< Seite 42
Seite 44 >

Seite 43

Brandaus_0708

Seite 43 Brandaus_0708BA 07-8_09 Umbruch.qxd:BA Umb Titel Mai

14.08.2009

14:19 Uhr

Seite 43

Brandaus: News

43

ebenfalls versuchen werden, am Seitenstreifen vorbei zu kommen, oder durch Fahrzeuge die durch einen Defekt liegen geblieben sind. Sollte ein Lkw nicht sehr nahe der Betonleitwand stehen, ist ein Vorbeifahren ebenfalls nicht möglich. Das Rangieren eines Lkws am linken Fahrbahnrand könnte viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei Kühltransporten (Fahrzeugbreite 2,60 m) wird es noch enger, bei Sondertransporten mit Überbreite wird das Vorbeifahren überhaupt nicht mehr möglich sein. Zweistreifiger Bereich (kein Seitenstreifen): Hier ist die Bildung einer Rettungsgasse nicht möglich, da kein Pannenstreifen vorhanden ist. Bei Stau im zweistreifigen Abschnitt ist daher ein Vorbeifahren unmöglich. 2. Abfahrt An der Einsatzstelle angekommen, ergibt sich in weiterer Folge das Problem der Abfahrt der Rettungsfahrzeuge. Dazu muss die Unfallstelle teilweise geräumt werden bzw. müssen Einsatzfahrzeuge, die vor Rettungsfahrzeugen angekommen sind, umpositioniert werden. 3. Geräteentnahme Für die Geräteentnahme aus Fahrzeugen ist eine Breite von ca. 5 m erforderlich. Bevor Einsatzfahrzeuge im Stau stecken bleiben, muss der Lenker/GKDT vorausschauend handeln und das Fahrzeug so anhalten, dass diese Geräte entnommen werden können. Die Rettungsgeräte müssen bis zur Unfallstelle getragen werden. 4. Engstellen Insgesamt wird die S3 durch 14 Brückenbauwerke zwischen Stockerau und Göllersdorf eingeengt, welche nicht ver-

Abtransport eines Patienten über diese Betonleitwand nur sehr schwierig zu bewerkstelligen. 6. Winter Erst der nächste schneereiche Winter wird zeigen, wie sehr die Schneemassen die ­ bereits jetzt sehr engen Verhältnisse ­ noch weiter verschärfen.

Drei verschiedene Einsatzszenarien näher beleuchtet
Im Zuge einer Großübung am 13. 5. 2009 mit insgesamt fünf Feuerwehren, Rettung, Polizei sowie diverse Behören wurden drei Einsatzszenarien im Detail geübt. ,,Spiegelfahrt": Anfahrt im einstreifigen Streckenabschnitt; wahrscheinlich im Schritttempo. breitert wurden. Das große Risiko sind hier die Autofahrer, die im Stau stecken: Sie müssten ihre Fahrzeuge vor den Engstellen stoppen und diese Bereiche freihalten. Nur so könnten Einsatzfahrzeuge vom Seitenstreifen auf die einspurige Fahrbahn wechseln und nach der Engstelle, rechts vom Stau, weiter auf dem Seitenstreifen zum Einsatzort vorrücken.Wenn es bei diesen Engstellen zu einem Rückstau kommt, ist ein Vorbeifahren nicht mehr möglich. 5. Betonleitwand Die Betonleitwand besteht aus Einzelelementen mit 6 m Länge, 1 m Höhe und einer Fußbreite von 0,7 m. Das Gewicht beträgt ca. 5 t. Das Arbeiten über die Betonleitwand ist schwierig, aber möglich. Sämtliche Gerätschaften und Personen müssen über die 1 m hohe Wand gehoben werden. Für die Besatzung eines Rettungsfahrzeuges alleine ist der 1. Technischer Einsatz, Alarmstufe T1 -- Pkw-Bergung Aus Sicherheitsgründen muss zumindest die Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Durch die längere Anfahrt und die Notwendigkeit einer Sperre wird der Verkehr deutlich länger behindert. Die Arbeiten unter beengten Verhältnissen, sind mit kleinen Änderungen in der Einsatztaktik (z. B. Umlenkrollen an der Betontrennwand) möglich. Ein quer stehender Pkw muss zuerst mit der Seilwinde in Längsrichtung gezogen werden, da ein Vorbeikommen oder die Positionieren des Ladekran-Lkws neben dem Pkw aufgrund der geringen Fahrbahnbreite nicht möglich ist. 2. Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person -- Alarmstufe T2 Die entsprechenden Alarmpläne wurden bereits im Vorfeld aktualisiert. Bei diesen Einsätzen werden ab sofort mindestens zwei Feuerwehren alarmiert, welche von beiden Seiten zufahren. Eine Sperre in beiden Richtungen ist durchzuführen. In den Stoßzeiten

Brandaus 7/8 · 2009

zurück zum Anfang von "Brandaus_0708"