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Jüdisches Echo 2017

Seite 151 Jüdisches Echo 2017treten und hat sie dem englischsprachigen Publikum zugänglich gemacht.
Überdies hat er beim US-Verleger Schocken Books eine Anthologie der österreichischen Lyrik nach 1945 vorgelegt. www.herbertkuhner.com

Leder Danny. Geboren 1954. In einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Arbeitet seit 1982 in Paris als Journalist. Korrespondent der
österreichischen Tageszeitung ,,Kurier". Bis 1989 auch Korrespondent des
,,profil". Veröffentlichungen in ,,Süddeutsche Zeitung", ,,taz, ,,Le Monde",
,,Libération", ,,La Croix". Er ist Autor vergleichender Analysen der Gedächtniskulturen zur NS-Periode in Österreich und Kollaboration in Frankreich.
Weiteres Schwerpunkthema: das historische und aktuelle Verhältnis
zwischen Juden und Muslimen in Frankreich und Nordafrika. Er betreibt das
Webportal: www.danny-leder.info/de/
Lesser Gabriele. Geboren 1960 in Frankfurt am Main, ist eine deutsche
Historikerin und Journalistin. Sie lebt in Berlin und Warschau. Sie studierte
osteuropäische Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie in
Köln, Mainz, Frankfurt am Main und Krakau. 1990 erhielt sie für ihr Buch
,,Leben als ob. Die Untergrunduniversität Krakau im Zweiten Weltkrieg"
den Fritz-Theodor-Epstein-Preis des Verbandes der Osteuropahistoriker
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Seit 1995 ist Lesser ständige Polen-Korrespondentin der ,,taz" in Berlin sowie weiterer Tages- und
Wochenzeitungen, darunter ,,Der Standard". Als Autorin und Herausgeberin etlicher Publikationen beschäftigt sich Lesser mit der polnischen
Geschichte und Gegenwart, mit Kultur und Wirtschaft, insbesondere auch
mit den polnisch-deutschen und polnisch-jüdischen Beziehungen.
Mayer Gregor. Geboren 1960, studierte Philosophie und Mathematik in
Graz und Wien. Seit Anfang der 1990er-Jahre berichtet er für ,,profil", ,,Der
Standard" und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus den Ländern Mittelund Südosteuropas. In zahlreichen Reportagen beschrieb er die Kriege in
Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo. Von 2003 bis 2005 leitete
er das dpa-Büro in Bagdad. Seit 2005 ist er dpa-Sonderkorrespondent u. a.
für den Nahen Osten. Er übersetzte Werke des ungarischen Schriftstellers
István Eörsi (1931­2005) ins Deutsche. 2010 publizierte er, zusammen
mit Bernhard Odehnal, das Buch ,,Aufmarsch. Die rechte Gefahr aus Osteuropa", 2014 ,,Verschwörung in Sarajevo Triumph und Tod des Attentäters
Gavrilo Princip" (beide Bände im Residenz Verlag).
Möhring Rubina. Geboren 1950 in Berlin. Sie studierte Germanistik,
Soziologie und Geschichte u. a. in Freiburg im Breisgau, in Istanbul und in
Wien, wo sie seit 1969 lebt. Als Journalistin arbeitete sie für ,,Die Presse"
und den ORF, danach war sie Redaktionsleiterin bei ORF 3sat. Sie ist Präsidentin der Organisation Reporter ohne Grenzen in Österreich und in deren
Rahmen Initiatorin des Press Freedom Award für Journalistinnen und Journalisten in Ost-Südosteuropa.
Orter Friedrich. Geboren 1949 in Sankt Georgen im Lavanttal. Studierte
in Wien Slawistik, Geschichtswissenschaft, Germanistik und Philosophie.
Statt, wie zunächst beabsichtigt, die Lehrerlaufbahn einzuschlagen, ging
er als Journalist zum ORF und dort zunächst in die Osteuroparedaktion. Als
Reporter berichtete er dann von zahlreichen Krisengebieten und Kriegsschauplätzen. Für seine Tätigkeit erhielt er den Dr.-Karl-Renner-Preis für
Publizistik, den Preis des Österreichischen Roten Kreuzes, den RomyFernsehpreis, den OSZE-Preis für Journalismus und Demokratie sowie den
Concordia-Preis für Menschenrechte. Mehrere Buchveröffentlichungen.
Soeben ist seine Streitschrift ,,Aufwachen Europa und die neue Weltunordnung" (Verlag Ecowin) erschienen.
Oswalt Stefanie. Geboren 1967 in Emekuku in Nigeria. Studierte in Köln,
München und London Germanistik und Internationale Geschichte. Promovierte an der Universität Potsdam in Jüdischen Studien mit einer Arbeit
über den Begründer der ,,Weltbühne", Siegfried Jacobsohn. 19961999

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wissenschaftliche Mitarbeiterin des Moses-Mendelssohn-Zentrums für
Europäisch-Jüdische Studien, Potsdam, und des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums, Rheinsberg. Seit 2000 arbeitet sie in Berlin als freie Journalistin
und Autorin für verschiedene Medien, vor allem das Deutschlandradio.
Zuletzt erschienene Bücher: ,,Ari heißt Löwe" (zusammen mit Ari Rath,
Zsolnay, 2012) und ,,Der Name auf deinem Unterarm ist blau wie deine
Augen" (gemeinsam mit Eva Umlauf, Hoffmann und Campe, 2016).

Pollack Martin. Geboren 1944 in Bad Hall in Oberösterreich. Studium
der Slawistik und der osteuropäischen Geschichte in Wien und Warschau.
Bis 1998 Redakteur des ,,Spiegel". Er ist Übersetzer u. a. von Ryszard
Kapuciski. 2007 erhielt er den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln. 2011 erhielt er den Leipziger
Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Bücher: ,,Anklage Vatermord.
Der Fall Philipp Halsmann" (2002), ,,Der Tote im Bunker. Bericht über
meinen Vater" (2004), ,,Von Minsk nach Manhattan. Polnische Reportagen" (Hg., 2006), Warum wurden die Stanislaws erschossen?" (2008)
und ,,Kaiser von Amerika" (2010, alle im Zsolnay Verlag). Weiters: ,,Die
Wolfsjäger. Drei polnische Duette" (zusammen mit Christoph Ransmayr,
S. Fischer Verlag, 2011), ,,Kontaminierte Landschaften" (Residenz Verlag,
2014) und ,,Topografie der Erinnerung" (Residenz Verlag, 2016).
Rabinovici Doron. Geboren 1961 in Tel Aviv, lebt seit 1964 in Wien. Er ist
Schriftsteller und Historiker, der an der Uni Wien promovierte. Seine Prosa
umfasst Kurzgeschichten, Romane und Essays. Als Intellektueller engagiert er sich u. a. im Republikanischen Club ­ Neues Österreich gegen Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Rechtspopulismus. 201314
initiierte und konzipierte er gemeinsam mit Matthias Hartmann die
Zeitzeugenproduktion ,,Die letzten Zeugen" am Burgtheater, die danach
zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen wurde. Jüngste Publikation
(mit Natan Sznaider): ,,Herzl relo@ded" (Suhrkamp Verlag, 2016). Im
Internet: www.rabinovici.at
Riedl Joachim. Geboren 1953 in Wien. Er studierte englische Literatur,
Soziologie und Psychologie in Cambridge und Wien. Er war AmerikaKorrespondent von ,,profil" mit Sitz in New York, schrieb für den ,,Spiegel"
und die ,,Süddeutsche Zeitung". Gegenwärtig ist er Leiter des Wien-Büros
der deutschen Wochenzeitung ,,Die Zeit". 1984 gab er den vom Jewish
Welcome Service verlegten Katalog ,,Versunkene Welt" zur gleichnamigen
Ausstellung im Wiener Künstlerhaus heraus. Weitere Buchpublikationen
(Auswahl): ,,Der Wende-Kanzler. Die unerschütterliche Beharrlichkeit
des Wolfgang Schüssel" (Czernin Verlag, 2001), ,,Wien, Stadt der Juden.
Die Welt der Tante Jolesch" (Zsolnay Verlag, 2004) und ,,Jüdisches Wien"
(Brandstätter Verlag, 2012).
Rigaud Peter. Geboren 1968 in Salzburg, ist ein international gefragter
Porträtfotograf. Nach dem Studium für Fotodesign in Berlin lebte und
arbeitete er unter anderem in New York und Chicago, dann pendelte er
zwischen Wien und Berlin. 2010 setzte er das Ensemble und die Gastschauspieler des Wiener Burgtheaters in Szene. Seine Porträt-Reihe ,,Jude
sein" wurde 2011 im Wiener Jüdischen Museum gezeigt. Arbeiten von ihm
erscheinen in Publikationen wie der deutschen und französischen ,,Vogue",
dem ,,Magazin" der ,,Süddeutschen Zeitung", dem ,,Zeitmagazin", ,,Stern",
,,National Geographic" und ,,New York Times".
Scholl Susanne. Geboren 1949 in Wien. 1972 Doktorat der Slawistik an
der Universität Rom. 1973/1974 Studienaufenthalt an der Universität
Leningrad. Sie erlernte das journalistische Handwerk in der Auslandsredaktion der Austria Presse Agentur und arbeitete ab 1985 in der
Osteuropa-Redaktion des ORF. Sie hat 1989 als ORF-Korrespondentin in
Bonn das Ende der DDR miterlebt und danach von 1991 bis 2009 mit
einer kurzen Unterbrechung aus Moskau berichtet. Scholl wurde mit dem
Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und zahlreichen

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