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Die Gute Stube 02.06.2018

Seite 6 Die Gute Stube 02.06.2018Das spektakuläre Ende ei
Schon die Eröffnungspremiere, Dürrenmatts ,,Der Besuch der alten Dame" in einer Inszenierung des Festspiel-Intendanten
selbst, wurde von Publikum wie Kritik gefeiert. Ebenso wie bereits die ersten der vom
Medienhaus Bauer präsentierten Lesungen ­
zum Beispiel mit Christian ,,The Voice" Brückner ­ oder das bemerkenswerte Tanztheater
,,Coal", das die Zuschauer in vergangene Zeiten über und unter Tage reisen ließ.
Spektakulär ging und geht es aber auch weiter. Hollywood-Star John Malkovich widmet
sich da zum Beispiel der Zunft der Musik-Kritiker ­ und das musikalisch überraschend und
gewohnt bissig. Bill Murray wiederum bringt
mit Jan Vogeler große Literatur und große
Musik auf die Ruhrfestspielbühne. Chanson-Ikone Ute Lemper sorgt für einen bewe-

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genden Abend mit ,,Liedern für die Ewigkeit,
und Joachim Krol serviert mit Etta Scolo in
,,La Catastrofa" eine berührende Hommage
an das Schicksal der Bergleute von Marcinelle.
Die Liste der großen Namen ist auch in diesem Jahr lang. Viel zu lang, um sie alle aufzuzählen: Burghart Klaußner, Maria Happel,
Claus Peymann, Martin Schwab, Dominique
Horwitz, Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Ulrich Matthes, Günter Lamprecht, Corinna
Harfouch, Devid Striesow, Johanna Wokalek, Wolfram Koch... Und das große Abschluss-Doppelkonzert am 16. Juni bestreiten zudem Leslie Clio und 2raumwohnung.
Beim Thema der diesjährigen Ruhrfestspiele
selbst ging und geht es um die vielen gesellschaftlichen Umbrüche, die die Menschen
derzeit bewegen. Gerade in dieser Region.

Um die Veränderungen und um, so Hoffmann, ,,den Heimat-Diskurs in Zeiten von
AfD und Flüchtlingsströmen". ,,Heimat" lautet das zentrale Motto, das sich in all seinen
Facetten wie ein roter Faden durchs gesamte
Programm zieht.
Aber auch eine weitere einschneidende
Zäsur in der Heimat der Ruhrfestspiele, dem
Revier, steht im Zentrum der Spielzeit 2018:
das Ende des Steinkohlebergbaus. Damit
ende, so die Ruhrfestspiele, eine Ära, die die
Menschen im Revier ebenso wie das Festival maßgeblich geprägt habe. Anhand von
Musiktheater-, Artistik- und Tanzproduktionen, Straßentheater, Konzerten sowie einem
zweitägigen Forum würden die Geschichte
und Bedeutung des Kohlebergbaus künstlerisch beleuchtet.

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