< Seite 6
Seite 8 >

Seite 1

Kunst im Gut Das Magazin Herbst 2017

Seite 7 Kunst im Gut Das Magazin Herbst 2017Bronzeplastik ,,Unleashed ­ Entfesselt", 2015

Gibt es noch weitere Themen in Ihrem Werk?
Ja, und zwar gleich vier weitere: Masken, Urnen, Auseinandersetzung und Beziehung ­ letztendlich ist es ein heterogenes
Ganzes. So verbindet sich in meinem ,,Großen Tanzenden" ­
inspiriert durch den Hexentanz von Mary Wigman ­ das
Tänzerische mit dem Thema Masken in spannender Weise.
Herr Holnzer, manch einen erinnern Ihre Figuren vielleicht an
Alberto Giacometti? War er ein Vorbild?
Natürlich kenne ich das Werk des großen Schweizer Bildhauers, allerdings sehe ich meine Figuren davon losgelöst. So weit
musste ich auch gar nicht gehen, denn mein Bruder ist akademischer Bildhauer und hat mich durch seine Arbeitsweise zur
Bronzeplastik gebracht. Ich habe mir aber eine eigene Formensprache erarbeitet und lege mehr Wert auf das Tänzerische,
das Kraftvolle, zugleich Leichte und Poetische, das meine
Geschöpfe ausstrahlen sollen.
Was ist Ihr neuestes Werk?
Das ist gleichzeitig ein naturalistisches und abstrahierendes
Werk mit dem Titel ,,Formen der Naur ­ Die Fliegenden".
Eine den Linien und Formen eines kleinen verwitterten Holzstückes nachempfundene Bronzeplastik. Zur Sonderschau bei
Kunst im Gut werde ich sie ausstellen.
Und zum Schluss:
Sie haben einen Doktortitel in Biochemie und sind jetzt nach

Bronzeplastik ,,Die Gottestochter", 1999

langen Jahren als Fachleiter der Abteilung Lebensmittelwissenschaft bei der Firma Hipp im Ruhestand ­ widmen Sie sich
jetzt nur noch der Kunst?
Rentner haben ja immer viel zu tun, aber tatsächlich habe ich
jetzt natürlich mehr Zeit für Ideen, die ich schon seit langem
realisieren möchte. Mindestens für zwei, drei Jahre habe ich
schon konkrete Projekte im Visier.
7

zurück zum Anfang von "Kunst im Gut Das Magazin Herbst 2017"