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dorfleben Suderwich 08.11.18

Seite 11 dorfleben Suderwich 08.11.18Fortsetzung von Seite 10

Wartburg erfährt eine Grundsanierung. Den Pkw-Verkehr
sollte man nur bis zur Unterführung der A 2 zulassen, dort
gibt es genügend Parkplätze.
Das Wasserkreuz, so die offizielle Bezeichnung, wird sicher
ein Anziehungspunkt, nicht
nur für die Radler. Es riecht
zwar immer noch etwas am
Düker, im Jahre 2020 will die
Emschergenossenschaft dieses auch in den Griff haben,
hundert Jahre als Kloake kann
man nicht mal so eben abtun,
aber man bemüht sich, hier
ein Vorzeigeprojekt auf die
Beine zu stellen. Beim Familientag an der Emscher traf
man Besucher, die ganz begeistert sind von diesem Umbau als Naherholungsgebiet.
Ob dann tatsächlich gar
Hornvieh (Wasserbüffel) dort
weidet an dem dann verlegten
Suderwicher Bach, bleibt abzuwarten. Es ist aber ein wirklich schöner Gedanke. Botanische Akzente werden sicherlich realisiert, die dann
ansässigen Bienen sorgen für
die Vielfalt. An geeigneter
Stelle an der dann aufgefrischten Emscher wird der Geschichtskreis von König Ludwig an die erste Kohlebohrung aus dem Jahre 1872 mit
einem Exponat erinnern.
Wir Surkschen konnten es
mit dem Vieh ja bekanntlich
über Jahrhunderte gut, ganze
Familienverbände ernährten
sich von den gezüchteten Ferkelchen, weit über das Vest hinaus waren diese einst sehr
begehrt. Machen wir uns
nicht zu viele Gedanken,
auch mit größeren ,,Viehchern", ob Wasserbüffel und
oder Wildpferden werden wir
schon fertig.

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Aus dem Bericht der Wehr
des Löschzuges Suderwich:
Der Hydrant befindet sich an
der Unterführung der Autobahn, etliche hundert Meter
entfernt. Schläuche als Zuleitung wurden fix ausgerollt,
ein Fahrzeug in Höhe des Fasanenweges stationiert, Heinrich Schröder und Theodor
Ostkamp sorgten für den notwendigen Wasserdruck. Den
Experten war wohl klar, hier
nichts mehr von der Jahresernte an Korn retten zu können.
Was mag wohl der freundlichen Landwirtsfamilie Vetter
so durch den Kopf gegangen
sein, stand man doch vor dem
Ruin, zusehen zu müssen wie
die gesamte Ernte ein Raub
der Flammen wurde. Wer war
denn eigentlich dort oben im
Stroh? Keiner wusste es genau,
alles noch unklar.
Die enorme Hitze machte es
unmöglich, unmittelbar auf
dem Hof zu sein, zumal die
Einsatzkräfte Platz brauchten,
die Glutnester weiträumig zu
zerstreuen. Das Flachdach der
Notunterkunft musste gekühlt werden, dieses stand
wohl im Vordergrund. Ein
Zeitzeuge der Freiwilligen aus
Suderwich, Franz Rotert: ,,War
gerade in die Wehr eingetreten, wir meinten, die Glutnester abgelöscht zu haben, aber
wie von Geisterhand flammten diese immer wieder auf.
Das Schlimmste war die
Brandwache, es war sehr
mühsam, auch nervig".
Eine riesige Menschenmenge beobachtete das Treiben
auf dem höher gelegenen
Weg. Hatte man doch für den

Unterbau der Autobahn einst
den gelben Sand ausgekoffert,
diese Stellen sind bis heute
unter dem Niveau der Brandheide.
Tags darauf in der Schule
war die Polizei zugegen, befragten jeden Schüler, der am
Vortag auf dem Hof am Emschertalweg war, die haben
uns ganz schön ausgequetscht. Wir, die Fußballspieler waren jetzt außen vor.
Jürgen und Gerd waren im
Stroh, hatten sich von ihrer
Oma angeblich ,,Tee" beschafft, diesen mittels Stutenkerlpfeife gepafft. Dabei sei
man uneins geworden, eine
der Piepen fiel ins Stroh. Die
Verursacher standen fest, es
wurde zu einem Versicherungsfall, nur wer hatte damals schon so eine Absicherung, es musste über Jahre abgearbeitet werden.
Ein neues Domizil der Familie Vetter sollte entstehen, am
hinteren Ende des Erlenweges. Gebaut wurde ein riesiger
Scheunenteil mit einer offenen Remise für die Gerätschaften. Das geplante Wohnhaus fand keine Genehmigung. Heute ist die Scheune
dem Erdboden gleich, einige
wenige Betonklötze ragen
noch aus dem Erdreich. Da wo
einst
die
Notunterkunft
stand, deutet eine Trauerweide auf den Eingang zum Hof
hin. Noch in der grünen Baracke wohnend, gaben die Vetters den Betrieb auf, verzogen
ins Münsterland.
Hier entsteht nun ein kostenloser Freizeitpark, Aufforstungen, Umlegung des Suderwicher Baches, sicher alles
von Vorteil, die äußerste Spitze von Suderwich bis hin zur

Sachsenstr. 154 - 45665 RE-Suderwich
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So ist der Lauf der Dinge: Wo einst ein wildes Feuer wütete, wird in naher Zukunft ein Was--LUFTBILD: GUTZEIT
serpark entstehen. Unten rechts ist das Wasserkreuz zu sehen.

dorfleben - das Magazin für Suderwich & Essel

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