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Seite 7 Wirtschaft AWben, welches uns ermöglicht, die Landesgartenschau 2022
mit einer klimaneutralen Bilanz abzuschließen", ist Orthen
überzeugt. Doch damit nicht genug, beschloss der Stadtrat einstimmig, Mitglied im ,,Klima-Bündnis" zu werden
und dessen Zielen zuzustimmen. Das ,,Klima-Bündnis" ist
ein europaweites Netzwerk, das sich für Klimaschutz und
Klimaanpassung einsetzt. Mit dem Beitritt gehe die Stadt
auch die Verpflichtung ein, ihre CO2-Emissionen alle fünf
Jahre um zehn Prozent zu vermindern, erläuterte der Bürgermeister. Das sei gleichbedeutend mit der Halbierung der
Emissionen pro Einwohner bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 1990. Zudem müssten die CO2-Emissionen auf 2,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr durch Energieeinsparungen,
Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien
gesenkt werden. Ohnehin entsprächen die Ziele dem bereits beschlossenen Integrierten Klimaschutzkonzept der
Kreisstadt. Die Mitgliedschaft im Klimabündnis werde alle
noch mehr sensibilisieren für diese Thematik, aber auch Hilfestellungen und Vergünstigungen aufzeigen, mit denen
notwendige Maßnahmen erleichtert werden könnten.

Kreisstadt ist in vielen Bereichen Vorbild
Eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung all dieser Pläne
soll die Klimaschutzmanagerin der Kreisstadt spielen, deren
Stelle neu eingerichtet wurde. Seit 1. April ist Bianca Heinzen
im Amt, die 28-jährige Geographin mit Schwerpunkt Klima
und Umweltwandel hat ihr Magisterstudium an der Universität Mainz abgeschlossen und bereits in einem Planungsbüro für Windkraftanlagen sowie als Klimaschutzmanagerin
der Stadt Fulda gearbeitet. Sie geht voller Zuversicht an die
Arbeit, erklärte sie im Gespräch mit dem Blick aktuell. Auch
sie sieht die Kreisstadt in vielen Bereichen als Vorbild in Sachen Klimaschutz und will dafür sorgen, dass dies auch so
bleibt. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten
findet sie jedenfalls falsch und hofft, dass er sie noch einmal
überdenkt. Letztlich schade der Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen vor allem der amerikanischen Wirtschaft,
denn Heinzen sieht die erneuerbaren Energien als Technik
der Zukunft an, die die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich beeinflussen könnten. Da Klimaschutz eine globale
Angelegenheit sei, stelle die Entscheidung ein großes Problem für die ganze Welt dar. Zumal das Ziel ohne die USA
kaum erreichbar sei, die globale Erwärmung auf unter zwei
Prozent zu halten. Letztlich habe die Entscheidung sogar
Auswirkungen auf den Kreis Ahrweiler und die Stadt Bad
Neuenahr-Ahrweiler, denn was die Klimaveränderung bedeute, habe man erst in den vergangenen Jahren angesichts
der zahlreichen Hochwasser- und Starkregenereignisse dras-

Standorte

tisch vor Augen geführt bekommen. ,,Und das wird weiter
zunehmen", zeigte sich Heinzen pessimistisch.

Vielzahl kleinerer Projekte unterstützen das Ziel

Für die Kreisstadt selbst sieht sie die Ziele aus dem Klimaschutzkonzept durchaus als erreichbar, denn die Grundlagen seien bereits vorhanden. Insbesondere die Gründung
der Ahrtal-Werke sei ein Riesenschritt in die richtige Richtung gewesen und eine große Chance für die Stadt. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl kleinerer Projekte, die alle
das Ziel unterstützten, den CO2-Ausstoß dauerhaft zu verringern. Derzeit kümmere man sich gerade um die Sanierung der Klassenraumbeleuchtung sowohl in der Erich Kästner Schule wie auch in der Aloisius-Grundschule Ahrweiler,
hier sollen die Lampen in den Klassenzimmern komplett auf
LED-Leuchtmittel umgestellt werden. Ein anderes Projekt,
bei dem jeder Bürger der Stadt mitmachen und zum Klimaschutz beitragen könne, sei das ,,Stadtradeln" für ein gutes
Klima, an dem die Kreisstadt vom 14. August bis 3. September teilnimmt. Anlässlich des 200. Geburtstags des Fahrrads
geht es bei diesem bundesweiten Projekt darum, 21 Tage
lang für den Klimaschutz, die Radverkehrsförderung und
insgesamt für lebenswerte Kommunen in die Pedale zu treten. Die Bürger könnten dabei Kilometer für ihr Team und
ihre Kommune sammeln, indem sie freiwillig auf das Auto
verzichteten und so CO2-frei unterwegs seien.

Privater Bereich hat noch großen Aufholbedarf
Großen Aufholbedarf in Sachen Energieeinsparung und Klimaschutz sieht die Klimaschutzmanagerin ohnehin im privaten Bereich, aber auch da gebe es mittlerweile jede Menge Fördermöglichkeiten und Hilfestellungen, beispielsweise
für die energetische Sanierung von Wohnhäusern. Sie selbst
sei derzeit dabei, für drei Dutzend städtische Liegenschaften aussagekräftige Energiebilanzen zu erstellen. Damit
solle unter anderem gezeigt werden, was die energetischen
Sanierungen in der Vergangenheit gebracht hätten und wo
es noch Potenzial gebe, etwas besser zu machen. Denn erst
in der Umsetzung zeige sich der Erfolg der Klimaschutzbemühungen, nicht nur in der Planung. Dafür sieht sie sich
als Koordinatorin in der Stadt und will zusammen mit der
Verwaltungsspitze darauf hinwirken, dass Klimaschutz von
allen Ämtern im Rathaus vorangetrieben werde.


Volker Jost

Zum 5. Mal in Folge:

Kann MAN ein Triple erlangen???

BNS MAN wieder erlangen???
Kannhat esein
BNS hat es geschafft!!! Triplegeschafft!!!
BNS hat es geschafft!!!
Wir sind MAN ServiceQualityPartner

Wir sind MAN ServiceQualityPartner
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2013, 2014, 2015, 2016 und 2017
2013,
2013, 2014 und 2015 2014 und 2015 Besten!"
,,Die Auszeichnung für die
,,Die Auszeichnung für die Besten!"
,,Die Auszeichnung für die Besten!"

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