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Koblenz - Stadt am Deutschen Eck 2017

Seite 24 Koblenz - Stadt am Deutschen Eck 2017Koblenz

Die Stadt am Deutschen Eck

Der Koblenzer Manfred Hahn ist vielfältig ehrenamtlich aktiv

Im Alter noch voller Tatendrang
Dem 82-jährigen früheren Berufsmusiker liegen vor allem Projekte rund um die Natur am Herzen

Eines der Lieblingsprojekte von Manfred Hahn ist chulgarten Moselweiß,
der auf einem von ihm gespendeten Grundstück realisiert werden konnte.
Fotos: HH
Koblenz. Wenn man über Manfred Hahn etwas schreiben möchte, muss man schon in seiner
Kindheit anfangen. Geboren im
Februar 1935, lebt der heute 82Jährige seit 46 Jahren auf der
Karthause.
Seine ersten Lebensjahre waren
geprägt von den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Trotz Kriegsende
und Kapitulation im Mai 1945, erlebte er im Oktober desselben
Jahres Flucht und Vertreibung aus
seinem damaligen Heimatort Kranig/Kreis Guben (heutiges Polen)
in den Westen. Obwohl alle drei
Brüder aus der Familie Obstbauern werden sollten, war bei Manfred Hahn das Interesse an der
klassischen Musik immer stärker.
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Bereits im Oktober/November
1950 riss er im Alter von 15 Jahren von zu Hause aus und machte
sich auf den Weg nach Berlin.
Dort angekommen, kam er in einer kleinen Dachkammer unter,
bevor er vom, wie sich später herausstellte, ehemaligen Leibarzt
Hermann Göring in dessen Haus
aufgenommen wurde. Bei der Aufnahmeprüfung zum Musikstudium
traf Hans-Joachim Moser (der Vater der Sopranistin Edda Moser)
für ihn die Entscheidung. Damit
waren für Manfred Hahn die Weichen für seine musikalische Ausbildung gestellt. Nach erfolgreicher Prüfung als Hornist bekam er
von 1956 bis 1959 die erste Anstellung beim Heeresmusikkorps
in Berlin. Sein Weg führte dann
1959 nach Koblenz, wo er seine
Laufbahn bis 1996 bei der Rheinischen Philharmonie fortführte.
Leider konnte aufgrund einer Lippenoperation seine Tätigkeit als
Hornist nicht mehr ausüben, sodass er in den Ruhestand versetzt
wurde. Im Jahr 1967 bekam er
wegen seiner großen musikalischen Vielseitigkeit bei der Rheinischen Philharmonie den Titel
,,Kammermusiker" verliehen. Ab
1978 unterrichtete er an der
Kreismusikschule in Limburg und
verstand es, durch sein vorbildliches und diszipliniertes Verhalten
die Schüler für die Musik zu begeistern.
Die ,,grüne Lunge"
von Koblenz erhalten
Seit dem Ruhestand geht Manfred Hahn seinem lang gehegten
Hobby, der Gärtnerei, nach. Neben seinem eigenen Garten setzt
er sich mit enormer Kraft und
Energie für sein besonderes Ziel,

den Erhalt des Moselweißer
Hangs als naturverbundene Gartenanlage und zur Sicherung der
,,grünen Lunge" für die Stadt Koblenz, ein. Er ist Mitbegründer und
seit 1998 erster Vorsitzender der
,,Interessengemeinschaft der Hobby-Gärtner im Moselweißer Hang
e.V.", in Moselweiß auch die
,,Muuregärtner" genannt, die 2015
das 20-jährige Bestehen feierten.
Sein besonderes Augenmerk richtet er auf die junge Generation,
um sie vor allem für die Natur zu
begeistern und ihnen das Gärtnern und das Arbeiten mit Pflanzen und Bäumen näherzubringen. Das Land Rheinland-Pfalz ehrte Hahns vielfältigen Einsatz mit der VerMit der Grundschule Moselweiß, dienstmedaille des Landes, die Staatssekretär David Langner (r.) feierlich
der Universität Koblenz, dem Kin- überreichte.
derhaus Montessori und vielen re- ander. Ein fester Bestandteil im Vorschlag des Schülerparlaments
gionalen Vereinen ruft er in Zu- Moselweißer Vereinskalender ist der Grundschule Moselweiß, eine
sammenarbeit mit dem BUND im- mittlerweile das am zweiten Juni- besondere Ehrung.
mer wieder neue Projekte und wochenende gefeierte Erdbeer- Die Stadt Koblenz würdigte sein
Ideen ins Leben, die vor allem fest.
Wirken mit dem Ehrenamtspreis
Kinder und junge Menschen an- Die Einnahmen aus den entspre- in der Kategorie ,,Schule und Kinsprechen. Aus diesem Gedanken chenden Festivitäten werden im- dergarten". Erst kürzlich wurde er
heraus, der seit 2002 in ihm reifte, mer für gemeinnützige Zwecke für seinen unermüdlichen selbstspendete er 2012 den Grund- gespendet oder zur Realisierung losen Einsatz die Jugend mit der
schülern aus Moselweiß ein Gar- neuer Projekte verwendet. Man- Verdienstmedaille des Landes
tengrundstück, um einen Schul- fred Hahns herausragendes En- Rheinland-Pfalz geehrt.
garten zu gründen. Mit großem Ei- gagement für junge Menschen er- In seinem Berufsleben gab es die
fer wird dort gemeinsam
fuhr durch die Verleihung der Tonfarben in der Musik, und in
gepflanzt, geerntet,
,,Goldenen Summi" (Ehrenamts- seiner Freizeit sind es die Farbtögepflegt und anpreis der Rhein-Zeitung) ne der Natur, die ihn immer wieschaulich
ge2015, auf
der antreiben. Er hat
lehrt, welchen
Manfred Hahn mit
noch viel vor.
Schaden beiseinem allerersten
- HH spielsweise der
Instrument.
unsachgemäße
und leichtfertige
Umgang mit der Müllentsorgung in der Natur anrichten kann. Aus diesem
Projekt entstand der
mittlerweile jährlich
stattfindende Koblenzer
,,Dreckweg-Tag".
Kennenlernen
und Austausch
fördern
Viele Feste für
alle Altersklassen initiiert und
organisiert
Hahn mit der
Interessengemeinschaft Moselweißer Hang,
zum
gemeinsamen Erleben der
Natur und zum Kennenlernen und Austausch der Bewohner
aller Stadtteile unterein-

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