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Jüdisches Echo 2015

Seite 153 Jüdisches Echo 2015publizierte er in der Literaturzeitschrift ,,Hundsblume" Lyrik. Schon
1970 veröffentlichte er einen ersten Roman, ,,Kassandra". Weithin
bekannt wurde er allerdings erst durch den 1992 veröffentlichen
Roman ,,Gebürtig". Unter den weiteren Werken: der Roman ,,Der Kalte"
(2013) und die Gedichtsammlung ,,Scharlachnatter" (2015).

Schmiederer, Ernst. Geboren 1959 in Salzburg. Studierte in Salzburg,
Bremen und Innsbruck Kommunikations- und Politikwissenschaft,
Dr. phil. War Journalist beim ,,profil" und Chefredakteur von ,,Format".
Seit zehn Jahren lässt er in der Kolumne ,,Drinnen/Draußen" in der
,,Zeit" (Österreich-Ausgabe) jede Woche einen im Ausland geborenen
Menschen zu Wort kommen. In einem Gemeindebau auf der Wiener
Fischerstiege betreibt er das blinklicht.media.lab und dort das Interkulturportal importundexport.at. Er hat u. a. das Buch ,,IMPORT/EXPORT:
Lauter Ausländer/Noch mehr Ausländer" (Wieser Verlag) publiziert und
gibt in der edition IMPORT/EXPORT die Reihe ,,WIR. Berichte aus dem
neuen OE" (wirberichten.at) heraus. Dort erscheint nun in einer Kooperation mit dem Institut für die Geschichten der Gegenwart das Manifest
,,Das Parlament der Unsichtbaren" des französischen Historikers Pierre
Rosanvallon auf Deutsch.

Scholl, Susanne. Geboren 1949 in Wien. 1972 Doktorat der Slawistik
an der Universität Rom. 1973/1974 Studienaufenthalt an der
Universität Leningrad. Sie erlernte das journalistische Handwerk in der
Auslandsredaktion der Austria Presse Agentur und arbeitete ab 1985
in der Osteuropa-Redaktion des ORF. Sie hat 1989 als ORF-Korrespondentin in Bonn das Ende der DDR miterlebt und danach von 1991 bis
2009 mit einer kurzen Unterbrechung aus Moskau berichtet. Scholl
wurde mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und
Kunst und zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie dem Axel-Corti-Preis
der österreichischen Volksbildung 2007 und dem Concordia-Preis.
Seit 2009 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Wien. Susanne
Scholl hat zahlreiche Sachbücher und Romane sowie einen Gedichtband veröffentlicht. Sowohl der Band ,,Russland mit und ohne Seele"
(Ecowin, 2009) als auch ihr Buch ,,Allein zu Hause" (Ecowin, 2011)
schafften es in Österreich auf die Bestsellerlisten. Ihr jüngster Romanerfolg, ,,Emma schweigt", ist 2014 im Residenz Verlag erschienen.
Segenreich-Horsky, Daniela. Geboren 1959 in Wien. Studium in
Paris, Wien und New York, in Design und PR für Theaterproduktionen
und Kunstevents. Ab 1986 als freie Journalistin bei den Magazinen
,,trend" und ,,Cashflow". 1988 Auswanderung nach Israel, Studium
der Kunst- und Familientherapie, Tätigkeit als Therapeutin. Zahlreiche
Beiträge für Printmedien in Österreich, Deutschland und der Schweiz
(u. a. ,,Der Standard", ,,Die Welt", ,,Neue Zürcher Zeitung" und ,,Wina").
Freie Mitarbeiterin des ORF. Ihr Buch ,,Zwischen Kamelwolle und Hightech" erschien 2014 im Styria-Verlag.
Stackl, Erhard. 1948 in Wien-Mödling geboren. Studien an der
Hochschule für Welthandel (nun Wirtschaftsuniversität) und an der
Uni Wien, M. A. Im Jahr 1970 Gründungsmitglied des österreichischen
Nachrichtenmagazins ,,profil", zuerst in den Bereichen Kultur und
Wirtschaft, später Leiter des Auslandsressorts und stellvertretender
Chefredakteur. Schreibt seit 1991 für die Wiener Tageszeitung ,,Der
Standard"; journalistische Beiträge u. a. für ,,The New York Times"
(International Weekly), ,,Die Zeit" und das ,,Südwind-Magazin". Seit
den 1980er-Jahren zahlreiche Recherchereisen nach Ostmitteleuropa,
in den Nahen Osten und nach Lateinamerika. Als ,,Friedensjournalist"
wurde er im Jahr 2000 mit dem Humanitätspreis der Heinrich-TreichlStiftung des Österreichischen Roten Kreuzes ausgezeichnet. Für sein
Buch ,,1989 ­ Sturz der Diktaturen" (Czernin-Verlag, 2009) erhielt er

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2010 den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (Hauptpreis).
Jüngste Publikation: ,,Atención! Die besten Reportagen aus Lateinamerika" (Czernin-Verlag, 2014).

Szyszkowitz, Tessa. Geboren 1967. Journalistin und promovierte
Historikerin (Universität Wien), die sich seit Jahren mit dem politischen
Islam beschäftigt. Sie war Nahostkorrespondentin (1994 bis 1998)
und Russlandkorrespondentin (2002 bis 2010) für das Magazin
,,profil". Ihr Buch ,,Trauma und Terror" (Böhlau-Verlag, 2008) handelt
vom Einfluss kollektiver Traumata auf nationale Bewegungen am
Beispiel von Tschetschenen und Palästinensern. Szyszkowitz lebt u. a.
als ,,profil"-Korrespondentin in London und betreibt das zweisprachige
Blog ,,szylog" auf www.tessaszy.com.

Vertlib, Vladimir. 1966 in Leningrad (heute St. Petersburg), UdSSR,
geboren. 1971 Emigration der Familie nach Israel. 1972 Übersiedlung
nach Österreich, 1975 in die Niederlande, kurze Zeit später abermals
nach Israel, 1976 nach Zwischenstation in Rom wieder nach Österreich,
1980 in die USA und schließlich 1981 endgültig nach Österreich. 1984
bis 1989 Studium der Volkswirtschaftslehre in Wien. Freier Mitarbeiter
bei einer japanischen Presseagentur. 1990 Zivildienst in einem geriatrischen Tageszentrum. Danach einige Jahre bei einer Versicherung und
einer Bank tätig. Seit 1993 freiberuflicher Schriftsteller und Journalist
in Salzburg. Zahlreiche Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften.
Redaktionsmitglied der Wiener Literaturzeitschrift ,,Zwischenwelt.
Zeitschrift für Literatur des Exils und des Widerstands". Zahlreiche
Publikationen, darunter: ,,Abschiebung" (Otto Müller Verlag, 1995),
,,Zwischenstationen" (Deuticke, 1999), ,,Das besondere Gedächtnis der
Rosa Masur" (Deuticke, 2001 und dtv-Taschenbuch, 2003), ,,Letzter
Wunsch" (Deuticke, 2003) sowie ,,Mein erster Mörder" (Deuticke, 2006
und dtv 2008). Zuletzt erschienen: ,,Am Morgen des zwölften Tages"
(Deuticke, 2009). ,,Schimons Schweigen" (Deuticke, 2012) und ,,Ich
und die Eingeborenen. Essays und Aufsätze" (Thelem, 2012). Sein
jüngster Roman, ,,Lucia Binar und die russische Seele", schaffte es auf
die Longlist des Deutschen Buchpreises.

Weiss, Alexia. Geboren 1971, lebt als freie Journalistin und Autorin
in Wien. Germanistikstudium und Journalismusausbildung an der
Universität Wien. Seit 1993 journalistisch tätig. Derzeit ist sie Redakteurin des jüdischen Magazins ,,Wina" und bloggt regelmäßig zum
Thema ,,Jüdisch leben" auf www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/
juedisch_leben. Ihr erster Roman, ,,Haschems Lasso", erschien 2009
im Milena Verlag, das Kinderbuch ,,Dinah und Levi. Wie jüdische Kinder
feiern" 2011 im Annette Betz Verlag. Im Frühjahr 2014 präsentierte sie
ihren zweiten Roman, ,,Endlosschleife" (Iatros Verlag).
Wodak, Ruth. Geboren 1950 in London als Tochter einer österreichischen Diplomatenfamilie. Volksschule in Belgrad, Matura in Wien. 1974
promovierte sie ,,sub auspiciis Praesidentis" in Sprachwissenschaften,
Habilitierung mit dreißig; ab 1991 war sie ordentliche Professorin in
Wien. 1996 erhielt sie den Ludwig-Wittgenstein-Preis, Österreichs
höchstdotierten Forschungspreis. 2004 übernahm sie den Lehrstuhl
für Diskursforschung an der britischen Lancaster University. Ihr jüngstes
Buch, ,,The Politics of Fear. What Right-Wing Populist Discourses Mean",
ist im September 2015 bei Sage Publications, London, erschienen.

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