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dorfleben Suderwich 08.11.18

Seite 10 dorfleben Suderwich 08.11.18Wir freuen uns auf Sie ­ Ihr Apothekenteam

Da ist der Name gleichzeitig Programm: Die Brandheide war schon Schauplatz so einiger
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Der Fluch der
Stutenkerlpfeife
Erinnerungen an einen Brandfall in der
Brandheide, der die Familie Vetter in den Ruin treibt.
Von Friedhelm Steckel

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dorfleben - das Magazin für Suderwich & Essel

Aus spärlichen Überlieferungen und Niederschriften ist
bekannt, dass die Brandheide,
die zu dieser Zeit noch bis zur
Henrichenburger
Straße
reichte, im Jahr 1823 vollständig abgebrannt ist. Es blieb
ein Ödland übrig. Ganz wenige Landwirte waren wirtschaftlich in der Lage, ihre
Parzellen wieder aufzuforsten, benötigte man doch das
Bruchholz für die Winterzeit.
Einst tagte zweimal im Jahr
ein Holzgericht über Vergehen mit diesem Bruchholz.
Jene Landwirte, die finanziell
nicht in der Lage aufzuforsten, verschuldeten sich beim
Zukauf von Brennmaterialien, besonders auf der Zeche
von König Ludwig.
Dieser Bericht datiert aus
dem Jahr 1957: Unser Klassenkamerad Hans Werner Vetter
hatte uns auf den elterlichen
Hof am Emschertalweg eingeladen: einmal Dinge auf einem Bauernhof miterleben
zu dürfen, die nicht so alltäglich zu erfahren sind. Die Familie Vetter sah es wohl gerne, wenn beide Söhne ihre
Schulfreunde um sich hatten.
Unsere ,,Schicksen" hatten es
mit dem reichlichen Jungvieh.
Wir Jungs testeten die Kuhwiese als geeigneten Bolzplatz
aus. ,,Treibt die Kühe zum Erlenweg hin, die grasen dann

dort", so die Ansage der Bäuerin. Na ja, die Wiese war voller
Kuhfladen, jene die schon
griffig waren, stapelten wir zu
kleinen Türmen auf, sie dienten als Torabgrenzung, ja es
war so, auch wenn einige die
Nase rümpfen.
Stutenschnitten mit frischer Milch wurde gereicht,
das passte uns so richtig in
den Kram. Tags darauf in der
Schule organisierten wir unter Mithilfe unseres Klassenlehrers Roland Zimmermann
ein Fußballspiel gegen eine
Schulklasse der Schule an der
Schulstraße 74. Die Anne
Frank-Schule an der Henrichenburger Straße und die Astrid Lindgren-Schule an der
Schulstraße sind heute die
beiden Grundschulen in Suderwich.
Beide Klassenlehrer besuchten uns tags darauf auf dem
Hof der Vetters. Die Schüler
von der Schulstraße besorgten sich Trikots von ,,Worzecka". Es war richtig was los auf
dem Hof am Emschertalweg.
Die Unterkunft der Familie
Vetter war eine auf Betonpfeiler aufgesetzte ehemalige
Holzbaracke, deren Ursprung
einst als Flakstellung hinter
dem Hof von Schulte Strathaus, heute Bringforth stand.
Unter dem Wohntrakt waren
die Stallungen für das reichliche Vieh. Heute eine gängige
Art der offenen Stallhaltung,
hier eine Notlösung für

Mensch und Vieh.
Auf dem Hofbereich war ein
riesiger
ungedroschener
Strohhaufen, deren Höhe den
Flachbau um etliches überragte. Das Dreschen stand
auch schon terminlich fest.
Wir Jungs hatten uns den Termin vorgemerkt, sicherlich
war es ein Erlebnis, den
Dreschvorgang mit diesem
Vehikel von Dreschmaschine
hautnah miterleben zu dürfen.
An diesem besagten Tag kamen auch etliche unserer
Klassenkameraden auf den
Hof, die nicht wie wir dem
Fußball hinterherjagten. Einige wollten sich oben im Stroh
häuslich einrichten, es wurde
geduldet. Auf der Kuhwiese
machten einige einen tollen
Rutscher auf einem dieser
Kuhfladen, auch noch im Trikot.
Wir bekamen es auch nicht
mit, wer mit wem dort oben
im Strohhaufen war. Erst als
uns starker Qualm uns entgegenschlug, das Geschreie
(,,Feuer, Feuer") in Windeseile
stand alles in Flammen. Wir
hörten schon die Sirenen, das
Martinshorn der Wehren, die
waren sehr schnell vor Ort.
Die Freiwilligen aus Suderwich und Henrichenburg kamen mit ihren Fahrzeugen,
deren Wasser in den Fahrzeugen schnell aufgebraucht war.
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