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geistREich_04.07.2018

Seite 13 geistREich_04.07.2018Cristina Patras (44)

Ermioni Linneborn (63)

Seit 58 Jahren in NRW (erst Brühl bei Köln, dann RE).
Geburtsdorf Mesochori, in der Nähe der
Stadt Drama. (Nordöstliches Griechenland)

Geboren in der Nähe von Sucevita, Rumänien;
sie lebt seit 13 Jahren in Recklinghausen

Regelmäßig fahre ich in meine Heimat. Häufig bin ich in der
Nähe des Olymps (2.917 m). Hier genießt man Berge und
Meer und kann viel unternehmen. Urlaubern möchte ich das griechische Festland empfehlen und hier vor allem den unbekannteren Norden. Dieser ist bergig, bewaldet, grün,
im Sommer kühler als die Inseln. Gut gefällt mir die nordwestliche Region der Zagoria im
Epirus-Gebirge. Es gibt historische und verschlafene schöne Dörfer mit Schiefer-Häusern
in einer traumhaften Berglandschaft, die man mit Griechenland nicht so verbindet.
Die überwältigende 18 Kilometer lange Vikos-Schlucht lädt zum nicht ganz einfachen
Wandern und anderen sportlichen Aktivitäten wie Rafting und Paragliding ein.
An Recklinghausen mag ich die Nähe zum schönen Münsterland und dem Pott. Seit der
ersten Fässer-Ausstellung von Christo im Gasometer verpasse ich keine Ausstellung dort.
Faszinierend finde ich überhaupt die Industriekultur. Besonders die vielen Bergehalden
mit der immer anderen Weitsicht gefallen mir. Gerne zeigen wir das unseren Gästen.

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Sucevita ist ein Ort, in der Region Bukowina. Bukowina
gehört meines Erachtens zu den attraktivsten Regionen
in Rumänien. Bukowina ist nicht nur wegen seines Reichtums an religiöser Kunst und
wegen der schönen Klöster, sondern auch wegen der wunderschönen Landschaft eine
Reise wert. Dichte Wälder und kleine, malerische Dörfer, in denen die Einheimischen noch
mit Pferdekarren unterwegs sind, bestimmen das Landschaftsbild. Die imposanten Gipfel
der Karpaten sorgen für eine beeindruckende Kulisse.
Wer diese Region bereist, sollte unbedingt das prachtvolle Kloster von Sucevita besuchen.
Dieses Kloster zählt zu den berühmten bemalten Klöstern der Bukowina und ist aufgrund
seiner erstaunlich gut erhaltenen Fresken an den Außenmauern eine der wichtigsten
Attraktionen Rumäniens und UNESCO-Weltkulturerbe. Wenn ich Besuch aus meiner
alten Heimat bekomme, gibt es in Recklinghausen zwei Orte, die sich jeder anschauen
muss: den Altstadtmarkt und den Stadtgarten mit dem Ruhrfestspielhaus.

Johanna Zehm (90)

Anita Siska (56)

Geboren in Waldenburg in Niederschlesien;
lebt seit 66 Jahren in RE-Hochlarmark

Geboren in Tirol;
lebt seit 35 Jahren in Recklinghausen
In Tirol gibt es unzählige wunderschöne Ecken. Ich persönlich gehe
dort sehr gerne wandern. Eine Brotzeit unterwegs und eine Einkehr
in einer der urigen Hütten ist bei jeder Wanderung ein Muss. Die Hausberge meiner Familie in Tirol sind
der Wilde und Zahme Kaiser. Eine besonders schöne Wanderung ist für mich der Kaiseraufstieg über
300 Stufen hinauf zur Nepalbank. Von hier aus hat man einen herausragenden Blick über die Stadt
Kufstein. Weiter geht es auf steinigem Wanderweg vorbei am Veiten- und Pfandlhof, steil hinauf zur
Ritzau Alm und weiter zur Vorderkaiserfeldenhütte. Hier lohnt sich eine lange Pause, um den herrlichen
Ausblick zu genießen. Doch der Gedanke an die leckeren ,,Kiachl mid Ribislmarmelad" oder die deftige
Variante mit Sauerkraut, die man unbedingt probieren sollte, macht einem den Abschied nicht allzu
schwer und führt einen zurück zur Ritzau Alm. Nach dem kulinarischen Genuss wandert man vorbei an
schönen Almen und Erbhöfen. Am Ende der Wanderung steigt man die 300 Treppen wieder hinunter
zum Parkplatz. Auch im Ruhrgebiet gibt es für mich wunderbare Ausflugsziele. Die neuen Bahntrassen
sind ein Muss für jeden Radler. Sie verbinden vielfältige Kulturlandschaften und Ausflugslokale.
Meine Lieblingsstrecke ist das Trassenstück von Hochlar zur Zeche Ewald, weiter zum Nordsternpark
bis zur Zeche Zollverein. Meine Familie aus Tirol sagt, wenn sie zu Besuch ist: ,,Mei is des schee grea im
Ruhrgebiet" (übersetzt: ,,Man is dat schön grün hier im Ruhrpott"). Pfiat eich und Tschüss.

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Zu den beeindruckendsten Naturlandschaften in Mitteleuropa
gehören das Waldenburger Bergland und das nahe Riesengebirge
in Niederschlesien. Die Kraft der Natur kann der Besucher in Bad Salzbrunn erleben, hier sorgen
die berühmten Naturquellen für Erholung. Dazu kommt eine über Jahrhunderte gewachsene
Kulturlandschaft mit zahlreichen berühmten Kirchen und Schlössern. So liegen allein im Hirschberger Tal unterhalb des Riesengebirges ca. dreißig Schlösser, von denen in den vergangenen
Jahren zahlreiche Schlösser wieder restauriert wurden und dem Besucher offen stehen. Auch
in der Umgebung von Waldenburg kommen die Liebhaber von Burgen und Schlössern auf ihre
Kosten, hier darf man sich das Fürstensteiner Schloss nicht entgehen lassen. Zu den sehenswerten
Kirchen, die man unbedingt gesehen haben muss, zählen die prachtvolle barocke Marienkirche
in Grüssau im Waldenburger Bergland und die Kirche Wang im Riesengebirge, eine komplett aus
Holz errichtete Kirche. Und wem an der Kirche Wang die Wanderlust ergreift, der kann die nahegelegene Schneekoppe, den höchsten Berg Schlesiens, ersteigen.Wie im Waldenburger Bergland und
im Riesengebirge empfehle ich auch in Recklinghausen einen Blick in eine der zahlreichen Kirchen,
vor allem die Petrus-Kirche in der Altstadt lohnt einen Besuch.

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