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Jüdisches Echo 17-18



Suchergebnisse für "wurden":

Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 11: en erst abgestürzt und suchen Hilfe bei Labour und nordirischen Nationalisten, die Mitterechts-,,Republikaner" in Frankreich wurden in diesem Wahljahr gedemütigt und die stehen mit dem Rücken zur Wand, von Skandinavien bis zur Iberischen Halbinsel. Die Sozialdemokraten schwächeln auf dem ganzen Kontinent, in Griechenland sind sie kaum mehr existent, in Großbritannien haben sie mit ihrem Wahlerfolg überrascht, aber seither keine gestaltende Rolle gefunden. Da hilft auch kein Schwärmen für .. Seite 11 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 15: nger im ersten Jahrzehnt eine sehr robuste Rolle gespielt und die sogenannten Bonner Vollmachten2 ca. 800 Mal eingesetzt. Es wurden Gesetze erlassen, geändert oder suspendiert, Institutionen geschaffen oder Politiker aus ihren Ämtern enthoben. Insgesamt 200. Darunter drei Staatspräsidenten. Es wurde unter einem meiner Vorgänger, Wolfgang Petritsch, die Grenzpolizei geschaffen, er hat auch veranlasst, dass alle Staatsbürger ihr Vermögen zurückbekommen haben etc. Es gab keine Nummerntafeln,.. Seite 15 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 16: beim Pflügen die ältesten Fundamente einer katholischen Kirche entdeckt, die in der Folge von Kardinal Vinko Pulji gesegnet wurden. Ein anderer Moslem hat eine katholische Kirche auf eigene Kosten renoviert, Mitglieder aller Religionsgemeinschaften spenden noch immer für die Renovierung oder den Bau von Objekten der jeweils anderen Glaubensgemeinschaft. Und am Ende der moslemischen Fastenzeit haben viele Katholiken, Orthodoxe oder Juden den Moslems Glückwünsche überbracht. Das Gleiche ge.. Seite 16 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 25: en. Ja, das können und wollen wir feiern. Aber viel Zeit haben wir für Feiern und für das Suhlen in Zufriedenheit nicht. Mir wurden nach sechzig Jahren nur zehn Minuten für diese Rede zugestanden. Es ist jetzt nur gerecht, wenn ich Ihnen zurufe: Auch Sie haben jetzt am Stand der Dinge nicht mehr viel Zeit, um zu verhindern, dass demnächst 24 scheitert, was wir heute feiern. Lassen Sie mich in der letzten Minute, die mir zur Verfügung steht, sozusagen eins vor zwölf, ganz schnell zusammen.. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 32: te einen anderen Grund: die Eröffnung der Schwimm-WM am 14. Juli, zu der mehr als hunderttausend ausländische Gäste erwartet wurden und mit der die Regierung ihr etwas angegriffenes Image aufpolieren wollte. Sofort tauchten im Internet unfeine Erinnerungen an die Olympischen Spiele 1936 in Deutschland auf, denen zuliebe die Naziführung judenfeindliche Propagandakulissen vorübergehend aus der Reichshauptstadt entfernen und sogar Thomas Manns Werke in die Schaufenster von Buchhandlungen ste.. Seite 32 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 35: aus eigenem Antrieb und ohne Gesetz die Treue und das Recht pflegte. Strafe und Furcht waren fern und keine drohenden Worte wurden auf einer angehefteten Erztafel gelesen und keine flehende Menge fürchtete die Aussprüche ihres Richters, sondern sie waren ohne einen Beschützer sicher." · Geht man die Liste der beschriebenen Segnungen des Goldenen Zeitalters durch, sieht man sofort, dass die Inhalte von Wunschutopien von den Griechen bis zum Ende des Mittelalters und sogar bis zum Ende des.. Seite 35 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 37: ment einen sehr ähnlichen Bericht über Massenarmut und Hungersnot gegeben und einige Gegenmaßnahmen empfohlen, die abgelehnt wurden.) Das zweite Buch ist der Beschreibung des idealen Staates gewidmet, also einer idealen Staatengemeinschaft. Der Gegensatz zwischen dem bitteren Bericht über den hoffnungslosen Zustand des Commonwealth und der begeisterten Schilderung des großartigen Utopia folgt ebenfalls der Überlieferung. Auch Platon hatte den idealen Staat allen ,,real existierenden Staat.. Seite 37 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 38: neue Welt nicht nur auf dem Papier gestaltet, sondern sie auch organisiert. · Dystopische Literatur Seit dem 20. Jahrhundert wurden viele dystopische Romane geschrieben. Seit den 1950ern und 1960ern steigt ihre Zahl exponentiell und wächst auch im 21. Jahrhundert weiter an. Aus ihnen entstehen Kinofilme und Fernsehserien. Ich musste eine sehr kleine Auswahl treffen. (...) Dystopische Werke legen nahe, dass wir modernen Menschen die Illusion gehegt haben, dass die Lage der Menschen auch a.. Seite 38 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 40: e gleichen Bilder zeigen, sagen jedem, was richtig ist, was schön ist und was wahr ist. Nachdem sie tausende Male wiederholt wurden, werden sie selbstverständlich und daher auch langweilig. Die große Droge (Soma) hilft über alle psychischen und physischen Schmerzen hinweg. Die ,,Neusprache" bewahrt einen vor der Komplikation des Denkens. Konditionierung oder Gehirnwäsche ist kein Spiel, das man nur einmal spielt, es setzt sich das ganze Leben lang fort. Auch durch die eigenen Gefährten, d.. Seite 40 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 41: as Zeugnis eines einflussreichen bür- Die Lubjanka, ehemaliges KGB-Zentrum in Moskau, wo Zehntausende verhört und gefoltert wurden 40 gerlichen Intellektuellen, um dem Ansehensverlust der Sowjetunion entgegenzuwirken. In seinem Roman ,,Erfolg" ließ Feuchtwanger den Schriftsteller Jacques Tüverlin Folgendes sagen: ,,Ein großer Mann, den Sie nicht leiden können, ich übrigens auch nicht, er heißt Karl Marx, meinte: die Philosophen haben die Welt erklärt, es kommt darauf an, sie zu ändern... Seite 41 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 43: iteratur sichern können. Viele, die ihm nahestanden und ihn im Februar 1937 am Bjelorussischen Bahnhof verabschiedet hatten, wurden umgebracht: darunter Sergej Tretjakow, Futurist, Maler, Dichter, im Juli 1937 als japanischer Spion erschossen. Isaak Babel, 1940 als Trotzkist hingerichtet. Boris Tal, sein Übersetzer, 1937 zum Tod verurteilt. Michail Kolzow, geboren als Michail Friedland, Journalist, Chronist des Spanischen Bürgerkriegs, der ihn bewogen hatte, nach Moskau zu reisen, Ende 19.. Seite 43 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 45: Opfer Stalins ein zweites Mal, diesmal im Gedächtnis. Sie verschwanden im Schatten der Jahrhundertverbrechen der Nazis, sie wurden unsichtbar hinter den unvorstellbar großen Opferzahlen des Großen Vaterländischen Krieges. Sie blieben auf der Strecke in den ideologischen Abrechnungen des Kalten Krieges." Schlögel veröffentlichte seine Reise ans Ende der Nacht über Moskau 1937, zwanzig Jahre nachdem die Menschenrechtsbewegung Memorial begonnen hatte, die Topografie der Massaker zu vermesse.. Seite 45 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 47: Salomo, der König, regierte. Es war ein Freitagabend. Die Zahl der fahrenden Wagen verminderte sich auffallend, und überall wurden die Läden geschlossen. Der Sabbath senkte sich langsam und feierlich auf die vorhin laute Stadt. Und in Scharen strömten die Andächtigen den Synagogen zu. Was jetzt innerhalb der uralten Mauern von Jerusalem lag, das war nicht mehr die Unreinlichkeit, der Lärm, der üble Geruch wie vor zwanzig Jahren. Damals mussten sich die Pilger aller Konfessionen innerlich.. Seite 47 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 50: . Die ersten Jahre nach der Befreiung verbrachten sie in einem Polen, in dem Juden immer noch verfolgt und zuweilen ermordet wurden. In ihrem Buch ,,Dank meiner Mutter" schildert Schoschana Rabinovici die Vernichtung ihrer Familie und ihr wundersames Überleben. Sie trat im Wiener Burgtheater auf und nahm an der Vorstellung ,,Die letzten Zeugen" teil ­ ein Projekt, für das Matthias Hartmann und ich verantwortlich zeichnen. Nein, es war nicht der Tempel, den meine Eltern anstrebten, sondern.. Seite 50 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 52: glaubte, dass die wahren Juden die Ostjuden seien, lange Jahre ehe im Zionismus überhaupt Juden aus dem Orient wahrgenommen wurden. Achad Haam glaubte, Ihre Vision sei die Vision eines Amerikas, das mit Judentum nichts zu tun habe. Achad Haam verzieh Ihnen auch nie, dass die zionistische Bewegung von Wien aus und nicht von Odessa aus gesteuert wurde. Sie erinnern sich: Achad Haam machte sich über Ihren westlichen Kosmopolitismus lustig, so wie heute oft jüdische Kosmopoliten in Israel al.. Seite 52 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 57: s Landes bemühte. Die Unabhängigkeit ging einher mit der Teilung des Subkontinents in Indien und Pakistan, von beiden Seiten wurden entsetzliche Mas- Gewaltfreier Widerstand gegen Hitler? Martin Buber: ,,Einer diabolischen, alles erfassenden Dampfwalze kann man so nicht widerstehen" 56 Kurz nach den Novemberpogromen 1938 veröffentlichte Gandhi einen Text mit dem Titel ,,Die Juden". Er sei in zahlreichen Briefen aufgefordert worden, seine Ansichten über ,,die arabisch-jüdische Frage in.. Seite 57 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 58: wurden zu Flüchtlingen. Weil Gandhi die Schaffung von Pakistan nicht hatte verhindern können, wurde er von dem fanatischen Hindu Nathuram Godse ermordet. Das Trauma ihrer Geburt haben beide Länder bis heute nicht überwunden. Beide Staaten sind von massiver Gewalt auf allen Ebenen ­ von der Familie bis zur Regierungsebene ­ geprägt. Zahlreiche Verfechter von Gandhi treten für einen kritischen Umgang mit seinen Lehren ein. ,,Der Begriff Gandhianer bedeutet nicht wirklich etwas", meint Y. P.. Seite 58 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 76: die ihren Wohnsitz nicht in Wien haben. Dazu gehören etwa Überlebende des NS-Regimes, die ab 1938 aus Österreich vertrieben wurden, NS-Überlebende in den Bundesländern oder durch andere Ursachen schwerst traumatisierte Menschen. Da dieser Teil unserer Arbeit durch öffentliche Subventionen nicht ausreichend finanziert werden kann, ist Ihre Unterstützung für die Fortführung dieser Arbeit ganz besonders wichtig. Durch einen Dauerauftrag oder eine Fördermitgliedschaft Regelmäßige Spenden h.. Seite 76 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 77: ing der Fahrtenvermittler Uber mit seiner Tochterfirma Otto an, autonome Lkw einzusetzen.3 In der Autoindustrie zum Beispiel wurden schon bisher viele der sich wiederholenden Arbeitsvorgänge automatisiert. Mit der Entwicklung von Artificial Intelligence übernehmen nun Roboter und Computer zunehmend auch Aufgaben der Dienstleistungsbranche, die derzeit noch einen erheblichen Teil der Arbeitsplätze in der Wirtschaft bereitstellt. Seit August 2016 fahren auch hundert autonome Taxis von Uber .. Seite 77 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 80: wurden ­ reich sein ist keine Sünde ­, anderseits jedem die grundlegendsten Produktionsmittel, nämlich Land und persönliche Freiheit, zugestanden wurden. Auch außerhalb Israels, auch in einer Dienstleistungsökonomie können solche Ideen ein neues Gleichgewicht zwischen der Belohnung privater Initiativen und wirtschaftlicher Aktivitäten einerseits und dem Schutz persönlicher Chancengleichheit andererseits entstehen lassen, das uns helfen kann, die Dystopien eines Marshall Brain oder .. Seite 80 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 84: te des Menschen. Die Gente haben sich in einem blutigen Krieg, in dem binnen weniger Monate drei Milliarden Menschen getötet wurden, gegen diese durchgesetzt. Die Gente sind den beinahe ausgestorbenen Menschen körperlich und geistig weit überlegen und behandeln sie so, wie früher die Menschen die Tiere behandelt haben: Sie führen Experimente mit ihnen durch und missbrauchen sie für deviante sexuelle Praktiken. «Verfügbarkeit von allem Möglichen macht die Unverfügbarkeit des utopischen Ga.. Seite 84 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 87: ) , H B F / T RI PP O LT «Das ,,Stü sei" hatte noch einen anderen Grund: Die Fluchtwege über Gerlospass und Krimmler Tauern wurden auch von hochrangigen NS-Funktionären und NS-Tätern benutzt.».. Seite 87 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 88: nur aus Israel, nahmen heuer teil nen 250 österreichischen Kriegsgefangene aus dem Halleiner Entlassungslager angegliedert wurden." Zeitzeugen können sich, noch Jahrzehnte danach, sehr selten an die Flucht der Juden und Jüdinnen über die Tauern erinnern. Auch wenn die Transporte zwischen Saalfelden und Krimml hauptsächlich in der Nacht durchgeführt wurden, ist es doch erstaunlich, dass die heimische Bevölkerung nichts davon bemerkte. Auch hier gilt offensichtlich das Motto ,,Stü .. Seite 88 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 89: , ihre Familien wiederzufinden. Doch ihre Wohnungen gab es nicht mehr oder andere beanspruchten sie. Sie waren heimatlos und wurden u. a. auch gewaltsam vertrieben. Nur ein Teil konnte ein Wiedersehen mit Familienangehörigen feiern. In dieser Situation zeigte die Fluchtbewegung ,,Bricha" einen Weg auf, Europa zu verlassen. Die Fluchtroute in dieses neue Leben führte u.a. auch durch Österreich, für einige auch durch Saalfelden. Geschützt von der US-amerikanischen Besatzungsmacht wurden<.. Seite 89 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 91: 15 Millionen Flüchtlingen, darunter zwei- bis zweieinhalb Millionen Juden, die in ihren Heimatländern nicht mehr aufgenommen wurden. Die ich würde sagen herumgeirrt sind. Und die hatten nur eine Idee: wegzugehen. Die, die Verwandte in Amerika gehabt haben, wollten nach Amerika gehen, aber mehr als eine Million Juden, die zog es nach Palästina. Aber wie kommt man dorthin. Dafür hat man die Bricha (jüdische Fluchthilfeorganisation, ,,Bricha" heißt Flucht, Anm. d. Red.) gebraucht, dass sie.. Seite 91 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 92: utsch und er hat in Saalfelden die illegale Leitung der Organisation übernommen. Er stellte die Leute zusammen, die gebracht wurden. Um elf Uhr nachts sind vier, fünf Fahrer mit ihren Lkw gekommen und haben je dreißig Leute aufgeladen. Damals war die Straße sehr schwierig, die Straße von Saalfelden bis nach Krimml. Man ist nur sehr langsam vorwärtskommen. In Krimml sind die Leute um drei oder vier Uhr früh gelandet. Es war Sommer, da fängt es um diese Zeit Vol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT.. Seite 92 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 93: lfelden und in der Früh um drei oder vier Uhr war die Ankunft. Dann sind die Leute hinauf zum Tauernhaus gegangen. Untertags wurden die Leute verpflegt, alles hergerichtet, sie konnten sich ausruhen und am Abend ist man weitergegangen. Der Grund, warum man am Abend und in der Nacht gegangen ist mit den Leuten, man hat ihnen nur eingeschärft, ihr müsst euch rechts ­ wenn es schmal wird ­ an den Felsen anhalten. Sie sollten nicht sehen, wo man sie da führt, sonst wäre keiner mitgegangen. Wi.. Seite 93 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 94: h das nicht aus, drei Mal wöchentlich und 150 sind es immer gewesen. Das weiß ich. In den Unterlagen, die ich gefunden habe, wurden Zahlenangaben zwischen 5500 bis 5700 Personen genannt. Das kann stimmen. Aber es wurde nie 6000 überschritten? Nein. Und der Exodus hat nur in diesen drei Monaten, Juli, August, September, stattgefunden, oder auch noch im Oktober? Nein. Ab Oktober, wenn es herunten regnet, war oben ein halber Meter Schnee. Die niedrigste Stelle ist 2500 Meter hoch, also da gi.. Seite 94 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 99: Menschen auch wirklich aufzunehmen. Oft diskutiert wird, dass die Asylverfahren zu lange dauern. Von jenen, die 2015 kamen, wurden die Verfahren von vielen Syrern rasch geführt, aber bei Afghanen sah und sieht die Situation anders aus. Bei afrikanischen Flüchtlingen ebenso. Andererseits fordern manche Politiker, manche Kommentatoren, der virtuelle Stammtisch eine raschere Integration. Inwiefern fordert die Gesellschaft hier etwas, was sie gleichzeitig verunmöglicht? Ja, eh. Was ich aber .. Seite 99 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 104: m, umfasste die Krakauer Gemeinde knapp 70.000 Mitglieder. Unter seiner Führung wurde sie schrittweise vernichtet: Synagogen wurden geplündert und zugesperrt, jüdische Unternehmen beschlagnahmt, das Tragen gelber Armbänder ab dem Alter von zwölf Jahren verordnet und mehr als 50.000 Juden in die umliegenden Dörfer zwangsumgesiedelt. 1941 befahl Wächter die Errichtung einer ,,jüdischen Wohnsiedlung" auf einer Fläche von 400 mal 600 Meter außerhalb des ursprünglichen jüdischen Viertels. Die .. Seite 104 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 106: tragen. Sie und ,,Halbjude" Fritzl, der seit 1935 katholisch getauft war und bei der Hitlerjugend nicht sonderlich auffiel, wurden zu ihrem Glück nicht weiter behelligt. Gelegentlich klopfte die Gestapo an die Tür ­ doch wie Hundertwasser sich später erinnerte, beließen die Schergen es stets bei der ominösen Warnung: ,,Wenn du groß bist, holen wir die Mama." Nach der Matura besuchte der junge Mann, vom Maler Herbert Boeckl bestärkt, ab Ende 1948 die Akademie der bildenden Künste und legt.. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 108: lick in eine Verstimmung, die zwischen den beiden stattfand: ,,Immer kamen junge Mädchen auf die Jacht. Die ständigen Partys wurden mir zu viel." Aus diesem Grund wechselte er um 1970 ins Archiv des Künstlers, wo er sich um das Katalogisieren der vielen Werke kümmerte. Nach zwei Jahren versprach der Playboy, sich zurückzunehmen, Wächter kam wieder auf die ,,Regentag". Von Giudecca segelten sie nach Elba, Tunis und Malta, dann zog es den Künstler nach Israel. Unterwegs machten sie Halt in .. Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 109: chön wie in Hagenberg", schrieb er an den Lebenskünstler Padhi Frieberger, den er noch im Schloss vermutete. Ironischerweise wurden Frieberger und seine Mitstreiter gerade an dem Tag, als die Postkarte ankam, aus dem Schloss hinausgeworfen. Der in Deutschland ansässige Fürst Reuß ­ unter dessen Ahn die Künstler eingezogen waren ­ hatte Angst vor Auflagen des Denkmalamtes bekommen. Er verkaufte die Liegenschaft um 150.000 Schilling (10.900 Euro) an Josef Steiger, einen Offizier im Ruhestan.. Seite 109 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 110: osevelt formulierten die Vereinten Nationen drei Hauptziele, deren Durchsetzung jeweils unterschiedlichen Organen übertragen wurden: Friede und Sicherheit (Freiheit von Angst), Entwicklung (Freiheit von Not) und Menschenrechte auf der GrundVol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT lage der allen Menschen angeborenen Menschenwürde. In Artikel 2(4) der UNO-Satzung wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit der Krieg (die Anwendung militärischer Gewalt in zwischenstaatlichen Konflikten) v.. Seite 110 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 111: e von den Staats- und Regierungschefs aller 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im September 2015 feierlich verkündet wurden, sehen sogar die völlige Eliminierung der absoluten Armut bis zum Jahr 2030 vor. Die dritte Säule der Vereinten Nationen sind die Menschenrechte. Hierfür hatte man zwar kein eigenes Hauptorgan vorgesehen, sondern nur eine Menschenrechtskommission mit wenigen Kompetenzen und einem viel zu geringen Budget, aber die Kommission schaffte es dennoch, unter dem Vors.. Seite 111 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 112: wurden dem freien Markt überantwortet grität und Würde, Privatheit, gleicher Zugang zur Justiz und Recht auf ein faires gerichtliches Verfahren, Wahlrecht, Bewegungs-, Religions-, Gewissens-, Meinungs-, Medien-, Vereins- und Versammlungsfreiheit) und dem sozialistischen Konzept der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte (auf Arbeit, faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, einen angemessenen Lebensstandard, Bildung, Gesundheit und Teilnahme am kulturellen Leben) darstellt.. Seite 112 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 113: ie Medien von der Realität unserer Welt vermittelt wird. Mit mehr als 65 Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden (Flüchtlinge und intern Vertriebene), sind heute mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie flüchten vor Kriegen wie in Syrien, im Irak, Afghanistan, Burundi, dem Südsudan oder der Ukraine, sie flüchten vor Terrorismus wie in Nigeria, Somalia oder Syrien, vor repressiven Diktaturen und brutalen Menschenrechtsverlet.. Seite 113 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 114: er den Regierungen von Margaret Thatcher im Vereinigten Königreich und Ronald Reagan in den USA. Besonders in Großbritannien wurden die Gewerkschaften weitgehend entmachtet und gegen ihren Widerstand große Teile der staatlichen Infrastruktur (von der britischen Stahl-, Auto- und Flugzeugindustrie bis zum Wasser, der Bahn und den Gefängnissen) an private Konzerne verkauft. Mit dem ,,Washington Consensus" 1989 schwenkten auch die Weltbank und der Internationale Währungsfonds voll auf diese .. Seite 114 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 133: 'sche Homunkulus. Die unheimlichen Elemente der Legende, die den Golem bis heute weltweit in Erzählungen weiterleben lassen, wurden oft als unglaubwürdige Fantasien einer überholten Zeit abgeschwächt. In Egon Erwin Kischs ironisch stilisierter Reportage ,,Den Golem wiederzu erwecken" (1934) vermischen sich sagenhafte und historische Elemente von Prag, wobei echte und fiktive Quellen kaum mehr eine Unterscheidung von Mythos und Wirklichkeit erlauben. Ein galizischer okkultistischer Jude su.. Seite 133 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 134: nach Gigricht angereisten links- und rechtsextremen Gewalttäter überrascht gewesen. Er scrollt weiter. Etwa fünfzig Personen wurden vorübergehend festgenommen. Gut zwei Dutzend Demonstranten wurden verletzt, fünf davon schwer. Das völlige Versagen der Sicherheitskräfte wird angesichts dessen, was in den späten Abendstunden geschah, erst richtig deutlich. Trotz massivem Polizeiaufgebot gelang es unbekannten Tätern, die neue Asylunterkunft in der Straße des 20. Juli, deren Eröffnung .. Seite 134 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 138: bergs entlang, durch enge Gässchen, Vol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT düstere Winkel und kleine Plätze. Die dunklen Kulissen wurden vom Stöhnen, Pfeifen und Heulen des Sturms erfüllt. Beim Aufstieg über die glatten Katzenköpfe schwitzte er am ganzen Körper. Es schüttelte ihn vor Kälte und Hitze gleichzeitig. In seinem Kopf drehte sich alles. Er hielt für einen Moment an. Mehr Häuser kamen nicht mehr. Dort oben am Hang, an einem auffällig ebenen Platz, stand das Leopolds tor, das diese Ste.. Seite 138 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 140: wurden. Er konnte den Blick nicht von ihr abwenden. Sie war groß und ihre langen rostroten Haare trug sie offen. Über dem fein geschnittenen Gesicht wölbte sich eine breite, weiße Stirn. Das kleine, scharfe Kinn bildete eine gerade Linie mit den leicht vortretenden Wangenknochen. Auf der kurzen, schlanken Nase brach sich ein schimmernder Schatten. Hinter den farblosen Wimpern waren grüne Augen zu sehen. Auf der glatten Haut ihrer sommersprossigen Wangen taute der Schnee. Die zur Faust geb.. Seite 140 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 141: Ende März 1945 Teil des Lagers Engerau. Anfang Dezember kamen etwa 2000 ungarische Juden auf dem Bahnhof in Engerau an. Sie wurden in alten Baracken untergebracht, aber auch in Bauernhöfen, Scheunen, Ställen und Kellern, also direkt bei der Ortsbevölkerung. Wie in den Historikerin Claudia Kuretsidis-Haider: Enthüllung einer Gedenktafel für die Opfer des Lagers Engerau 140 anderen Lagern entlang des ,,Südostwalls" erfolgte die Bewachung der Gefangenen durch die SA sowie durch örtliche .. Seite 141 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 142: Engerau-Prozess 14.17.8.1945; Hauptverhandlungsprotokoll, S. 57; LG Wien Vg 2b Vr 564/45) Zwischen August 1945 und Juli 1954 wurden in insgesamt sechs Engerau-Prozessen zwanzig Personen wegen Verbrechen, begangen im Lager Engerau, von der Staatsanwaltschaft Wien angeklagt. Neun Angeklagte wurden vom Volksgericht Wien zum Tode verurteilt und hingerichtet. Es handelte sich damit um den größten Prozesskomplex der Nachkriegsjustizgeschichte im Bereich der Ahndung von NS-Verbrechen durc.. Seite 142 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 143: und Perfektion von etwas Seltenem, Anstrebenswürdigem, Singulärem erst zum Bedürfnis und später sogar zur Pflicht der Massen wurden? Denn alles ist nicht länger Sein, nein, es muss ein generalüberholtes Sein werden, ein De-sign, das Leben bedeutet. Noch besser, das noch größer ist als das Leben. ,,Bigger than life" ist übrigens ein Schwerpunkt, den wir ebenfalls im Gespräch noch aufsuchen werden. Bei weiterer Drehung der Wahrnehmung gerät das Leben überhaupt nur noch zu einem Nebenprodukt.. Seite 143 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 150: . Scharfschützen verschanzten sich in den Häusern und schossen auf alles, was sich auf der Straße bewegte. In der Hauptstadt wurden vor allem strategische Ziele schwer angegriffen. Heftig waren die Gefechte auch im fünften Bezirk Cholon, dem Chinesenviertel Saigons. Kleine Vietcong-Einheiten zogen mit schwarzen Listen durch die südvietnamesischen Städte und suchten Häuser von Soldaten, Polizisten, Beamten und Intellektuellen auf. Ganze Familien wurden während des Tet-Festes zu Haus.. Seite 150 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 152: ,,Geo". 1996 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Silvia den Verlag Edition Lammerhuber. Viele der dort erschienene Bücher wurden ausgezeichnet. Einen BiedermeierBand erkor die ,,New York Times" zum ,,Best Decorative Art Book of 2006". Seit 2007 kooperiert Lammerhuber mit dem Pariser Musée du Louvre und produziert Bücher über dessen Sammlungen. 2013 wurde die Edition Lammerhuber bei den European Photo Book of the Year Awards zum ,,Besten Fotobuchverlag Europas" gewählt. 2014 erhielt Loi.. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 153: Kurz nach Österreichs EU-Beitritt zog er 1997 mit seiner Frau nach Großbritannien, wo ihre beiden gemeinsamen Kinder geboren wurden. Er spielt als Musiker in einer Reihe von Bands und arbeitet als Journalist für deutsche und österreichische Medien wie FM4, Ö1, Deutschlandradio, Deutschlandfunk, ,,Rolling Stone", ,,Kurier", ,,Wiener Zeitung" und ,,Profil". Im August 2017 erschien bei Bader Molden Recordings sein neuntes Album, das erste mit deutschen Texten. Es trägt den Titel ,,Über uns" .. Seite 153 online blättern




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