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Jüdisches Echo 17-18



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Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 7: seiner Tochter Lisa kommt der Österreicher Viktor Levin in die deutsche Kleinstadt Gigricht. Dort lernt er den AfD-Politiker und H.-C.-Strache-Bewunderer Bruno Beck kennen, mit dem seine Tochter befreundet ist. Aus einem neuen Roman. Wie in der ,,Schönen neuen Welt", dem 1932 erschienenen, in einer fernen Zukunft spielenden, dystopischen Roman von Aldous Huxley, begibt sich die Menschheit gegenwärtig auf den Irrweg ihrer nicht nur ästhetischen ,,Optimierung". Von Julya Rabinowich Von Vl.. Seite 7 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 9: chwertigkeit der Menschen glaubte, ist vor zehn Jahren gestorben. Rath, in Wien geborener Journalist von Weltgeltung, der in seiner neuen Heimat Israel stets für den Dialog eintrat, ist Anfang dieses Jahres von uns gegangen. Beide haben uns vorgelebt, dass man, auch wenn diese zwischenzeitlich scheitern, an das künftige Gelingen großer Ideen glauben kann. 2 8 J WS Ari Rath (l.), in Wien geborener Publizist von Weltrang und Mitherausgeber des Jüdischen Echos, ist dieses Jahr verstorben... Seite 9 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 11: lle gefunden. Da hilft auch kein Schwärmen für den altersfeurigen Bernie Sanders, auch er ­ bei aller Begeisterungsfähigkeit seiner Fans ­ kein Wahlsieger. Weit und breit kein europäischer Obama, sieht man ab von Emmanuel Macron: Doch der ist kein ,,Sozi", war es nie, will es nicht sein, ist aber auch kein Rechter. So gesehen ein schwieriger Fall. Die ,,wahren Sozialdemokraten" in ihren Hochburgen der Ratlosigkeit werfen ihm das vor, denunzieren ihn als Neoliberalen, als neuen Tony Blair .. Seite 11 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 12: flott, modern und beliebig, wie sie sich in den ausgezehrten konservativen Altparteien zusehends profilieren? Auch hier, wie seinerzeit in den Tagen des jungen Jörg Haider, dient Österreich als Modell. Nur der Beobachtungsfall ist anders. Diesmal geht es nicht um einen Putsch in einer kleinen Mitte-rechts-Partei mit rechts nationalem Flügel, wie es die FPÖ Mitte der 1980er Jahre war. Das Besondere am österreichischen Fall heute ist das Einschleichen des neurechten Nationalpopulismus mit H.. Seite 12 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 18: ben besteht. Vol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT Wer den Respekt gegenüber dem Leben der anderen verliert, geht ein Stück weit seiner Menschlichkeit verlustig. Und wieder werdet ihr stöhnen, die Nase rümpfen und mir sagen, ich sei langweilig und wiederhole ewig Gehörtes. Täuscht euch nicht. Nur wenige haben wirklich Respekt. Vor den Menschen, vor deren Träumen und Wünschen, vor dem Leben. Die, die euch heute erzählen, sie seien nur für euch da, ihnen läge euer Wohlergehen mehr am Herzen als.. Seite 18 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 22: seiner Rede im Europäischen Parlament in Brüssel anlässlich der Feier ,,60 Jahre Römische Verträge" im März 2017: Standing Ovations Gegenwart geschichtsvergessen und zukunftsblind zu verlängern versucht. Das ist die ganze Krise. Und nur deshalb ist es jetzt fünf vor zwölf. Worin besteht denn nun die ,,Spinnerei" der Römischen Verträge, was ist denn ihre ,,verrückte Utopie"? Ich habe nur zehn Minuten, jetzt sind es nur noch acht Minuten, und in denen will ich das Allernotwendigste sagen, .. Seite 22 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 23: ch erst in Zukunft nach und nach Machbare." Und Walter Hallstein, einer der geistigen Väter der Römischen Verträge, sagte in seiner römischen Rede: ,,Was immer wir in den neu geschaffenen europäischen Institutionen beschließen und durchzusetzen versuchen, Ziel ist und bleibt die Organisation eines nachnationalen Europas." Wie groß die gegenwärtige Krise, der Backlash ist, ist schon daran zu ermessen: Können Sie sich einen deutschen Spitzenpolitiker, einen einzigen, vorstellen, der diesen .. Seite 23 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 25: ammenfassend sagen, was ich hoffe und was ich befürchte. Vieles, das die Gründerväter als notwendig erachtet haben und schon seinerzeit in den Verträgen festschreiben wollten, ist damals nicht gleich möglich gewesen: die Fiskalunion, die Harmonisierung der Sozialleistungen, eine gemeinsame Migrations- und Flüchtlingspolitik, die Entwicklung einer Verteidigungsgemeinschaft und so weiter. All dies blieb ein Desiderat, damals in Sideletters festgehalten, und ist heute dringlicher denn je. Un.. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 26: tszustands in einem nachnationalen Europa muss das Fundament einer friedlichen und prosperierenden Zukunft werden. Um das in seiner historischen Dimension jetzt ganz klarzumachen, schließe ich mit einem Zitat von Walter Hallstein, aus seiner römischen Rede: ,,Wir dürfen uns nicht darauf beschränken, die überkommenen Grenzen aufzuheben und die Freizügigkeit für Menschen, Waren und Kapital herzustellen. Wir müssen uns vielmehr der traditionellen Ungleichgewichte zwischen den Regionen.. Seite 26 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 27: nnerhaft das Wort ,,können". ,,Drei Millionen EU-Migranten erhalten das Recht zu bleiben", meldet der ,,Daily Telegraph", in seiner Largesse übersehend, dass wir jenes Bleiberecht längst besitzen, solange der britische Staat es uns nicht nach vollzogenem EU-Austritt entzieht. Wenigstens der ,,Daily Express" hält sich nicht mit geheucheltem Wohlmeinen auf: ,,Migrant numbers rocket" ,,Migrantenzahlen schießen in die Höhe", heißt es da, paranoid und xenophob wie gewohnt. Theresa May nennt i.. Seite 27 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 32: chließlich gegen Soros, der angeblich auch ,,Organisationen fördert, die Israel verleumden". Damit desavouierte Netanyahu in seiner Eigenschaft als Außenminister des jüdischen Staates, d. h. als Dienstherr, seinen eigenen Botschafter. Einige Tage später tauchten frühmorgens auf Facebook Meldungen auf, wonach die Soros-Plakate mancherorts sprichwörtlich über Nacht verschwunden waren. Am Vormittag gab dann ein Regierungsvertreter offen zu, dass die Kampagne ,,abgeschlossen" sei. Bezeichnend.. Seite 32 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 33: e Aufnahmefähigkeit des Kontinents auf die Probe stellte, diente Fidesz nur als willkommener Anlass, Brüssel zur Zielscheibe seiner populistischen Demagogie zu machen. Wieso wäre diese Partei ausgerechnet davor zurückgeschreckt, ein Gesicht dem Hass der frustrierten und durch die Medien verdummten Öffentlichkeit auszuliefern, sich dabei des Jud-Süß-Effekts zu bedienen und gleichzeitig die real existierenden Juden zu ,,Schutzjuden" zu erniedrigen? Traurig ist der Konflikt zwischen der Dias.. Seite 33 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 38: rennt. Dies sind die einzigen Punkte in Utopia, an denen man erkennt, dass Morus ein puritanischer Katholik war (was wir aus seiner persönlichen Geschichte wissen), der Feinde des wahren Glaubens mit dem Tod bestrafte und am Ende selbst aufgrund eines anderen wahren Glaubens hingerichtet wurde. England war wirklich keine Insel Utopia. Die andere bekannte Utopie der Renaissance wurde nicht nur nach Platon, sondern auch nach Morus gestaltet. Verfasst hat sie ein häretischer Priester namens .. Seite 38 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 39: : Aus diesem Grund haben Feuerwehrleute in Bradburys Roman einen so hohen Rang. Big Brother (,,1984") ist noch radikaler. In seiner Welt genügt es nicht, literarische Bücher zu verbannen und Geschichte zu vergessen, man muss neue Bücher schreiben, die die Geschichte verändern. Im Reich von Big Brother wird jedes Jahr eine neue Geschichte erfunden mit neuen Verschwörungen, neuen Feinden und natürlich DASJÜDISCHEECHO.. Seite 39 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 42: er seit vielen Jahren Herzenskommunist, war im Juni 1936 voll hochgespannter Erwartungen nach Moskau gefahren und brach nach seiner Rückkehr mit dem kommunistischen Experiment. Trotz strikter Überwachung hatte er genug gesehen. Unfassbare Massenarmut. Korruption. Versklavung der Arbeiter. Eine selbstzufriedene Nomenklatura. Verrat und Denunziation als revolutionäre Tugend. Feuchtwanger, der Gides Buch als Reiselektüre mitnimmt, weiß also, worauf er sich einlässt. Er sieht sehr klar die Ge.. Seite 42 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 44: bringt, hiesse die alte Frage nach Ei und Henne stellen." Sechzig Jahre später sagte Tony Judt, wie Trepper und Koestler in seiner Jugend ein glühender Linkszionist: ,,Jedenfalls musste die Sorte Wahrheit, die der Gläubige suchte, nicht der Realität standhalten, sondern nur dem, was die Zukunft bringen würde. Es ging immer um den Glauben an ein späteres Omelett, für das schon jetzt, in der Gegenwart, unendlich viele Eier zerschlagen werden durften. Wer Demonstration gegen ,,Großbauern" .. Seite 44 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 45: reppers lebenslanger Traum. Tony Judt hat sich leidenschaftlich mit Osteuropa und dem Kommunismus auseinandergesetzt, der in seiner Familie tiefe Spuren hinterlassen hat. Ebenso Gerd Koenen, in seiner Jugend linksradikal, Maoist, Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands. Nach seiner Begegnung mit der polnischen Solidarno sagte er sich los und wurde, wie Arthur Koestler, ein scharfer Kritiker und Historiker des Großen Terrors. ,,Alles fließt, alles ändert sich", s.. Seite 45 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 55: In einen weißen Dhoti, das indische Beinkleid, gehüllt, forderte er das britische Kolonialreich heraus, das damals am Zenit seiner Macht stand. Gandhi selbst suchte lange nach einem geeigneten Begriff für sein Konzept der Gewaltlosigkeit. Schließlich wollte er das uralte Prinzip der Ahimsa erstmals zum Leitmotiv einer politischen Massenbewegung machen. Formulierungen wie ,,passiver Widerstand" oder ,,ziviler Ungehorsam" schienen ihm wenig geeignet, schließlich war sein Engagement weder p.. Seite 55 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 58: e. Er selbst glaube aber an keine Art von Krieg, dieser sei ,,außerhalb meines Horizonts", schrieb Gandhi im Harijan-Ashram, seiner religiösen Herberge im westindischen Ahmedabad. Etliche Wochen später traf dort eine Antwort aus Jerusalem ein: Martin Buber, 1878 in Wien geborener jüdischer Religionsphilosoph, Weggefährte Theodor Herzls und an sich ein großer Bewunderer der Gedankenwelt Gandhis, veröffentlichte eine geharnischte Replik. ,,Juden werden verfolgt, misshandelt, gefoltert und e.. Seite 58 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 65: tte, kam die Erkenntnis: Wenn man auch den idealen Ort vergeblich sucht, weil er ein ,,Nicht-Ort" (ou topos) ist, so lag vor seiner Haustür doch ein ,,guter Ort" (eu topos), ein real existierendes Arkadien. Lois Lammerhuber und die Lyrikerin Evelyn Schlag sind viele Male den 56 Kilometer langen Güterwegen am Grat des nördlichsten Ostalpenausläufers gefolgt, der sich zwischen Kürnberg und Sonntagsberg entlangschlängelt. Es entstand ein gewichtiger Bildband mit Inhalten, die sie als ,,visue.. Seite 65 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 68: Weinblatt wünscht allen Verwandten und Freunden ein glückliches neues Jahr ,,Die Armen seines Hauses kommen vor den Armen seiner Stadt und die Armen seiner Stadt kommen vor den Armen einer anderen Stadt" Deut., 15.11 Die Vorstandsmitglieder Renate Erbst, Marika Haraszti, Rosina Kohn, Mag. Hanna Morgenstern, Elisabeth Wessely sowie Mag. Daniela Haraszti wünschen ein glückliches Neues Jahr 5778 Dr. Thomas Fried Rechtsanwalt & kein Partner Gonzagag. 11, 1010 Wien, Tel. .. Seite 68 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 70: ufsehenerregenden PRI VAT, DAN I E L T H O M AS SM I T H Bestseller ,,Homo Deus". Eine Rezension. Yuval Harari errang mit seiner 2011 veröffentlichten ,,Kurzen Geschichte der Menschheit" internationale Anerkennung und Ruhm. In seinem neuen Buch ,,Homo Deus" sprengt der israelische Historiker die Grenzen seines Faches. Jetzt geht es ihm um nichts weniger als die Zukunft der Menschheit. In seinen Augen eine verstörende Zukunft ... ,,Homo Deus" bietet drei große Erzählungen an: Der erste .. Seite 70 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 73: utzend Universitäten zeichneten Kurzweil mit Ehrendoktoraten aus. US-Wirtschaftsmagazine nennen den Erfinder, der für einige seiner Projekte eigene Firmen gründete und dann verkaufte, ein ,,rastloses Genie" und den ,,legitimen Erben Thomas Alva Edisons". Seit 2012 ist Kurzweil, der auch ein halbes Dutzend Bestseller verfasst hat, allerdings Angestellter bei Google, und zwar als ,,director of engineering", als Verantwortlicher für die technische Entwicklung, vor allem von Spracherkennung u.. Seite 73 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 75: Ein wenig erinnern seine Fantasien an die Romane Jules Vernes, dessen Zukunftsvorstellungen ebenfalls direkt auf der Technik seiner Zeit beruhten. So wird im Roman ,,Von der Erde zum Mond" (1865) ein bemanntes Projektil von einer riesigen Kanone zum Erdtrabanten geschossen. Kurzweils Visionen entstammen deutlich dem Zeitalter der Smartphones und ihrer Apps. «Seine Großmutter Lilian Bader, die 1958 in New York verstarb, schrieb davor das Buch: ,,Ein Leben ist nicht genug. Memoiren einer W.. Seite 75 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 77: hafft, wobei für die gesamte Produktion lediglich 14 Angestellte benötigt werden.2 2016 fing der Fahrtenvermittler Uber mit seiner Tochterfirma Otto an, autonome Lkw einzusetzen.3 In der Autoindustrie zum Beispiel wurden schon bisher viele der sich wiederholenden Arbeitsvorgänge automatisiert. Mit der Entwicklung von Artificial Intelligence übernehmen nun Roboter und Computer zunehmend auch Aufgaben der Dienstleistungsbranche, die derzeit noch einen erheblichen Teil der Arbeitsplätze in .. Seite 77 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 81: neinander. Gewiss würden wir alle, gäbe es keine anderen Alternativen, lieber in Marshall Brains ,,Project Australia" als in seiner amerikanischen Dystopie leben, und doch werden in beiden Gesellschaften die Menschen von Computern kontrolliert. Zwar begegnet ihnen das eine Modell mit mehr Respekt, während das andere eine Katastrophe für all jene darstellt, die nicht zu den Steinreichen zählen. Dennoch sollten wir uns aber fragen, ob die beiden Szenarien die einzigen sind, die wir uns vors.. Seite 81 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 85: so wenig abgeschafft wie das Gefälle zwischen Führer und Volk. Da die Handlung des Romans vom Machtstreben und Geltungstrieb seiner Figuren vorangetrieben wird, wirken seine letzten Worte, nämlich ,,shantih shantih shantih", die aus T. S. Eliots ,,Waste Land" übernommene hinduistische Friedensformel, ironisch. Mag es auch vom Autor nicht intendiert sein ­ der Text offenbart, dass die Entwicklung emotionaler Intelligenz mit der naturwissenschaftlich-technischen bei weitem nicht Schritt häl.. Seite 85 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 103: t ein breitschultriger, großgewachsener Mann mit silbernem Haar. Horst Wächter grüßt mit sanfter Stimme ­ den nasalen Akzent seiner behüteten Salzburger Kindheit hat er während der vielen Reisejahre über den ganzen Globus behalten. Nach kurzer Weiterfahrt in seinem Wagen erscheint das imposante Wasserschloss am Rande des Ortes Hagenberg im Weinviertel. Eine Steinbrücke führt über den schilfdurchwucherten Burggra- ben. Von dem Auto aufgescheucht, eiert eine Handvoll Hühner in alle Himmels.. Seite 103 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 104: Weltkrieg mit der deutschen Besetzung Polens. Als neuernannter Gouverneur des Distrikts Krakau machte sich Otto Wächter mit seiner Familie sofort auf die Reise: Unwahrscheinlich also, dass Horst ­ kaum ein halbes Jahr alt ­ noch Zeit hatte, dem zehnjährigen Fritzl Stowasser in Wien über den Weg zu laufen. Dort würden sie sich erst ein Vierteljahrhundert später kennenlernen, als Stowasser sich schon längst Hundertwasser nannte. Vol.66: WOHIN UNSERE WELT TREIBT Bereits im Mittelalter weis.. Seite 104 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 105: 1943 verwendete die SS das Gebäude als Sanatorium. Heute beherbergt es unter anderem das Zentrum für Holocaust-Forschung. In seiner neuen Uniform fand Charlotte ihren stattlichen Ehemann noch hinreißender als zuvor. Den Ruder-Staatsmeister und bereits erfolgreichen NSDAPAnwalt hatte sie im Winter 1931/32 beim Skifahren kennengelernt. Zur Zeit seiner politischen Höhepunkte in Krakau und Lemberg hatte Otto immer noch viel Zeit für die Familie. Für Horst bestehen die ersten Lebensjahr.. Seite 105 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 106: chst jemanden, der dir hilft." Rasch wurde in der damals angesagten Eden Bar ein Treffen zwischen Wächter, Hundertwasser und seiner damaligen Frau Yuko Ikewada arrangiert. ,,Hundertwasser suchte das einfache Leben und war davon beeindruckt, dass ich im Wald gearbeitet hatte", sagt Wächter und wirkt dabei, als freue ihn diese Anerkennung noch heute. ,,Wir haben uns sofort verstanden, und ich hatte den Gedanken: Über diesen Menschen muss ich wachen." «Nach der Vermittlung Prokschs titelte .. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 108: nd er den Privatier zu seinen unterschiedlichen Wohnsitzen begleitete: in die Normandie, wo dieser einen Bauernhof hatte; zu seiner ,,Hahnsäge" ins Waldviertel; oder gelegentlich auf Giudecca ­ die ,,jüdische Insel" Venedigs, wo der einst mittellose Fritzl Stowasser am Höhepunkt seines Erfolges einen Palazzo erwerben würde. Doch Hundertwasser träumte vom weiten Meer, und immer wieder malte er Schiffe. Als Wächter 1967 seine Schwester in Sizilien besuchte, stand im Hafen von Palermo eine S.. Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 109: weil er bald darauf gestorben ist ­ aber nicht wegen meiner Küche." 1986 kaufte er Steigers Erben das Schloss ab und zog mit seiner Familie ein. Dass er Holz für die Öfen hackt und alle Reparaturen selbst vornimmt, ist seiner Statur stärker anzumerken als die siebenundsiebzig Lebensjahre. Seit Jahren beschäftigt Wächter sich mit der Wiederherstellung des ursprünglichen architektonischen Zustandes ­ und entdeckt ständig neue Geheimnisse, die das Gemäuer verbirgt. Dazu zieht er esote.. Seite 109 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 121: tion ohne Überzeugung. Er ist Adornos außengesteuerter Charakter, der sich von sich selbst abwendet und auf die äußere Seite seiner Existenz kippt. Vor allem die Wirtschaft belohnt die Außengesteuerten, die, die sich geistig und ästhetisch am besten an ihre Rollenklischees anpassen. In den kreativen Milieus will man zumindest noch die ästhetische Differenz, unter den Wirtschaftseliten ist die perfekte Imitation auf allen Ebenen der Existenz gefragt. Aus diesem Grund gilt dort schon der al.. Seite 121 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 129: iche Mythen um Simon Magus, Albertus Magnus, den hl. Thomas von Aquin und Paracelsus. Als man 1725 den Grabstein von Löw und seiner Frau Perl, die übrigens 104 Jahre alt wurde, instand setzte, lebte das Interesse an diesem ungewöhnlichen Lebenslauf mehr als hundert Jahre nach seinem Tod wieder auf. Da Prag im 18. Jahrhundert zum Zentrum der Kabbala geworden war, wurde nun das ganze Leben des Rabbi mythisiert. Die erste gedruckte und somit belegbare Verbindung von Löw mit dem Golem wird 18.. Seite 129 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 131: age, die eine literarische Fälschung ist, wurde durch Chajim Blochs Übersetzung aus dem Hebräischen ,,Der Prager Golem". Von seiner ,,Geburt" bis zu seinem ,,Tod" (1919) breit rezipiert. Oscar Wiener tradierte diesen Mythos in seinen ,,Böhmischen Sagen" (1919). Durch seine Fiktionalisierung der historischen Überlieferung hat Judah Rosenberg für das 20. Jahrhundert einen neuen Volkshelden geschaffen. Die Belebung eines toten Körpers hatte ja Leser von Science-Fiction und Monster-Literatur .. Seite 131 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 134: seiner Tochter Lisa kommt der Österreicher Viktor Levin in die deutsche Kleinstadt Gigricht. Dort lernt er den AfD-Politiker und H.-C.-Strache-Bewunderer Bruno Beck kennen, mit dem seine Tochter befreundet ist. PRI VAT Aus einem neuen Roman. Rechtsradikalen-Demo eskaliert: Straßenschlachten zwischen Neonazis und Antifa. Asylunterkunft abgebrannt! Viktor überfliegt schnell jene Passagen in der Online-Ausgabe des ,,Gigrichter Tagblatts", in denen das Versagen der Behörden angeprangert wi.. Seite 134 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 135: sei, so AfD-Kreisvorsitzender Dr. Florian Schaffka, die Tatsache, dass der bekannte Gigrichter Transportunternehmer Beck in seiner Rede dann auch gleich wieder Bezug auf die Juden genommen hatte. Im Wortlaut: ,,Wir, die national gesinnten Bürgerinnen und Bürger, sind die Juden von heute, man will uns auslöschen." Was Beck sonst alles gesagt hatte, scheint die AfD-Verantwortlichen weniger zu stören: ,,Wir von der Gigrichter AfD sind für eine Politik für die Ärmsten der Armen statt für die.. Seite 135 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 137: kürzer, der Kopf ­ feuerrot verschmilzt mit dem Oberkörper, die Ohren berühren die Schultern, und dann bricht aus der Tiefe seiner Kehle etwas hervor, das mehr wie ein Bellen als wie ein Schreien, ein Schimpfen oder Lamentieren klingt: ,,Wie, wie, wie kommst du dazu, mich hier vor allen Leuten zu outen, du Arsch!?" ,,Wie kommst du dazu, mich fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, du Schwuchtel!?", knurrt Bruno. ,,Ich habe dich erst zu dem gemacht, was du bist, du undankbarer Hund!" ,.. Seite 137 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 138: seiner düsteren Erzählung in die Vergangenheit seines Heimatorts Bratislava, ein Völkergemisch, für das nach dem Ersten Weltkrieg der TO M AS H AL AS Z Name Wilsonstadt aufkam. Die Nacht vom 2. auf den 3. Februar 1923 begann in Wilsonstadt mit dichtem Schneetreiben. Die Finsternis verblasste. Der Frost war so streng, dass es nur so knackte. Polizeileutnant Jozef Eisner, 28 Jahre alt, versuchte um halb drei Uhr am Morgen durch die leergefegte Stadt zu laufen, doch durch die frischen Sch.. Seite 138 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 139: rannte er bereits mit voller Kraft voraus. In der düsteren Tiefe war nichts Verdächtiges zu sehen. Doch deutlich hörte er in seiner Nähe Schritte. Blitzartig schlug er diese Richtung ein. Aus der formlosen Materie traten tatsächlich die undeutlichen Konturen eines Menschen hervor. Die geheimnisvolle dunkle Gestalt raste in wahnwitzigem Tempo in Richtung Burgfelsen. Eine kranke Fantasie hätte daran zweifeln können, dass es sich dabei um ein menschliches Wesen handelte. ,,Halt! Stehen bleib.. Seite 139 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 144: ntrolle? Huxleys Werk entwirft das nicht einmal mehr sehr utopische Bild der Menschenfabrik, in der der weibliche Körper mit seiner schützenden Umarmung aus Fleisch nicht länger notwendig ist. Was Alpha sein darf und was Omega wird: all das ist geplant, umgesetzt, machbar. Qualzucht ist ein Begriff, der den meisten geläufig ist. Im Unterschied zum Menschen, der mit Selbstreflexion und Bewusstsein beschenkt ist, werden andere Lebewesen ungefragt Opfer dieser Verbiegung ihrer eigentlichen T.. Seite 144 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 145: emacht wird. Der weltberühmte Geiger Joshua Bell, der in einer U-Bahn-Passage in Washington im Rahmen eines Experimentes auf seiner wertvollen Stradivari gespielt hatte, wurde von nur einer Person erkannt, nur sieben Menschen von tausend Passanten blieben stehen, der Rest befand ihn nicht für wahrnehmungswert. Die meisten hasteten achtlos vorüber, ohne der Qualität der dargebotenen Musik Beachtung zu schenken. Um Schönheit zu genießen, ja um überhaupt sich ihrer bewusst zu werden, brauche.. Seite 145 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 151: er des ,,Hauses Ungarn" in Berlin und 1999 Koordinator des Themenschwerpunktes ,,Ungarn" der Frankfurter Buchmesse. In einem seiner ersten Bücher, ,,Neunzehnhundertfünfundachtzig" (erschienen 1982), schreibt er den Orwell-Klassiker fort und prophezeit den Niedergang der totalitären Regime. In seinem Buch ,,Ungarn in der Nussschale" (2004) warnte er sein Heimatland davor, soziale Fragen autoritär zu beantworten. Jüngste Buchtitel: ,,Gorbatschow: Mensch und Macht" (2011), ,,Geschichte der R.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 152: del Fuego bereiste, der Fotografie zu. Langjährige Zusammenarbeit mit der Zeitschrift ,,Geo". 1996 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Silvia den Verlag Edition Lammerhuber. Viele der dort erschienene Bücher wurden ausgezeichnet. Einen BiedermeierBand erkor die ,,New York Times" zum ,,Best Decorative Art Book of 2006". Seit 2007 kooperiert Lammerhuber mit dem Pariser Musée du Louvre und produziert Bücher über dessen Sammlungen. 2013 wurde die Edition Lammerhuber bei den European Photo B.. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 17-18Seite 153: r Theodor Kramer Gesellschaft Wien. Rotifer, Robert. Geboren 1969 in Wien. Kurz nach Österreichs EU-Beitritt zog er 1997 mit seiner Frau nach Großbritannien, wo ihre beiden gemeinsamen Kinder geboren wurden. Er spielt als Musiker in einer Reihe von Bands und arbeitet als Journalist für deutsche und österreichische Medien wie FM4, Ö1, Deutschlandradio, Deutschlandfunk, ,,Rolling Stone", ,,Kurier", ,,Wiener Zeitung" und ,,Profil". Im August 2017 erschien bei Bader Molden Recordings sein neu.. Seite 153 online blättern




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