Seite 2 >

Jüdisches Echo 2017



Suchergebnisse für "österreichischen":

Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 68: rlebende zur Last legten, er habe ihr Eigentum unterschlagen und sich unter Ausnutzung ihrer Notlage bereichert. Am Fall des österreichischen ,,Judenschleppers" Josef Schleich lässt sich die Ambivalenz der Thematik verdeutlichen. Denn andere von Schleich gerettete ehe malige Flüchtlinge versuchten jahrelang, die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem zu einer Ehrung Schleichs als ,,Gerechter unter den Völkern" zu bewegen. Das Ansinnen wurde mit der Begründung abgelehnt, dass Schleic.. Seite 68 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 69: ihre Flüchtlinge aus NS-Deutschland und Öster reich 1933 ­ 1938. Wien, Köln, Weimar: Böhlau Verlag. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hg.) (1987), Österreicher im Exil. Belgien 19381945. Wien: Deuticke. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hg.) (1984), Österreicher im Exil. Frankreich 19381945. Wien: Deuticke. 1 Zit. in: Unabhängige Expertenkommission Schweiz ­ Zweiter Welt krieg 2002, S. 154 f. 3 Das hat etwa Hans-Dieter Arntz in seinem Bu.. Seite 69 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 72: ebte in Wien die Befreiung. Eine angloamerikanische Commission for Palestine, die 1946 Österreich bereiste, spricht von 4500 österreichischen Juden, die sich im ganzen Land aufgehalten haben sollen, davon seien allerdings lediglich ,,1730 Glaubensjuden". Hinzu kamen 2200 Rückkehrer, die entweder die Konzentrationslager überlebt hatten oder aus dem Exil heimgekehrt waren, sowie rund 4500 Entwurzelte, die in Österreich hängen geblieben waren. Im Jahr 1949 zählte die Kultusgemeinde in Wien e.. Seite 72 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 74: merikanischen Joint Distribu tion Committee, finanziert. Sie kooperierten mit zionisti schen Organisationen und auch mit den österreichischen Behörden, welche die ungeladenen Gäste so schnell wie nur irgend möglich loswerden wollten. Den Verantwortlichen im Nachkriegsösterreich fielen die Überlebenden zur Last. Nicht nur weil sie die angespannte Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungs mitteln erschwerten. Vor allem stellten die jüdischen Flüchtlinge schon allein durch ihre Existenz und ih.. Seite 74 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 75: g in einem telegraphischen Bericht nach London zu dem Schluss kam, der Antisemitismus sei schon immer fester Bestandteil der österreichischen Mentalität gewesen, man müsse ihn gleichsam wie eine Naturgegebenheit akzep tieren. Sogar im achten Jahr nach dem Untergang der staat lichen Ausrottungspolitik lebten die alten Denkmuster fort. ,,Wir haben uns schon sehr gewundert, als im Zuge der so genannten Befreiung nicht nur wirkliche Ameri kaner, sondern auch zahlreiche amerikanisch uniformier.. Seite 75 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 77: Sie gaben den Ton für die künftige Stimmungslage im Land vor. ,,Die polnischen Juden sollen nicht nach Öster reich kommen, wir Österreicher brauchen aber auch die anderen nicht!", polterte der Volksredner Kunschak unter dem Beifall Tausender Manifestanten und bekannte stolz am Ende seiner Brandreden: ,,Ich bin immer ein Antise mit gewesen und bin es auch heute noch!" Ausländische Irritationen über diese Äußerungen versuchte Bundes kanzler Figl mit dem Hinweis zu beschwichtigen, sein Parteifreund.. Seite 77 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 96: tion ist als damals. Ich muss immer wie der an die Szenen denken, die ich im vergangenen Jahr bei Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze erlebt habe. Ich kam mit meinem Sohn Oliver von einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Melk, wo mein Vater ermordet wurde. Wir mussten zwangsläufig ganz nah an die Schlange der Warten den heranfahren: Die Müdigkeit, Hoffnungslosig keit und Erschöpfung in den Gesichtern der Kinder und ihrer Mütter haben mich tief berührt. Niemand nimmt solch einen g.. Seite 96 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 107: iner Justizanstalt. DERAD hat 106 seit Februar 2016 eine Kooperation mit dem Justizministerium zur Extremismusprävention in österreichischen Justizanstalten. Sie sprechen mit Jugendlichen, die nach § 278b, also Unterstützung einer terroristischen Organisation, verurteilt worden sind. Wie sieht Ihre Interventionsarbeit konkret aus? Wir versuchen in intensiven Gesprächen herauszu finden, ob die Personen ideologisiert sind oder ob ganz andere Motive hinter ihren Taten stecken. Es gibt Leute.. Seite 107 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 121: be dienen wollte. In der Auseinandersetzung über die Gewährung von Minderheitenrechten auf der Grundlage des Artikels 7 des österreichischen Staatsvertrages spielten auf beiden Seiten die historischen Traumata eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite gibt es die Position ,,entweder-oder", und auf der Seite der Volksgruppe wird die Position ,,alles oder nichts" praktiziert. Es haben sich zwei Mentalitäten herauskristallisiert: aufseiten der Mehrheit ein legitimis tisches Geschichtsverstän.. Seite 121 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 127: gelungen war, einen erfolgreichen Aufstand gegen die Unterdrückung des freien Wortes zu führen. Havel hatte das Angebot des österreichischen Bundeskanzlers Bruno Kreisky gehabt, nach Österreich auszuwandern und in Sicherheit zu le ben. Doch er zog es vor, ins Gefängnis zu gehen und dort seine ,,Briefe an Olga" zu schreiben. Und wieder bilden Briefe das Prosa-Hauptwerk eines Autors. Man kann von niemandem verlangen, ein Held zu wer den, aber man darf von allen, denen das freie Wort zur V.. Seite 127 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 130: nn Politiker der polnischen, tschechischen und ungarischen Regierung sowie Politiker der französischen, niederländischen und österreichischen Opposition für muslimische Zuwanderer keinen Platz sehen wollen, dann sind sie zu willfährigen Helfern der islamistischen Hassprediger geworden. Sie machen sich zum lebenden Beweis dafür, dass der Westen einen Kampf der Kulturen Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE 129.. Seite 130 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 133: Stadtpark" (Bauer, Frischmuth, Handke, Roth etc.) hatten da keinen Platz. Zum offenen Konflikt kam es nach dem Rücktritt des österreichischen PEN-Vorsitzenden Alexander LernetHolenia. Der Ex-Kavallerist hatte diesen Schritt aus Protest gegen die Verleihung des Literaturnobelpreises 1972 an den deutschen Romancier und internationalen PEN-Präsidenten Heinrich Böll gesetzt, den LernetHolenia für einen Sympathisanten der Baader-MeinhofTerroristen hielt. Um seine Nachfolge bewarb sich Hilde Sp.. Seite 133 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 137: österreichischen Tageszeitung ,,Der Standard" erschienen zwei Tage vor dem internati onalen Tag der Pressefreiheit. Etwas später erreicht die Redaktion ein Schreiben, in dem polnische Repräsen tanten von Pollack die ,,Richtigstellung seiner Thesen" einfordern. Der Brief wurde ,,zur Kenntnisnahme" auch an höchste politische Amtsträger geschickt. Das war und ist ein Zensurversuch in Reinkultur. Das polnische Kulturinstitut in Wien beendete ent sprechend flugs auch die Zusammenarbeit mit Ma.. Seite 137 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 138: tückischen Krankheiten (er kehrte mit Bauchtyphus heim, an dem er beinahe gestorben wäre), von seinem eifrigen Bemühen, die österreichischen Stellungen in vor derster Linie gegen die Russen schusssicher auszubauen. Natürlich gelang das nie. Eine oft tödliche Sisyphusarbeit. Die Angehörigen der nicht berittenen Truppe, Infanteris Todesmetaphorik umfangene Galizien bis heute Archi v M ar t i n P o l l ack einen Glanz aus. Meine ersten Vorstellungen von Galizien waren durchwegs bedrücke.. Seite 138 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 139: man von einem boshaften Schicksal geworfen wurde, um zu grunde zu gehen, um elend zu krepieren. Das findet sich auch in der österreichischen Literatur, etwa beim Dichter Georg Trakl, der 1914 als Militärapotheker zum Kriegs dienst eingezogen und nach Galizien abkommandiert wurde. Einen Monat später machte er die Schlacht bei Gródek in der Nähe von Lemberg mit, bei der er, allein und ohne ausreichende Mittel, hundert Schwerstverletz te zu versorgen hatte. Dazu kam, dass kurz vor dem Ge me.. Seite 139 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 140: n Brody stammende Dichter Joseph Roth beschreibt in seinem berühmten Roman ,,Radetz kymarsch" solche Bilder: ,,Der Krieg der österreichischen Armee begann mit Militärgerichten. Tagelang hingen die echten und die vermeintlichen Verräter an den Bäumen auf den Kirch plätzen, zur Abschreckung der Lebendigen. Aber weit und breit waren die Lebenden geflohen. Rings um die hängenden Leichen an den Bäumen brannte es, und schon begann das Laub zu knistern, und das Feuer war stärker als der ständige.. Seite 140 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 150: is heute als Schriftsteller und Übersetzer arbeitet. Mit seinen Übersetzungen ist er als Botschafter für die Literaturen der österreichischen Volksgruppen einge- Vol.65: BEDROHUNGEN, FEINDBILDER, SÜNDENBÖCKE 149.. Seite 150 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 151: sie dem englischsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Überdies hat er beim US-Verleger Schocken Books eine Anthologie der österreichischen Lyrik nach 1945 vorgelegt. www.herbertkuhner.com Leder Danny. Geboren 1954. In einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Arbeitet seit 1982 in Paris als Journalist. Korrespondent der österreichischen Tageszeitung ,,Kurier". Bis 1989 auch Korrespondent des ,,profil". Veröffentlichungen in ,,Süddeutsche Zeitung", ,,taz, ,,Le Monde", ,,Libé.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2017Seite 152: österreichischen Volksbildung 2007 und dem Concordia-Preis. Seit 2009 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Wien. Sie hat zahlreiche Sachbücher und Romane sowie einen Gedichtband veröffentlicht. Sowohl der Band ,,Russland mit und ohne Seele" (Ecowin, 2009) als auch ihr Buch ,,Allein zu Hause" (Ecowin, 2011) schafften es in Österreich auf die Bestsellerlisten. Ihr jüngstes Buch, der Roman ,,Warten auf Gianni", ist 2016 im Residenz Verlag erschienen. Segenreich Ben. Geboren 1952 i.. Seite 152 online blättern




zurück zum Anfang von "Jüdisches Echo 2017"