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Jüdisches Echo 2017

Seite 14 Jüdisches Echo 2017ihrer ,,Rasse", religiösen Zugehörigkeit oder Ethnizität
angreifen. Hier könnten Plattformen wie Facebook oder
Twitter ihre eigenen Regeln konsequenter umsetzen.
Zunehmend regt sich in etlichen Ländern der Wi
derstand gegen die Hassrede, die wir online beobachten:
Zum Beispiel haben etliche Internetnutzer auf Twitter
ihren eigenen Namen mittlerweile in drei Klammern
gesetzt. Sie wollen sich damit solidarisch zeigen mit je
nen Jüdinnen und Juden, die hier von Neonazis digital
gebrandmarkt wurden. Das Ziel ist, für diese nicht er
kennbar zu machen, wer nun Jude ist und wer nicht.
Solche Beispiele digitaler Zivilcourage sind bedeutend:
Jede und jeder Einzelne hat die Macht zu signalisieren,
ob sie oder er diesen Antisemitismus ablehnt. Eine be
sonders intelligente Methode gegen den Hass im Netz
ist dabei Humor.
Humor kann eine Form von Widerstand sein ­
selbst unter den allerschlimmsten Umständen. Schon
Sigmund Freud schrieb: ,,Der Humor hat nicht nur et
was Befreiendes wie der Witz und die Komik, sondern
auch etwas Großartiges und Erhebendes (...). Das Groß
artige liegt offenbar im Triumph des Narzissmus, in der
siegreich behaupteten Unverletzlichkeit des Ichs."
Der Journalist Yair Rosenberg vom ,,Tablet"-Magazin
macht sich beispielsweise sehr gekonnt über antisemiti
sche Vorurteile lustig. Auf Twitter schrieb er einmal: ,,Mein

12.000. Follower kriegt ein Gratisticket zum geheimen
Treffen, bei dem wir Juden entscheiden, wer der republi
kanische Präsidentschaftskandidat sein wird." Daraufhin
retweeteten tatsächlich Neonazis diese satirische Wortmel
dung und sahen es als Beleg der jüdischen Weltverschwö
rung. Woraufhin Rosenberg antwortete: ,,Das war ein Witz.
Wir entscheiden so etwas nicht bei einem Treffen. Wir klo
nen künftige Präsidenten einfach in unserem Labor." Den
Screenshot dieser absurden Unterhaltung teilte er online ­
und wurde dafür mehr als viertausend Mal retweetet.
Humor ist nur eine von vielen möglichen Antwor
ten auf den Hass im Netz. Das Entscheidende ist aber: Es
gibt Reaktionsmöglichkeiten ­ wir müssen sie nur end
lich nutzen.
2

Lesetipp:
Ingrid Brodnig
Hass im Netz
Was wir gegen Hetze, Mobbing und
Lügen tun können.
Brandstätter Verlag, Wien 2016
www.brandstaetterverlag.com

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