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Dorfleben RE Suderwich 24.08.18

Seite 7 Dorfleben RE Suderwich 24.08.18Eine waschechte
,,Team"-Spielerin
Michaela Güthling von der SG Suderwich holte bei der
Ringtennis-WM gleich zweimal die Goldmedaille.
Von Kevin Korte

Was so ein Lehrerwechsel
in der Grundschule auslösen kann: Hätte Ringtennis-Weltmeisterin Michaela Güthling nicht Ilka
Goth als Klassenlehrerin
bekommen, wäre aus der
heute 29-Jährigen wohl
keine Top-Spielerin geworden.
Anfang August bei der Weltmeisterschaft in Weißrussland spielte Michaela Güthling für die deutsche Nationalmannschaft mit überragender Bilanz: Im Mixed (mit
Spielpartner Timo Hufnagel)
gab es Gold, im Doppel (mit
Maria Voss) reichte es zur Silbermedaille.
Dafür gab jüngst einen
Empfang in der Helmut-Pardon-Halle:
Dort
hatten
Freunde und Vereinskollegen,
Familie und Nachbarn mit
Transparenten auf ihre Weltmeisterin gewartet.
Letzterer Erfolg überraschte
selbst Güthling: Eigentlich
sollte die Suderwicherin mit
zusammen mit ihrer Vereinskollegin Valerie Häßlich das
Gespann bilden. ,,Valerie war
am Wettkampftag allerdings
erkrankt", berichtet Güthling. Das Abendessen hatte
auf den Magen geschlagen.
Doch auch das flugs improvisierte Zusammenspiel mit
Maria Voss vom TV Neubiberg funktionierte. Mit dem
Gewinn einer Medaille hatte

Güthling ,,schon gar nicht gerechnet". Dass es sogar die Final-Teilnahme werden sollte,
wo es zum deutsch-deutschen
Finale gegen Naemi Singrün/Nicole Brose (ESG Karlsruhe/TV Heddersdorf) kam.
,,Dafür, dass wir nur so kurz
zusammengespielt
haben,
funktionierte es wirklich
gut", war Güthling nicht allzu lang enttäuscht über
25:41-Finalniederlage.
Im Mixed mit dem Pforzheimer Timo Hufnagel lief
das Turnier schon merklich
reibungsloser: ,,Wir haben
sehr gut gespielt", erinnert
sich die Zahnärztin. ,,Ich
wusste, dass wir gut harmonieren." So sehr, dass im erneuten rein-deutschen Finale
gegen Max Speicher/Tatjana
Schutte (VfL Wehbach/RTG
Weidenau) ein deutlicher
43:19-Sieg folgte.
Insgesamt sammelte die
deutsche Mannschaft bei der
WM in Minsk sechs Mal Gold,
fünfmal Silber und zweimal
Bronze ein und führte mit
großem Abstand die Medaillenwertung an. ,,Der Teamspirit war super", erinnert sich
Güthling. Auch die internen
Duelle in den Halbfinals und
Finals hätten der Stimmung
keinen Abbruch getan. Beleg
im abschließenden Mannschaftswettbewerb
errang
Team Deutschland ganz souverän Gold.
Nun sei aber nochmals an
den Anfang zurückgespult. In
der Grundschule hatte Mi-

chaela Güthling an der ,,Zirkus-AG" teilgenommen. Als
schließlich Ilka Goth verantwortliche Lehrerin wurde,
war der Weg zum Ringtennis
nicht mehr weit. Goth war zu
jener aus dem Badischen ins
Ruhrgebiet gezogen und initiierte bei der SGS die Ringtennis-Abteilung. Eine der ersten
Anmeldungen kam von Michaela Güthling. ,,Ilka hatte
mich zum Training mitgeschleppt und da hab ich es
ausprobiert." Und blieb dem
Sport seit jeher treu.
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft schraubte Güthling
den Trainingsumfang nach
oben. Kondition, Schnelligkeit, Sprungkraft, Reaktionsvermögen und ein gewisses
Taktikverständnis zählen zu
den wichtigsten Eigenschaften eines guten Spielers. Und
die Arbeit sollte sich ja auszahlen. Zeit, die Füße hochzulegen, bleibt nicht: Am 7. September startet im hessischen
Groß-Karben die Deutsche
Meisterschaft. Wieder mit
zahlreichen Aktiven der SG
Suderwich.
Und wer Weltmeister wird,
hat auch bei der Deutschen
Meisterschaft große Ziele?
Nicht ganz. ,,Mit Valerie endlich im Doppel zusammen
spielen" ist Güthlings großer
Wunsch. ,,Wozu es reicht,
werden wir sehen." Das Zusammenspiel der beiden harmoniert jedenfalls. Und wo
das hinführen kann, zeigte
bekanntlich die WM.

Michael Güthling empfahl sich mit guten Leistungen bei
der SG Suderwich für die Nationalmannschaft. --FOTO: KORTE

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