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10 Jahre Koblenz

Seite 4 10 Jahre Koblenz10 Jahre Kultur- und Schullandschaft
Ein Resümee von Dr. Margit Theis-Scholz
Zum 10-jährigen Jubiläum gratuliere ich ,,Blick aktuell Koblenz"
als Kultur- und Schuldezernentin
der Stadt Koblenz recht herzlich
und bedanke mich gleichzeitig
für die stets gute Zusammenarbeit
im Rahmen der Berichterstattung
über kulturelle und schulische Projekte in unserer Stadt.
Auch wenn ich erst seit Dezember
2015 dieses Amt ausübe, möchte
ich diesen Anlass nutzen und einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Kultur- und Schullandschaft in den vergangenen
10 Jahren versuchen sowie einen
Ausblick auf die kommenden 10
Jahre wagen.

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Dr. Margit Theis-Scho
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der Stadt Koble

Koblenz - ein wichtiger Bildungsstandort
In seiner Funktion als Oberzentrum ist Koblenz ein wichtiger Bildungsstandort, auch wenn die Schülerzahl insgesamt, vor allem bedingt durch den demographischen Wandel, leicht gesunken ist. Im
aktuellen Schuljahr 2016/2017 werden an unseren 43 städtischen
Schulen insgesamt 20.859 Schüler/innen unterrichtet. Im Bereich des
Schulbaus wurden neben etlichen Brandschutzsanierungen sowie
energetischen Sanierungen an mehreren Schulen auch Neubauten
errichtet: Sporthallen an der Goethe Realschule plus und der Regenbogen Grundschule Lützel, Mensen in den Grundschulen Neuendorf
(Willi-Graf-Grundschule) und ­ vor kurzem erst eingeweiht ­ Schenkendorf sowie der Neubau des Schulgebäudes in Güls.
Daneben wurden die Ganztagsschulangebote in Koblenz sukzessiv
ausgebaut. Waren es im Schuljahr 2006/2007 erst 11 Ganztagsschulen
in städtischer Trägerschaft, findet mittlerweile an insgesamt 14 Schulen ein Ganztagsschulbetrieb statt, in den nächsten Jahren werden
Schritt für Schritt weitere Schulen hinzukommen.

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In den vergangenen Jahren veränderte die
landesweite Schulstrukturreform auch die lokale Schullandschaft in Koblenz. Beispielsweise
wurden im Rahmen der Schulstrukturreform
die Hauptschule Comenius geschlossen und die
anderen Hauptschulen in Realschulen plus umgewandelt. Mit der Novellierung des Schulgesetzes in 2014 wurden zudem Regelungen zum
inklusiven Unterricht, d.h. dem gemeinsamen
Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit
geistiger und/ oder körperlicher Beeinträchtigung, gesetzlich verankert. In diesem Kontext
wurde z.B. an der Diesterweg-Schule ein Förder- und Beratungszentrum eingerichtet sowie
der Ausbau der Barrierefreiheit an den Schulgebäuden vorrangig vorgenommen.
Auch in den nächsten Jahren werden die Einrichtung weiterer Ganztagsschulen sowie der
Ausbau der Barrierefreiheit weiterhin wichtige Handlungsfelder sein. Daneben gilt es
insbesondere auch den Bereich der Digitalen
Bildung zu fördern und im Rahmen eines kommunalen Bildungsmanagements die verschiedenen Bildungseinrichtungen im Sinne von
lebenslangem Lernen noch stärker miteinander zu vernetzen sowie die Zusammenarbeit
der Bildungseinrichtungen zu fördern. Vor
dem Hintergrund eines erweiterten Selbstverständnisses als Schulträger soll es im Verbund
mit anderen bildungsrelevanten Institutionen
gelingen, sich positiv auswirkende Synergien
in der kommunalen Bildungslandschaft zu erzeugen um auf diese Weise Bildungsketten zu
verknüpfen und Bildungsbiografien zu verbessern. Im Rahmen der Kulturellen Bildung sollen z.B. Möglichkeiten für berufsorientierende
Maßnahmen, ein optimiertes schulisches Übergangsmanagement, aber auch Kooperationen
von Schulen mit den städtischen Kultureinrichtungen intensiviert werden.

Festungsanlagen haben diese sich zudem zunehmend als attraktive Spielorte für kulturelle
Veranstaltungsorte erwiesen und bieten weiteres Potenzial für zukünftige Kulturangebote.
Die Stadtbibliothek und das Mittelrhein Museum haben in dem Kulturbau ,,Forum Confluentes" attraktive neue Räumlichkeiten gefunden, die auf hohen Zuspruch bei den Nutzern
und Besuchern stoßen.
Mit der Einführung des ,,Koblenzer Kulturfrühstücks" neben Kultursymposien sollen der Meinungsaustausch, die Informationsweitergabe
und die Ideenfindung unter den Kulturschaffenden und Kulturanbietern angestoßen werden.
Um das Ziel der kulturellen Nachwuchsförderung in allen Kulturbereichen intensiver zu verfolgen, werden Schritte wie u.a. die Durchführung regelmäßiger Kulturnutzerstudien und
die Einführung des Koblenzer Jugendkulturpreises unternommen. Die Stadt Koblenz unterstützt darüber hinaus mehrere studentische
Festivals.

Koblenz ­ ein äußerst vielfältiger
und lebendiger Kulturraum

Die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kulturwissenschaft der Universität erweist sich
als ein außerordentlich
bereicherndes Element in der
Entwicklung vieler
Vorhaben im Kulturbereich wie z.B. die Erarbeitung eines digitalen Kulturkalenders, informativer digitaler Kulturvermittlungskonzepte.
Von Seiten des Kulturdezernats begrüßen wir
die zunehmend feststellbaren und sich ausweitenden lokalen kulturellen Aktivitäten in den
Stadtteilen.

Die Stadt Koblenz stellt sich als ein äußerst vielfältiger und lebendiger Kulturraum mit großer,
auch regionaler und überregionaler Anziehungskraft dar. Dazu gehören die traditionsreichen Kultureinrichtungen wie das Koblenzer
Theater und seine Museen, das Musik Institut,
die Casinogesellschaft, aber auch die in ihren
Segmenten erfolgreichen Kulturanbieter der
Freien Szene.
Kulturelle Veranstaltungen wie u.a. die jährlich stattfindende Museumsnacht, das Kulturprojekt ,,Koblenzer Stadtfotograf", zahlreiche
regelmäßige Kunstausstellungen der Künstlervereinigungen und abwechslungsreiche literarische Veranstaltungen, z.B. die Verleihung des
Joseph Breitbach Preises und das neue Literaturprojekt ,,Koblenz liest ein Buch" zeichnen
Koblenz als Kulturstadt aus.
Einen wichtigen Unterstützungsbereich im
Rahmen der Koblenzer Erinnerungskultur und
entsprechend stattfindender Veranstaltungen
bildet die Förderung und Zusammenarbeit mit
Koblenzer geschichtsbezogenen Einrichtungen
und Vereinen.
Die grandios verlaufene BUGA 2011 wirkt neben anderen nachhaltigen Effekten auch in der
Koblenzer Kulturszene bis heute spürbar nach.
So haben sich neue, wirkungsreiche Netzwerke
wie die Koblenzer Gartenkultur und Kultur fördernde Vereine gebildet, die die Planung und
Umsetzung von Kulturprojekten unterstützen.
Durch den Ausbau der Koblenzer ehemaligen

,,Wir haben noch viel vor!
Wir haben somit noch viel vor, um Ihnen, liebe
Leserinnen und Leserinnen von ,,Blick aktuell
Koblenz", ein attraktives sowie umfangreiches
Kultur- sowie Bildungsangebot für Koblenz
und seine Umgebung bieten zu können.
Erstrebenswertes Ziel könnte die Auszeichnung
als europäische Kulturhauptstadt sein und der
Koblenzer Beitrag zur BUGA 2031 Bewerbung.
Bei den zukünftigen Aufgaben und Projekten
hoffe ich wie bisher auf Begleitung und Unterstützung in Form von adäquater Berichterstattung im ,,Blick aktuell Koblenz".

Dr. Margit Theis-Scholz
Kultur- und Schuldezernentin
der Stadt Koblenz

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