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geistREich_05.12.2018

Seite 12 geistREich_05.12.2018www.st-antonius-recklinghausen.de

Gelöste Konzentration
Der Chor ,,amici" probt jeden Montagabend in der Gemeinde Heilig Kreuz
im August-Mäteling-Haus!
Ein Highlight in der Heilig-Kreuz-Kirche ist in
diesem Jahr das Weihnachtskonzert am 16.
Dezember um 17 Uhr mit dem Kammerchor
,,amici" unter der Leitung von: Georg Küper!
Doch, wer ist der Chor,,amici"?
Wir haben den Chorleiter befragt.

Was bedeutet der Name,,amici"?
Der Chor ist seinerzeit aus meinem Freundeskreis
entstanden, deshalb haben wir uns den Namen amici
gegeben, auf italienisch bedeutet das Wort: Freunde.
Wann haben Sie den Chor gegründet?
2007 haben wir zu dritt angefangen. Drei befreundete
Menschen, die gerne zusammen singen wollten.
Wie viele Mitglieder gehören
zur Zeit iIhrem Chor an?
Die Formation, in der wir zur Zeit zu hören sind,
umfasst neun Personen. Fünf Frauen und vier Männer.
Auch wenn aus beruflichen Gründen nicht immer alle
auf der Bühne stehen können.

Weihnachtskonzert
mit dem Kammerchor

,,amici"

Welche Art von Musik haben Sie im Repertoire?
Nun, die meisten von uns sind in der Klassik zuhause,
deswegen nimmt diese Musik auch den größten
Raum ein. Weltliche und sakrale Musik ist aber auch
gleichermaßen vertreten. Besonders am Herzen liegt
uns, der vor wenigen Jahren verstorbene polnische
Komponist Henryk Mikotaj Gorecki, dessen Werke
sind fast immer in unserem Programm.

Dann haben wir immer wieder zu ganz unterschiedlichen Anlässen Chorsätze zur Volksliedern, und da,
wo wir keine ansprechenden gefunden haben, habe
ich selbst welche geschrieben. Aus diesen ist dann
inzwischen auch eine kleine Sammlung geworden.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne für den Chor aus?
Auf der Museumsinsel Hornbroich bei Neuss gibt es
einen Raum in dem sich der Hall von rund sieben Sekunden bildet. Der Hall ist so stark, dass er die Stimmen
wunderbar trägt. Dies habe ich zum Anlass genommen, eine Musik zu schreiben, die mit dem Hall arbeitet
und sich dort singen lässt: unsere Musik für Hallraum.
Wir konnten diese im letzten Herbst in der Bottroper
Kreuzkampkapelle uraufführen. Natürlich möchten wir
die Musik für Hallraum auch an dem Ort aufführen, an
dem die Idee entstanden ist, nämlich auf der Museumsinsel ­ aber auch an anderen Orten mit extrem langen
Nachhall. Wir sammeln zurzeit Ideen dazu. Wir wollen
auch die populärere Musik etwas in den Vordergrund
stellen. Allerdings ist es in dem Zusammenhang eine
Herausforderung für uns, dazu einen einheitlichen
,,amici-Stil" zu entwickeln. Wir arbeiten daran.
Betreuen Sie auch noch andere Chorprojekte?
Ich betreue seit einigen Monaten den Frauenchor ,,bella-musica" in Schermbeck. Eine interessante aber ganz
anders geartete Aufgabe. Dort haben wir ca. 50 Sängerinnen und das Repertoire ist insgesamt populärer.
Wo sehen Sie den Chor ,,amici" in fünf Jahren?
Ich hoffe, dass er so reichhaltig im Angebot bleibt,
wie es jetzt ist.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Nun, ich würde mir wünschen, die Chorstärke etwas
näher an die angestrebten 15 Stimmen zu bringen.
Das würde es jedem einzelnen Sänger ein wenig
leichter machen und uns auch neue Möglichkeiten in
Hinsicht auf das Repertoire eröffnen.

am Sonntag, 16. Dezember, um 17 Uhr
in der Heilig-Kreuz-Kirche, Feldstr. 32,
in Recklinghausen-Süd
Nach dem Konzert laden wir herzlich
zur Begegnung bei Glühwein,
Stollen und Gebäck ein.

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In den vergangenen Jahren haben sich weitere
Schwerpunkte herausgebildet. Da sind zunächst
unsere ,,Barocken Vokalisen". Beim Durchstöbern von
leichter Klavierliteratur für Schüler bin ich seinerzeit
auf barocke Tänze gestoßen, die wunderschön sind
und die wahrscheinlich kaum je einer zu Gehör bekommt. Ich habe einige davon für unseren Chor umgeschrieben und sie haben so viel Freude gemacht,
dass im Laufe der Zeit ein recht umfangreicher Teil
unseres Repertoires daraus geworden ist.

Wenn ich mir ein Wunschbild vor Augen holen soll,
so wäre das eine Szenerie, in der wir alle in der uns
inzwischen wohlvertrauten ­ sagen wir ­ gelösten
Konzentration weiterarbeiten, neue Dinge an uns
und in der Musik entdecken, und in der wir, wenn
möglich, an interessanten Orten, weiterhin Menschen
erreichen, Menschen berühren können.


geistREich · Kirchenzeitung für Recklinghausen

Gisela Materna

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