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Jüdisches Echo 2017

Seite 152 Jüdisches Echo 2017Preisen ausgezeichnet, wie dem Axel-Corti-Preis der österreichischen
Volksbildung 2007 und dem Concordia-Preis. Seit 2009 lebt sie als
freie Journalistin und Autorin in Wien. Sie hat zahlreiche Sachbücher und
Romane sowie einen Gedichtband veröffentlicht. Sowohl der Band ,,Russland mit und ohne Seele" (Ecowin, 2009) als auch ihr Buch ,,Allein zu
Hause" (Ecowin, 2011) schafften es in Österreich auf die Bestsellerlisten.
Ihr jüngstes Buch, der Roman ,,Warten auf Gianni", ist 2016 im Residenz
Verlag erschienen.

Segenreich Ben. Geboren 1952 in Wien, ist ein österreichisch-israelischer
Journalist. Er absolvierte das Französische Lyzeum in Wien und studierte
Physik und Mathematik in Paris und Wien. Nach seiner Promotion zum
Doktor der Physik war er Softwareentwickler, nach seiner Auswanderung
nach Israel 1983 arbeitete er weiter in diesem Bereich. Ab 1989 war er
Korrespondent für österreichische, deutsche und Schweizer Publikationen.
Seit 1990 ist er als TV- und Radio-Korrespondent des ORF in Israel tätig.
Stackl Erhard. 1948 in Wien-Mödling geboren. Studien an der Hochschule für Welthandel (nun Wirtschaftsuniversität) und an der Uni Wien,
M.A. Im Jahr 1970 Gründungsmitglied des Magazins ,,profil", zuerst in
den Bereichen Kultur und Wirtschaft, später Leiter des Auslandsressorts
und stellvertretender Chefredakteur. Ab 1991 mehr als zwanzig Jahre bei
der Tageszeitung ,,Der Standard", nun freier Journalist und Autor. Beiträge
u. a. für ,,The New York Times" (International Weekly), ,,Die Zeit" und das
,,Südwind-Magazin". Seit den 1980er-Jahren zahlreiche Reisen nach
Ostmitteleuropa, in den Nahen Osten und nach Lateinamerika. Als ,,Friedensjournalist" wurde er im Jahr 2000 mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung des Österreichischen Roten Kreuzes ausgezeichnet.
Für sein Buch ,,1989 ­ Sturz der Diktaturen" (Czernin Verlag, 2009) erhielt
er 2010 den Bruno-Kreisky-Buchpreis. Jüngste Publikation: ,,Atención!
Die besten Reportagen aus Lateinamerika" (Czernin Verlag, 2014).
Stern Ernst Meir. Geboren 1943 auf der Insel Mauritius, der Vater stammt
aus Wien, die Mutter aus Mähren. 1945 wird die Familie zunächst ins
Lager Nuseirat im Gasa-Streifen gebracht, im Herbst Ankunft in Wien.
Pflichtschule, danach HTL für Elektromechanik. Stern war zehn Jahre bei
der Firma Schrack tätig, 1970 begann er für das ,,Wiener Wochenblatt" zu
schreiben. Ab 1983 arbeitet er für die Sicherheitsabteilung der IKG. Ein
Jahr später Wechsel zur Zwi-Perez-Chajes-Schule als Sekretär. 1988 Eröffnung der jüdischen Buchhandlung Chaj, die er bis 2005 führte. Er gehört
seit langem dem Bund werktätiger Juden an, für den er auch viele Jahre im
Kultusvorstand saß und dem er bis heute verbunden ist, nicht zuletzt über
dessen Zeitung, deren Chefredakteur er mehr als zwanzig Jahre lang war.
Sturm Marjan. Geboren 1951 in Klagenfurt, österreichischer Historiker
und Volksgruppenvertreter der Kärntner Slowenen. Seine Familie war
1942 enteignet und zur Zwangsarbeit deportiert worden. Dieses kollektive und familiäre Trauma und der Widerstand dagegen sowie der Einsatz
für Menschenwürde sollten sein Leben prägen. 1980 dissertierte er an der
Uni Wien über die slowenische Widerstandsbewegung Osvobodilna fronta
(OF). Seit 1992 ist er Obmann des Zentralverbandes slowenischer Organisationen in Kärnten. 2007 erschien im Drava Verlag das von ihm und von
Josef Feldner verfasste Buch ,,Kärnten neu denken Zwei Kontrahenten
im Dialog".
Szyszkowitz Tessa. Geboren 1967. Journalistin und promovierte Historikerin (Universität Wien), die sich seit Jahren mit dem politischen Islam
beschäftigt. Sie war Nahostkorrespondentin (1994 bis 1998) und Russlandkorrespondentin (2002 bis 2010) für das Magazin ,,profil". Ihr Buch
,,Trauma und Terror" (Böhlau Verlag, 2008) handelt vom Einfluss kollektiver Traumata auf nationale Bewegungen am Beispiel von Tschetschenen
und Palästinensern. Sie lebt u. a. als ,,profil"-Korrespondentin in London
und betreibt das zweisprachige Blog szylog auf www.tessaszy.com

Vertlib Vladimir. Geboren 1966 in Leningrad (heute St. Petersburg), in der
damaligen Sowjetunion. 1971 Emigration der Familie nach Israel. 1972
Übersiedlung nach Österreich, 1975 in die Niederlande, kurze Zeit später
abermals nach Israel, 1976 nach Zwischenstation in Rom wieder nach
Österreich, 1980 in die USA und schließlich 1981 endgültig nach Österreich. 1984 bis 1989 Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. Seit 1993
freiberuflicher Schriftsteller und Journalist in Salzburg. Zahlreiche Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften, darunter: ,,Abschiebung" (Otto
Müller Verlag, 1995), ,,Zwischenstationen" (Deuticke, 1999), ,,Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur" (Deuticke, 2001, und dtv-Taschenbuch,
2003), ,,Letzter Wunsch" (Deuticke, 2003) sowie ,,Mein erster Mörder"
(Deuticke, 2006, und dtv, 2008) Danach erschienen: ,,Am Morgen des
zwölften Tages" (Deuticke, 2009). ,,Schimons Schweigen" (Deuticke,
2012) und ,,Ich und die Eingeborenen. Essays und Aufsätze" (Thelem,
2012). Sein Roman ,,Lucia Binar und die russische Seele" schaffte es auf
die Longlist des Deutschen Buchpreises. Seine Erfahrungen als Helfer für
Flüchtlinge 2015 beschrieb er in dem von Uwe Beyer herausgegebenen
Band ,,Europa im Wort" (Heidelberger Lesezeiten Verlag, 2016).
Weisgram Wolfgang. Geboren 1957 in Wiener Neustadt, Journalist und
freier Autor. Er studierte Theaterwissenschaften und Publizistik. Als Journalist war er für die Wiener Stadtzeitung ,,Falter" tätig und arbeitet derzeit
als Sportredakteur und Burgenland-Korrespondent für die österreichische
Tageszeitung ,,Der Standard". Er verfasste u. a. das Buch ,,Im Inneren der
Haut" über den ,,Wunderteam"-Stürmer Matthias Sindelar (Egoth Verlag,
2006). Die Branchenzeitschrift ,,Der Österreichische Journalist" kürte ihn
2016 zum besten Journalisten des Burgenlands.
Weiss Alexia. Geboren 1971, lebt als freie Journalistin und Autorin in
Wien. Germanistikstudium und Journalismusausbildung an der Universität
Wien. Seit 1993 journalistisch tätig. Derzeit ist sie Redakteurin des jüdischen Magazins ,,Wina" und bloggt regelmäßig zum Thema ,,Jüdisch leben"
auf www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/juedisch_leben. Ihr erster
Roman, ,,Haschems Lasso", erschien 2009 im Milena Verlag, das Kinderbuch ,,Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder feiern" 2011 im Annette Betz
Verlag. Im Frühjahr 2014 präsentierte sie ihren zweiten Roman, ,,Endlosschleife" (Iatros Verlag).
Wieser Lojze. Geboren 1954 in Klagenfurt/Celovec. Nach einer Buchhandelslehre arbeitete der Kärntner Slowene in Buchhandlungen und Druckereien. 1981 bis 1983 war er Leiter des Drava Verlags. Seit 1987 gehört ihm
der Wieser Verlag Klagenfurt, der 2016 auch den Drava Verlag übernahm.
Schwerpunkt seiner verlegerischen Tätigkeit ist die ost- und südosteuropäische Literatur. Im ORF und auf 3sat präsentiert er die Sendereihe ,,Der
Geschmack Europas", für die er auch das Drehbuch schreibt. Für die Buchreihe ,,Europa erlesen" wurde er 2014 mit dem Preis ,,Pro Cultura Hungarica" und dem ,,Kreisky-Preis" ausgezeichnet. www.wieser-verlag.com
Wölfl Adelheid. Geboren 1972 in Graz, hat Sozialarbeit studiert und war
bis 1998 als Sozialarbeiterin tätig. 1998/1999 absolvierte sie den Lehrgang für Magazinjournalismus an der Universität Wien und beim Nachrichtenmagazin ,,profil". Bis 2002 war sie beim ,,profil" in der Innenpolitik
tätig. 2002/2003 absolvierte sie in Maastricht einen Master of European
Studies und war ab 2004 bei der österreichischen Tageszeitung ,,Der Standard" für das Außenpolitik-Ressort tätig. Sie spezialisierte sich auf Südosteuropa. Seit 2012 arbeitet sie als freie Korrespondentin für Südosteuropa.
Sie lebt in Sarajevo und bereist alle Balkanstaaten.

Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE

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