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Jüdisches Echo 2017



Suchergebnisse für "jüdischen":

Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 5: s zu den Nachrichten in der Zeitung und im ,,Mittagsjournal" plötzlich Namen, Gesichter und Hoffnungen gibt: Erfahrungen der jüdischen Flüchtlingshilfe Shalom Alaikum in Wien. Von Verena Krausneker 62 Vor verschlossenen Toren Die Bedeutung der illegalen Flucht über die Grenzen für die Rettung von Verfolgten des NS-Regimes. Von Gabriele Anderl 78 Flüchtlingselend ,,made in Great Britain" Als in diesem Jahr erwogen wurde, Flüchtlinge in Internierungslagern außerhalb Europas fest zuhalten,.. Seite 5 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 6: slimen? Ein Streifzug durch die Wiener Leopoldstadt. Von Alexia Weiss 89 Flüchtlingsdebatte: Die Aufgabe der Religionen Den jüdischen Ausblick auf Pflichten und Grenzen der Nächstenliebe beschreibt der neubestellte höchste religiöse Würdenträger der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Von Oberrabbiner Arie Folger 92 Ein Trauma, das tief in der Seele brennt Als Kleinkind wurde Eva Umlauf nach Auschwitz verschleppt. Nach einem Herzinfarkt entschloss sich die nun 74-jährige Ärztin, ihr Leb.. Seite 6 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 9: on ,,bei uns noch nie gege ben" habe. Zum Füllen seiner Bildungslücken werden wir ihm gern ein Exemplar dieser Ausgabe des ,,Jüdischen Echos" schicken. Denn auf den folgenden Seiten kom men Menschen zu Wort ­ Juden und Nicht-Juden ­, die selbst Flucht und Verfolgung erlitten haben, aber auch solche, die sich in der aktuellen Situation aktiv einmi schen und Flüchtlingen helfen. Neue Ausdrucksformen des Hasses, etwa im Internet, und reale Bedrohungen durch den Terror werden ebenfalls beleuc.. Seite 9 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 10: s Mädchenorchester von Auschwitz wurde zu die sem Zeitpunkt eine Akkordeonistin gesucht. Bejarano war in einer musikalischen jüdischen Familie aufgewach sen und verfügte über so viel Talent, dass sie das Inst rument mit ein wenig Improvisation tatsächlich spielen konnte ­ was ihr das Leben rettete. Heute ist Bejarano, eine der letzten Zeuginnen der Shoah, einundneunzig Jahre alt und erlebt eine neue Form des Hasses. Am 18. April 2015 schrieb ein User über sie auf Facebook: ,,Die große ,Es.. Seite 10 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 14: aftskandidat sein wird." Daraufhin retweeteten tatsächlich Neonazis diese satirische Wortmel dung und sahen es als Beleg der jüdischen Weltverschwö rung. Woraufhin Rosenberg antwortete: ,,Das war ein Witz. Wir entscheiden so etwas nicht bei einem Treffen. Wir klo nen künftige Präsidenten einfach in unserem Labor." Den Screenshot dieser absurden Unterhaltung teilte er online ­ und wurde dafür mehr als viertausend Mal retweetet. Humor ist nur eine von vielen möglichen Antwor ten auf den Has.. Seite 14 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 30: uslime sind eher sel ten. Während antijüdische Übergriffe, die fast immer von jungen Muslimen ausgehen, gemessen am geringen jüdischen Bevölkerungsanteil (Frankreich zählt rund 500.000 Juden ­ weniger als ein Prozent der Einwoh nerschaft) verhältnismäßig oft registriert werden und bei jeder Verschärfung der Lage im Nahen Osten noch weiter anwachsen. Attentäter Mohamed Lahouaiej-Bouhlel (li.) und Adil Kermiche: Einzelgänger Der Diskurs der katholischen Würdenträger war nach dem Mord von .. Seite 30 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 32: f alle Terroranschläge der vergangenen Jah re aufgezählt ­ unter Auslassung der Geiselnahme und Ermordung von vier Kunden im jüdischen Supermarkt Hyper-Casher in Paris im Januar 2015 (fast zeitgleich zum Gemetzel in den Redaktionsräumen von ,,Char lie Hebdo", das im besagten Aufruf sehr wohl erwähnt wurde). Nicht genannt blieb auch die Ermordung von drei Kindern und einem Lehrer in einer jüdischen Schu le in Toulouse im März 2012 (der eigentliche Auftakt der dschihadistischen Morde.. Seite 32 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 40: ehen die Grabsteine, zugeschüttet in den Fünfzigerjahren. Vor kurzem forderte der damals verantwortliche Stadtarchitekt, den jüdischen Friedhof wieder auszugraben. Es sei nun an der Zeit. Es drohe ihm keine Zerstörung mehr. Doch der grüne Zentralpark ist aus der Topografie der Stadt nicht mehr wegzudenken. Hier stehen auch die moderne Oper und das in ganz Po len renommierte Puppentheater. Das Projekt eines ,,Ka takomben-Friedhofs" mit künstlicher Beleuchtung tief unter dem Park lehnte Po.. Seite 40 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 41: die Stadt des 40 DASJÜDISCHEECHO G ab ri e l e Les s e r ,,Denkmal der Helden der Bialystoker Erde": Auf dem Gelände des jüdischen Friedhofs errichtet Ludwik Zamenhof, der die Kunstsprache Esperanto er funden hatte? Wie war es möglich, dass in einem Land, in dem die Nazis knapp sechs Millionen Menschen er mordet hatten, jemand das Hakenkreuz als ein ,,Glücks symbol" bezeichnen konnte? Der Ton auf der Gedenkfeier wird ein anderer, als Bohdan Paszkowski, der Woiwode von Podlachien, das.. Seite 41 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 42: jüdischen Nachbarn ermorde ten, um sich deren Besitz aneignen zu können. Auch in Bialystok erhielten Polen, die mit den deutschen Besatzern zusammenarbeiteten, die Wohnungen und Häuser ihrer jüdischen Nachbarn. Viele Bialystoker wohnen bis heute in den einst von den Deutschen ,,arisierten" Häusern. Das fehlende Reprivatisierungsgesetz in Polen beförderte in den vergangenen fast dreißig Jahren den Umstand, dass zunehmend vergessen wurde, wem die Wohnungen einst gehörten. In der Zeit.. Seite 42 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 48: nternationale Treffen extrem natio naler Gruppen. Als der renommierte Fotograf Peter Rigaud auf das Thema des diesjährigen ,,Jüdischen Echo", ,,Bedrohun gen, Feindbilder, Sündenböcke", angesprochen wurde, fielen ihm seine Aufnahmen aus dem Stadtwäldchen ein. Er sei rückblickend ,,immer noch entsetzt", so Rigaud, ,,mit welcher Selbstverständlichkeit" alte und neue, zum Teil selbst erfundene Nazi-Symbole dort zur Schau gestellt wurden. Dazwischen immer wieder Männer in der Uniform der rech.. Seite 48 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 59: na Krausneker Das könnte auch ich sein im ,,Mittagsjournal" plötzlich Namen, Gesichter und Hoffnungen gibt: Erfahrungen der jüdischen Flüchtlingshilfe Shalom Alaikum in Wien. An Erev Pessach bekomme ich ein SMS, das mich völlig verwirrt: ,,Happy Passover, Verena, and we wish you and Thomas all the best in your life. Hope to see you soon. Mohamed, Faten and Rimi." Mohamed?, denke ich ... und ganz langsam däm mert es mir, bis ich hellwach weiß: Rimi, vier Jahre alt, wunderschöne braune Au.. Seite 59 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 61: n Kindergarten plätzen, Impfungen, Organisation von Spielgruppen und den heiß ersehnten beruflichen Neuanfang. Innerhalb der jüdischen Gemeinde werden Ängste vor einem ,,importierten Antisemitismus" geäußert. Wir nehmen diese Ängste ernst, aber wir verharren nicht in der Angststarre. Wir treten gegenüber den Flüchtlingen klar als jüdische Gruppe auf und haben damit ausschließ lich gute Erfahrungen gemacht. ,,Ah, Cousins!", meinte Schließlich finde ich mich mit einer kleinen Gruppe jüdisc.. Seite 61 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 63: ristig sicher fühlen konnten. Mit dem ,,Anschluss" Österreichs im März 1938 setzte eine deutliche Radikalisierung in der antijüdischen Politik der Nationalsozialisten ein, die bis 1940/41 im Zeichen der erzwungenen Auswanderung stand. Um das Ziel eines ,,judenreinen" Reichsgebietes zu erreichen und sich gleichzeitig den Zugriff auf das Vermögen der DASJÜDISCHEECHO Dh ao ua d i, Pau l G rü n i n g e r S t i f t u n g / S t. G a l l e n Vor verschlossenen Toren.. Seite 63 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 64: tschlands, wobei es immer wieder auch zur gezielten Abschiebung größerer Gruppen kam. Ging es bis zum offiziellen Verbot der jüdischen Aus wanderung aus dem Deutschen Reich am 23. Oktober 1941 vor allem um die unerlaubte Einreise in potentielle Zufluchts- und Transitländer, so stellte danach auch die versuchte Ausreise aus Deutschland sowohl für die Flücht linge als auch für deren Helfer ein tödliches Risiko dar. Nach der Annexion Österreichs und besonders nach dem Novemberpogrom 1938 hat.. Seite 64 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 65: er vorliegende Beitrag ist die aktualisierte Version eines Artikels, der bereits in dem von Gisela Dachs herausgegebenen, im Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag erschienenen Jüdischen Almanach 2015 zum Rahmenthema ,,Grenzen" publiziert worden ist. Im Frühjahr 2016 ist im Mandelbaum Verlag (Wien) der von Gabriele Anderl und Simon Usaty herausgegebene Sammelband ,,Schleppen ­ schleusen ­ helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung" erschienen. Dort wird das Thema zeitübergreifend,.. Seite 65 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 67: jüdischen Helferin Recha Sternbuch benannt überwiegende Teil von ihnen war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits tot. Für die zuständige Kommission spielte es keine Rolle, ob die Betroffenen Geld für ihre Dienste genommen hatten oder nicht und aus wel chen Motiven sie gehandelt hatten. Es kam nur darauf an, dass sie die Flüchtlinge tatsächlich über die Grenze gebracht und nicht im Stich gelassen hatten. Mit dem Gesetz sollte, so Keller, auch demonstriert werden, ,,dass nicht die Fluchth.. Seite 67 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 72: Kommune des Landes war in fremde Hände gelangt. In einem Bericht über die im Rahmen der ,,Entju dung der Ostmark" erfassten jüdischen Vermögenswerte kam die NS-Bürokratie 1939 auf einen Gesamtbetrag von 2042 Milliarden Reichsmark. Im Abstand von über siebzig Jahren wäre das mit etwa 10.252 Milliarden Euro zu übersetzen. Später, im Zuge der langwierigen Repara tionsverhandlungen, wurde immer wieder zusammenge rechnet; es tauchten die unterschiedlichsten Zahlen auf, einmal wurden 312 Milli.. Seite 72 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 73: angreiche Archiv der Gemeinde, das die NS-Epoche überdauert hatte, folgte und wurde im Zen tralarchiv für die Geschichte des jüdischen Volkes ver wahrt ­ erst viele Jahrzehnte später setzten Bemühungen ein, es zurückzuholen. Ein anderer Bestand von 800 Kar tons, der die Gemeinde-Aktivitäten während der NS-Zeit dokumentiert, verschwand in einem Vorstadthaus im Vergessen, um erst im Jahr 2000 in desolatem Zustand wiederentdeckt zu werden. So verloren sich nach und nach die letzten Spuren. G.. Seite 73 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 74: üllten Vertriebenenlager über forderte die amerikanische Besatzungsverwaltung. Ins geheim ließ sie deshalb die Agenten einer jüdischen Organisation gewähren, die eine Passage für möglichst viele Einwanderer nach Palästina organisieren sollte. Der Mann, der die erste Zelle um sich scharte, war der Leiter des Lagers im Rothschild-Spital, ein resoluter Organisa tor mit bewegter Vergangenheit. Bronislaw Teichholz, geboren 1914 in Lemberg, hatte nach der Okkupation Polens durch deutsche Truppe.. Seite 74 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 75: chen Klischeebilder zu neuem Leben erwachten. Die Zeitungen begannen, den weitverbreiteten Schwarzmarkt und Schleichhandel ,,jüdischen Schiebern" anzulasten. Brieflich beschwerten sich Bürger bei der Gemeinde verwaltung, die jüdischen Flüchtlinge seien eine ,,Land plage", verhielten sich ,,sittenwidrig", es lebten, ,,ohne wirksame Aufsicht, Männer, Frauen und Mädchen unter einander", es gehe Seuchengefahr von ihnen aus, sie begin gen Eigentumsdelikte und Sachbeschädigungen. ,,Wolle.. Seite 75 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 76: in Kielce in Wien eingetroffen waren. Die ungarischen Behörden, so klagte Oskar Helmer in der Regierungssitzung, würden die jüdischen Flücht linge nicht daran hindern, nach Österreich zu ziehen. Im Gegenteil, sie lieferten sie sogar Tag für Tag in Zügen im Burgenland ab, kuppelten die Lokomotiven ab und über ließen die obdachlosen Passagiere in den Waggons den überforderten Österreichern: ,,Die Einwanderung hat ei nen solchen Umfang angenommen, dass zu befürchten ist, dass ganz Österreic.. Seite 76 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 80: gibt es zu wenig Kohle, um die Kessel zu be feuern. Als die ,,Atlantic" schließlich Kreta erreicht, kann dank der Hilfe der jüdischen Gemeinde Kohle eingebun kert werden. Doch weigern sich nun der korrupte Ka pitän und seine Schiffsbesatzung, die Fahrt fortzusetzen, und sabotieren das Unternehmen, indem sie Kreta in der Nacht heimlich mehrfach umrunden und die restliche Kohle ins Meer schütten. Die ,,Hagana"1, bestehend aus organisierten Zionis ten, hatte von Anfang an für Selbstverwaltu.. Seite 80 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 84: iform Seiner Majestät anzuziehen. Eine Gruppe von Freiwilligen bekommt nach monatelangen Verhandlun gen die Erlaubnis, der ,,jüdischen Brigade" beizutreten, die in Nordafrika und in Europa eingesetzt wird. Die Repatriierung der Internierten Das Zwi-Perez-Chajes-Campus: Scharfe Kontrollen E. M. S t e rn fenden Analysen. Ein gesuchter Terrorist des IS lebte neun Jahre lang in einem Wiener Gemeindebau. Hallo, Nachbar! Abends daheim, kurzer Blick auf E-Mails und Facebook: Dreizehnjährige in.. Seite 84 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 86: er Ambivalenzen und Dialog Seit der Ankunft zehntausender vorrangig muslimischer Flüchtlinge in Österreich macht sich in der jüdischen Gemeinde Angst vor erstarkendem Antisemitismus breit. Haben sich Juden nun wieder stärker abgegrenzt und zurückgezogen? Gibt es Kontakte zu Nichtjuden ­ auch zu Muslimen? Ein Streifzug durch die S ta n i sl av J e n i s Wiener Leopoldstadt. Das Judentum sei verschlossen, lautet ein gängiges Kli schee. Dem widerspricht schon allein die Vielzahl jüdi sche.. Seite 86 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 87: ätte. Hier bieten jüdische und auch nichtjüdische Vortragende den vorwiegend nichtjüdi schen Besuchern Kurse und Lectures zu jüdischen Spra chen, jüdischer Geschichte, Tradition und Religion so wie Kunst und Kultur. Israelischer Volkstanz wird dabei ebenso gemeinsam erlernt wie Entspannungsübungen oder Selbstverteidigung. Man könnte auch sagen: Hier werden durch Begegnung Vorurteile abgebaut. Das JIFE sucht dabei auch den Dialog mit anderen Konfessionen. Seit vielen Jahren gibt es eine Ko.. Seite 87 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 88: sefardische Synagoge, berichtet der Vorsitzende der Wiener bucha rischen Juden, Chanan Babacsayv. Zum Austausch mit dem nichtjüdischen Umfeld sei es hier bisher kaum ge kommen ­ ,,wir haben den Kontakt auch nicht wirklich gesucht. Man ist sehr mit sich selbst beschäftigt." Prob leme mit Anrainern gibt es nur, wenn es manchmal bei Feierlichkeiten zu laut wird. ,,Dann kommt die Polizei, wir drehen leiser, und die Sache ist erledigt." Und kom me es zu Anpöbelungen auf der Straße? ,,In der Nä.. Seite 88 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 90: jüdischen Ausblick (Hashkafa, ) auf Pflichten und Grenzen der Nächstenliebe beschreibt der neubestellte höchste religiöse Würdenträger der Israelitischen Kultus gemeinde Wien. pri vat, W i k i m e d i a / g e m e i n f re i Die Flüchtlingswelle von 2014 bis 2016 und die Debatte rund um die Bedürfnisse und Wünsche der Flüchtlinge und der lokalen Bevölkerungen in den betroffenen euro päischen Ländern werfen die Frage nach der Rolle der Religion und der religiösen Würdenträger in der Gesel.. Seite 90 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 91: den wird? Wir können diese Frage auch theoretisch umrah men: Was sind die Pflichten und Grenzen der Nächsten liebe? Nach dem jüdischen Religionsgesetz kommen hier einige unterschiedliche Regeln ins Spiel. Einerseits heißt 90 «Hungrige zu ernähren, Nackte zu kleiden, Kranke zu heilen und obdachlose Flüchtlinge vor dem Kältetod zu schützen, das sind unmittelbare Pflichten.» Nach dem jüdischen Religionsgesetz dürfen zwar weiter hin Wohltätigkeitssteuern für die Grundbedürfnisse der A.. Seite 91 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 92: eligion eine Abdankung von der eige nen Verantwortung, was ebenfalls nicht vertretbar ist. Dieser letzte Punkt spielt in dem jüdischen Ver ständnis von der Stadt, die in der Bibel (1 Mose 13,13) als ra'im ve-chata'im la-Schem gilt ­ schlechte Menschen, die sündhaft vor G"tt waren ­, eine besondere Rolle. Diese zweifelhafte Ehre geht an die Städte Sodom und Gomorrha, von denen es auch heißt (ebd. 18,20): ,,Das Geschrei über Sodom und Gomorrha ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer." Nac.. Seite 92 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 94: jüdischen Ärzten, weil sie den nichtjüdischen nicht traute. Nach der kom munistischen Machtübernahme durften wir kei nen jüdischen Religionsunterricht mehr besuchen. Meine Familie hatte sich nie als besonders religiös verstanden ­ aber spätestens seit den frühen 1950erJahren feierten wir auch keine jüdischen Feste mehr. Ich erinnere mich, wie eines Tages beim Spülen das Pessachgeschirr zerbrach. Meine Mutter sammelte die Scherben auf und kaufte kein neues mehr. Wissen.. Seite 94 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 95: rnen davor, dass viele der nach Deutschland (und Österreich) Flüchtenden antisemitisches Gedankengut mitbrächten. Mit meinen jüdischen Freunden spreche ich häufig über diese Ängste. Wir alle machen uns Sorgen und es gibt in meinem Freundeskreis sogar Leute, die überlegen, an anderen Orten in Europa ­ etwa in Prag ­ eine Wohnung zu mieten, damit man für den Notfall gerüstet ist. Ich selbst habe darüber noch nicht nachgedacht, teile aber die Sorge vieler hier lebender Juden: Unsere Stimme w.. Seite 95 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 101: , als die Versammlung eines Ab geordneten des FPÖ-Vorläufers VdU gesprengt wird, die den Titel trägt: ,,Hungerrenten und die jüdischen Forde rungen an Österreich". Wie es in solchen Fällen zuging, hat Gelbard einmal selbst geschildert: Es wurden Türen blockiert und die Vortragenden mit lauten Zwischenru fen gestört, was manchmal auch zu Schlägereien führte. Sein Freund Ferdinand Lacina (der spätere Finanz minister) glaubt, dass er ihm zum ersten Mal 1959 be gegnet ist, als in Wien ,,bei d.. Seite 101 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 105: Distanz. Seit nun mehr anderthalb Jahrzehnten widmet man sich auch im Burgenland mit durchaus bemerkenswerter Hingabe seiner jüdischen Geschichte. Wobei das Bemerkenswer teste daran ist, dass die meisten dieser Initiativen gewis sermaßen wild gewachsen sind, nicht gepflanzt wurden. Das macht sie dann auch so widerstandsfähig gegenüber allfälliger obrigkeitlicher Ignoranz. In Rechnitz, in Deutschkreutz, in Oberwart, in Kittsee, in Frauenkirchen und zuletzt auch in Matters burg waren es lok.. Seite 105 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 106: Die Enkel «Die Burgenländische Forschungsgesellschaft Ge de n k s tät t e M at t ersb u rg hat in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Eisenstadt soeben eine neue Broschüre aufgelegt, die Rundgänge durch alle zwölf einstigen jüdischen Gemeinden des Landes präsentiert.» stehen vor der Bar Mizwa. Und der Opa wollte ihnen zeigen, wo die Familie wurzelt. Stolz posierten sie vorm Straßenschild. Die Promenade entlang der Wulka trägt seit 2015 den Namen ihres Ururgroßvaters, de.. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 107: misch-jüdische Dialog im Vordergrund. Wie hat sich Ihre Interventionsarbeit entwickelt? Moussa Al-Hassan Diaw: Im muslimisch-jüdischen Dialog (mit der Initiative EMJD) ging es vor allem darum, das Bild des Anderen zu korrigieren bzw. gar nicht erst ein falsches Bild aufkommen zu lassen. Die heutige Interventionsarbeit basiert auf dem, was wir immer schon getan haben ­ Diskussionen mit Muslimen über Stereotype und Weltanschauungen, die den sozialen Zusammenhalt gefährden. Genau dieselben T.. Seite 107 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 115: mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Als Service - und Informationsstelle möchte der Jewish Welcome Service vielen jüdischen Besucherinnen und Besuchern die Schwellenangst vor einem Wien-Besuch nehmen. Kontakt: 1010 Wien, Judenplatz 8/8 E-mail: office@jewish-welcome.at www.jewish-welcome.at 114 Schließlich war er absolut dafür, dass Britannien in der EU bleibt. Birgit umarmte sogar den EUphoben UKIP Chef Nigel Farage live im BBCFrühstücksfernsehen, der dabei sanft errötete. L.. Seite 115 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 132: nfos unter: www.millisegal.at Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE Mit der ,,Operation Kindertransport" gelang es jüdischen Kindern aus Deutschland, Österreich und der ehemaligen Tschechoslowakei aus ihren Heimatländern auszureisen und so den Nazis zu entkommen. Das Ziel stand fest, es war England. Für die Kinder ­ vom drei Monate alten Baby bis zum 17-jährigen Teenager ­ war die Zukunft ungewiss und viele von ihnen traten die Reise schweren Herzens an. ,,Für das Kind" erinnert.. Seite 132 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 150: und Journalistin sowie Provenienz-Forscherin. Zahlreiche Forschungen und Publikationen auf dem Gebiet der Zeitgeschichte und jüdischen Geschichte. Schwerpunkte: NS-Zeit, Flucht und Exil, Kunst- und Kulturgutraub. Forschungsaufenthalte in Israel, USA, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Großbritannien, im ehemaligen Jugoslawien und in afrikanischen Ländern. Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung. Neuere Buchpublikationen: ,,9096 Leben Der unbekannte Judenre.. Seite 150 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 151: s eine Anthologie der österreichischen Lyrik nach 1945 vorgelegt. www.herbertkuhner.com Leder Danny. Geboren 1954. In einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Arbeitet seit 1982 in Paris als Journalist. Korrespondent der österreichischen Tageszeitung ,,Kurier". Bis 1989 auch Korrespondent des ,,profil". Veröffentlichungen in ,,Süddeutsche Zeitung", ,,taz, ,,Le Monde", ,,Libération", ,,La Croix". Er ist Autor vergleichender Analysen der Gedächtniskulturen zur NS-Periode in Österreich.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 152: r für die Sicherheitsabteilung der IKG. Ein Jahr später Wechsel zur Zwi-Perez-Chajes-Schule als Sekretär. 1988 Eröffnung der jüdischen Buchhandlung Chaj, die er bis 2005 führte. Er gehört seit langem dem Bund werktätiger Juden an, für den er auch viele Jahre im Kultusvorstand saß und dem er bis heute verbunden ist, nicht zuletzt über dessen Zeitung, deren Chefredakteur er mehr als zwanzig Jahre lang war. Sturm Marjan. Geboren 1951 in Klagenfurt, österreichischer Historiker und Volksgruppe.. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 153: ber: Verein zur Herausgabe der Zeitschrift ,,Das Jüdische Echo". Zweck: Historisch-kritische Aufarbeitung des österreichisch-jüdischen Geisteslebens sowie die Darstellung aktueller Strömungen zur Förderung demokratischer Kultur. Obmann: Mag. Leon Widecki; Schriftführer: Peter Schwarz; Kassier: Norbert Gang. Sitz: 1010 Wien, Judenplatz 8, Tel. 0043/1/535 04 31-500, Fax 0043/1/535 04 31-503, E-Mail: office@juedischesecho.at, www.juedischesecho.at, www.facebook.com/DasJuedischeEcho Chefredak.. Seite 153 online blättern




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