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Hospizverein -25 Jahre

Seite 4 Hospizverein -25 JahreGeschichte

,,Weil Leben auch Sterben ist..."
Seit 25 Jahren ist der Hospiz-Verein kreisweit tätig

Genau ein Vierteljahrhundert ist
es her, dass sich 20 Männer und
Frauen zusammenfanden, um das
Thema Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler zu etablieren und gleichsam
einen Träger für ein stationäres
Hospiz zu finden. Bei der konstituierenden Sitzung im Jahre 1992 in
Sinzig gründete sich unter dem damaligen Vorsitz von Axel Enke der
Hospiz-Verein Rhein-Ahr. Die Gründungsmitglieder von damals waren Erika Anstock, Erika und Norbert Büchel, Rita Deres, Hermann
Dietrich, Maria Enke, Dr. Hanna
Erdmann, Renate Gemein, Corinna Janssen, Christine Kempe, Elfi
Kirilov, Hanneliese Langmann, Dr.
Eckehardt Louen, Siegfried Mauch,
Dr. Rosemarie Ortlieb, Regina Ruhs,
Christel Schallenberg, Hildegard
Schneider und Claudia Wolf. Die
Gründung erfolgte vor dem Hintergrund, dass Menschen, die im
Gesundheitswesen tätig waren und
sich sozial engagierten, feststellten,
dass Sterben, Tod und Trauer im gesellschaftlichen Leben immer noch
ausgegrenzt wurden. Schnell fand
sich eine beachtliche Anzahl von
Menschen, die diese Einstellung
teilten: Bereits im Jahr 1992 zählte
der Verein 64 Mitglieder und 18 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Die Gründung des Vereins war seinerzeit kein Einzelfall in Deutschland. In den 1980er Jahren entstanden um das Thema Sterbehilfe kontrovers diskutierte Debatten und
als Resultat gründeten sich zahlreiche Hospizvereine im Bereich der
gesamten Bundesrepublik. Das Ziel
dieser Vereine lag auf der Hand:
Das Thema Tod und Sterben soll in
der Gesellschaft enttabuisiert werden. Vermittelt werden sollte und
soll der Gedanke, dass Leben und
Tod untrennbar zusammengehören
­ ähnlich wie Ein- und Ausatmen.
Deshalb soll Hilfe und Unterstützung denen geboten werden, die
mit diesen Themen unmittelbar
konfrontiert werden. Dies gilt übrigens nicht nur für Privatpersonen,
sondern auch für Mitarbeiter in der
Pflege. Zur Hilfe gehören die psychosoziale Begleitung der Betroffenen und deren soziales Umfeld. Ziel
ist es, den Betroffenen ihre letzten
Lebensstunden zu erleichtern. Vorrangig ist in diesem Zusammenhang die effektive Symptomkontrolle von Schmerzen der Menschen
am Lebensende, damit sie in Würde
und möglichst schmerzfrei sterben
können.
Um dieses Angebot zu gewährleisten, startete der Verein frühzeitig
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ns: Der Spatenstich
r Geschichte des Verei
Ein Meilenstein in de
Fotos: privat
im Ahrtal.
zum Bau des Hospiz

mit einem breit gefächerten Ausbildungsangebot für Bürger aus dem
Kreisgebiet: Interessierte konnten
und können sich als ehrenamtliche
Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen ausbilden lassen. Die Basis
der Ausbildung ist ein fundiertes
Kursprogramm unter der Leitung
ausgewählter Fachleute.

kenhaus Remagen eröffnet. Gemeinsam mit der damaligen Landtagsabgeordneten Petra Elsner war
der Hospiz-Verein maßgeblich als
Initiator an dieser Eröffnung beteiligt. Mithilfe von Petra Elsner gelang es, beim Gesundheitsministerium in Mainz eine Erlaubnis für die
Eröffnung herbeizuführen.

seinen Mitarbeiterstab auf. So wurden im Laufe der Zeit zwei weitere
Hospizfachschwestern eingestellt.
Ein weiterer und wichtiger Ort kam
2007 hinzu: Die Begegnungsstätte
in der Kreuzstraße in Bad Neuenahr, ein zentraler Anlaufpunkt für
Betroffene und Angehörige. Dies

Dieses Angebot wurde bereits in
den Anfangsjahren des Hospizes
gut angenommen und die Resonanz war enorm. Bereits im Jahre 1994, also zwei Jahre nach der
Gründung, war die Zahl der ehrenamtlichen Hospizbegleiter auf 20
gestiegen und auch die Mitgliederzahl des Vereins wuchs stetig: Insgesamt 118 Mitglieder unterstützten die Arbeit des Vorstandes.

Der Hospizverein
im Überblick

In Bezug auf die Mitgliederzahl
wurden beim Neujahrsempfang im
Rathaus der Stadt Bad NeuenahrAhrweiler im Jahre 1996 eine markante Grenze überschritten: Ulrike
Dobrowolny, nunmehr Vorsitzende des Vereins, konnte an diesem
feierlichen Tag das 1000. Mitglied
in den Reihen des Hospiz-Vereins
Rhein-Ahr begrüßen.

Im Laufe der Zeit erweiterte der
Verein konsequent sein Wirkungsfeld. Durch die Finanzierungszusage der gesetzlichen Krankenkassen
konnte ab dem Jahre 1999 auch
palliative Beratung neben der Hospizbegleitung angeboten werden.
Auf diesem Grund folgte die Festanstellung einer Krankenschwester mit palliativer Fachausbildung,
die zu dem die Zusammenarbeit
zwischen Fachpersonal und ehrenamtlichen Hospizbegleiter koordiniert. Ab April 1999 übernahm
diese Aufgabe Gisela Unkelbach;
Resi Renninger war im Jahre 2001
ihre Nachfolgerin. Seit 2016 nimmt
Sabine Schonscheck diese Aufgabe
wahr. Mit Etablierung der hauptamtlichen Fachkraft wuchs die Anzahl der hospizlichen Begleitungen
von Jahr zu Jahr.

Palliativstation und
palliative Beratung

Der lange Weg zum
stationären Hospiz

Einen weiteren Meilenstein markiert das Jahr 1998. In diesem Jahr
wurde die Palliativstation im Kran-

Um der Nachfrage nach hospizlicher Arbeit gerecht zu werden
stockte der Verein nach und nach

· 1.155 Mitglieder
· 68 aktive ehrenamtliche
Begleiterinnen/Begleiter
sowohl ambulant als auch stationär
· 5 Vorstandsmitglieder
(Vorsitz Ulrike Dobrowolny)
· 7 hauptamtliche Mitarbeitende
im Verein
· 358 ambulante Begleitungen
im Jahr 2016
· Schirmherr ambulant:
Andreas Kieling
· Schirmherr stationär:
Hans-Stefan Steinheuer
· Leitung der stationären Einrichtung:
Yasmin Brost,
· Geschäftsführung:
Christoph Drolshagen
(Stand: September 2017)

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