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dorfleben Suderwich 08.11.18

Seite 3 dorfleben Suderwich 08.11.18Die Mauer soll bleiben
Einsturzgefahr an der Suderwichstraße: Stadt und Privateigentümer werden aktiv.

Schön ist anders: An der Suderwichstraße ist die alte Zechenmauer nur durch Metallzäune zu betrachten.
Von Ralf Wiethaup
An anderen Orten mag der
Ruf ,,Die Mauer muss weg"
zwischenzeitlich eine bemerkenswerte Popularität erlangt
haben, doch in Suderwich
sieht man das ganz anders:
,,Die Mauer soll bleiben",
heißt es hier, und gemeint ist
in diesem speziellen Fall die
knapp 120 Jahre alte Ummauerung der Schachtanlagen König Ludwig 4/5.
Das Problem dabei ist jedoch: An die Mauer kommt

man derzeit an bestimmten
Abschnitten gar nicht, der
Weg wird durch Metallgitter
verwehrt. Aufgestellt wurden
diese durch die Stadt, die bei
näherer Betrachtung der Mauer festgestellt hatte, dass sie an
bestimmten Stellen so marode war, dass einzelne Teile
oder gar ganze Pfeilerköpfe herabzustürzen drohten. Folglich musste die Stadt handeln:
Sie sperrte ab ­ und zwar auf
einer Länge von rund 150 Metern entlang der Suderwichstraße. Fußgänger und Rad-

fahrer müssen zwangsläufig
auf die andere Straßenseite
ausweichen.
Die Mauer ist insgesamt 1,9
Kilometer lang und im Wesentlichen im Besitz der Stadt.
Allerdings sind die am meisten beschädigten Teile im Privatbesitz ­ sie gehören den Eigentümern der sich anschließenden Grundstücke.
Mit diesen hat die Stadt in
den letzten Wochen das Gespräch gesucht ­ und sie ist dabei auf eine deutliche Kooperationsbereitschaft gestoßen.

Ausdrücklich wurde der Wille
bekundet, hier eine schnelle
Lösung zu suchen. Federführend ist an dieser Stelle Bernhard Sundermann-Peters vom
Biomasse-Heizkraftwerk.
Zunächst sollen jetzt Kernbohrungen gezogen werden,
damit
überprüft
werden
kann, ob Mörtel und Ziegelmauerwerk noch die erforderliche Festigkeit/Stabilität besitzen. Maßgeblich dürfte
nach Einschätzung der städtischen Experten die Beschaffenheit des Mörtels sein. Soll-

--FOTO: GUTZEIT

te gutachterlich festgestellt
werden, dass die Stabilität
nicht mehr gegeben sein,
dann könnte es sein, dass die
Mauer doch zurückgebaut
werden muss.
Aber auch die Stadt lässt ihren Teil der Mauer überprüfen: Zunächst muss die Mauer
jedoch vollständig freigeschnitten werden, damit der
Statiker prüfen kann, ob hier
eine Einsturzgefahr besteht.
Für den Freischnitt wird gerade eine Firma gesucht, man
wartet auf Angebote.

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