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Hospizverein -25 Jahre

Seite 9 Hospizverein -25 JahreEhrenamt

Ehrenamt beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr
,,Ein Mensch kommt zu einem Menschen"
Das Ehrenamt in Deutschland ist
ein soziales Fundament der Gesellschaft. Zahlreiche Menschen engagieren sich in Vereinen, um das
Miteinander lebenswerter zu gestalten. So unterschiedlich die Vereinslandschaft ist, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen
an die Ehrenamtler.
Die ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz-Verein ist oftmals nicht mit der
Tätigkeit in anderen Vereinen zu
vergleichen. Dies basiert vor allem
auf die besonderen Anforderungen, die an die Mitarbeiter gestellt
werden. Das Thema Tod ist überall
präsent und nicht jeder Mensch
kann mit diesem Umstand umgehen. Somit werden die Ehrenamtler
beim Hospiz-Verein in einem zwei-

stufigen Kurssystem besonders geschult. ,,Dieses Kurse sind unterteilt
in Grund- und Aufbaukurs", erklärt
Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende
des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr. Diese Kurse orientieren sich eng an der
Palliativ Care-Ausbildung und die
Inhalte sind nahezu identisch. Es
werden Grundlagen, rechtliche Belange und auch psychische Methoden zum Selbstschutz vermittelt.
Auch die Reflexion der komplexen
Themen ,,Leben und Tod", stehen
im Zentrum dieser Ausbildung.
Nicht jeder bringt die Grundvoraussetzung mit, beim Hospiz-Verein ehrenamtlich tätig zu werden.
Sowohl Persönlichkeit als auch der
persönliche Umgang mit dem Thema muss stimmen. ,,Zunächst fin-

Fotos: privat

Liebe und lebe das Leben,
n.
und versuche anderen etwas zu gebe

GEMÜTLICHKEIT

det eine Art Vorstellungsgespräch
statt, um die interessierte Person
kennenzulernen", so Dobrowolny.
Anschließend folgen ein Praktikum
und die erwähnten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Mithilfe
dieses vorhergehenden Auswahlverfahrens professionalisiert man
die Ehrenamtler auf gewisse Art.
Dies erleichtert schließlich die Koordination und Zusammenarbeit
zwischen ehrenamtlichen Hospizbegleiter und den Fachkräften des
Vereins.
Dennoch ist die Arbeit eines Ehrenamtlers und einer ausgebildeten Fachkraft nicht gleichzusetzen.
Denn ein Ehrenamtler arbeitet aus
einer anderen Motivation und aus

einer anderen Sichtweise heraus,
wie Ulrike Dobrowolny erläutert.
,,Hier trifft ein Mensch einen anderen Menschen und keine Pflegekraft", so die Vorsitzende. Somit
könne der Ehrenamtler auch ganz
andere Bedürfnisse erfüllen: Einfach zuhören, ein Spiel spielen, aus
einem Buch vorlesen. Der Ehrenamtler mache dies freiwillig und
kann somit auch bestimmen, wie
viel Zeit und Energie in diese Hilfestellung investiert werden soll. Die
professionelle Pflegekraft betrachtet die Situation dementsprechend
aus medizinischer Sichtweise. ,,Das
ist der Grund, warum der Ehrenamtler einfach nicht zu ersetzen
ist", weiß Dobrowolny.

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