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Kunst im Gut Das Magazin Herbst 2017

Seite 13 Kunst im Gut Das Magazin Herbst 2017Sonderschau
Philine Görnandt
hat viele und sehr unterschiedliche Materialien ausprobiert und
dann für sich das Papier entdeckt:
,,Es ist fein und filigran, lichtdurchlässig, kann aber auch steinhart und massiv werden. Man
kann es verflüssigen, schöpfen,
gießen, reißen, knüllen, zu Modelliermasse verarbeiten und damit formen und gestalten! Ich
verwende zum Gestalten meiner
Objekte fast ausschließlich meine
Hände. Dies erlaubt mir unmittelbare Kreativität zu erfahren und
lässt mich aus der Natur abgeleitet
schaffen, formen, gestalten."
Wunderbare an Korallen, Pflanzen, Schwämme erinnernde Lichtskulpturen und kunstvolle Wandobjekte zum ersten Mal bei Kunst
im Gut zu sehen!

Interview mit der Künstlerin:
Frau Eitel, eine Sonderschau in Scheyern bei Kunst im Gut ­ das
ist für Sie ein Gastspiel in der alten Heimat?
Ich bin ja vor rund acht Jahren aus der Region Pfaffenhofen nach Altmühlfranken umgezogen, komme aber gerne hierher zurück und freue
mich auf die Sonderschau bei Kunst im Gut. Der dafür vorgesehene
weiße lichtdurchflutete Raum ist genau richtig, um Arbeiten der letzten Jahre zeigen zu können.
Ihrer seriellen, systematischen und akribischen Arbeitsweise sind
Sie nun seit geraumer Zeit treu geblieben und haben diese zu Ihrem
Markenzeichen gemacht. Was ist das Wesentliche an Ihrer Herangehensweise?
In meinen Zeichnungen ist es meist die Aneinanderreihung von
Strichen und Kreisen zu unterschiedlichsten Strukturen und Rhythmen. Die stete Wiederholung vermeintlich gleicher Formen, die dennoch variieren, weil sie von Hand gezeichnet sind. Bei meinen
Objekten kommen Materialien zum Einsatz wie z. B. Aludeckel von
Joghurtbechern, die, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, von mir
in größeren Mengen gesammelt werden und wie auf den abgebildeten Fotos eine völlig veränderte, neue Gestalt erhalten.
Wie sehen die Ergebnisse Ihrer Arbeit aus? Was erwartet die Gäste
von Kunst im Gut in der Sonderschau ,,Schwarz, weiß und ein
bisschen Farbe"?
In dem bunten Markttreiben von Kunst im Gut wird meine Schau
einen Kontrast setzen ­ es wird eher ein stiller Raum werden, der den
Besucher zum genauen Hinschauen und vielleicht auch zum Nachdenken einlädt. Oder zum Schmunzeln bringt beim Betrachten von
Zeichnungen, die Titel tragen wie z. B. ,,Schnee von gestern", ,,Wie
Sand am Meer" oder ,,Schnittstellenanalyse".
Es bleibt jedoch nicht bei der Zeichnung alleine. Immer wieder
sind es neue Materialien, die Sie für raumgreifende Objekte oder
Installationen einsetzen. Für Ihre Zeichnungen bevorzugen Sie
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