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dorfleben Suderwich 08.11.18

Seite 13 dorfleben Suderwich 08.11.18Antrag für
Baustraße
ist gestellt
Windkraft-Investoren werden aktiv.
Von Ralf Wiethaup

Die Windkraft-Investoren
waren am Zug, und sie haben geliefert. Die Frage,
ob aus der provisorischen
Straße, die zum Bau der
knapp hinter der Stadtgrenze auf Oer-Erkenschwicker Boden errichteten 180 Meter hohen
Windenergieanlage
gebraucht wurde, ein Freizeitweg für Fußgänger
und Radfahrer wird, ist
nicht beantwortet, aber:
Es ist Leben in die Entwicklung
gekommen.
Denn die Investorengruppe hat bei der Stadt den
dafür notwendigen Bauantrag gestellt.
Bislang liegt noch keine Reaktion von Seiten der Stadt vor,
erklärt Johannes Dörlemann.
Der Sprecher der Investoren
würde sich aber freuen, wenn
sie von der Verwaltung grünes
Licht bekämen, ,,zumal ich
fest davon überzeugt bin, dass
die Mehrzahl der Bürger diesen Weg auch will."
Mögliche Bedenken, dass
der Untergrund des Weges
vermüllt und damit umweltbelastend sei, kann Dörlemann nicht teilen: ,,Ja, man
sieht dort an der einen oder
anderen Stelle Kabelreste oder
dergleichen. Das liegt aber da-

ran, dass für die Errichtung
der Baustraße sogenannter
Recycling-Schrott verwendet
wurde ­ und zwar mit Zertifikat. Da ist gar nichts umweltgefährdend."
Außerdem werde die Straße
nicht so bleiben, wie sie jetzt
ist: Statt Schotter wird sie eine
glatte Oberfläche erhalten,
,,damit sie auch von Fußgängern und Radfahrern komfortabel genutzt werden kann."
Und einen kleinen Seitenhieb
an die Kritiker kann sich Dörlemann auch nicht verkneifen: ,,Auch von einigen Jägern
wird die Straße jetzt schon genutzt."
Und während die gut fünf
Millionen Euro teure Windenergielage in Oer-Erkenschwick bereits seit Juni einwandfrei ihren Dienst versieht (,,Technisch perfekt", so
Dörlemann), ist das Gutachten in Recklinghausen zum
sogenannten
,,Teilflächennutzungsplan Windenergie"
fertig geworden. Zur Erinnerung: Grundsätzlich wollte
die Investorengruppe noch
ein zweites Windrad errichten ­ auf Recklinghäuser Gebiet. Und das gerade erwähnte Gutachten schließt das ausdrücklich nicht aus, wenn
zum Beispiel das bestehende
Windrad von Martin Hilbring
abgebaut wird. Da sind jetzt
wieder die Investoren am Zug.

So sieht sie aus, die viel diskutierte Baustraße im Recklinghäuser Osten. Rechts oben ist
noch die Kirche von St. Johannes zu sehen.
--LUFTBILD: GUTZEIT

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