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Einstieg

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Sonderveröffentlichung
# · Mittwoch, 12. September 2018

Beihilfen für die Bildung
Gute Bildung ist teuer, muss aber nicht an finanziellen Hürden scheitern. Diverse Finanzierungs- und
Fördermöglichkeiten ermöglichen es, die Kosten für das Studium oder die Ausbildung zu senken.

Während des Studiums oder der Ausbildung gibt es verschiedene Finanzierungshilfen.
Aller Anfang ist schwer: Studenten und Azubis müssen
jahrelang mit keinem oder
nur einem geringen Einkommen leben. Die Ausgaben
sind derweil trotzdem hoch:
Miete, Lebensmittel, Bücher,
Kleidung und Fahrtkosten
summieren sich schnell auf
mehrere hundert Euro pro
Monat. Um das zu finanzieren, gibt es verschiedene
Quellen zur Studien- und
Ausbildungsfinanzierung.

Stipendien
Mit Stipendien unterstützen
Stiftungen,
Unternehmen
oder Verbände ausgewählte
Studierende. Am bekanntesten sind die elf großen parteioder kirchennahen Stiftungen. Sie setzen in der Regel
politisches oder soziales Engagement und gute Studienleistungen voraus und unterstützen ihre Stipendiaten mit
bis zu 649 Euro pro Monat.

Zusätzlich gibt es viele kleinere Institutionen, die ebenfalls Stipendien vergeben. Die
Möglichkeiten für Studierende wirtschaftswissenschaftlicher und technischer Fachrichtungen überwiegen allerdings gegenüber denen für
Geistes- und Sozialwissenschaftler.

Bafög
Wenn sich Eltern die Finanzierung eines Studiums nicht
leisten können, springt der
Staat ein ­ und zahlt Bafög.
Eine Hälfte davon (aber maximal 10.000 Euro) muss nach
dem Studium zurückgezahlt
werden, die andere gibt es geschenkt. Wer eine schulische
Ausbildung absolviert, kann
ebenfalls Bafög beantragen
und muss sogar gar nichts zurückzahlen.
Der
Förderhöchstbetrag liegt derzeit bei
735 Euro pro Monat.
Die tatsächliche Höhe des

Bafög-Satzes hängt unter anderem vom elterlichen Einkommen, der Wohnsituation
und den eigenen Einkünften
durch Nebenjobs ab. Um vom
Bafög zu profitieren, müssen
allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. Unter
anderem darf das Einkommen der Eltern eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.

Studienkredite und
Bildungsfonds
Wer keinen Anspruch auf
Bafög hat, kann einen Studienkredit aufnehmen und erhält daraufhin von einer Bank
eine monatliche Überweisung
über einen vereinbarten Betrag auf sein Konto. Anders
als beim Bafög gibt es beim
Studienkredit aber nichts geschenkt.
Nach dem Studium muss
der Empfänger den kompletten Kredit an die Bank zu-

FOTO SHUTTERSTOCK

rückzahlen ­ plus Zinsen.
Eine Alternative zu Studienkrediten sind Bildungsfonds:
Hier zahlt der Empfänger
nach seinem Abschluss keinen vorher festgelegten Betrag an die Bank zurück, sondern einen Prozentsatz seines
Gehalts.

zung zu übernehmen. Den
Antrag auf BAB nimmt die
örtliche Agentur für Arbeit
entgegen. Mit dem BAB-Rechner unter www.babrechner.arbeitsagentur.de
kann
vorab geprüft werden, ob
man für einen Zuschuss infrage kommt.

Berufsausbildungsbeihilfe

Kindergeld

Hinter dem Kürzel BAB verbirgt sich die staatliche Förderung für Azubis, die eine
betriebliche Ausbildung absolvieren.
Wie beim Bafög müssen
auch hier gewisse Kriterien
erfüllt werden: Eine BAB erhält man nur dann, wenn
man nicht mehr im Elternhaus wohnt, die Ausbildungsvergütung und andere Einnahmequellen geringer sind
als der errechnete monatliche
Bedarf und die Eltern nicht
genug verdienen, um die alleinige finanzielle Unterstüt-

Auch, wenn man bereits studiert oder eine Berufsausbildung absolviert, hat man weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Solange ein Ausbildungsverhältnis besteht, wird
das Kindergeld einkommensunabhängig bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Die Höhe
des Kindergeldes richtet sich
nach der Anzahl der Kinder
und beträgt zwischen 192
und 223 Euro pro Kind. Die
Beantragung des Kindergelds
erfolgt durch die Familienkasse bei der zuständigen Agentur für Arbeit. www.einstieg.com

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