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geistREich_05.12.2018

Seite 3 geistREich_05.12.2018Große Herausforderung und tolle Erfahrung zugleich
Bachs Weihnachtsoratorium erklingt am 16. Dezember in der St.-Peter-Kirche
Ein Dienstagabend im September, wunderbares
Hochsommerwetter mit Temperaturen,
die Recklinghausen ein mediterranes Flair
verleihen. Auf dem Weg in die Innenstadt, über
die Straße ,,Bei St. Peter" schlendernd, traue ich
meinen Ohren nicht. ,,Jauchzet, frohlocket !"
Aus dem Petrushaus klingen die Stimmen der
ChorsängerInnen, die sich in ihrer Probe mit
dem Eingangschor des Weihnachtsoratoriums
beschäftigen ­ unglaublich!

Der Frage, was Sänger und Sängerinnen, aber auch die
Instrumentalisten motiviert, sich mit einem solchen
Werk zu befassen, viele Wochen der Probenarbeit auf
sich zu nehmen und selbst bei Sommertemperaturen
die Chorprobe dem Biergarten vorzuziehen, bin ich
nachgegangen.
Einige der Akteure, die am 16. Dezember dieses
große Bach-Werk in Teilen aufführen, haben Auskunft
über ihre Motivation gegeben. Allen gemeinsam ist
zunächst die große Freude am Singen und ganz besonders am Singen im Chor. ,,Ich singe gern", sagt Manfred
Steffenhagen und fügt hinzu: ,,Das erfordert meinen
ganzen Einsatz und tut Körper, Geist und Seele doch
so gut!" Bezogen auf das Weihnachtsoratorium ergänzt
Achim Kiel: ,,Für mich als Laie stellt ein solch großes
Werk musikalisch schon eine Herausforderung dar,
liefert aber auch die wertvolle Erfahrung, dass man sich
da hineinsingen kann und zunehmend sicherer wird,
wissend, dass um einen herum auch noch Mitstreiter
stehen, die ­ hoffentlich ­ die gleichen Töne singen."
Mit dem Weihnachtsoratorium haben einige der Aufführenden ihre ganz persönliche Geschichte. Dorothee
Fahnenstich erinnert sich: ,,In meiner Kindheit wurde
zu Hause das Weihnachtsoratorium während der Feiertage auf- und abgespielt." Auch für Kirchenmusiker
Thorsten Maus, der die Aufführung verantwortet, ist
Weihnachten ohne dieses Werk nicht denkbar. ,,Es ist
ein Meilenstein der Musikgeschichte, der an Kraft und
Dichte bis heute nichts eingebüßt hat." Es freut ihn zu
erleben, wie sich die Zuhörer von dieser Musik in Bann
ziehen lassen. Dr. Ansgar Kortenjann resümiert: ,,Bach
ist für mich so etwas wie vollkommene, ganzheitliche
Musik. Stimmen und Instrumente sind so miteinanderverwoben, dass es kein Haupt und Neben gibt und
jeder Ton gleichzeitig Konsequenz und Bedingung der
anderen Töne ist. Damit transportiert das Weihnachtsoratorium musikalisch die Botschaft der Weihnachtsgeschichte, wie es Worten nicht möglich ist!"
Rachel
Isserlis,
freischaffende
Geigerin
und

Konzertmeisterin beim Weihnachtsoratorium geht es
um mehr als um eine musikalische Aufführung: ,,Mir
wird von Jahr zu Jahr deutlicher, was für ein enormes
Privileg es ist, Anteil zu haben an dieser hunderte Jahre
langen Tradition, die christlichen Feste in Kirchen mit
Musik zu feiern, ganz besonders mit der Musik von
Johann Sebastian Bach und zwar nicht nur seine Musik,
sondern auch die spirituelle Atmosphäre, die von ihr
ausgeht. Wenn man Bach spielt, spürt man einfach die
Präsenz einer höheren Macht." Ohne das Weihnachtsoratorium wäre Weihnachten für sie nicht komplett.
,,Die Atmosphäre in der Kirche, hautnahe Emotionen
der Chorleute und Gesangssolisten zu erleben, die
erstaunlichen Harmonien und Rhythmen, die Spannung und Struktur jeder einzelnen Kantate... es ist, wie
jedes Jahr einen beliebten alten Freund zu treffen und
trotzdem immer etwas Neues zu entdecken." Wer sich
so leidenschaftlich dieser Musik verschrieben hat, der
trifft sich dafür auch im Hochsommer zur Chorprobe,
das leuchtet ein.
C. Leenders-van Eickels



Info:
Die Bach Werkstatt in St. Peter unter der Leitung
von Thorsten Maus veranstaltet seit 2012 jährlich
zwei Konzerte und gestaltet außerdem die
kirchlichen Hochfeste musikalisch. Das nächste
Projekt ist bereits im Blick: Im Juni 2019 werden
das Himmelfahrtsoratorium und Bachkantaten
zur Aufführung gebracht. Probenstart ist am 15.
Januar 2019 um 20 Uhr im Petrushaus.
Interessierte wenden sich gern an
Thorsten Maus unter T. 105623
oder per Email: maus-t@bistum-muenster.de

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