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Jüdisches Echo 17-18



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Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 4: die Hoffnungsträger? 20 Kritik der europäischen Vernunft In Europa nimmt die Demokratiemüdigkeit zu, der Rechtsstaat gerät vielerorts unter Druck, die Aufbruchstimmung der Jahre nach 1989 ist verflogen. Es gibt im politischen Leben aber auch noch Chancen, die man nicht versäumen soll. Im März 2017 hielt der österreichische Schriftsteller im Europäischen Parlament zum Jubiläum der EU eine flammende Rede, auf die die anwesenden Abgeordneten mit Standing Ovations reagierten. Von Werner A.. Seite 4 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 5: Vieles von dem, was einst als Wunschvorstellung für Staat und Gesellschaft galt, erscheint uns heute als negativ. Einige zentrale Thesen aus dem Essay ,,Von der Utopie zur Dystopie" der Philosophin aus Budapest. Von Ágnes Heller 54 Vom Glauben an die Gewaltlosigkeit Vor siebzig Jahren erreichte Indien die Unabhängigkeit. Ihr gewaltfreier Vorkämpfer Mahatma Gandhi wurde als ,,Vater der Nation" gefeiert. Heute werden seine global ausstrahlenden Ideen differenziert betrachtet ­ wegen der en.. Seite 5 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 8: henden Verlust von Arbeitsplätzen. Überall lauern vermeintliche Gefahren wie Handystrahlung, Genmanipulation, Chemtrails und vieles mehr. Die veröffentlichte Meinung, insbesondere jene in den Blasen der sogenannten sozialen Medien, zeichnet ein überwiegend düsteres Bild von der Gegenwart und befeuert, zum Teil ganz vorsätzlich, Zukunftsängste. Pessimisten sehen sich permanent in dem bestätigt, was Nestroy schon 1833 wusste: ,,Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang." Aber die Welt wird ni.. Seite 8 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 10: nen Von Werner A. Perger Wo bleiben die Hoffnungsträger? In Europa nimmt die Demokratiemüdigkeit zu, der Rechtsstaat gerät vielerorts unter Druck, die Aufbruchstimmung der Jahre nach 1989 ist verflogen. Es gibt im politischen Leben aber auch noch Chancen, die man PRI VAT nicht versäumen soll. An Krisen und Katastrophen ist kein Mangel. Die Europäische Union zeigt alle Symptome von Uneinigkeit, wirkt desorientiert, erschöpft. Bedroht wird ihr innerer Zusammenhalt insbesondere von der .. Seite 10 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 12: rden wir Ende September wissen. Ob Macron einer ist, werden wir sehen. Und Angela Merkel, die gelernte Christdemokratin, die viele Rechte in der Partei für eine verkappte Sozialdemokratin halten? Zwölf Jahre Merkel-Kanzlerschaft, das ist ,,'ne Menge Holz", wie man in Deutschland sagt. Ein Nachteil, der ein Vorteil sein kann. Vielleicht ist ja, so der SchulzZug nicht ankommt, gerade sie diejenige, die zusammen mit den Reformpopulisten Trudeau, Macron und den gewählten Reformbürokraten in B.. Seite 12 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 13: es Richard von Weizsäcker einmal formuliert hat, dass ,,den Utopien Ernüchterung und Enttäuschung folgen". Ähnlich war es in vielen Ländern der Welt, wie z. B. in einigen osteuropäischen Ländern nach der Wende, ähnlich ist es in Bosnien-Herzegowina. Schon während des Krieges 1992/95 gab es enorme Hoffnung, wie das Land aufzubauen wäre, wie die Nachkriegsordnung auszuschauen hätte. Bei der lokalen Bevölkerung, aber auch bei der Internationalen Gemeinschaft. Diese Hoffnung herrschte jedoch .. Seite 13 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 14: tshofs in Straßburg. So hat sich der Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Jakob Finci bei diesem Gericht beschwert, dass er, wie viele andere Minderheitenangehörige Vol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT oder Staatsbürger aus gemischten Ehen, bei Präsidentschaftswahlen nicht kandidieren dürfe. Das passive Wahlrecht, gewählt zu werden, habe nämlich nur drei Gruppen: die Bosniaken, die Kroaten und die Serben. Natürlich hat Jakob Finci ­ und in der Zwischenzeit auch weitere fünf Staatsbürger ­ gewonn.. Seite 14 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 15: . Aber wenn Sie davon ausgehen, dass den Balkanländern diese Perspektive bereits 2003 in Aussicht gestellt wurde, dann sagen viele Bosnier, dass diese Perspektive an Attraktivität verloren hat. Denn jede Perspektive, die zu weit entfernt ist, kann sich in eine Fata Morgana verwandeln. Aber im Moment stellen wir eine Intensivierung Richtung Brüssel fest. Vereinfacht gesagt: weniger Dayton, mehr Brüssel. Gleichzeitig ist aber für einige Politiker die EU-Perspektive in Wirklichkeit nicht wil.. Seite 15 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 16: to von Habsburg und andere haben das alte Toledo als Jerusalem des Westens bezeichnet und Sarajevo als Jerusalem des Ostens. Viele der aus Spanien vertriebenen Juden haben vor mehr als 400 Jahren in Bosnien warme Aufnahme gefunden. Sie sprechen noch immer das alte Judeoespañol oder Ladino. Hier gab es immer vier Religionen. Kürzlich hat ein Moslem beim Pflügen die ältesten Fundamente einer katholischen Kirche entdeckt, die in der Folge von Kardinal Vinko Pulji gesegnet wurden. Ein anderer.. Seite 16 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 17: (jugendliche) Ideale mit der Wirklichkeit in Einklang bringen? Es gibt noch so viel zu tun. Ich hatte große Hoffnungen. Und viele Sicherheiten. Als ich so alt war, wie ihr es jetzt seid. Ich war mir sicher, dass die Ungeheuerlichkeiten des Lebens alle in der Vergangenheit lagen und sich zu meinen Lebzeiten nie wiederholen würden. Ich habe mich geirrt. Wir, meine Generation, rebellierten. Wir waren der festen Überzeugung, dass unsere Eltern und Großeltern unverzeihliche Fehler begangen ha.. Seite 17 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 18: s zu verlieren, was ein Leben ausmacht, für ein Ziel, an dem mir plötzlich Zweifel zu kommen begannen? Und dann ging ich für viele Jahre nach Russland. In ein postsowjetisches Russland. Und sah, was aus jener Revolution geworden ist, die diese Welt so lange Zeit so sehr geteilt hat. Und nach und nach begriff ich. Gewalt erzeugt Gewalt. Das mag euch banal erscheinen, aber es ist die einzige wirkliche Lehre, die aus allen Revolutionen, aus den schönen Utopien gezogen werden muss. Die Russis.. Seite 18 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 19: ündeten vielleicht von einer ganz anderen Welt träumen als wir. Als ihr. Denn auch ihr seid heute in der Situation, wo euch vieles unerträglich erscheint, wo ihr gegen vieles anzukämpfen habt. Und ihr habt jedes Recht, diese Welt nicht zu mögen. Aber bedenkt, was ihr bekommt, wenn ihr das, was jetzt ist, zerstört. Und bedenkt, mit wem ihr es zu tun bekommt, wenn ihr eure Verbündeten nicht sehr genau auswählt. Eure heutige Welt ist sehr viel komplizierter, als es die unsrige damals.. Seite 19 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 20: Sport oder gemeinsames Reisen ­ die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Interessen jedes und jeder Einzelnen. Diese und viele weitere Angebote für SeniorInnen finden Sie auf: www.wien.at/menschen/senioren.. Seite 20 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 21: rte, sondern ein Aufmarsch der Friedenstruppen betulicher Floskeln. Sosehr ich das auch verstehe, und es gibt ja tatsächlich viele gute Gründe zu feierlichem Stolz, so deutlich sehe ich da auch ein Problem: Wer sich zurückerinnert an die Unterzeichnung der Römischen Verträge, wer die Leistung der Gründergeneration der EU, ihre Einsichten und Absichten, feierlich würdigt, der formuliert alleine dadurch radikale Kritik am heutigen Zustand der EU. Denn mit der Rückbesinnung auf die Römischen.. Seite 21 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 23: ojekt EU" ist im Kern ein Projekt zur Überwindung der Nationalstaaten. Nur ,,Friedensprojekt" zu sagen klingt nett ­ und für viele bereits langweilig. Aber es ist zurzeit wieder spannend, und wir verstehen auch sofort wieder die Widersprüche, die wir heute als ,,Krise" erleben, wenn wir daran denken: Am Anfang stand die konkrete Utopie, die deklarierte Absicht: dauerhafter Friede durch die Überwindung der Nationalstaaten! Noch sechs Minuten. Die Römischen Verträge sind die Geburtsurkunde .. Seite 23 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 24: sie werden die EntVol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT wicklung nicht aufhalten können. Und ich weiß natürlich auch, dass sehr viele Menschen in Europa Sehnsucht nach der Restauration souveräner Nationalstaaten haben. Die Europäer unter Ihnen dürfen sich davon nicht beirren lassen. Es gibt in der Welt so unglaublich viele Probleme, Krisen, Bedrohungen, es gibt Phänomene, die ungewohnt sind und noch nicht begriffen werden. Und viele Menschen glauben eben, dass der Nationalstaat.. Seite 24 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 25: mir zur Verfügung steht, sozusagen eins vor zwölf, ganz schnell zusammenfassend sagen, was ich hoffe und was ich befürchte. Vieles, das die Gründerväter als notwendig erachtet haben und schon seinerzeit in den Verträgen festschreiben wollten, ist damals nicht gleich möglich gewesen: die Fiskalunion, die Harmonisierung der Sozialleistungen, eine gemeinsame Migrations- und Flüchtlingspolitik, die Entwicklung einer Verteidigungsgemeinschaft und so weiter. All dies blieb ein Desiderat, damal.. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 26: Jubiläum ,,70 Jahre Römische Verträge", wollen wir die großen Schritte feiern, die wir wieder vorangekommen sind. Was fehlt? Vieles. Was kann ich noch hinzufügen? Ein pathetisches Wort: Es lebe die Europäische Republik! 2 Rede im Europäischen Parlament, die Robert Menasse anlässlich der Feier ,,60 Jahre Römische Verträge" am 21. März 2017 in Brüssel gehalten hat. 25.. Seite 26 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 27: üngstes Angebot an uns ,,fair und ernsthaft". Letzte Woche war es noch ,,großzügig". Es kann allerdings ­ selbst wenn es die vielen fehlenden Details über die Rechte von Familienmitgliedern etc. enthielte ­ nur ein unzureichendes Offert sein. Schließlich will die britische Regierung sich vom Europäischen Gerichtshof lossagen, unsere Rechte also allein im britischen Gesetz verankern lassen. Abschreckende historische Beispiele zeigen, was das in der Praxis bedeuten kann (ich komme noch dara.. Seite 27 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 29: ung Großbritannien vom Bestehen einer angebotenen Beschäftigung abhängig. Wir alle kennen ,,Get Back" von den Beatles. Nicht viele wissen, dass das Lied einen ­ satirisch gemeinten ­ Originaltext hatte, der sich an ex-koloniale Einwanderer aus Pakistan richtete: ,,Get back to your Commonwealth homes." 1968, im Jahr vor dem Entstehen des Songs, hatte das britische Parlament eine Einwanderungsbeschränkung für Commonwealth-Bürger beschlossen, nur um zu verhindern, dass 200.000 asiatische Ken.. Seite 29 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 31: viele antisemitisch wirkenden Konflikt des ungarischen Regierungschefs mit George Soros gerieten. Zum 80. Geburtstag des Rabbiners Joel Berger1 Altwerden ist ein Prozess, bei dem die Vergangenheit auf Kosten der Zukunft immer mehr an Terrain erobert. Der Rückblick wird länger und führt manchmal zu verblüffenden Ergebnissen. Im Herbst 1943, als ich in Budapest geboren wurde, lebten Adolf Hitler und sein ungarischer Verbündeter, der Reichsverweser Miklós Horthy, noch. Obwohl die Schlacht u.. Seite 31 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 32: jenseits der Kritik einer bestimmten Person Hass und Angst schürt", einzustellen. Nach der Intervention des Diplomaten waren viele Beobachter davon überzeugt, dass es sich um einen indirekten Druck aus Jerusalem handelte. Schließlich war bekannt, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu Budapest noch im Juli besucht und dass man ihn unterwegs vom Flughafen in das Stadtzentrum wohl nicht mit den Soros-Plakaten brüskieren wollte. Umso schockierender war die darauffolgende E.. Seite 32 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 33: eindrucksvoller Faktor der Moderne. Nach dem Ersten Weltkrieg und den darauffolgenden beiden Revolutionen 1918/19, an denen viele jüdische Intellektuellen beteiligt waren, kam der historische Rückschlag 32 Die Entstehung des Staates Israel begünstigte zweifellos die Alija-Wellen, wichtiger war jedoch die moralische Wirkung auf die Generation der Überlebenden. Obwohl das neue Land zwischen Jordanien und Ägypten nicht ganz den idealistischen Vorstellungen von Herzl entsprach, wurde es für.. Seite 33 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 34: Vieles von dem, was einst als Wunschvorstellung für Staat und Gesellschaft galt, erscheint uns heute als negativ. Einige zentrale Thesen aus dem Essay ,,Von der Utopie zur M ED I E N DESI G N, 10 20 W I E N Dystopie" der Philosophin aus Budapest. Utopien sind Schöpfungen der Einbildungskraft, verbunden mit bestimmten Ansichten einer Zeit und der Leidenschaft der Hoffnung. Dystopien sind Schöpfungen der Einbildungskraft in Verbindung mit bestimmten Ansichten einer Zeit und der Leidensch.. Seite 34 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 37: en und ihren Geschichten. Das Interesse am ,,Anderssein" war gewaltig. Tagebücher von Reisenden gingen runter wie Honig, und vieles wurde glaubwürdig, was zuvor unglaubwürdig geklungen hatte. Umgeben von diesem ,,Klima", präsentierte Morus sein ,,Utopia", seinen perfekten Staat, nicht als philosophische Konstruktion, sondern so, als ob er existierte. Die Geschichte ging davon aus, dass die Lebensart, die Gebräuche, die Tugenden dieser Insel nicht von Morus erfunden seien, sondern ganz im .. Seite 37 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 38: lt nicht nur auf dem Papier gestaltet, sondern sie auch organisiert. · Dystopische Literatur Seit dem 20. Jahrhundert wurden viele dystopische Romane geschrieben. Seit den 1950ern und 1960ern steigt ihre Zahl exponentiell und wächst auch im 21. Jahrhundert weiter an. Aus ihnen entstehen Kinofilme und Fernsehserien. Ich musste eine sehr kleine Auswahl treffen. (...) Dystopische Werke legen nahe, dass wir modernen Menschen die Illusion gehegt haben, dass die Lage der Menschen auch anders s.. Seite 38 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 41: viele Menschen sehr lange in der Sowjetunion das ersehnte Utopia sahen, obwohl sie sich schon in den Dreißigerjahren in ihr Gegenteil verkehrte. Wenn man die Brücken hinter sich verbrennt, welch ein prächtiges Feuer! Dylan Thomas 8. Jänner 1937. Josef Wissarionowitsch Stalin, seit zehn Jahren Alleinherrscher der Sowjetunion, seit 1929 offiziell Woschd, also Führer von Staat und Partei, empfängt im Kreml Lion Feuchtwanger, deutscher Schriftsteller, Jude, weltberühmt. Stalin hatte die Utop.. Seite 41 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 42: nd. Vor ihm waren bereits Bert Brecht, George Bernard Shaw, Henri Barbusse, Joseph Roth, Walter Benjamin, Ludwig Marcuse und viele andere Schriftsteller dagewesen und hatten sich zumindest wohlwollend geäußert. Nur André Gide nahm sich kein Blatt vor den Mund. Im November 1936 kam sein Bericht ,,Retour de l'U.R.S.S." heraus. Gide, kein Parteigänger, aber seit vielen Jahren Herzenskommunist, war im Juni 1936 voll hochgespannter Erwartungen nach Moskau gefahren und brach nach seiner .. Seite 42 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 43: ein schwärmerisches Bild von einem neuen Utopia. Er warf seine ganze Reputation in diesen Bericht, überging und beschönigte vieles. Zehn Wochen war er in dem Riesenreich unterwegs gewesen. Ende Jänner beobachtete er den zweiten Schauprozess gegen das ,,sowjetfeindliche trotzkistische Zentrum" um Radek, Pjatakow und 15 andere Altbolschewiki, um schließlich 13 Todesurteile zu hören, ohne einen einzigen Beweis. Der Prozess, schrieb er, habe seine Bedenken aufgelöst wie sich Salz in Wasser l.. Seite 43 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 44: 0 mehr Opfer gefordert als der Weltkrieg? Das furchtbare Wort von der Säuberung ging in die Weltsprachen ein, ohne dass sich viele ein Bild davon machten, was es bedeutet. Wenn ein liberaler Freigeist wie Feuchtwanger angesichts des heraufziehenden Krieges keine andere Alternative sah als die Sowjetmacht oder die Barbarei, dann umso mehr die jungen Aktivisten. Sie kämpften, das war ihre feste Überzeugung, für ein künftiges freies Menschengeschlecht. Sie hielten sich für die Soldaten einer.. Seite 44 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 51: geln, welche ich erhielt, weil ich die Einzelheiten des Auszugs der Juden aus Ägypten nicht wusste. Gegenwärtig möchten mich viele Schulmeister prügeln, weil ich mich zu viel an jenen 50 Auszug aus Ägypten erinnere. Im Alter von zehn Jahren kam ich auf die Realschule, wo man im Gegensatz zu dem Gymnasium, welches das Schwergewicht auf die alten klassischen Sprachen legt, mehr das moderne Wissen betont. Lesseps war damals der Held des Tages, und ich fasste den Plan, den anderen Isthmus, d.. Seite 51 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 52: n sie klar und deutlich. Und Ihre Grundauffassung, dass der Judenhass die Grundlage des modernen Judentums bedeutet, ist für viele Israelis, die keinen ,,Glauben" mehr haben, noch die relevanteste Definition des Juden. (...) Wir drei schreiben einander auf Deutsch. Und das ist sinnvoll. Aber der Zionismus spricht heute kein Deutsch mehr, obwohl Deutsch einst die offizielle zionistische Amtssprache war. Viele Juden in der Donaumonarchie redeten, dachten und schrieben Deutsch. Deutsc.. Seite 52 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 56: und Mahatma Gandhi geführt. Gandhis Engagement für die ,,Harijans", die Kinder Gottes, wie er die Unberührbaren nannte, ging vielen nicht weit genug, sie empfanden es als herablassend. Vor allem aber verweisen viele Dalits bis heute auf den Pune-Pakt von 1932. Durch einen Hungerstreik, den er bis zum Tod fortzuführen drohte, zwang Gandhi damals Ambedkar, auf eigene Wahllisten für die Unberührbaren zu verzichten. War diese Art von Druck ­ Ambedkar konnte es sich schließlich nicht le.. Seite 56 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 57: heimisch. Das ist das Indien meiner Träume. (...) Mit nichts weniger werde ich zufrieden sein." Kein Wunder, dass Gandhi von vielen als unverbesserlicher Romantiker und Idealist abgetan wurde. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde Gandhi völlig unterschiedlich eingestuft. Er wurde als Bolschewik und als Fana- tiker angesehen, als Unruhestifter, Heuchler und Exzentriker, als Gegner von Modernisierung und Fortschritt, als Reaktionär ebenso wie als Revolutionär, als Heiliger, Messias und göttli.. Seite 57 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 58: r Begriff Gandhianer bedeutet nicht wirklich etwas", meint Y. P. Anand, Ex-Direktor des Gandhi-Museums in Neu-Delhi. Er hat viele Leute getroffen, die im Sinne Gandhis leben. ,,Diese Leute nennen sich meist nicht Gandhianer und sie sind auch nicht in Gandhi-Institutionen anzutreffen. Ein echter Gandhianer strebt nach Gewaltlosigkeit in jedem Konflikt, er lebt ein einfaches Leben und engagiert sich für die Ärmsten und Schwächsten." Dem stimmt auch Tara Gandhi-Bhattacharjee, Enkelin von Ma.. Seite 58 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 65: eschreibt Lois Lammerhuber die Gegend ,,hinter unserem Haus" im nieder österreichischen Mostviertel, wo er aufgewachsen ist. Viele Jahre war das, was er nun ,,die schönste Landschaft der Welt" nennt, für den Fotografen von internationalem Rang, der 120 Länder bereiste, die ferne Erinnerung an eine schöne, wenn auch enge Kindheit. Erst in jüngster Zeit griff er bei Besuchen daheim zur Kamera. Nachdem er so viele spektakuläre Landschaften gesehen hatte, kam die Erkenntnis: Wenn man a.. Seite 65 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 71: ist für Harari im Rückblick dieser Zusammenhang von Gebrauchtwerden und Mitbestimmendürfen beim Frauenwahlrecht. Es wurde in vielen Staaten nach dem Ersten Weltkrieg gewährt, weil dieser ohne den Einsatz von Millionen Frauen in der Kriegsindustrie nicht hätte so geführt werden können, wie er geführt wurde. 70 DASJÜDISCHEECHO M AG I C IN F O TO / SH U T T E RS TO C K . C O M Roboter und Besucherin bei einem Zukunftsforum in Moskau: Maschinen werden immer intelligenter Harari verwendet .. Seite 71 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 72: hen Strukturen dann die Welt beherrschen würden. Ziel seines Buches sei es gewesen, unseren Blick dafür zu schärfen, dass es viele mögliche Zukünfte gibt. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen. ,,Homo Deus" ist ein ganz aufregendes Buch. Harari ist ein begnadeter Autor. Seine klare Sprache, sein Wortwitz, seine mühelose Beherrschung der Themen, all das sorgt für ganz großes Lesevergnügen. Und das auch in der hervorragenden deutschen Übersetzung. Die historischen Kapitel zeigen mit hunderten .. Seite 72 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 73: tief sein werden, dass das menschliche Leben einen unwiderruflichen Wandel erfährt", schreibt Kurzweil. Diese Epoche werde ,,viele grundlegende Vorstellungen umkrempeln", und zwar ,,einschließlich des Todesbegriffs". Page war von dem Buch beeindruckt. Er bot Kurzweil an, für seine Forschungen die überragenden Kapazitäten des Weltkonzerns Google zu nutzen. 2013 gründete Google zudem die Firma Calico (California Life Company) zur Erforschung von Alterungsprozessen und stattete sie mit einer.. Seite 73 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 74: pelt, bis heute bewahrheitet. Ein exponentielles Wachstum, also die Verdoppelung des Wissens in kurzen Zeitabständen, sei in vielen Forschungsbereichen zu beobachten. Es gibt in den USA allerdings auch wissenschaftliche Koryphäen wie den Neurobiologen David J. Linden von der Johns Hopkins University, die Kurzweils Prog73.. Seite 74 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 75: Viele als kaum lösbar geltende Probleme müssten noch überwunden werden, bis Nanoroboter vom menschlichen Organismus toleriert und auch mit Energie versorgt werden können. Technikskeptiker fragen sich, ob solche Entwicklungen, die an die ,,Cyborgs" genannten Mensch-Maschinen aus Science-Fiction-Horrorfilmen erinnern, überhaupt wünschenswert sind. Begeisterung zeigen dagegen radikale Splittergruppen, die den Übermenschen züchten wollen. Kurzweil sagt, dass ihm alle Einwände bekannt seien. E.. Seite 75 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 76: ch eines Geburtstages, einer Hochzeit oder eines Jubiläums, um die Sie Ihre Gäste anstelle von Blumen und Geschenken bitten. Vielen Dank, dass Sie ESRA mit einer Spende unterstützen! Ihre Spende an ESRA bzw. Ihr Fördermitgliedsbeitrag ist steuerlich absetzbar! Nähere Informationen auf www.esra.at. Gerne schicken wir Ihnen auch einen Spendenfolder zu. Spendenkonto: Bank Austria, IBAN: AT72 1200 0006 8414 5600, BIC: BKAUATWW. Spendenmöglichkeit auf www.esra.at. ESRA Psychosoziales Zentrum.. Seite 76 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 77: ttler Uber mit seiner Tochterfirma Otto an, autonome Lkw einzusetzen.3 In der Autoindustrie zum Beispiel wurden schon bisher viele der sich wiederholenden Arbeitsvorgänge automatisiert. Mit der Entwicklung von Artificial Intelligence übernehmen nun Roboter und Computer zunehmend auch Aufgaben der Dienstleistungsbranche, die derzeit noch einen erheblichen Teil der Arbeitsplätze in der Wirtschaft bereitstellt. Seit August 2016 fahren auch hundert autonome Taxis von Uber in Pittsburgh.4 Der .. Seite 77 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 78: nd Räume ,,sehen" und entsprechend handeln kann, werden Menschen zunehmend von Robotern ersetzt. Da aber das Manna-System in vielen Industrien eingesetzt wird und für die Anstellung von immer weniger benötigten Arbeitnehmern zuständig ist, finden die gefeuerten Arbeitskräfte kaum noch neue Stellen. Es hat sich eine Situation entwickelt, die rückblickend schlimmer ist als die von Karl Marx im ,,Kapital" beschriebene Ausbeutung des Proletariats. Die Welt besteht nun aus wenigen steinreichen.. Seite 78 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 79: erleben die Natur und unternehmen Fernreisen, und auch alle anderen machen das, was sie gern tun. Damit eine Person nicht zu viele Ressourcen verbraucht, wird jedem Einwohner-Aktionär wöchentlich ein Guthaben zugewiesen, das er ausgeben oder sparen oder auch in einem Crowdfunding-System in die Forschung und Entwicklung von Innovationen investieren kann. Das Buch von Marshall Brain führt deutlich vor Augen, dass die sich rasch entwickelnde Technologie ohne grundlegende gesellschaftliche Än.. Seite 79 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 80: chheit entsteht. Um der Dystopie eines Manna-Systems zu begegnen, müssten Gesetze geschaffen werden, die verhindern, dass so viele Daten gesammelt werden, es müsste einen besseren Arbeitnehmerschutz geben, kleineren Unternehmen müssten Vorteile gegenüber größeren Unternehmen zugebilligt werden, obwohl damit an wirtschaftlicher Effizienz eingebüßt wird. Nach dem Vorbild von Schemitta müssten Datenbanken regelmäßig von bestimmten Inhalten gereinigt werden. Kopien der gereinigten Inhalte zu .. Seite 80 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 82: Segen wird der Mensch nur erhalten, wenn er arbeitet, sich bemüht und das Brot mit dem Schweiß seines Antlitzes heimbringt. Viele wünschten sich ein Leben nach Rabbi Schimon Bar Jochai, aber nur die wenigsten könnten sich das leisten. Kaum jemand erlebt so ein Wunder, und nur die Reichsten können sich leisten, andere arbeiten zu lassen, während man sein eigenes Leben der Lehre und der Geistigkeit widmet. Abajje sagte: Viele handelten nach Rabbi Jischmaël und waren erfolgreich; nac.. Seite 82 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 89: den. Geschützt von der US-amerikanischen Besatzungsmacht wurden sie ab 1946 quer durch das Land geschleust. Die Entscheidung vieler Juden, unter diesen Umständen den Kontinent zu verlassen, passte perfekt zu den Bestrebungen der im Nachkriegsösterreich politisch Verantwortlichen. Sie wollten die jüdischen Überlebenden nicht im Land haben. So konnte u. a. mit der Drohung, die Juden würden andernfalls in Salzburg bleiben, Notwendiges für die Weiterflucht der Menschen erwirkt werden. Unter d.. Seite 89 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 92: . das ist gegangen, die letzten hundert Meter sind wir so gefahren! War damals schon Bergführer Viktor Knopf dabei, der sehr viele Menschen über den Krimmler Tauern geführt hat? Der Knopf war ein Flüchtling, der aus Breslau/ Wroclaw gekommen ist. Er sprach sehr gut Deutsch und er hat in Saalfelden die illegale Leitung der Organisation übernommen. Er stellte die Leute zusammen, die gebracht wurden. Um elf Uhr nachts sind vier, fünf Fahrer mit ihren Lkw gekommen und haben je dreißig Leute a.. Seite 92 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 93: dann den Stiefel hinaufgezogen und wurde schließlich in Tarvis stationiert. Tarvis war schon 1944 befreit worden und so sind viele Juden aus Rumänien, aus Polen usw. nach Tarvis gekommen. Und Mitglieder dieser Brigade haben diesen Jüdinnen und Juden geholfen, nach Süditalien zu fahren, um von dort über Griechenland nach Israel zu gelangen. Denn die Briten waren bekanntlich dagegen, dass Juden nach Palästina gehen. Das ist die eine Geschichte. Die Briten haben ­ als sie herausgefunden hatt.. Seite 93 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 94: Viktor Knopf gefunden, und er sagt: ,,Es werden so um die 8000 Menschen gewesen sein, die über den Berg gegangen sind." Wie viele Jüdinnen und Juden sind tatsächlich über den Krimmler Tauern gegangen? Das kann ich nicht sagen. Ich bin immer von 5000 ausgegangen. Weil mit 8000 geht sich das nicht aus, drei Mal wöchentlich und 150 sind es immer gewesen. Das weiß ich. In den Unterlagen, die ich gefunden habe, wurden Zahlenangaben zwischen 5500 bis 5700 Personen genannt. Das kann stimmen. Ab.. Seite 94 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 95: vielen Jahrzehnten berichten Sie in Schulen, an Universitäten oder im Wiener Burgtheater in ,,Die letzten Zeugen" über die Verbrechen der Nationalsozialisten, über das, was Ihnen in den Konzentrationslagern widerfahren ist und was Sie gesehen haben. Und Sie erinnern sich auch heute noch an viele Details, so als wäre das gestern geschehen. Ich muss mich erinnern. Und mit der Ausrufung des Staates Israel wurde die Fluchthilfe beendet? Mit der Gründung des Staates Israel hat das alle.. Seite 95 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 97: nicht so wesentlich verändert. Aber die Schwerpunkte haben sich verschoben. Wir hatten sehr lang und haben nach wie vor sehr viele KlientInnen aus Tschetschenien bei uns, obwohl sie, wenn es medial um Flüchtlinge geht, kein Thema mehr sind. Wir betreuen natürlich sehr viele Menschen aus Afghanistan und zunehmend auch Syrer. Afrika ist ein bisschen in den Hintergrund getreten, wobei es dort nach wie vor viele Hotspots gibt. Flüchtlinge aus Osteuropa und den Balkanländern ware.. Seite 97 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 98: viele, die vor allem ohne Krankenversicherung waren. Nun bekommen Asylwerber eine E-Card. Und es gibt inzwischen Amber Med für nicht versicherte Patienten. Und dann ist es so, dass Flucht und Asyl früher ein Nischenthema waren. Es hat uns gefreut, wenn wir mit dem Thema Flüchtlinge in die Medien gekommen sind. Heute würde ich mich über einen Tag freuen, an dem es nicht um Flüchtlinge geht, an dem nicht polarisiert wird Das Bewusstsein ist also gestiegen, institutionell hat sich einiges ve.. Seite 98 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 99: apie angefangen über Wohnheim- und Lernbetreuung bis zu zusätzlichen LehrerInnen, PädgogInnen an den Schulen. Etwas, was oft vielen Politikern in Zusammenhang mit Flucht gesagt wird, ist: Wenn man nach Österreich kommt, hat man ja schon soundso viele Länder durchschritten und wäre daher schon in Sicherheit gewesen. Wie können Sie aus Ihren vielen Gesprächen mit Flüchtlingen erklären, warum Menschen versuchen, in die Mitte Europas zu gelangen? Wie viele Flüchtlinge sin.. Seite 99 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 100: viele da relativ rasch Jobs bekommen haben, ohne dass man ihnen eine psychosoziale Grundschulung gegeben hat. Hier geht es um Menschen, die sehr viele traumatische Situationen erlebt haben, und das Wesen des Posttraumatischen ist es, erst nach mehreren Wochen oder Monaten virulent zu werden. Es gibt zwar derzeit viele Deutschkurse, aber viele warten dennoch noch auf einen Kurs ­ denn ein Recht auf Unterricht gibt es während des Asylverfahrens nicht. Trotzdem ist das A.. Seite 100 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 102: ibt: Supervisoren, die über die Asylkoordination ehrenamtlich Super ision für Ehrenamtliche v anbieten. Ich glaube, es hätte vielen sehr gutgetan, das in Anspruch zu nehmen, weil sich hier natürlich eigene Bedürftigkeit mit der der Menschen, die kommen, vermischt. Und es gibt natürlich kulturelle Unterschiede. Hier spielen auch die unterschiedlichen Wertvorstellungen hinein. Gibt es da aber auch objektiv Dinge, wo man sagt, das ist wirklich nicht akzeptabel? Stichwort Köln und Frauenbild... Seite 102 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 103: em Haar. Horst Wächter grüßt mit sanfter Stimme ­ den nasalen Akzent seiner behüteten Salzburger Kindheit hat er während der vielen Reisejahre über den ganzen Globus behalten. Nach kurzer Weiterfahrt in seinem Wagen erscheint das imposante Wasserschloss am Rande des Ortes Hagenberg im Weinviertel. Eine Steinbrücke führt über den schilfdurchwucherten Burggra- ben. Von dem Auto aufgescheucht, eiert eine Handvoll Hühner in alle Himmelsrichtungen durch den Garten. Das alte Gemäuer strahlt im.. Seite 103 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 106: utter, was ich so mache", soll er ihn stets ermuntert haben. Über die enge Zusammenarbeit der nächsten zwanzig Jahre und die vielen Erlebnisse, die sie zusammen begehen würden, blieben die beiden stets ,,per Sie". Der Umweltschützer und Gegner der geraden Linie wurde im Nachhinein oft als jovial und leger verklärt, schätzte in Wahrheit jedoch die professionelle Distanz. Auf die Frage, was die beiden während der endlosen Stunden auf dem Meer miteinander besprachen, antwortet Wächter: ,,Wir.. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 107: Wiener Gruppe als auch die Wiener Schule des Phantastischen Realismus hervor. Als der Art Club sich um 1959 auflöste, fanden viele Mitglieder in Schloss Hagenberg ein neues Mekka. Das Gebäude war zu dieser Zeit in desolatem Zustand. Nachdem es zuerst von der Wehrmacht und anschließend von der Roten Armee als Lager benutzt worden war, wurde es nach der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags schwer beschädigt an seinen damaligen Besitzer restituiert, den deutschen Fürsten Reuß z.. Seite 107 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 108: lange über den Tod seines ehemaligen Arbeitgebers behalten. das Kind `` © ROSIE POTTER ,,Für Ein einziges Mal in seinen vielen Erzählungen über Hundertwasser gibt Wächter Einblick in eine Verstimmung, die zwischen den beiden stattfand: ,,Immer kamen junge Mädchen auf die Jacht. Die ständigen Partys wurden mir zu viel." Aus diesem Grund wechselte er um 1970 ins Archiv des Künstlers, wo er sich um das Katalogisieren der vielen Werke kümmerte. Nach zwei Jahren versprach der Playb.. Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 115: rken Wirtschaftswachstum geführt, so dass sich zum Beispiel in China, zum Teil auch in Indien, Brasilien und anderen Staaten viele Menschen aus der absoluten Armut befreien konnten. Gleichzeitig nahm aber die ökonomische Ungleichheit (der Einkommen und Vermögen) rasant zu. Der französische Ökonom Thomas Piketty hat in seinem aufsehenerregenden Buch ,,Das Kapital im 21. Jahrhundert" durch die Auswertung einer großen Zahl von Daten nachgewiesen, dass die Ungleichheit der Einkommen in den US.. Seite 115 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 116: unsere Welt treibt Haben Sie eine Ausgabe von ,,Das Jüdische Echo" verpasst? Wenn einem das Fremde nahekommt, entsteht bei vielen Menschen Furcht. Diese Furcht kann sich gegen all jene richten, die anders sind. Ist der liberale und gegenüber Minderheiten tolerante Rechtsstaat noch zu retten? Horrorszenarien und Wunschträume ­ Utopien zum Zusammenleben in der Gesellschaft. Alle abgebildeten Hefte können Sie nachbestellen: E: service@falter.at T: +43/1/536 60-928 W: faltershop.at 152 S.. Seite 116 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 120: ftsentwurf.» Als Beispiel für die Funktionsweise der Ökonomie der Aufmerksamkeit kann die Castingshow genannt werden. In den vielen Castingformaten bemühen sich in der Regel Menschen, die fern vom Fokus der Medien ein durchschnittliches Leben führen und über keine besonderen substanziellen Vorzüge verfügen, durch performative Leistungen öffentliche Beachtung zu finden. Gelingt es ihnen, durch eine spektakuläre Selbstpräsentation eine Fachjury und das Massenpublikum durch mehrere Folgen ei.. Seite 120 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 125: , weshalb die Atomsemiotik nur kurz diskutiert worden ist, beantwortet Hauser in einem Mailinterview. Die Debatte, in die ja viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen involviert waren, habe zuerst einmal die Größe des Problems klar gemacht: ,,Die Wissenschaftler haben die notwendigen Voraussetzungen für eine über Jahrtausende gehende Kommunikation untersucht und dann die verfügbaren Mittel inspiziert. Das Ergebnis war durchaus ernüchternd, da sich keine unmittelbaren Lösungen abzeich.. Seite 125 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 137: inmal herrscht Stille. ,,Schwul und heimatverbunden schließt sich nicht aus. Haben Sie sich übrigens schon überlegt, was die vielen so genannten Flüchtlinge, die zu uns kommen, über homosexuelle Menschen und über Juden denken?" Alle Augen sind auf Doktor Schaffka gerichtet. Dieser starrt Bruno fassungslos an. Dann schüttelt er einige Male den Kopf und beginnt auf einmal zu schrumpfen. Jedenfalls kommt es Viktor so vor. Der Hals des Mannes wird kürzer, der Kopf ­ feuerrot verschmilzt mit .. Seite 137 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 141: e die Bewachung der Gefangenen durch die SA sowie durch örtliche NSDAP-Funktionäre. Die meisten von ihnen stammten aus Wien. Viele Juden starben infolge der schlechten sanitären Verhältnisse in den Teillagern, aufgrund von Erschöpfung von der anstrengenden Schanzarbeit oder sie wurden von den Wachmannschaften ermordet. Das Ausflugsgasthaus Leberfinger verfügte über ein Stallgebäude, wo 200 Juden auf dem Dachboden untergebracht waren. Der ehemalige Häftling Ernö Honig beschrieb die Unterku.. Seite 141 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 143: chst die einsatzbereite Klon-Armee der bis ins Monströse Optimierten. Der Stresspegel steigt, es steigen auch die Kosten, in vielerlei Sinne. Ob Schönheit bequem ist, stand übrigens noch nie in der Geschichte der Menschheit zur Dis142 kussion. ,,Wer schön sein will, muss leiden" ist hingegen wohlbekannt und durch die Jahrhunderte erlitten. Dieser Spruch enthüllt mehr an Abgründen, über die wir später sprechen wollen. Seit wann ist es eigentlich so, dass Schönheit und Perfektion von etwas.. Seite 143 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 144: sondern immer ein Feindin, eine Gegnerin, die in die Knie gezwungen werden musste, dann ein Beweis unserer Allmacht, die uns vieles brachte und einiges zerstörte uns aber immer noch nicht von dem Zeitlichen lösen konnte, trotz größter Bestrebungen. Wir können unsere Körper straffen, ihnen das gefälschte Versprechen der Jugend geben, unser Blut waschen, unsere Organe ersetzen, bald sind wir vielleicht so weit, unsere Ersatzteile beliebig produzieren zu können. Wir verlängern Wimpern, Bein.. Seite 144 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 147: iß wird auf Beerdigungen getragen. Leichen, aus denen das Blut geflossen ist, sind weiß und davon haben wir dann zu Tet ganz viele gesehen. 146 Als wir Jahre später in Deutschland landeten, war auch alles weiß. Es hatte geschneit. Unsere nackten Füße steckten in Plastiksandalen. Wir stiegen aus dem Flugzeug und gingen in einen grauen Schlauch. Das Jahr der Ratte begann. Da hatte unser altes Leben schon längst aufgehört. Hier ist Weiß nicht mehr die Unglücksfarbe, sondern Schwarz. Schwarz.. Seite 147 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 152: Zusammenarbeit mit der Zeitschrift ,,Geo". 1996 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Silvia den Verlag Edition Lammerhuber. Viele der dort erschienene Bücher wurden ausgezeichnet. Einen BiedermeierBand erkor die ,,New York Times" zum ,,Best Decorative Art Book of 2006". Seit 2007 kooperiert Lammerhuber mit dem Pariser Musée du Louvre und produziert Bücher über dessen Sammlungen. 2013 wurde die Edition Lammerhuber bei den European Photo Book of the Year Awards zum ,,Besten Fotobuchverlag .. Seite 152 online blättern




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