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Hospizverein -25 Jahre

Seite 23 Hospizverein -25 JahreRatgeber

25 Jahre Hospizverein Rhein-Ahr e.V.

Bestimmen was geschehen soll ­ und was nicht
Der Hospiz-Verein Rhein-Ahr gibt Tipps bei der Erstellung
von Patientenverfügungen und mehr

Die Patientenverfügung ermöglicht es, den
Willen eines Menschen auch dann kundzutun, wenn sie es selber nicht mehr können.
Sie hilft, dazu beizutragen, dass dieser Wille auch umgesetzt wird.
An eine gültige schriftliche Patientenverfügung sind Bevollmächtigte, Betreuer und
Behandler gebunden. Sie dürfen nicht gegen den darin geäußerten Willen handeln.
Allerdings muss dieser Wille konkret und
eindeutig zu erkennen sein ­ und dazu sollte man sich vorher Gedanken machen und
diese am besten vertrauensvoll mit anderen besprechen. Die Beschäftigung mit Gedanken an die Endlichkeit des Lebens und
Gespräche darüber können helfen, Ängste
vor dem Sterben konkret zu formulieren.
Sie können damit eingegrenzt werden und
weniger bedrohlich wirken. Denn schon
dann kann man bestimmen, was später geschehen soll ­ und was nicht.

ung übernehmen soll ­ es kann außerdem
festgelegt werden, wer nicht Betreuer
werden darf. Bevollmächtige und Betreuer
sollten natürlich Kenntnis über die Patientenverfügung erhalten, damit sie Wünsche
vertreten und auch durchsetzen können.
Eine erteilte Vollmacht und Verfügung
kann jederzeit widerrufen werden, wenn
die eigenen Wünsche geändert werden
sollen.

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Wer kann helfen?
Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit ist nicht einfach, kann belastend sein
und wird oft verdrängt; manchmal wird sie
erst von äußeren oder inneren Geschehnissen aufgedrängt. Oft stellen sich dann Fragen, die alleine nur schlecht oder gar nicht
zu beantworten sind und das Gefühl von
Hilflosigkeit entstehen lassen.
Eine juristische Beratung bei einem Rechtsanwalt oder Notar lässt möglicherweise
manche medizinische Frage unbeantwortet und ist in den meisten Fällen auch nicht
vorgeschrieben. Für den normalen Sprechstunden-Alltag in einer Arztpraxis sind diese Fragen in der Regel zu zeitraubend. Falls
der Arzt oder die Ärztin keine Termine anbietet und Informationsmaterialien zum
Beispiel aus dem Internet nicht ausreichen,
bietet sich eine weitere Möglichkeit an.

Tel. (02641) 2 46 59
kniel-steinmetz@t-online.de

Wir wünschen viel Erfolg für die kommenden Jahre der Bürgergesellschaft
Wir wünschen dem Hospiz-Verein alles Gute zum 25-jährigen Jubiläum
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Der Hospiz-Verein Rhein-Ahr
Bei solchen Gesprächen wird schnell klar,
dass es außer Anweisungen über ärztliche
und pflegerische Maßnahmen am Lebensende noch andere Bereiche gibt, in denen
man möglicherweise nicht mehr selbst Entscheidungen treffen kann. Wer entscheidet
über einen Aufenthalt, wenn man nicht
mehr nach Hause kann, wer löst dann die
Wohnung auf, wer bezahlt die Rechnungen...? Selbst Ehegatten, nahe Angehörige
wie Geschwister oder Kinder können das
nicht einfach bestimmen, wenn es nicht
vorher festgelegt wurde. Dafür braucht
man eine Vorsorgevollmacht. Die Vorsorgevollmacht soll verhindern, dass von einem Gericht eine Person, die man möglicherweise gar nicht kennt, zur Betreuung
bestellt wird. Die Klärung von Fragen über
Erteilung einer Vollmacht erscheint oft
schwieriger und belastender als Fragen
über medizinische Behandlung. Falls es
im persönlichen Umfeld niemandem gibt,
gegenüber dem ein solches Vertrauen entgegengebracht werden kann, dann aber
später ­ wenn derjenige nicht mehr in der
Lage ist, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln ­ doch gerichtlich eine
Betreuung bestellt werden muss, kann bereits im Vorfeld darauf Einfluss genommen
werden.
Die Betreuungsverfügung ermöglicht, bei
Gericht zu erklären, wer dann eine Betreu-

In seiner Satzung hat der Verein sich unter
anderem die Aufgabe gestellt, die persönliche Auseinandersetzung mit dem Sterben
zu ermöglichen. Beim Verein gibt es Erklärungsbögen und es liegen Bücher und Broschüren zur Einsicht bereit. Es ist aber insbesondere eine
Terminvereinbarung zu einem
persönlichen Gedankenaustausch
möglich, in dem
die
Gelegenheit besteht, alle
oben angegebenen Punkte zur
Sprache zu bringen und Fragen
für die Erstellung
der Dokumente zu Dr. Andreas Reuther.
Foto: privat
beantworten.
Dr. Andreas Reuther hilft bei der Erstellung
einer Patientenverfügung mit ärztlicher
Unterstützung.
Die Termine finden statt im Haus der Begegnung, Kreuzstraße 18, 53474 Bad Neuenahr, jeden ersten Montag eines Monats
um 19 Uhr.
Termine in Adenau, Markt 16, erfolgen
nach vorheriger Vereinbarung. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter
Tel. (0 26 41) 2 07 79 69. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Wir wünschen von
-en
alles Gute zum 25-jährigen Jubiläum.
Telegrafenstraße 34 · 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon (0 26 41) 2 54 24 · www.elfleur.de

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