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dorfleben Suderwich 08.11.18

Seite 9 dorfleben Suderwich 08.11.18Sprung ins kalte Wasser
Bezirksklassen-Volleyballerinnen der SG Suderwich vollziehen einen personellen Umbruch.
(meho) Nein, wegen des
Abstiegs aus der Bezirksliga haben die Volleyballerinnen nicht die ResetTaste drücken müssen. Einige Stammkräfte suchten eine neue sportliche
Herausforderung
und
wechselten daher den Verein. Andere hörten verletzungs- oder studienbedingt auf. Kurzum: ,,Alle
neun Spielerinnen sind
weg", sagt der bisherige
Trainer Holger Lietz und
reichte den Staffelstab an
Laura Hütteroth weiter.
Ihre U16- und U18-Juniorinnen werden in dieser Bezirksklassen-Saison redensartlich
ins kalte Wasser geworfen und
sollen sich gegen die etablierten Gegner frei schwimmen.
,,Dieses Jahr", sagt Laura Hütteroth, ,,wird daher ein Lehrjahr." Niederlagen sind einkalkuliert. ,,Für uns geht es
nur um den Klassenerhalt.
Sollten wir am Ende doch einen Mittelfeld-Platz erreichen können, wäre das ein
toller Erfolg."
Die Gefahr, dass die enttäuschenden Ergebnisse an den
jungen Sportlerinnen im Alter zwischen zwölf und 19
Jahren nagen, sieht die SGTrainerin, die von Alina Eder
unterstützt wird, nicht. Im
Gegenteil. ,,Sie sollen Fehler
machen. Dann sehen wir, woran wir noch arbeiten müssen."
Bis zu drei Trainingseinheiten stehen pro Woche auf
dem Programm. Die beiden
Übungsleiterinnen setzen dabei auch auf Förderschwerpunkte in kleinen Gruppen.
,,Dann lernt man einfach
mehr", weiß Alina Eder. Was

Im Training geben die Suderwicher Volleyballerinnen zur Freude von Trainerin Laura Hütteroth (kl. Foto) alles.
--FOTOS: HOLZ
beide Trainerinnen freut: ,,Alle sind lernwillig. Sie werden
mit ihren Aufgaben wachsen." Dass es kein Nachteil ist,
schon in jungen Jahren in die
Damenmannschaft hochgezogen zu werden, wissen beide aus Erfahrung. Einen Unterschied
zur
aktuellen
Mannschaft machen sie aber
aus: ,,Wir haben eine Mannschaft mit erfahrenen Spielerinnen ergänzt", erinnert sich
Alina Eder. Heute ruht die
ganze Verantwortung auf den
Juniorinnen.
,,Sie wissen, dass es Niederlagen geben wird. Das Selbstvertrauen holen sie sich in

den Jugend-Spielen", sagt
Laura Hütteroth. Die Surker
Volleyballerinnen
treffen
nämlich nicht nur auf etablierte Damenmannschaften,
sondern auch auf gleichaltrige Konkurrentinnen.
Nach zwei Niederlagen zum
Auftakt dürfte der Meisterschafts-Zug für die Bezirksliga-U18-Juniorinnen zwar bereits abgefahren sein. ,,Wir
wollen dennoch oben mitspielen", sagt Laura Hütteroth. Die U16-Juniorinnen
trafen in der Oberliga bereits
,,auf gute Gegner" und steigerten sich von Spiel zu Spiel.
Das ist auch das erklärte Ziel

der Bezirksklassen-Damen.
Mehr als 30 Spiele werden
die jungen Volleyballerinnen
in dieser Saison bestreiten.
,,Das ist enorm viel und eine
hohe Belastung", räumt Laura
Hütteroth offen ein. ,,Wir haben aber zum Glück einen
großen Kader und können
das daher gut steuern."
In den ersten Bezirksklassen-Spielen erkannte die SGTrainerin, dass ihre Mannschaft noch sehr viel Respekt
vor den erfahrenen Gegnerinnen hat. ,,Sie sind daher noch
weit von ihrem Maximum
entfernt." Laura Hütteroth
und Alina Ebert kennen aber

das Potenzial ihrer Mannschaft, das im Training aufblitzt. ,,Es ist noch viel Luft
nach oben vorhanden. Wir
werden uns in der Rückrunde
steigern", ist die SG-Trainerin
überzeugt.

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