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Wirtschaft SU 2017

Seite 4 Wirtschaft SU 2017Standorte mit Potenzial

Wirtschaftsstandort Meckenheim entwickelt sich prächtig
BLICK aktuell im Gespräch mit dem Meckenheimer Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer
BLICK aktuell: Sind Sie mit der Entwicklung der Stadt Meckenheim aus Sicht der Wirtschaftsförderung zufrieden?
Dirk Schwindenhammer: Der Wirtschaftsstandort Meckenheim entwickelt sich prächtig. Wir haben alle Grundstücke
in der Werner-von-Siemens-Straße verkauft. Dort sind in
den letzen acht Jahren auf 9,2 Hektar Fläche 20 Betriebe mit
537 Arbeitsplätzen entstanden ­ Tendenz steigend, da zwei
Grundstücke in diesem Jahr noch bebaut werden und auf
dem Gelände der Firma Radiometer Physics aktuell ein weiteres Gebäude entsteht.
Die Region Bonn/Rhein-Sieg boomt. Flächen sind knapp.
Gibt es in Meckenheim überhaupt noch Möglichkeiten für
Unternehmen, sich anzusiedeln oder zu expandieren?
Neue Gewerbeflächen stehen erst im kommenden Jahr zur
Verfügung. Der Bebauungsplan für die Erweiterung des Industrieparks Kottenforst befindet sich in der Offenlage und
die Erschließung wird geplant. In einem ersten Bauabschnitt
werden dann rund 25 Hektar zum Verkauf stehen. Der ein
oder andere Betrieb erweitert aktuell auf eigenem Grundstück oder erwirbt Nachbarparzellen für eine Expansion. Es
gibt aber noch ein paar Immobilien, die einen neuen Nutzer
suchen. Hallen- und Produktionsflächen sind begehrt. Reine Büroimmobilien sind eher schwierig zu vermarkten. Hier
gibt es ein großes Angebot.
Gibt es denn wirklich einen so großen Bedarf nach Grundstücken und entsprechende Anfragen von Unternehmen?
Anfragen nach Gewerbegrundstücken gibt es sehr viele. Ich
führe inzwischen eine Liste mit Interessenten. Daher können
wir uns am Ende die Betriebe aussuchen, denen wir eines
der begehrten Grundstücke verkaufen. So wollen wir ein
Gebiet entwickelt, das zur grünen Stadt Meckenheim passt.
Fokussieren möchten wir uns bei der Vermarktung auf grüne
Technologien, Lebensmittel, nachwachsende Rohstoffe und
erneuerbare Energien. Auch die Gestaltung des Betriebsgebäudes und Grundstückes, sowie der Erhalt und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen sollen bei der Vergabe eine
Rolle spielen. Hierzu entwickeln wir derzeit zusammen mit
der Universität Bonn einen Kriterienkatalog.
Die Universität Bonn ist auch Partner im bio innovation park
Rheinland. Welche Rolle spielt der neue Verein im Hinblick
auf die Gewerbeflächenvermarktung?

Ihr Immobilien- und
Hausverwalter in der Region
Am Schlehdorn 13 · 53343 Wachtberg
fon (0228) 34 14 51 · fax (0228) 85 67 16
mobil (0171) 57 55 862
geppert@riegelundgeppert.de
www.riegelundgeppert.de

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Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer
der Stadt Meckenheim.

Foto: privat

Der Verein und das Netzwerk sollen zunächst mal die ansässigen Betriebe und die wissenschaftlichen Einrichtungen
miteinander vernetzen. Hieraus sollen Kooperationen und
im besten Fall Forschungsprojekte entstehen. Das geschieht
aktuell an mehreren Stellen. So gibt es eine Entwicklung von
Bau- und Dämmstoffen mit nachwachsenden Rohstoffen, die
Züchtung der Meckenheimer Apfelminze für die Firma TeeGschwendner und die Herstellung von Pappe und Kartonagen
aus Gras. Vor allem das Thema alternativer Verpackungen
ist für fast alle Unternehmen im Netzwerk interessant. Wir
hoffen natürlich, dass sich aus den Ideen und Projekte neue
Unternehmen entwickeln oder Betriebe angelockt werden,
die sich dann im bio innovation park, also auf unserer Flächen, niederlassen.
Oft fehlt es den Betrieben in Gewerbegebieten an schnellem Internet. Wie sieht diese Infrastruktur im Industriepark
Kottenforst aus?
Das Telekommunikationsunternehmen bn:t aus Bonn hat
bereits große Teile des Industrieparks mit Glasfaser versorgt
und wird 2017 weitere Bereiche anschließen und dann den
gesamten Industriepark versorgen können ­ bis hin zur
Möglichkeit Glasfaserkabel bis in den Betrieb zu verlegen.
Im neuen Gewerbegebiet wird die Versorgung mit Glasfaser
von Beginn an sichergestellt.
Sie bieten den Unternehmen also Grundstücke direkt an der
Autobahn mit bester Infrastruktur an, sowie ein gut aufgestelltes Netzwerk. Was haben Sie noch zu bieten?
Meckenheim ist eine sehr attraktive und lebenswerte Stadt,
in bester Lage, mit sehr guter Verkehrsinfrastruktur, einem
ausgezeichneten Betreuungs- und Bildungsangebot. Hier
kann man im Grünen sehr gut leben und arbeiten. Ein Angebot der Wirtschaftsförderung sind natürlich die Serviceleistungen für die Unternehmen. Ich suche den direkten und
engen Kontakt, helfe bei unterschiedlichen Fragestellungen,
vermittle die richtigen Ansprechpartner, bin eine Art Mittelsmann zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Außerdem
berate ich die Unternehmen, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer, wenn es um das
Thema Fachkräftesicherung geht. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Bei der Gewinnung von Auszubildenden arbeiten wir
eng mit unseren drei weiterführenden Schulen zusammen.
Vorzeigeprojekt ist hier sicherlich MeGA, die Meckenheimer
Garantie für Ausbildung.

Eine starke Region

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