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Jüdisches Echo 2017



Suchergebnisse für "sterreich":

Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 2: sterreichs und Leon Zelman s.A. Europäisches Forum für Kultur und Politik Vol.65 2016/17 | 5777.. Seite 2 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 5: ren schon seit längerem auf dem Balkan ­ unter Serben, Kroaten, Bosniern und Albanern ­, haben aber auch Vorbildwirkung für Österreich. Von Adelheid Wölfl 39 Eine Stadt ohne Gedächtnis Bialystok im Nordosten Polens war einst eine jüdische Stadt, in der auch katholische Polen lebten sowie orthodoxe Weißrussen, protestantische Deutsche und muslimische Tataren. Das Erinnern fällt schwer. 42 Hate sells: Der Populismus des Viktor Orbán Gleich eine ganze Galerie von Feindbildern haben die ung.. Seite 5 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 7: as düstere, von Todesmetaphorik umfangene Galizien bis heute einen Glanz aus. Von Josef Haslinger Von Martin Pollack 132 Österreichische PEN-Turbulenzen Das österreichische PEN-Zentrum wurde 1923 gegründet. Seither gab es zahlreiche Turbulenzen, von denen jene der Jahre 1933 und 1973 besonders heftig waren. 142Wände.../Walls... Gedichte Von Herbert Kuhner, Gertrude Krakauer, Willy Verkauf-Verlon Von Erhard Stackl 133 Feindbild Meinungsfreiheit 144 ,,Es ist das Einfache, das .. Seite 7 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 9: alen Geschehnis sen um 1938 sowie der Situation nach 1945, als hundert tausende ,,Displaced Persons" durch Europa und durch Österreich irrten, mit den Flüchtlingsbewegungen von heute ­ ohne in den Fehler einer simplen Gleichsetzung zu verfallen. 2 DASJÜDISCHEECHO.. Seite 9 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 12: chreihälse mit umso mehr Aufmerksamkeit belohnt werden. Dazu pas send zwei Statistiken: Erstens, wer ist der erfolgreichste österreichische Politiker auf Facebook? Der Rechtspo pulist Heinz-Christian Strache von der FPÖ. Zweitens, wer sind die erfolgreichsten deutschen Parteien in den sozialen Netzwerken? Nummer eins ist die rechtspopulis tische AfD. Auf Platz zwei ist das Satireprojekt ,,Die Par tei". An dritter Stelle die rechtsextreme NPD. Dahinter dann Die Linke. Und erst danach komme.. Seite 12 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 13: icht Salzburg drei Monate bedingt. Die Schuldsprüche wegen hetzerischer Postings sind im vergangenen Jahr massiv gestiegen: Österreich weit gab es vierundvierzig Verurteilungen wegen Verhet zung. Zum Vergleich: 2013 waren es nur acht gewesen, 2014 dreißig Verurteilungen. Solche juristischen Konsequenzen zeigen, dass in unserer Gesellschaft Gewaltaufrufe oder die Verharmlo sung und Gutheißung nationalsozialistischer Verbrechen nicht toleriert werden. Im Netz versuchen radikale Min derheite.. Seite 13 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 14: rch den vorliegenden Versorgermix fallen weder CO2 -Emissionen noch radioaktive Abfälle an. 100 % der Nachweise stammen aus Österreich. * Einmaliger Neukundenbonus bei 12-monatiger Mindestvertragslaufzeit auf VERBUND-Strom und VERBUND-Gas. Entspricht 42 % Rabatt auf den Energiepreis (Arbeits- und Grundpreis) für den Verbrauch im 1. Vertragsjahr. Gültig bei Vertragsabschluss bis 30.11.2016. Anteilige Verrechnung bei vorzeitigem Vertragsende. ** Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos u.. Seite 14 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 21: des Burgtheaters befragt. Ak tuelle Politik war es, die im Zentrum der Debatte stand: Der Aufstieg des Rassismus ist keine österreichische Besonderheit, sondern ein Phänomen, das den ganzen Kontinent durchzieht und auch jenseits des Atlantiks an Kraft gewinnt. Na, wenn das kein Trost ist. Was wir erleben, springt wie eine Epidemie von ei nem Land zum nächsten über. In den Ländern des ehe maligen Ostblocks kommen die Rechten teils daher, als wären sie Wiedergänger aus früherer Zeit. Ein G.. Seite 21 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 22: nach New York und Jerusalem getragen Ch ris t i an M i chel i des / CC - BY- SA 4. 0. / W ik im e d i a Die Situation in Österreich ist einzigartig. Das Alpen land ist ein Vorreiter des rassistischen Populismus und war es bereits seit Karl Lueger. Die Freiheitlichen sind keine reine Oppositionspartei, sondern eine Kraft, die sich kurz nach dem Sieg über Hitler wieder zum deutsch nationalen Albtraum bekannte, die von Anfang an gegen die Erinnerung an die nazistischen Verbrechen kämpfte,.. Seite 22 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 24: untergehen ­ bis auf die ganz wenigen Glücklichen, die festen Boden unter den Füßen finden. Es kann eingewendet werden, in Österreich lebt die Bevölkerung nicht in Dreck und Elend. Im Gegenteil, dem Land geht es besser als vor wenigen Jahrzehnten, doch damals glaubte es an den Aufschwung, der von dieser Zuversicht sich auch noch nährte, während jetzt alle mit einer schwereren Zukunft rechnen und wissen, dass diese ihre Angst jenen ökonomischen und popu listischen Schwindel schürt, der de.. Seite 24 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 25: ents. Ihre Angst vor der eigenen Armut tauschen sie gegen jene vor den noch ärmeren Fremden ein. 2 Arbeitsplätze schaffen. Österreichs Industrie sichert direkt und indirekt 2,4 Millionen Jobs. Ohne ehrliche und faire Strukturreformen, ohne Investitionen in Bildung, Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung stehen diese Arbeitsplätze auf dem Spiel. Handeln wir jetzt! Foto: dieindustrie.at/Mathias Kniepeiss www.iv-net.at IV-Inserat-Arbeit-172x120.indd 1 24 05.10.16 11:08 DASJÜDISCH.. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 27: en). Es ist daher angebracht, von ,,dschihadistischen Schwerverbrechern" zu sprechen in Anlehnung an die in Deutschland und Österreich gängige Nachkriegstermi nologie: damals wurden judizierbare NS-Schergen auch als ,,nationalsozialistische Schwerverbrecher" bezeichnet. Aber selbst wenn man auf eher europazentrierte historische Einordungsversuche verzichten würde, käme man nicht umhin, die dschihadistischen Bewegungen als ein durchwegs politisches Phänomen zu begreifen. Dass ein Teil sein.. Seite 27 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 35: gang von Medien zu Israel steuert. Auch hierfür gibt es eine unendlich lange Liste von Beispielen. Monoton bringt etwa eine österreichische Nachrichtenagentur im mer wieder Meldungen mit Titeln wie diesem: ,,Israels Luftwaffe griff erneut Hamas-Stellungen im Gasastreifen an". Dazu muss man wissen, dass Israel in den letzten Jahren Hamas-Stellungen nur als Reaktion darauf an gegriffen hat, dass zuvor Raketen auf Israel abgefeuert wurden. Die Raketen, mit denen der ,,Schlagabtausch" beginnt.. Seite 35 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 36: ngslegenden, wird die Probleme in der Region nicht lösen, geschweige denn, jene Europas und der ganzen Menschheit. 2 Foto: Österreichische Nationalbibliothek llungsA u s s te r : d au e bis 31.01. 7 201 17.03. Themenausstellung Verdrängte Jahre Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938 ­ 1945 Tel Aviv Universität, Elias Sourasky Zentralbibliothek, Ramat Aviv, Tel Aviv Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 8:30 - 20:00 Uhr, Freitag: 8:30 - 12:30 Uhr, Samstag geschlossen.. Seite 36 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 37: eren schon seit längerem auf dem Balkan ­ unter Serben, Kroaten, Bosniern und Albanern , haben aber auch Vorbildwirkung für Österreich. ,,Die Serben sind Türken, die Serben sind Wlachen, die Serben sind Kroaten" ­ das sind die ersten drei auto matisierten Ergänzungen, die bei der Google-Suche erscheinen, wenn man eingibt: ,,Die Serben sind ..." Wenn man schreibt: ,,Die Kroaten sind ...", folgt die Ergänzung: ,,Die Kroaten sind Serben". Die Bosniaken wiederum sind laut Google ,,turkifizie.. Seite 37 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 38: st auch in anderer Hinsicht für die FPÖ interessant. Denn vor den ehemals völkischen Nationalismus schiebt sich nun auch in Österreich ein religiöser Nationalismus und vermengt sich mit diesem. Genauer betrachtet ist der neue österreichische Nationalismus, der heute von der FPÖ ausgeht, auch ein religiöser Nationalismus, weil er sich auf das Christentum beruft. Das hat in der FPÖ zwar keine Tradition, aber diese Form von religiö sem Nationalismus ist zurzeit erfolgreich. Dabei hat .. Seite 38 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 49: atya Netzer Izchak Roth Chana Rubinstein Esther Schuldmann David Weiss Neue Heimat Israel 13 Überlebende des Holocaust aus Österreich erzählen über Verfolgung und Flucht sowie über ihr Leben in der neuen Heimat Israel. Wenn es heute bei uns über asylsuchende Flüchtlinge zu hitzigen Debatten kommt, wird eines oft vergessen: Es ist noch nicht so lange her, dass Österreicher und Österreicherinnen selbst aus diesem Land flüchten mussten. Nur so konnten sie ihr Leben vor dem na.. Seite 49 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 50: ge Stunden im Freien zu verbringen. Es gibt einen eingezäunten Bereich mit dem Schild ,,Asyl Aus tria" für Menschen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben. Die großen Zelte, welche bald Hunder ten weiteren Flüchtlingen als Unterkunft dienen sollen, gibt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Sie werden erst Ende des Monats aufgestellt. Der Eingang zum Lager wird Anfang Oktober aber schon von einer Militärstreife bewacht. Zutritt nur mit Helferausweis, oder wenn man angemeldet ist.. Seite 50 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 53: tzleiter. Es ist Bebänderungspause, weil gerade keine Flüchtlinge angekommen sind. Zwei junge M änner aus dem Irak, die in Österreich um Asyl ange sucht haben, wollen von mir wissen, wie es nun weiter geht. Sie haben Betten zugewiesen bekommen. Aber wie lange sollen sie nun in dieser Unterkunft bleiben? Ich weiß es nicht, schicke sie zum Einsatzleiter. Er weiß es auch nicht. Warten sollen sie, sage ich ihnen. Es wird schon werden. Alles brauche seine Zeit. Ich ärgere mich über die Banali.. Seite 53 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 54: te Zollgebäude, keine fünfzig Meter vom schmalen Grenzfluss Saalach entfernt, bildet den Kern des letzten Transitlagers auf österreichischem Gebiet ­ Endpunkt der Balkanroute, das Gelobte Land in Sichtweite, den sprichwörtlichen Steinwurf entfernt. Das Areal ist ein gezäunt und wird vom Militär bewacht. Drinnen befin den sich ein großes Zelt mit Feldbetten, Toiletten- und Waschkabinen, eine Krankenstation, Bereiche für Frauen und Kinder, eine Tiefgarage unter dem Zollgebäude, die ebenfall.. Seite 54 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 55: draußen noch im ersten Zelt oder bei den Nachrückungen ins zweite Zelt oder vor dem Gitter, wo sich alle das letzte Mal in Österreich anstellen müssen. ,,Schau nach, ob das ein Baby oder ein Bündel ist", bittet mich ein Kollege. Ha ben wir das Baby doch tatsächlich übersehen. Oder ha ben wir es schon mitgezählt und wieder vergessen? Maxi 54 mal fünfundzwanzig Personen dürfen mit dieser Gruppe die Brücke überqueren. Babys mitgerechnet. Nachrücken. ,,No, not here. Sit down! Stay with your.. Seite 55 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 56: lärt mir der gebildete junge Syrer. Ja, ich weiß, sage ich. Vor 1938 hätten Flüchtlinge aus Deutschland die Grenze Richtung Österreich über quert. Während der Nazi-Zeit seien Juden und Regime gegner aus Salzburg geflüchtet. Nach dem Krieg habe es in Salzburg Dutzende Lager für Displaced Persons, dar unter viele Juden auf dem Weg nach Palästina, und für Heimatvertriebene gegeben. Sie alle hätten es anfangs schwer gehabt. Auch er werde es nicht leicht haben. Ja, ich weiß, sagt er schmunzeln.. Seite 56 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 57: rt of the tent. Sit down." Die Menschen folgen meinen Anweisungen ­ müde, langsam, ohne Fragen zu stellen. ,,Deutschland an Österreich, bitte kommen!" Endlich! ,,Österreich an Deutschland." ,,Ihr könnt die nächste Gruppe rüberschicken. Ma ximal zwanzig Personen. Ich wiederhole: Maximal zwan zig Personen!" ,,Maximal zwanzig Personen", wiederholt der Kolle ge und schaut mich an, als hätte ich Mist gebaut. Er hat recht: Ich habe Mist gebaut! Ich hätte vor hersehen müssen, dass so etwa.. Seite 57 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 61: sterreich schaffen, sondern dort in irgendeinem Lager landen. Die gesamte Familie wird am nächsten Tag mithilfe unserer wunderbaren, kinder reichen Nachbarn neu eingekleidet, sie bekommen ei nen kleinen Windelvorrat mit. Als diese zarten, kleinen Menschen weiterreisen, zerreißt es mir fast das Herz. Ich lege ihre gesamte bei uns zurückgebliebene Kleidung auf den Boden und fotografiere sie. Es riecht intensiv nach Schweiß und Angst. Möge Wien das Ende der Flucht und der Beginn des Ankommen.. Seite 61 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 63: ahrelangen, oftmals dramatischen Odysseen Orte, an denen sie sich längerfristig sicher fühlen konnten. Mit dem ,,Anschluss" Österreichs im März 1938 setzte eine deutliche Radikalisierung in der antijüdischen Politik der Nationalsozialisten ein, die bis 1940/41 im Zeichen der erzwungenen Auswanderung stand. Um das Ziel eines ,,judenreinen" Reichsgebietes zu erreichen und sich gleichzeitig den Zugriff auf das Vermögen der DASJÜDISCHEECHO Dh ao ua d i, Pau l G rü n i n g e r S t i f t u n g.. Seite 63 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 64: Ausreise aus Deutschland sowohl für die Flücht linge als auch für deren Helfer ein tödliches Risiko dar. Nach der Annexion Österreichs und besonders nach dem Novemberpogrom 1938 hatte sich ein fast unüber schaubarer Flüchtlingsstrom in Bewegung gesetzt. Doch bereits die internationale Flüchtlingskonferenz von Evi an im Juli 1938 hatte alle Hoffnungen zerschlagen, dass die ,,freie Welt" bereit sein würde, eine bedeutende Zahl von Flüchtlingen freiwillig aufzunehmen. Antisemitismus und ein.. Seite 64 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 65: tung rassistisch und politisch Verfolgter während der NS-Zeit beschäftigt. Das Projekt wurde vom Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert. Der vorliegende Beitrag ist die aktualisierte Version eines Artikels, der bereits in dem von Gisela Dachs herausgegebenen, im Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag erschienenen Jüdischen Almanach 2015 zum Rahmenthema ,,Grenzen" publiziert worden ist. Im Frühjahr 2016 ist im Mandelbaum Verlag (Wien) der von Gabriele Anderl und Simon Usaty herausgeg.. Seite 65 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 66: eiz ein. Die große Welle der illegalen Ein wanderung vor allem jüdischer Flüchtlinge begann aber erst nach dem ,,Anschluss" Österreichs. Einer der Brenn punkte des Geschehens war das Vorarlberger Rheintal. Eine andere, wesentlich beschwerlichere Fluchtroute führte vom Montafon über die Silvretta und den Rätikon in den Schweizer Kanton Graubünden. Auch verschiedene Grenzabschnitte am Hochrhein, zwischen dem Bodensee und Basel, waren für die illegale Fluchtbewegung von großer Bedeutung, wob.. Seite 66 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 67: t Schwarzhandel und Warenschmuggel befasst hatte, spielte beim illegalen Grenzverkehr zwi schen dem nationalsozialistischen Österreich und Jugo slawien eine Schlüsselrolle. In enger Kooperation mit der Grazer jüdischen Gemeinde, dem Wiener Palästina-Amt sowie verschiedenen jüdischen Organisationen und unter Am 9. Juni 2016 übergab Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny den von der Stadt Wien gestifteten Leon-ZelmanPreis an Gabriele Anderl (siehe Foto). Diese ,,Historikerin, Exilfor.. Seite 67 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 68: he Grenzpolizei diktierten, schmuggelte Schleich ab 1938 gegen entsprechende Honorare in großem Stil Jüdinnen und Juden aus Österreich und bald auch aus den übrigen Reichsgebieten über die Grenze. Bedingung war, dass die Betroffenen einen gültigen ,,J"-Pass und eine Steuerun bedenklichkeitsbescheinigung besaßen. Schleich musste seinerseits Taxiunternehmer und Bauern bezahlen, bei denen die Flüchtlinge oft tagelang auf einen günstigen Zeitpunkt für den Grenzübertritt warten mussten. Am 12... Seite 68 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 69: ierte Männer und Frauen exponierten sich besonders bei den Rettungsbemühungen in dieser Region. Die bekanntes ten waren die österreichische Widerstandskämpferin Lisa Fittko, der US-amerikanische Journalist Varian Fry und der portugiesische Diplomat Aristides de Sousa Mendes. Zu den wichtigsten Unternehmungen zur Rettung von Jüdinnen und Juden aus dem nationalsozialistischen Machtbereich zählten die illegalen Schiffstransporte in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina.8 Das Bemühen.. Seite 69 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 70: nn. Hamburg: Christians Verlag. 197248. Hoerschelmann, Claudia (1997), Exilland Schweiz. Lebensbedingun gen und Schicksale österreichischer Flüchtlinge 19381945. Innsbruck, Wien: Studienverlag.. Schoppmann, Claudia (2005), ,,Fortgesetzte Beihilfe zur illegalen Aus wanderung von Juden nach der Schweiz". Das Hilfsnetz um Luise Meier und Josef Höfler, in: Wolfram Wette (Hg.), Stille Helden. Juden im Dreiländereck während des Zweiten Weltkriegs. Freiburg, Basel, Wien: Verlag Herder, 163178... Seite 70 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 71: sterreichische Gastlichkeit ist seit jeher eine lang gehegte Tradition im Hotel Stefanie, dem ältesten Hotel Wiens. Rückwirkend bis ins Jahr 1600 finden sich Aufzeichnungen über eine Gastwirtschaft auf der Taborstraße 12. Schon seit über 130 Jahren befindet sich das Traditionshotel im Besitz der Familie Schick, die es sich zur Verpflichtung gemacht hat, diese Tradition zu wahren und ganz im Sinne von ,,Wiens charmante Privathotels" weiterzuführen. Der Geist vergangener Tage trifft hier au.. Seite 71 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 72: ersons" Vertriebene, Verschleppte und befreite KZ-Gefangene durch Europa. Hunderttausende jüdische Flüchtlinge passierten Österreich. Was sie durchmachen mussten, klingt Br an d s tät t e r V e rl ag ; J ewg e n i j Ch a l dej / Rus se n i n W i e n / Fa lt e r V e rl ag merkwürdig aktuell. Nein, die Zeit, sie heilt keine Wunden. Sie konnten zwar unter einem Notverband aus Geschichtslügen langsam vernarben, doch von Zeit zu Zeit brachen die Wundmale dieser zerschundenen Vergangenheit.. Seite 72 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 73: eut auszubauen." Und in New York meldete die Jewish Telegraphic Agency zwei Jahre später: ,,Für Juden gibt es kein Leben in Österreich, keine Zukunft." Offen war der Begriff ,,Liquidationsgemeinde" in Verwendung: eine Gemeinde, die nach Meinung sowohl der Juden in Wien als auch jener in aller Welt aufgelöst werden sollte, nachdem der letzte Holocaust-Überlebende das Land ver lassen hatte. Schon bald nach der Ausrufung des Staates Israel wurden im August 1949 die sterblichen Überreste Theo.. Seite 73 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 74: elischen Unabhängigkeitser klärung im Mai 1948 berichtete Teichholz stolz, es sei bereits gelungen, 140.000 Flüchtlinge von Österreich nach Palästina zu transportieren. Die meisten dank der fintenreichen Methoden der jüdischen Agenten. Die Männer der Bricha (Flucht) waren Menschen schmuggler im Namen der Menschlichkeit. Sie agierten im Schatten, lavierten in der grauen Zone zwischen Lega lität und offenem Gesetzesbruch. Sie errichteten ein dich tes Netz an sogenannten Standpunkten, über d.. Seite 74 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 75: ft jeden von uns, es belastet jeden von uns." Nur in der ersten Schockphase unmittelbar nach der Befreiung, die allzu viele Österreicher als katastrophale Niederlage empfanden, konnten jüdische Überleben de mit ein wenig Mitleid bei der Bevölkerung rechnen. Bereits im Sommer 1946 hatte sich jedoch die Empfin dungslage gewandelt. Da wurde beispielsweise der Do kumentarfilm ,,Die Todesmühlen", der die Gräuel der Konzentrationslager in drastischen Aufnahmen auf der Leinwand zeigte, als allii.. Seite 75 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 76: chen Behörden, so klagte Oskar Helmer in der Regierungssitzung, würden die jüdischen Flücht linge nicht daran hindern, nach Österreich zu ziehen. Im Gegenteil, sie lieferten sie sogar Tag für Tag in Zügen im Burgenland ab, kuppelten die Lokomotiven ab und über ließen die obdachlosen Passagiere in den Waggons den überforderten Österreichern: ,,Die Einwanderung hat ei nen solchen Umfang angenommen, dass zu befürchten ist, dass ganz Österreich von den Juden überflutet wird." Di.. Seite 76 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 77: gaben den Ton für die künftige Stimmungslage im Land vor. ,,Die polnischen Juden sollen nicht nach Öster reich kommen, wir Österreicher brauchen aber auch die anderen nicht!", polterte der Volksredner Kunschak unter dem Beifall Tausender Manifestanten und bekannte stolz am Ende seiner Brandreden: ,,Ich bin immer ein Antise mit gewesen und bin es auch heute noch!" Ausländische Irritationen über diese Äußerungen versuchte Bundes kanzler Figl mit dem Hinweis zu beschwichtigen, sein Parteifr.. Seite 77 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 79: ,,Uranus", ,,Helios", ,,Melk" und ,,Schön brunn", bilden einen Konvoi. Sie befördern 3600 Juden vorwiegend aus Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei. Ziel der Flüchtlinge ist Paläs tina. Und das, obwohl die britische Mandatsmacht die Einwanderung von Juden verboten hat. Die überbeleg ten Ausflugsdampfer erreichen am 10. September den DASJÜDISCHEECHO pri vat, Archi v E. M. S t e rn Von Wien nach Haifa.. Seite 79 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 84: kete aus dem Gazastreifen zerstört einen Kindergarten. In Berlin wurde ein Kippa-Träger attackiert. Präsidentenwahlkampf in Österreich, begleitet von hasserfüllten Postings ,,völkischen" Inhalts und, eh klar, antisemitischen sowie ,,antizionistischen" Verschwörungstheorien. Für heute reicht's wirklich! Fernseher einschalten und bei ,,Navy CIS" entspannen. Selbst hier geht es um Terror. Die TV-Nachrichten erspare ich mir heute. Noch ein Buch mit ins Bett und sich vor dem Einschlafen auf di.. Seite 84 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 86: schaft Von Alexia Weiss Über Ambivalenzen und Dialog Seit der Ankunft zehntausender vorrangig muslimischer Flüchtlinge in Österreich macht sich in der jüdischen Gemeinde Angst vor erstarkendem Antisemitismus breit. Haben sich Juden nun wieder stärker abgegrenzt und zurückgezogen? Gibt es Kontakte zu Nichtjuden ­ auch zu Muslimen? Ein Streifzug durch die S ta n i sl av J e n i s Wiener Leopoldstadt. Das Judentum sei verschlossen, lautet ein gängiges Kli schee. Dem widerspricht schon a.. Seite 86 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 87: elatine." Ähnliches erzählt die Verkäuferin hinter der The ke der koscheren Fleischerei Bahur Tov in der Krumm baumgasse. ,,Österreicher kommen, weil sie unser Fleisch gut finden ­ von der Qualität her. Sie sagen, es schmeckt gut. Muslime kommen, weil sie halal essen und es ko scher ist und sie es auch essen können." Sie rückt aber auch die Dimensionen zurecht: Neunzig Prozent der Kunden hier seien jüdisch. Und Muslime kämen hier wirklich nur ab und zu ­ aber sie kämen. Und seien will kom.. Seite 87 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 88: l Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt Hilfe, aber auch traumatisierte Menschen, ,,die sich vor Krieg und Verfolgung nach Österreich retten konnten", so Peter Schwarz (der auch dem Vorstand des Vereins angehört, der ,,Das Jüdische Echo" herausgibt ­ Anm.). ESRA betreut zudem Flüchtlinge in Grundversor gungseinrichtungen ­ unter ihnen auch viele Muslime. Sie werden aber nicht im Haus in der Tempelgasse, son dern durch Expertenteams von ESRA direkt vor Ort behandelt. Ist es dabei schon zu.. Seite 88 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 89: Mittelosteuropa künftig entwickeln werden? Befragen Sie doch selbst alle 2.000 Unternehmen mit Mittelosteuropa-Zentralen in Österreich. www.oekb.at Das Ganze im Blick. 88 Oder bestellen Sie ganz einfach den aktuellen OeKB Geschäftsklima-Index. Weitere Informationen erhalten Sie bei Mag. Jutta Leitner, jutta.leitner@oekb.at, Tel. +43 1 531 27-2311 SCHUBA meinmedizinische Praxis, hier gibt es Psychotherapie, Fa milienaufstellungen, Gymnastik, Yoga und jede Menge Kultur. Je nach Kursle.. Seite 89 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 91: chaftlichen Dialog einerseits irrelevant zu werden und anderseits nur einen Teil der religiösen Werte zu vertreten. Dass in Österreich um die fünfzig Prozent der Be völkerung bei den Bundespräsidentenwahlen den Kan didaten der FPÖ gewählt haben, zeigt, dass einseitige Politik polarisiert, auch wenn sie auf den reinen und lobenswerten Gefühlen des Mitleids basiert. Dies ist nicht nur in Österreich der Fall. Die Erfolge der AfD in Deutschland und des ,,Brexit" in Großbritannien nähre.. Seite 91 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 95: n München. Im Dezember 1942 wurde sie in Nováky, einem ,,Arbeitslager für Juden" in der Slowakei geboren, ihre Mutter hatte österreichische Wurzeln. Am 3. November 1944 erreichte sie mit ihrer schwangeren Mutter Auschwitz. Als die Rote Armee das Lager befreit, ist sie zwei Jahre alt, abgemagert und todkrank, ihr Vater, der auf einen Todesmarsch gezwungen wurde, stirbt im März 1945 in Melk, einem Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Eva Umlauf kann sich an diese Zeit später nich.. Seite 95 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 96: ion ist als damals. Ich muss immer wie der an die Szenen denken, die ich im vergangenen Jahr bei Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze erlebt habe. Ich kam mit meinem Sohn Oliver von einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Melk, wo mein Vater ermordet wurde. Wir mussten zwangsläufig ganz nah an die Schlange der Warten den heranfahren: Die Müdigkeit, Hoffnungslosig keit und Erschöpfung in den Gesichtern der Kinder und ihrer Mütter haben mich tief berührt. Niemand nimmt solch einen ge.. Seite 96 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 101: Ab geordneten des FPÖ-Vorläufers VdU gesprengt wird, die den Titel trägt: ,,Hungerrenten und die jüdischen Forde rungen an Österreich". Wie es in solchen Fällen zuging, hat Gelbard einmal selbst geschildert: Es wurden Türen blockiert und die Vortragenden mit lauten Zwischenru fen gestört, was manchmal auch zu Schlägereien führte. Sein Freund Ferdinand Lacina (der spätere Finanz minister) glaubt, dass er ihm zum ersten Mal 1959 be gegnet ist, als in Wien ,,bei der sogenannten SchillerFeie.. Seite 101 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 102: ltur, der Kommunist Matejka. Das KZ Dachau verzeichnete 1938 den Zuzug von 18.695 Häftlingen, von denen mindestens 8000 aus Österreich stammten. Außerdem waren noch im ersten Dachauer Transport von den führenden Politikern der Vaterländischen Front der Bürgermeister von Wien Schmitz, der Landeshauptmann von Niederösterreich Reiter, von der Israelitischen Kultusgemeinde Präsident Friedmann, von den sozialdemokratischen Politikern Danneberg und der kommunistische Funktionär Soswinski.. Seite 102 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 105: sterreich war. Die Friedhöfe sind zum Teil richtig gehend umgeackert worden. Die meisten Synagogen, ja ganze Stadtviertel wurden dem Erdboden gleichge macht. Diesbezüglich waren die pannonischen Nazis ganz besonders streberhaft. ,,Am 1. Mai 1938", schrieb Altkanzler Fred Sinowatz, ein gelernter Historiker, in seinen leider nur als Typoskript einsehbaren Memoiren, ,,waren noch 3222 Juden im Burgenland gemeldet." Am 30. April 1939 waren es gerade noch zwölf. Lange Zeit schien es, als hätte .. Seite 105 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 106: s, des letzten Mattersburger Oberrabbiners, dem Bundespräsident Wilhelm Miklas 1931 das Goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich verliehen hat. Er hat die orthodo xen Burgenländer in einer eigenen Kultusgemeinde ge sammelt und so das alte Leben im neuen Land bewahrt. Gezwungenermaßen hat er das dann auch in New York gemacht. Und in Jerusalem auch. Sein Sohn Akiva tat und sein Enkel Isaak tut es ihm darin gleich. So manchem gerät das dann gleich auch in die welt politische Kehle: ult.. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 107: ner Justizanstalt. DERAD hat 106 seit Februar 2016 eine Kooperation mit dem Justizministerium zur Extremismusprävention in österreichischen Justizanstalten. Sie sprechen mit Jugendlichen, die nach § 278b, also Unterstützung einer terroristischen Organisation, verurteilt worden sind. Wie sieht Ihre Interventionsarbeit konkret aus? Wir versuchen in intensiven Gesprächen herauszu finden, ob die Personen ideologisiert sind oder ob ganz andere Motive hinter ihren Taten stecken. Es gibt Leute,.. Seite 107 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 109: nichts sagen Zur Person Der Pädagoge und Extremismusforscher Moussa Al-Hassan Diaw lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Österreich. Er ist Professor an der Pädagogischen Hochschule Linz und forscht und publiziert zu den Themen politische Ideologisierung von Religion, Migration und Identität, Rassismus und Antisemitismus. Um Jugendliche vom Abdriften in den Extremismus abzuhalten, hat er die ,,Initiative sozialer Zusammenhalt, Prävention und Dialog", DERAD, mitbegründet. Sie ist Teil d.. Seite 109 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 110: gegnen zu können. 2 Was zählt, sind die Menschen. Die kleinste Bankomatkarte der Welt. Willkommen beim modernsten Banking Österreichs. Exklusiv le ilia in Ihrer F eorge oder im G . Store Als BankCard Sticker zum Aufkleben ... ... oder als BankCard Micro mit passendem Armband. Gleich loslegen und im Hand umdrehen kontaktlos bezahlen. www.erstebank.at www.sparkasse.at.. Seite 110 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 111: RA vermehrt Menschen, die ihren Wohnsitz nicht in Wien haben. Dazu gehören etwa Überlebende des NS-Regimes, die ab 1938 aus Österreich vertrieben wurden, NS-Überlebende in den Bundesländern oder durch andere Ursachen schwerst traumatisierte Menschen. Da dieser Teil unserer Arbeit durch öffentliche Subventionen nicht ausreichend finanziert werden kann, ist Ihre Unterstützung für die Fortführung dieser Arbeit ganz besonders wichtig. Durch einen Dauerauftrag oder eine Fördermitgliedschaft .. Seite 111 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 113: ten, ging mir von Anfang an unter die Haut. Nicht nur, weil London meine Wahlheimat ist. Die Europäi sche Union ist mir als Österreicherin und Europäerin ein persönliches Anliegen. Bei allen Schwächen der EU bin ich von einem überzeugt: Es ist besser, wenn die euro päischen Staatskanzleien über den Krümmungsgrad von Gurken verhandeln, als wenn sie ihre Armeen gegenein anderhetzen... Seite 113 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 114: und geniale Designerin, die in einer langen Nacht das Logo für #hu gabrit erfand. Neben Birgit und mir noch Paul Varga, ein österreichischer Erfinder. Der einzige Mann, der sich von Anfang an für dieses unbezahlte Unternehmen be geisterte. Im Winter begann #hugabrit Gestalt anzunehmen. Gleichzeitig wurde auch klar, dass die offiziellen briti schen Kampagnen ,,Stronger In" und ,,Vote Leave" un ter hohem Aufwand und mit riesigen Budgets betrieben wurden. Die von Regierungschef David Cameron.. Seite 114 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 115: en ihrer Landsleute. Die Welle der europafeindlichen Äußerungen in den Tagen nach dem BrexitVotum richtete sich nicht gegen Österreicherinnen und ich fühlte mich persönlich keineswegs angegriffen. Ganz im Gegenteil: Eine Flut an Botschaften traf bei mir ein, in denen Freunde, Nachbarn und Aktivisten sich über den Brexit und die ausländerfeindlichen Postings empör ten. Oliver Kamm, einer der wenigen deklariert proeu ropäischen Kolumnisten der konservativen Tageszeitung ,,The Times", schick.. Seite 115 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 116: isher solche kriminellen Strukturen, trotz massiver Bemühungen der Polizei, nachgewiesen werden konnten, zumindest nicht in Österreich, scheint auch jeder über das Leben in den Elendssiedlungen Be scheid zu wissen, obwohl nur wenige je eine solche Sied lung besucht haben, ihre Bewohnerinnen und Bewohner kennen oder sich mit deren Lebensumständen auseinan dergesetzt haben. So haben Eduard Freudmann und ich uns 2015 entschlossen, ein Buch zu schreiben, das Einblick in die grundlegenden sozi.. Seite 116 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 121: meinsame Trauern, sobald bzw. soweit es möglich ist. Der Konflikt zwischen den Volksgruppen in Kärn ten, aber auch zwischen Österreich und Slowenien/ Jugoslawien war und ist eingebettet in den Erfahrungs horizont der Menschen in Bezug auf das erwähnte ,,Zeit alter der Extreme" des letzten Jahrhunderts. Auch die Konflikte und Auffassungsunterschiede innerhalb bei der Länder und auch innerhalb beider Volksgruppen im Land Kärnten sind davon bis heute geprägt. Diese Wi dersprüche werden anhan.. Seite 121 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 123: rsteiermark nach 1918 bei Slowenien zugeschrieben werden. Slowenien vollzieht jetzt einen ähnlichen Prozess wie Kärnten und Österreich nach 1920 bzw. 1945, näm lich die Homogenisierung der Bevölkerung entlang eth nisch-völkischer Kriterien. Das macht die Erinnerungs kultur so kompliziert, aber auch so spannend. Gedenkfeier in Lese: Erinnerung auch an Opfer unkontrollierter Rache auch deutlich gemacht, dass bei jedem Konflikt immer auch darauf geachtet werden muss, eine friedliche Lö sun.. Seite 123 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 124: verändern. Wir leben in einer Zeit der Konfrontation und Pola risierung. Von Amerika, dem Nahen Osten, Afrika, Eu ropa bis Österreich. Flüchtlingswellen sind der sichtbare Ausdruck dieser großen weltweiten Krise. Es scheint, dass dabei die Kräfte des Dialogs auf verlorenem Posten stehen und die Kräfte der Konfrontation im Vormarsch sind. Aber unsere Geschichte ist auch voll von Menschen, die der Zeit vorangegangen sind. Schuman, Monnet und Adenauer habe ich schon erwähnt. Nelson Mandela,.. Seite 124 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 127: gelungen war, einen erfolgreichen Aufstand gegen die Unterdrückung des freien Wortes zu führen. Havel hatte das Angebot des österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky gehabt, nach Österreich auszuwandern und in Sicherheit zu le ben. Doch er zog es vor, ins Gefängnis zu gehen und dort seine ,,Briefe an Olga" zu schreiben. Und wieder bilden Briefe das Prosa-Hauptwerk eines Autors. Man kann von niemandem verlangen, ein Held zu wer den, aber man darf von allen, denen das freie Wort.. Seite 127 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 128: utschen PEN-Präsidenten gewählt. Einer der Unterzeichner dieses Aufrufs, dessen Geisteshaltung sich bald in Deutschland und Österreich durchsetzen sollte, war Gerhart Hauptmann, der zwei Jahre zuvor den Nobelpreis erhalten hatte. Bei einem Au tor von dieser Bedeutung wiegt der politische und mora lische Fehltritt schwerer, er haftet dem Namen an. Kaum hatten diejenigen, die sich mit Russen, Ser ben, Mongolen und ,,Negern" gemein gemacht hatten, den Sieg davongetragen, fand sich in London .. Seite 128 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 130: n Politiker der polnischen, tschechischen und ungarischen Regierung sowie Politiker der französischen, niederländischen und österreichischen Opposition für muslimische Zuwanderer keinen Platz sehen wollen, dann sind sie zu willfährigen Helfern der islamistischen Hassprediger geworden. Sie machen sich zum lebenden Beweis dafür, dass der Westen einen Kampf der Kulturen Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE 129.. Seite 130 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 132: 5: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE Mit der ,,Operation Kindertransport" gelang es jüdischen Kindern aus Deutschland, Österreich und der ehemaligen Tschechoslowakei aus ihren Heimatländern auszureisen und so den Nazis zu entkommen. Das Ziel stand fest, es war England. Für die Kinder ­ vom drei Monate alten Baby bis zum 17-jährigen Teenager ­ war die Zukunft ungewiss und viele von ihnen traten die Reise schweren Herzens an. ,,Für das Kind" erinnert an die Ankunft von 10.000 Flüchtlin.. Seite 132 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 133: sterreichische PEN-Turbulenzen Verhinderte PEN-Präsidentin Hilde Spiel: Hätte den konservativen Klub für ,,Jungtürken" geöffnet 132 Streitbarer PEN-Aktivist Friedrich Torberg: Wollte ,,bolschewistischen Kegelklub" verhindern vativer wurde. Neue Strömungen wie die Lyrik von Ernst Jandl und Friederike Mayröcker oder die Experimente der ,,Wiener Gruppe" (Artmann, Rühm, Achleitner, Bayer und Wiener) und des Grazer ,,Forum Stadtpark" (Bauer, Frischmuth, Handke, Roth etc.) hatten da keinen P.. Seite 133 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 134: or imperiale Staaten versuchten sich nun in demokratischen Strukturen. Der Rest dieser Geschichte ist leidvoll be kannt: in Österreich die Austrofaschisten, ansonsten im Westen Europas Hitler, Mussolini, Franco und Konsor ten, in Osteuropa Stalin, um nur einige der damaligen ,,Best of Böse" zu nennen. Mit steten Volksbegehren und Volksbefragungen hatte Hitler übrigens zumindest in Deutschland das An sehen der Weimarer Republik, einer repräsentativen Re publik, wie es heute auch die ös.. Seite 134 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 137: sterreichischen Tageszeitung ,,Der Standard" erschienen zwei Tage vor dem internati onalen Tag der Pressefreiheit. Etwas später erreicht die Redaktion ein Schreiben, in dem polnische Repräsen tanten von Pollack die ,,Richtigstellung seiner Thesen" einfordern. Der Brief wurde ,,zur Kenntnisnahme" auch an höchste politische Amtsträger geschickt. Das war und ist ein Zensurversuch in Reinkultur. Das polnische Kulturinstitut in Wien beendete ent sprechend flugs auch die Zusammenarbeit mit Mar.. Seite 137 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 138: tückischen Krankheiten (er kehrte mit Bauchtyphus heim, an dem er beinahe gestorben wäre), von seinem eifrigen Bemühen, die österreichischen Stellungen in vor derster Linie gegen die Russen schusssicher auszubauen. Natürlich gelang das nie. Eine oft tödliche Sisyphusarbeit. Die Angehörigen der nicht berittenen Truppe, Infanteris Todesmetaphorik umfangene Galizien bis heute Archi v M ar t i n P o l l ack einen Glanz aus. Meine ersten Vorstellungen von Galizien waren durchwegs bedrücken.. Seite 138 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 139: sterreichisch-ungarischen Truppen ten und auch Sappeure, wurden von der Kavallerie, den kühn ihren Säbel schwingenden Dragonern, Husaren und Ulanen, verächtlich ,,Sandhasen" genannt. Der Tod mach te allerdings keinen Unterschied zwischen stolzen Reitern und Sandhasen sie alle wurden nach Galizien geschickt, um dort ihr junges Leben zu lassen. Der Tod erschien ih nen als der wahrhaftige Galizianer. Galizien, das war für meinen Stiefvater eine von Gott verlassene, nein, verdammte Gegend, .. Seite 139 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 140: Brody stammende Dichter Joseph Roth beschreibt in seinem berühmten Roman ,,Radetz kymarsch" solche Bilder: ,,Der Krieg der österreichischen Armee begann mit Militärgerichten. Tagelang hingen die echten und die vermeintlichen Verräter an den Bäumen auf den Kirch plätzen, zur Abschreckung der Lebendigen. Aber weit und breit waren die Lebenden geflohen. Rings um die hängenden Leichen an den Bäumen brannte es, und schon begann das Laub zu knistern, und das Feuer war stärker als der ständige,.. Seite 140 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 141: iges ,,,Orgien-Mysterien-Theater` menschlicher Bestialität und Niedertracht"7 über das Land hereinbrechen soll, wie der oberösterreichische Au tor Richard Wall schreibt. Eines der poetischsten Bilder von Galizien be schwört der polnische Autor Józef Wittlin am Beginn des 140 Mutter des einfachen Helden von ,,Das Salz der Erde", Piotr Niewiadomski, ist Huzulin, der Vater, den er nie kennengelernt hat, Pole. Wir denken dabei unwillkür lich an einen anderen Galizianer, den Künstler Nikifor .. Seite 141 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 142: en Legenden. Es ist eine Herausforderung für die Literatur, für die verschiedenen Literaturen, die polnische ebenso wie die österreichische, die ukrainische, die jüdische und andere, sich auch den dunklen Seiten dieser Region zu zuwenden und neben ihren schönen auch ihre düsteren, schmerzlichen Geschichten zu erzählen. 2 1 Ludwig von Ficker (1959), Der Abschied, in: Erinnerung an Georg Trakl. Zeugnisse und Briefe. Salzburg: Otto Müller Verlag, Seite 200. 2 Joseph Roth (1932), Radetzkymar.. Seite 142 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 143: sterreich, lebt in Wien Liebe zu Österreich Die Klasse von '38 Niemand liebte Österreich so wie seine Juden. Auf dem Gruppenbild vom Juni '38, aufgenommen im zweiten Wiener Bezirk, in der Leopoldstadt, auch ,,Mazzesinsel" genannt, schauen sie in die Zukunft, wie es eben alle Absolventen tun. Diese Liebe konnte nicht durch Erniedrigung zerstört werden. Sie konnte auch nicht durch Raub und Vernichtung von Eigentum ausgetrieben werden. Sie konnte weder herausgeschlagen, her.. Seite 143 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 144: sterreich-Ungarn, gestorben 1995 in Kolumbien Geboren 1917 in Zürich, gestorben 1994 in Wien Loths Weib Wände Es ist uns verboten, uns umzudrehen ich wandte mich um. Es ist uns verboten zurückzuschauen ich blickte zurück. Wären die Wände zwischen uns aus Glas, hätten wir sie schon längst zertrümmert und über die Scherben hinwegschreitend zueinander gefunden. Aber die Wände zwischen uns sind unsichtbar. Sie gehen durch unsere Herzen und unseren Verstand und deshalb ist es so schwer si.. Seite 144 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 150: land, Frankreich, Tschechien, Großbritannien, im ehemaligen Jugoslawien und in afrikanischen Ländern. Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung. Neuere Buchpublikationen: ,,9096 Leben Der unbekannte Judenretter Berthold Storfer" (Rotbuch Berlin, 2012), ,,Jüdisches Leben in der Wiener Vorstadt Ottakring und Hernals" (mit Evelyn Adunka; Mandelbaum Verlag, 2013) und ,,Schleppen, Schleusen, Helfen" (hg. mit Simon Usaty, Mandelbaum Verlag, 2016). Brandner Judith. .. Seite 150 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 151: sie dem englischsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Überdies hat er beim US-Verleger Schocken Books eine Anthologie der österreichischen Lyrik nach 1945 vorgelegt. www.herbertkuhner.com Leder Danny. Geboren 1954. In einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Arbeitet seit 1982 in Paris als Journalist. Korrespondent der österreichischen Tageszeitung ,,Kurier". Bis 1989 auch Korrespondent des ,,profil". Veröffentlichungen in ,,Süddeutsche Zeitung", ,,taz, ,,Le Monde", ,,Libér.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 152: sterreichischen Volksbildung 2007 und dem Concordia-Preis. Seit 2009 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Wien. Sie hat zahlreiche Sachbücher und Romane sowie einen Gedichtband veröffentlicht. Sowohl der Band ,,Russland mit und ohne Seele" (Ecowin, 2009) als auch ihr Buch ,,Allein zu Hause" (Ecowin, 2011) schafften es in Österreich auf die Bestsellerlisten. Ihr jüngstes Buch, der Roman ,,Warten auf Gianni", ist 2016 im Residenz Verlag erschienen. Segenreich Ben. Geboren .. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 153: ger), Herausgeber: Verein zur Herausgabe der Zeitschrift ,,Das Jüdische Echo". Zweck: Historisch-kritische Aufarbeitung des österreichisch-jüdischen Geisteslebens sowie die Darstellung aktueller Strömungen zur Förderung demokratischer Kultur. Obmann: Mag. Leon Widecki; Schriftführer: Peter Schwarz; Kassier: Norbert Gang. Sitz: 1010 Wien, Judenplatz 8, Tel. 0043/1/535 04 31-500, Fax 0043/1/535 04 31-503, E-Mail: office@juedischesecho.at, www.juedischesecho.at, www.facebook.com/DasJuedische.. Seite 153 online blättern




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