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Jüdisches Echo 2017



Suchergebnisse für "gemacht":

Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 7: it 144 ,,Es ist das Einfache, das schwer zu machen ist" Wer auf das Menschenrecht der Meinungsfreiheit pocht, wird mundtot gemacht und landet auf schwarzen Listen. Das war während der Diktaturen des 20. Jahrhunderts so, das ist auch heute wieder vielerorts zunehmend der Fall. Fluchtbewegungen und ein neuer Separatismus erschüttern die alte Ordnung. Der Rückgriff auf die nationalistische Trutzburg-Mentalität wird keine Lösung sein. Aus dem neuen europäischen Alphabet. Von Rubina Möhrin.. Seite 7 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 8: gungen, die auch den heute noch alltäglichen Aufbau von Sündenböcken so gefährlich machen. Der ,,Stoff", aus dem Feindbilder gemacht werden, ist stets derselbe. Feindbilder sind soziale Kon strukte. Sie spiegeln nicht die Realität wider, sondern kollektive Vorstellungen von der Realität. Diese Zerrbil der werden von politischen Parteien und Medien kre iert, deren Geschäftsgrundlage das Schüren von Ängsten und anderen negativen Gefühle ist. Mit dem Ergebnis, dass sich viele Menschen von zu.. Seite 8 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 19: bringen. Ihre Geschichten von Mord und Totschlag, von Ver gewaltigung und Folter, vom Fremdsein im eigenen Land. Zum Fremden gemacht werden dort, wo man ei gentlich zu Hause ist. ,,Das geht uns doch alles nichts an? Die sollen sich selbst darum kümmern, dass bei ihnen dort was anders wird. Wir kümmern uns ja schließlich auch darum, dass es bei uns so bleibt, wie es ist ..." Denn darum geht es doch wohl auch ­ das ist sozusagen «Die, die aussehen wie wir, reden wie wir, essen wie wir, die.. Seite 19 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 35: nd: Sonderbehandlung zeichnungsrichtlinie zu erarbeiten, hat die EU sich aus schließlich für von Israelis produzierte Waren gemacht. Im Übrigen kann keiner der Beteiligten ernsthaft daran glauben, dass es der EU dabei wirklich um Konsumen tenschutz geht ­ natürlich sollte mit dieser Entscheidung Israel politisch gepiesackt werden. Diese Einstellung von Organisationen und Be hörden muss irgendwie mit jener rational nicht nach vollziehbaren Getriebenheit verknüpft sein, die oft den Zugang .. Seite 35 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 61: tstarre. Wir treten gegenüber den Flüchtlingen klar als jüdische Gruppe auf und haben damit ausschließ lich gute Erfahrungen gemacht. ,,Ah, Cousins!", meinte Schließlich finde ich mich mit einer kleinen Gruppe jüdischer Frauen zusammen. Jede einzelne ist für sich seit einigen Monaten in Wien in der Flüchtlingshilfe aktiv. Alle haben ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich und sind voller Zuversicht. Wir gründen im Oktober 2015 den Verein Shalom Alaikum ­ Jewish Aid for Refugees in Vi.. Seite 61 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 68: ungsund Beraubungsapparates gewesen sei. Auch die Tschechoslowakei, die nach dem ,,An schluss" Österreichs ihre Grenzen dichtgemacht hatte, wurde mit einem Massenansturm illegal Einreisender konfrontiert. Häufig schlugen die Fluchtversuche aller dings fehl und es kam, wie Kateina Capková und Mich al Frankl festhalten, zu einer regelrechten ,,Jagd auf die Emigranten". Der von ihnen zitierte zeitgenössische Be richt einer Brünner Hilfsorganisation untermauert die sen Befund: ,,Die tschechos.. Seite 68 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 71: 12. Schon seit über 130 Jahren befindet sich das Traditionshotel im Besitz der Familie Schick, die es sich zur Verpflichtung gemacht hat, diese Tradition zu wahren und ganz im Sinne von ,,Wiens charmante Privathotels" weiterzuführen. Der Geist vergangener Tage trifft hier auf moderne Annehmlichkeiten. Im Mittelpunkt des Hotellebens steht der Gast, so dass er sich rundum betreut und immer herzlich willkommen fühlt. Rücksicht auf spezielle Wünsche und religiöse Gebote sind eine Selbstverstä.. Seite 71 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 73: tten zurückkehren können. Ihre Dörfer und Wohnviertel waren von der nationalsozia listischen Mordmaschine dem Erdboden gleichgemacht worden, sie waren auf oft abenteuerlichen Wegen davon gekommen, in Wäldern, bei Partisanen, im Untergrund, waren aus Konzentrationslagern befreit worden oder auf den Todesmärschen, auf welchen die SS in den letzten Kriegsmonaten KZ-Häftlinge vor sich her trieb, nicht zu Tode gekommen. Als ausgemergelte Gestalten zogen sie ziel- und hoffnungslos durch die Nac.. Seite 73 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 76: ener Rothschild-Spital Wie die meisten der rund 40.000 jüdischen Flücht linge aus Rumänien hatte er sich zu Fuß auf den Weg gemacht. Er war nahezu sechs Wochen unterwegs, eine beschwerliche Wanderschaft, stets in Gefahr, auch noch der letzten Habseligkeiten beraubt zu werden. Für ein kleines Vermögen halfen Schmuggler ihm die Grenzen zu überwinden, auf dem Marsch durch ein winterliches Ungarn nächtigte er in verlassenen Bahnhofsgebäuden und Kriegsruinen. Am 17. Dezember 1947 wurde Paul A.. Seite 76 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 81: rumpf eine Spreng ladung, während bereits einige hundert Menschen an Bord sind. Die ,,Patria" sollte lediglich fahruntüchtig gemacht werden, doch der altersschwache Kahn hat ein Leck unter der Wasserlinie und kentert in kürzester Zeit. 220 Menschen kommen elendiglich um, die Überleben den der Tragödie dürfen dank eines ,,Gnadenaktes" in Palästina verbleiben ... Für die Passagiere der ,,Atlantic" bleibt der Deporta tionsbeschluss aufrecht. Zwei niederländische Dampfer, die ,,Johan de Witt".. Seite 81 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 86: sche Frauen mit ihren bunten Kopftüchern sitzen, und dann zum anderen, wo es sich eine orthodoxe jüdische Fami lie gemütlich gemacht hat. Die Kinder backen indessen Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE 85.. Seite 86 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 88: zur Verfügung stehen. So ist es bis heute." ESRA hat sich vor allem in der Therapie von traumatisierten Menschen einen Namen gemacht, wobei ein interdisziplinärer Ansatz angewandt wird. Hier fin den zum Beispiel Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt Hilfe, aber auch traumatisierte Menschen, ,,die sich vor Krieg und Verfolgung nach Österreich retten konnten", so Peter Schwarz (der auch dem Vorstand des Vereins angehört, der ,,Das Jüdische Echo" herausgibt ­ Anm.). ESRA betreut zudem Flüch.. Seite 88 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 94: s noch nicht ahnen. Sie gingen in das Land der Mörder. Hatten Sie keine Vorbehalte? Ich habe mir das damals gar nicht so klargemacht. Hinzu kam: Meine Mutter hatte eine große Liebe Eva Umlauf mit Mutter und Schwester Nora 1946: Überleben als Wunder zur deutschen Sprache und zur habsburgisch-öster reichischen Kultur. Wir sahen vor allem die Chance, die eine Übersiedelung nach Deutschland bringen würde. In München wurde ich von den Freunden meines Mannes sehr freundlich aufgenommen ­ weni.. Seite 94 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 95: yerischen Behörden heute sensibler auf Antisemitismus reagieren. Zumindest habe ich da in jüngerer Zeit positive Erfahrungen gemacht. Nach dem Erscheinen des Buches steck ten wiederholt Nägel in meinen Autoreifen, was ich eindeutig als lebensbedrohlichen antisemitischen Angriff interpretiere. Die Polizei nahm das auch sehr ernst, hatte bei ihren Ermittlungen aber bislang keinen Erfolg. Welche Gedanken lösen die Flüchtlingsströme der vergangenen Monate in Ihnen aus? Sogar arabische Intelle.. Seite 95 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 97: eitsplatz werden reflexartig solche Opfer gefun den, die mit dem Bösen identifiziert werden. Sie werden dafür verantwortlich gemacht und schließlich aus der Gesellschaft ausgestoßen. Die Gruppe selbst fühlt sich unschuldig, mächtig und rechtschaffen. Dieser Mechanismus, begünstigt durch aggressivängstliche Erregung, hat verschiedene Auslöser: etwa die Wut aufgrund aufgetretener Fehler und Krisen, oder Gefühle der Frustration, von Rivalität, Neid, Scham und Schuld. Es können allgemeine Gef.. Seite 97 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 98: gemacht. Das kann auch durch erfundene Vorwürfe zu bestimmten Verhaltens weisen geschehen. Je öfter Lügen, Gerüchte und Falsch meldungen wiederholt werden, desto eher muss doch was Wahres dran sein. Zum Selbstschutz leugnet man die eigene Täterschaft und schiebt sie auf andere, z.B. indem man Flüchtlinge kriminalisiert. Einer, der Korruption aufdeckt, wird selbst zum Verräter stilisiert. Die den Opfern zugefügte Gewalt hat Folgen: Die Ausgrenzung zerstört den Selbstwert, die Diskriminie r.. Seite 98 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 106: nen Kultusgemeinde ge sammelt und so das alte Leben im neuen Land bewahrt. Gezwungenermaßen hat er das dann auch in New York gemacht. Und in Jerusalem auch. Sein Sohn Akiva tat und sein Enkel Isaak tut es ihm darin gleich. So manchem gerät das dann gleich auch in die welt politische Kehle: ultraorthodoxe Juden! ,,Ob man die Haredi im Jerusalemer Kirjat Mattersdorf schätzt oder nicht, ist eigentlich egal", sagt aber dazu der Eisenstäd ter Museumsdirektor, ,,fürs Burgenland ist allein wich .. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 110: Workshops werden pro Auftrag fi nanziert. Wir haben zum Beispiel vor kurzem drei Workshops gegen Extremismus in einer Schule gemacht, da haben wir nicht einmal das Fahrgeld ersetzt bekommen. Wichtig wäre, dass unser Team die Arbeit hauptberuflich machen könnte. Die Pro blematik des Terrorismus wird ja nicht abnehmen. Man bräuchte eine fixe Institution, um dem Phäno men begegnen zu können. 2 Was zählt, sind die Menschen. Die kleinste Bankomatkarte der Welt. Willkommen beim modernsten Ban.. Seite 110 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 112: nerhalb der EU, einer Gemeinschaft von demokratischen Staaten mit einem gemeinsamen Wertekanon, Minderheiten zu Sündenböcken gemacht werden. 6293 Hassdelikte gegen Ausländer hat die britische Polizei von Mitte Juni bis Mitte Juli verzeichnet. Am Wochenende nach dem EU-Referendum, in dem die Briten mit zweiundfünfzig Prozent für den Austritt aus der EU gestimmt hatten, schnellten ausländerfeindliche Angriffe um siebenund fünfzig Prozent in die Höhe. In manchen Fällen kam es sogar zu Prügel.. Seite 112 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 123: so kompliziert, aber auch so spannend. Gedenkfeier in Lese: Erinnerung auch an Opfer unkontrollierter Rache auch deutlich gemacht, dass bei jedem Konflikt immer auch darauf geachtet werden muss, eine friedliche Lö sung anzustreben. Stünde der Satz ,,Sie starben im Glau ben an ihre Heimat" ohne den oben erwähnten Zusatz, würde er auf eine Rechtfertigung kriegerischer Handlun gen beider Seiten hinauslaufen. Die Suche nach friedlichen Lösungen erfordert natürlich mehr als ,,analytische Em.. Seite 123 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 128: ltritt schwerer, er haftet dem Namen an. Kaum hatten diejenigen, die sich mit Russen, Ser ben, Mongolen und ,,Negern" gemein gemacht hatten, den Sieg davongetragen, fand sich in London ein Din ner-Club von Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu sammen, der den Unterzeichnern solch markiger Sprü che die Hand reichte und Gerhart Hauptmann zu einem seiner Ehrenmitglieder ernannte. Eine entwaffnende Geste. Und ein möglicher Neuanfang auf beiden Seiten. Die Abneigung zu Kriegszeiten beruht.. Seite 128 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 130: iben will, aber sie kann die freie Verbreitung seiner Schriften behin dern. Davon wurde in der Geschichte reichlich Gebrauch gemacht. Doch Zensurmaßnahmen im klassischen Sinn greifen nicht, wenn der neue Großverlag Internet heißt und eine direkte Kommunikation zwischen Autor und Leser möglich ist. Einer Regierung, die in unseren Tagen ernsthaft vorhätte, Veröffentlichungen zu kontrollieren, könnte dies nur tun, wenn sie Strategien entwickelte, die es ihr ermöglichten, die Publikationstäti.. Seite 130 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 131: r Datenflut ersticken. Der klärende und oft auch verklärende Blick auf die Vergangenheit, der es bislang so manchem leichter gemacht hat, zufrieden von der Welt Abschied zu nehmen, wird in Zukunft gegen die jederzeit aufrufbaren Fakten nicht mehr ankommen. Die Massenüberwachung hat begonnen, unsere zweite Haut zu durchdringen, unser Innerstes zu beob achten und bloßzulegen. Regierungen und Konzerne sammeln die Spuren, die Menschen im Internet und in digitalen Netzwerken hinterlassen, und .. Seite 131 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 134: gemacht und landet auf schwarzen Listen. Das war während der Diktaturen des zwanzigsten Jahrhunderts so, das ist auch Rep o r t e r o h n e GRE NZ E N / PRI VAT, O lg a P o p ova / sh u t t ers to c k , w i t hG o d / s hu t t e rs toc k , i ri s photo1 / s h u t t e rs toc k heute wieder vielerorts zunehmend der Fall. Schon siebzig Jahre erlebt Kontinentaleuropa eine Frie denszeit, auch heute erreichen nicht alle Menschen die ses Alter. Es ist die längste Friedens- und damit Wohl stan.. Seite 134 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 135: nalistische Liebedienerei und Hofberichterstattung. Wer hingegen auf das Menschenrecht Meinungsfreiheit pocht, wird mundtot gemacht und landet auf schwarzen Listen. Das war während der Diktaturen des zwanzigsten Jahrhunderts so, das ist auch heute wieder mancherorts Usus. Nicht die freie Meinungsäußerung und freie In formationen stehen inzwischen am höchsten im Kurs, angesagt ist vielmehr ein verschärftes Law-and-OrderDenken, beim so genannten Volk, bei politischen Partei en und deren Fu.. Seite 135 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 148: vergangenen September für ein von Spanien unabhängiges Katalonien werden. Die Ungerechtigkeit gegenüber den zur Minder heit gemachten Kulturen und Sprachen splittet sich so nur auf. 8. Aber wie geht man mit der Frage von Kultur und Sprache in einer Welt um, die aus den Fugen zu geraten droht? Wäre ein europäischer Einheitsstaat eine Lösung, in welchem dadurch, dass man der eigenen Sprache entsagt, vielleicht ein ,,europäisches Gefühl" entsteht? Nehmen wir als Beispiel doch das Land der B.. Seite 148 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 151: gemacht. Überdies hat er beim US-Verleger Schocken Books eine Anthologie der österreichischen Lyrik nach 1945 vorgelegt. www.herbertkuhner.com Leder Danny. Geboren 1954. In einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Arbeitet seit 1982 in Paris als Journalist. Korrespondent der österreichischen Tageszeitung ,,Kurier". Bis 1989 auch Korrespondent des ,,profil". Veröffentlichungen in ,,Süddeutsche Zeitung", ,,taz, ,,Le Monde", ,,Libération", ,,La Croix". Er ist Autor vergleichender Analy.. Seite 151 online blättern




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