wie sehr
sich Hauptamt und Ehrenamt beeinflussen, waren sich
die Podiumsteilnehmer einig.
Ehrenamt ohne Hauptamt
könne nicht funktionieren.
Harald Zahrte sprach dabei
von der Aufgabe der Kommunen, das Ehrenamt zu
stärken. Und auf die provokante, aber berechtigte Frage von Beate Haas-Heinrich,
ob Cuxhaven genug für das
Ehrenamt tue, konterte Uwe
Santjer, ,,mehr geht zwar
immer, aber grundsätzlich
ist Cuxhaven in dieser Frage
gut aufgestellt".
Interessanterweise kam vom
Podium noch der Hinweis,
mal auf die Nachbarstadt
Geestland zu blicken. Dort
sei die Ehrenamtskarte ein
voller Erfolg. Auch Harald
Zahrte sieht Luft nach oben.

,,Allerdings ist nicht die Menge entscheidend, sondern die
Qualität."
Einig war man sich auch bei
der Frage, dass das Ehrenamt
auch Geld koste. Beate HaasHeinrich meinte dazu, ohne
Geld wären keine Strukturen
möglich. Dass man sich in
Geldfragen einig war, bewiesen auch die Antworten der
Kandidaten. Harald Zahrte
sprach von vorhandenen
Mitteln trotz angespannter
Haushaltslage und einer
sinnvollen Planung, wohin
und wofür dieses Geld verwendet werden kann. Und
Uwe Santjer verwies auf
ausreichend hauptamtliches
Personal, das den Planungen
folgend eingesetzt werden
könne und so das Ehrenamt
auch ausgebaut werden müsse. Und abschließend, entgegen des üblichen Trends bei
politisch kommunalen Streitgesprächen, betonten beide Kandidaten, sie könnten
,,kein Versprechen für mehr
Geld im Haushaltsplan geben". Was beweist, dass den
Cuxhavenern auf jeden Fall
glaubhafte Kandidaten zur
Wahl stehen.

Aufnahmen von polarem Eis
Historisches Museum zeigt Fotos von AWI-Mitarbeitern

VW Golf Sportsvan 1.4 TSI
BMT Allstar

150,-

monatliche Rate

92 kW/125 PS, EZ 05.2017, 13.500 km
- 6-Gang Getriebe
- 36 Monate Anschlussgarantie
- Einparkhilfe vorn u. hinten

ehem. UPE: 30.100,- Barzahlungspreis

21.900,-

Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank
Anzahlung: 5.050 , Nettodarlehensbetrag: 16.490 , Laufzeit: 48 Monate, eff. Jahreszins:
1,99 %, Sollzins p.a.: 1.97% gebunden, Schlussrate: 10.995 , Gesamtbetrag: 18.044

125,-

monatliche Rate

110 kW/150 PS, EZ 06.2017, 37.900 km
- Abstands-Tempomat
- R/Navi Discover Media
- AHK schwenkbar

175,-

monatliche Rate

92 kW/125 PS, EZ 05.2017, 12.500 km

- Winterpaket
- Radio Composition Color
- 16 Zoll Alu-Felgen

VW Passat Variant 2.0 TDI
BMT Comfortline

VW Golf Sportsvan 1.4 TSI
BMT Sound DSG

- EURO 6 - Partikelfilter
- 3-Zonen Climatronic
- 36 Monate Anschlussgarantie

ehem. UPE: 39.990,- Barzahlungspreis

23.490,-

Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank
Anzahlung: 7.000 , Nettodarlehensbetrag: 16.490 , Laufzeit: 48 Monate, eff. Jahreszins:
1,99 %, Sollzins p.a.: 1.97% gebunden, Schlussrate: 11.745 , Gesamtbetrag: 17.606

- 36 Monate Anschlussgarantie
- App-Connect USB
- R/Navigation Discover Media

- XENON Scheinwerfer
- 7-Gang Automatik
- adaptiver Tempomat

ehem. UPE: 33.150,- Barzahlungspreis

23.790,-

Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank
Anzahlung: 4.800 , Nettodarlehensbetrag: 18.990 , Laufzeit: 48 Monate, eff. Jahreszins:
1,99 %, Sollzins p.a.: 1.97% gebunden, Schlussrate: 11.995 , Gesamtbetrag: 20.215

VW Golf 7 TDI Comfortline
85 kW/116 PS, EZ 05.2017, 12.500 km
- 17 Zoll Alu
- Abstands-Tempomat
- LED Hauptscheinwerfer

150,-

monatliche Rate

- Navigation CD USB
- dynamische Blinker
- Einparkhilfe/Kamera

ehem. UPE: 33.370,- Barzahlungspreis

21.490,-

Finanzierungsangebot der Santander Consumer Bank
Anzahlung: 4.500 , Nettodarlehensbetrag: 16.990 , Laufzeit: 48 Monate, eff. Jahreszins:
1,99 %, Sollzins p.a.: 1.97% gebunden, Schlussrate: 10.995 , Gesamtbetrag: 18.044

Cuxhaven KG
Papenstraße 126 · 27472 Cuxhaven · Tel. 04721 / 737-0 · www.manikowski.de

BREMERHAVEN re · In
unseren Breiten kennt man
Eis als Wasser in gefrorenem
Zustand, das sich im Allgemeinen bei Null Grad Celsius
bildet. Eis kann in verschiedenen Formen auftreten, in
der Regel ist es durchsichtig
oder weiß. Genauer untersucht und unter dem Mikroskop betrachtet, offenbart Eis
jedoch unendlich viele Facetten und Farben. Eine neue
Ausstellung im Historischen
Museum Bremerhaven bietet
nicht nur einen spannenden
Einblick in die Arbeit von Glaziologen, sondern präsentiert
auch faszinierende Aufnahmen von polarem Eis, die als
ästhetische Kunstwerke der
Natur erscheinen.
,,Facetten des Eises. Fotografien von Sepp Kipfstuhl und
Fernando
Valero-Delgado"
lautet der Titel der Sonderausstellung, die vom 23. Februar
bis zum 31. März im Historischen Museum Bremerhaven
zu sehen ist. Seit rund 30 Jahren arbeiten der Wissenschaftler Dr. Sepp Kipfstuhl und der
Techniker Fernando ValeroDelgado in der Abteilung Glaziologie des Alfred-WegenerInstituts, Helmholtz-Zentrum
für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven
zusammen. Glaziologie ist
die Wissenschaft, die sich mit
Schnee, Eis und insbesondere
mit Gletschern befasst. Auf
zahlreichen Expeditionen in



die Arktis und Antarktis, aber
auch bei der Dokumentation ihrer wissenschaftlichen
Arbeiten in den Eislaboren
in Bremerhaven haben die
beiden AWI-Mitarbeiter Tausende Fotografien von Eis und
Schnee gesammelt.
Die ausgestellten Fotografien
vermitteln
überraschende
Eindrücke von den unendlichen Facetten der Struktur
des Eises und lassen erahnen,
wieviel Informationen man
aus der Komplexität dieses
Materials erhalten kann. Polares Eis enthält eingeschlossene Luftblasen und liefert
damit Informationen über
Treibhausgaskonzentrationen
vergangener Zeiten. Aber was
die Fotografien der Ausstellung so einzigartig machen:
In Eisdünnschnitten und unter dem Mikroskop offenbart
sich polares Eis in vielfältigen
Farben und Formen.
Zur Eröffnung der Sonderaus-

Foto: AWI

stellung ,,Facetten des Eises"
am Freitag, 22. Februar, um
18 Uhr gibt Dr. Sepp Kipfstuhl
einen Einblick in die Arbeit
der Glaziologen. Fernando
Valero-Delgado erläutert die
Aufnahmetechniken der Fotografien. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung wird von der
Dieckell Stiftung, dem Verein der Freunde und Förderer
des Alfred-Wegener-Instituts
und dem Förderkreis Historisches Museum Bremerhaven
gefördert.

Sarkoidose
BREMERHAVEN re · Der
Sarkoidose-Gesprächskreis
trifft sich wieder zum Erfahrungsaustausch
am
Mittwoch, 20. Februar, um
19 Uhr im AMEOS Klinikum Mitte, Wiener Straße
1 in Bremerhaven. Weitere
Informationen unter (0151)
28 75 77 28.

zurück zum Anfang von "EWa-Ausgabe"