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EWa-Ausgabe

Seite 5 EWa-AusgabeRegional

30. April 2019

Bernd Sengelaub

,,Chance Kontakt aufrechtzuhalten"

CUXHAVEN sh · In dem
Artikel ,,Werke, die gesehen
werden wollen" in der Ausgabe vom letzten Mittwoch hat
eine missverständliche Textpassage für sehr viele Anrufe
im Haus der Künstlers geführt. Die kostenlose Abgabe
der Werke von Maler Bernd
Sengelaub ist für caritative
Einrichtungen wie Hospize,
Krankenhäuser und ähnliche
Häuser gedacht. Privatpersonen und auch Firmen können natürlich auch Werke des
Künstlers erhalten, nur eben
nicht kostenlos. Der Künstler
möchte mit der Aktion denen
Freude bereiten, die sonst wenig Berührungspunkte mit
der Kunst haben können.

Kinderschutzbund Cuxhaven bietet ,,Begleiteten Umgang" an

Schachkurs
BREMERHAVEN re · Ein
kostenloser Schachkurs für
Anfänger wird ab Dienstag,
7. Mai, im Seniorentreffpunkt Altbürgerhaus, Neuelandstraße 48 in Bremerhaven, für alle Interessierten
ab 55 Jahren angeboten.
Der Kurs findet immer dienstags von 10 bis etwa12 Uhr
statt. Um Anmeldung unter
(0471) 59 025 96 oder E-Mail
Sandra.Eilts@magistrat.bremerhaven.de wird gebeten.

Thema Rente
BREMERHAVEN re · Die
Zeiten, in denen die gesetzliche Rente zum Leben gereicht hat, sind für viele Menschen vorbei. Doch welche
Rentenarten gibt es inzwischen? Ab wann bekommen
Beschäftigte überhaupt eine
Rente und wovon hängt die
Höhe der Auszahlung ab? Einen Überblick über das Thema gibt am Dienstag, 7. Mai,
Politikberater Magnus Brosig
im Rahmen einer Informationsveranstaltung aus der
Reihe ,,Ihr Recht - einfach erklärt" in der Arbeitnehmerkammer, Barkhausenstraße
16 in Bremerhaven. Los geht
es um 17 Uhr. Um Anmeldung unter (0471) 92 23 50
oder per E-Mail an va-bhv@
arbeitnehmerkammer.de
wird gebeten.

LANDKREIS tw · Es ist
keine leichte Aufgabe - sich
nach einer Trennung oder
Scheidung weiter gemeinsam
um das Kind oder Kinder zu
kümmern. Viele Familien
schaffen es, sich auf einen
gemeinsamen Umgang zu
einigen. Doch manchmal
ist der Streit zwischen den
ehemaligen Partnern zu
groß, um gemeinsame Absprachen zu treffen, es bestehen Ängste und Vorbehalte
gegenüber dem anderen
Elternteil und manchmal
ist der Kontakt aus den verschiedensten Gründen schon
lange unterbrochen. Für Kinder oft eine belastende und
zerstörerische Situation. Hier
kann der begleitete Umgang
eine Lösung sein, den seit
einem Jahr auch der Kinderschutzbund Cuxhaven (KSB)
anbietet.
,,Für Kinder ist es wichtig,
dass der Kontakt zu beiden
Elternteilen erhalten bleiben kann", sagt Christine
Ramm vom Vorstand des
KSB. ,,Und damit die Beziehung nicht verloren geht,
kann es hilfreich sein, einen geschützten Rahmen zu
schaffen, in dem das Kind
sich mit dem getrennt lebenden Elternteil treffen kann,
damit die Beziehung nicht
verloren geht." Sie freut sich
deshalb, dass es durch Mittel des Landesjugendamts
Niedersachsen gelungen ist,
neben den beiden Sozialpädagoginnen Brunhild RostHelle und Sabine Schulz, mit
der Sozialarbeiterin und Mediatorin Christa Schöps eine
dritte hauptamtlich Mitarbeiterin einzustellen, die vor
allem das Projekt ,,Begleiteter Umgang" betreut. ,,Ein
Projekt das wir dringend
brauchten", so Ramm. War
der Landkreis Cuxhaven
doch bisher ein weißer Fleck
auf der Landkarte was dieses
Angebot, trotz reger Nachfrage, betraf.
Ziel der Umgangsbegleitung
ist es, Kontakt zwischen dem
Kind und dem Elternteil, bei
dem das Kind nicht mehr

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Ist das Kultur?
LANDKREIS re · Kennen Sie
Dagi Bee? Und wer ist eigentlich Julia Engelmann? Wer
sich in seinem Alltag als Elternteil, Lehrkraft oder Erzieherin schon einmal eine solche
Frage gestellt hat, ist jetzt zum
Fachtag ,,Ist das Kultur? Spielarten kultureller Bildung von
Kindern und Jugendlichen"
am Dienstag, 14. Mai von 14
bis 19 Uhr im Kreishaus des
Landkreises Cuxhaven eingeladen. Nach einem Impulsreferat von Gabriele Rohmann zu

Potenzialen von Jugendszenen
werden in Praxislaboren die
Themen ,,Kita-Slam", ,,Soziale
Netzwerke und Influencer",
,,Spielkultur" und ,,Heimatrocker und Rebellen" vertieft.
Anmeldungen bis zum 3.
Mai unter office@aboee.de
oder unter (04292) 81 960 02.
Flankierend zum Fachtag wird
die Ausstellung ,,Der (z)weite
Blick" vom Archiv der Jugendkulturen e.V. eröffnet, die bis
zum 28. Mai besucht werden
www.aboee.de
kann.

,,#MissionInklusion"

Lesung zum Protesttag im Rathaus

Christa Schöps und Christine Ramm stellten das Projekt ,,Begleiteter
Umgang" im vor
Foto: tw

lebt, anzubahnen oder wiederherzustellen und sie soll
auch helfen Kontaktabbrüche zu vermeiden.
,,Für Kinder ist der begleitete Umgang die Chance
einen Kontakt aufrecht zu
halten, der sonst nicht möglich wäre. Ein störungsfreier Kontakt auf neutralem
Boden mit einem neutralen
Beobachter", betont Schöps.
,,Mit dem langfristigen Ziel,
dass die Eltern wieder mitein
ander sprechen, wenigsten
was die Belange des Kindes
angeht." Und sie dabei lernen, den Umgang selbstständig und eigenverantwortlich
durchzuführen.
Am Anfang steht das gemeinsame
Kennenlernen,
Einzelgespräche mit den Eltern und das Abschließen einer Vereinbarung mit klaren
Regeln. Danach folgen zwölf
Treffen, die ein bis zweiwöchentlich stattfinden. Wichtig sei dabei nicht der kurzfristige Kontakt, ,,sondern
Konstanz, um dem Kind so
zu zeigen, du bist mit wichtig". Die vereinbarte Zeit
diene deshalb ausschließ-

lich dem Kontakt zwischen
Kind und Vater beziehungsweise Mutter. Dazu gehören
neben gemeinsamen Spielen, auch Alltagssituation
wie Frühstück machen oder
zusammen
Mittagessen.
,,Alltagssituationen, die die
Verantwortung fördern", so
Schöps. Und dass eine neutrale Person dabei sei, gebe
dem anderen Elternteil Sicherheit. Begleitet werden
die Treffen durch Elterngespräche, die eine ausgleichende Wirkung haben können, ,,denn wir sind nicht
parteiisch".
Am Ende steht eine Vereinbarung für die Zukunft,
wie der weitere Kontakt ausgeschaltet werden kann.
Auf Wunsch werden auch
noch
Übergangstermine
angeboten, um die Eltern
bei den selbstorganisierten Umgangskontakten zu
unterstützen.
Weitere Informationen gibt
es bei Christa Schöps telefonisch unter (04721) 6 22 11
oder per E-Mail unter schoeps@kinderschutzbund-cuxhaven.de.

CUXHAVEN re · ,,#Mission
Inklusion - Die Zukunft
beginnt mit dir" heißt das
Motto des diesjährigen Europäischer Protesttags zur
Gleichstellung von Menschen
mit Behinderung am 5. Mai.
Seit Jahren beteiligt sich auch
der Beirat für Menschen mit
Behinderungen der Stadt
Cuxhaven gemeinsam mit
der Lebenshilfe Cuxhaven,
der Stadt Cuxhaven und der
Aktion Mensch an den Aktionstagen, um auf die Bedürfnisse von Menschen mit
Behinderungen aufmerksam
zu machen.
In diesem Jahr nimmt am
5. Mai Andreas Pröve die
Besucher in der Bürgerhalle
im Rathaus mit auf einen
Teil seiner Reise ,,China von Shanghai nach Tibet".
Vor etwa einem Jahr, am 27.
April 2018, schrieb er Geschichte: er steht als erster
Rollstuhlfahrer an der Quelle des Jagtze auf über 5.000
Metern.
Seit einem Verkehrsunfall im
Jahre 1981 mit der Diagnose
Querschnittslähmung,
ist
sein Leben von Abenteuern
geprägt. Auf unzähligen
Reisen durch alle Erdteile
sucht er die Grenzen des
Machbaren. Sein Motor ist
dabei der Drang Neues zu
entdecken und sich einem
Land vollkommen auszusetzen. Dabei macht er sich in
,,Handarbeit" auf den Weg,
denn nur diese Art des Reisens garantiert ihm einen

Blick hinter die Kulissen.
So offensiv und hautnah,
wie er unterwegs ist, erlebt
der Zuschauer auch seine
Vorträge und Fotoreportagen: Spannend, lebendig
und live erzählt, bereichert
mit Interviews, O-Tonaufnahmen, Videos und Musik.
Ansteckender Witz, Humor
und die Offenheit dessen,
der das Leben liebt, prägt
auch seine Bücher, die die
,,Spiegel-Bestsellerliste" erreicht haben.
Eintrittskarten sind für fünf
Euro bei Oliva erhältlich.
Die Bürgerhalle ist rollstuhlgerecht. Zudem sind je zwei
Schrift- und Gebärdendolmetscher anwesend und sichern die Kommunikation
nicht
hörender/hörbeeinträchtigter Gäste. Und es
wird eine Ringschleife verlegt. Träger von Hörgeräten
mit einer Induktionsspule
aktivieren diese bitte vor
der Veranstaltung bei einem
Hörakustiker.

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