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20 Jahre in Ihrer Heimat

Seite 19 20 Jahre in Ihrer Heimat20 JAHRE

Jubiläumsausgabe

2003 verwüstete in Acht ein Tornado große Teile der Ortsgemeinde
Innerhalb von 60 Sekunden fielen Häuserbereiche und Scheunen wie Kartenhäuser zusammen
,,Es war schrecklich", erinnern sich heute noch viele
Achter Einwohner. So zum Beispiel ein Bürger, dem
die Scheune und Teile des Wohnhauses durch den
2003 in dem kleinen Eifel-Ort wütenden, alles vernichtenden Tornado wie ein Kartenhaus innerhalb
von 60 Sekunden zusammenfiel und der viele weitere Anwesen fast dem Erdboden gleich machte.
Damals sah es aus wie nach einem Bombenangriff zu Kriegszeiten. Vielen der Bürger, die Gott
sei Dank alle mit dem Leben davon kamen, wird
dieses Erlebnis ewig im Gedächtnis bleiben. Aber
die Achter Bürgerinnen und Bürger um ihre tapfere Bürgermeisterin Nanny Vellguth standen zusammen. Gemeinsamkeit stärkte die Eifler. Mithilfe
vieler, darunter auch VG Bürgermeister Dr. Alexander Saftig, schaffte man das Unglaubliche des Wiederherstellens. Ministerpräsident Kurt Beck kam
damals höchstpersönlich, um sich vor Ort die Schäden anzusehen.

d
der Tornado Häuser un
In nur 60 Sekunden ließ
llen. Fotos: BS
nhäuser zusammenfa
Scheunen wie Karte

Bundesweit berichteten die Medien und baten um Hilfe.
Dankbar erinnerten sich Nanny Vellguth und Alexander Saftig: ,,Wir haben Dankbarkeit empfunden über die schnelle
professionelle Hilfeleistung der unterschiedlichsten Organisationen, allen voran unseren Feuerwehren und der Bevölkerung der benachbarten Gemeinden. Das Hilfs-Angebot
von Außenstehenden und eigentlich Unbeteiligten war
enorm und zeigte, welch tolle Menschen wir in dieser Eifelregion haben. Menschen, die ihre Heimat lieben und auch
ihren Nächsten. So etwas kann man verstärkt wahrscheinlich nur auf dem Lande erleben." Großes Lob spendeten

über das hölzerne Kunstwerk, an dessen Fuß zu lesen ist:
,,Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem
Himmel gibt es eine bestimmte Zeit".
Die Zeit der Katastrophe war schrecklich. Gut, dass der Herrgott seine schützende Hand über die Achter Menschen, die
mittlerweile wieder eine neue Linde gepflanzt hatten, gelegt hatte.
BS

Teile
durch herumfliegende
Auch Autos wurden
rk beschädigt.
ume sta
und umstürzende Bä

beide aber auch der regionalen Presse und ihrer fairen hilfreichen Berichterstattung.
Aus dem Holz einer bei der Katastrophe durch den Sturm
,,gefallenen" Kaiser-Linde zauberte der Wellinger Künstler
Dieter Wolff das vom Achter Neubürger Markus Hüsgen
gestiftete, gegenüber dem Gemeindehaus aufgestellte
Wegekreuz, zur Erinnerung und zum Gedenken an diesen
schlimmen Tag. ,,Dieser Stamm wurde nicht zu Brennholz,
sondern er erstrahlt, künstlerisch wertvoll, als neuer Baum
mit Wurzeln und Blättern gestaltet in diesem Gedenkkreuz
wieder", so Hüsgen damals. Gemeinsam mit den Achter
Bürgern sprach Dechant Josef Schrupp das Segensgebet

Marktstr. 46
Tel. 0 26 51/ 23 15

56727 Mayen
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