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Jüdisches Echo 2015



Suchergebnisse für "stadt":

Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 3: 0-935, E-Mail: service@falter.at www.faltershop.at Gefördert durch: Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien 2 DASJÜDISCHEECHO.. Seite 3 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 5: ntität? 33 Mein zweites Exil Ein US-Emigrant und Erfolgsschriftsteller, 1924 in Wien geboren, im April 2015 in seiner Geburtsstadt gestorben, zog in seiner letzten Rede ein Resümee seines Lebens ­ und schrieb erstmals seit seiner Flucht in deutscher Sprache. 40 ,,Mit der Ambivalenz leben lernen" Mit der Filmemacherin und Autorin Ruth Beckermann sprach Erhard Stackl über Veränderungen und Konstanten des jüdischen Lebens in Wien. Von Frederic Morton 46home 36 Die wiedergewonnene Vertraut.. Seite 5 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 7: misten sind eher Rivalen als Gegner. Eine in den USA lebende chilenische Schriftstellerin über ihre Eindrücke von der Heimatstadt ihrer Urgroßmutter, die dem Holocaust knapp entkam. Die Autorin ließ sich zu einem Gedichtzyklus inspirieren, von dem einige Beispiele auf Spanisch und Englisch vorgestellt werden. Von Isolde Charim Von Marjorie Agosin 125 ,,Wiens Chance, ein globales Zentrum zu werden" 147 Grenzen, Stimmen Mit Matti Bunzl, Auswanderer und nun Rückkehrer als neuer Direkto.. Seite 7 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 8: folgte nach dem Holocaust vor ein oder zwei Generationen. Und ja: Wir sind bestens integrierte, loyale Bürger/-innen unserer Stadt, unseres Landes und Europas, identifizieren uns gleichzeitig mit dem Judentum, seiner Kultur und Tradition, sind religiös oder nicht, und die allermeisten bekennen sich auch zu Israel als jüdischem Staat und ideeller Heimat des weltweiten Judentums. Aber was bedeutet es überhaupt, Jude/Jüdin zu sein, sich jüdisch zu fühlen? Darauf gibt es viele Antworten. Bei .. Seite 8 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 24: n über die schöne Tante mit der Lungentuberkulose, über die Urgroßmutter, die man mit weit über achtzig Jahren nach Theresienstadt deportiert hatte. Was geht dich das eigentlich an?! Für den Satz ,,Meine Familiengeschichte geht mich etwas an" war ich zu jung und unsicher, und die Aggression der Fragestellerin viel zu deutlich. Mit all dem war ich beschäftigt, lange genug, und daher hat es vielleicht so lange gedauert, bis ich, als weitere Spielart der Verwicklungen, Israel an mich heranla.. Seite 24 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 25: er das Meer, ich saß auf der richtigen Seite und auf einmal tauchte hinter ein paar flaumigen Wolken Tel Aviv auf, die weiße Stadt, die leicht geschwungene Küstenlinie. Da packte mich das Unbewusste auf einmal brutal am Hals und schüttelte mich durch, und ich dachte hysterisch hunderte Male hintereinander den völlig banalen Satz: ,,Es gibt es wirklich. Israel gibt es wirklich." Denn in diesem Moment stürzten die verschiedenen Konzepte von Israel in eins zusammen: Das mythische Israel mei.. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 31: einhalb Jahre versteckt hatte. Der andere Großvater kehrte aus einem Internierungslager in der Schweiz zurück in seine Heimatstadt, gemeinsam mit seiner Frau, die er dort kennengelernt hatte und die aus Berlin stammte. Und die andere Großmutter wusste nach der Befreiung aus Theresienstadt auch keine andere Destination als ihren Geburtsort. Ich hatte also von früh an ein vages Verständnis davon, dass Menschen, die in diesem Land lebten und leben, meinen Vorfahren großes Leid zugefüg.. Seite 31 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 32: ", etwa Bagels mit Räucherlachs New York sei ja nicht das ,,richtige" Amerika. Das mag in vielen Aspekten stimmen, denn die Stadt hat mehr Bioläden und weniger Waffen als andere Teile des Landes. Doch wenn man das jüdische Amerika kennenlernen will, ist New York authentisch. Zehn Prozent der Bevölkerung, oder rund 800.000 Menschen, sind Juden. Zu Jom Kippur schließen die öffentlichen Schulen. Ich lernte schnell, dezent angebrachte Mesusot an Geschäftseingängen zu erkennen. Ich stürzte mi.. Seite 32 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 34: dene Autor seinen Text auf Deutsch. Wenige Tage später ist er in seiner H aus der Barmherzigkeit /Hinterramsko gler Geburtsstadt gestorben. Ich will heute Abend über die zwei Exile sprechen, die ich in meinem Leben durchmachen musste. Das erste Exil betrifft den Auszug aus meiner geografischen Heimat. Damit meine ich nicht nur Österreich im Allgemeinen oder Wien, sondern dieses Grätzl, genau hier. Denn meine Mutter wurde in Ottakring geboren, in der Friedrich-Kaiser-Gasse 100, wenige G.. Seite 34 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 35: brachte ich es irgendwie zustande, den wahrscheinlich einzigen Roman zu schreiben, der sich ausschließlich in der Wiener Vorstadt abspielt, aber nur aus englischen Sätzen besteht. Das Wort ,,aber" ist hier jedoch doppelbödig. Es drückt das Heimweh eines Menschen aus, der aus dem Vaterland, aus der Muttersprache und aus der heimatlichen Mundart entwurzelt ist ­ und verbirgt in diesem Schmerz einen sonderbaren Nutzen, den ich als angehender amerikanischer Schriftsteller aus dieser Entwurze.. Seite 35 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 37: sches Seicherl" zu sein, noch dazu als Fabrikantenkind und Brillenträger von Kindesbeinen an, was alles seine Lage in der Vorstadt nicht gerade erleichtert hat. Darum war ihm so wichtig, auf dem Sportplatz zu brillieren und nicht in der Schule, so das Klischee der Antisemiten Lügen strafend. Dass später einmal ein brillanter New Yorker Intellektueller aus ihm werden würde, dessen Stimme Gewicht hatte, das war noch keineswegs absehbar. 1940 in New York angekommen, als es der ausgeraubten, .. Seite 37 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 39: gasse" ein großes Buch über das vollständige Gelingen und vollständige Scheitern der jüdischen Assimilation in Wien. Und die Stadt kann sich heute noch so bemühen: Sie wird nie wieder zurückgewinnen, was sie aus eigener Schuld verloren hat. Aus Fritz Mandelbaum wurde Fred Morton, und alles war anders geworden ­ nicht alles. Morton hat mir von einer Tante erzählt, die ebenfalls nach New York fliehen konnte. Die stammte jedoch aus der Josefstadt. Diese Tante war regelmäßige Besucheri.. Seite 39 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 44: mich an eine Demonstration, die für mich ein entscheidendes Erlebnis war: Es ging gegen den Libanon-Krieg, man ist durch die Stadt zum Stephansplatz gezogen, und plötzlich hat jemand zu rufen begonnen: ,,Nazis raus aus dem Libanon." Ich war damals erstaunlich mutig und bin zum Wagen der Organisatoren gegangen. Peter Kreisky stand dort, und ich habe ihm gesagt, ich möchte in das Megafon sprechen. Ich habe erklärt, dass ich da nicht mitkann, und habe versucht klarzumachen, was das Gesagte b.. Seite 44 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 46: Stadt. Ich habe lang genug in Frankreich gelebt, dort gibt es auch Antisemitismus. Ich habe manchmal Sachen gehört, von denen mir nicht ganz klar war, was sie bedeuten. Hier spüre ich auch, was gemeint ist, wenn nichts gesagt wird. Das ist auch eine Art von Zugehörigkeit, eine unzugehörige. Man muss mit dieser Ambivalenz leben lernen. Die Wiener Eigenschaft der ,,uneigennützigen Gemeinheit", die manchmal durchaus auch eigennützig sein kann ... Auch wenn es nur kleine Sachen sind. ,,Da hab.. Seite 46 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 49: das Lager Engerau im kollektiven Gedächtnis von Bratislava vergessen. Seine Existenz passte nicht ins Selbstverständnis der Stadt: Engerau lag im zum Deutschen Reich gehörenden Gau Niederdonau, die Opfer waren ungarische Juden, die Täter österreichische Nationalsozialisten. Das jüdische Gemeindemuseum hat nun mit einer Ausstellung in der Synagoge von Bratislava die Rückbesinnung auf die verdrängte Stadtgeschichte initiiert. In der Synagoge von Bratislava: Erinnerungsarbeit 48 A.. Seite 49 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 50: ement zu verdanken, dass man sich nun auch in Bratislava diesem Teil der Geschichte zu widmen beginnt, die zur Identität der Stadt gehört und die dort dennoch in Vergessenheit geraten ist. Ein erster Schritt, Engerau wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen, war die von Maros Borský, Initiator und Leiter des jüdischen Gemeindemuseums von Bratislava, kuratierte Ausstellung ,,Zabudnutý príbeh Petrzalky ­ The Vol.64: Identität? Welche Identität? Forgotten Story of Petrzalka", die von.. Seite 50 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 53: en, befanden sie sich lange Zeit in der Alten Synagoge am Fischerplatz, dort, wo jetzt die Autobahn über die Neue Brücke die Stadt durchschneidet. Das Bauwerk ­ man mag es hässlich finden oder als Demonstration des Fortschritts in der KP-Zeit sehen ­ verbindet seit 1968 Petrzalka mit dem alten Kern von Bratislava. Um Platz für die Brücke zu machen, wurden 1968 die Alte Synagoge nahe dem Martinsdom und mehr als 220 Gebäude im ehemaligen jüdischen Viertel unterhalb der Burg gesprengt. Ob da.. Seite 53 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 54: rn saßen", treten heute in der Öffentlichkeit selbstbewusst als Juden auf und fühlen sich in Wien ,,zu Hause". Zudem hat die Stadt heute eine jüdische Infrastruktur, die weit entwickelter ist als die in anderen Städten mit viel größeren jüdischen Bevölkerungen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie es zu dieser Entwicklung gekommen ist. Was waren die Hauptfaktoren, die das jüdische Leben in Wien in den letzten siebzig Jahren beeinflusst haben, und wie haben sie gewirkt? Vol... Seite 54 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 56: achen sich selbst und ihren Freunden immer wieder, Wien so bald wie möglich zu verlassen. Sie fühlten sich als Fremde in der Stadt, blieben aber trotzdem. Heute fühlen sich die Wiener Juden in Wien ,,zu Hause" und beabsichtigen zu bleiben ­ solange Österreich eine Demokratie bleibt, die die Sicherheit ihrer jüdischen Bevölkerung vor dem steigenden linken, rechten und islamischen Antisemitismus schützen kann und will. Die Wiener Juden haben ihre Koffer ausgepackt. Die leeren Koffer wurden .. Seite 56 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 61: er Nachkriegsgenerationen investieren zunehmend in Wiener jüdische Institutionen und engagieren sich, jüdisches Leben in der Stadt zu stärken. Es hat sich auch ein Paradigmenwechsel in der jüdischen Gemeinde vollzogen: Die Wiener Juden sehen Israel nicht mehr als die einzige Quelle des Stolzes, der Kraft und des Selbstbewusstseins als Juden und fühlen sich daher nicht mehr von Israel abhängig. Die Unterstützung Israels dient heute nicht mehr der Beruhigung des schlechten Gewissens, sonder.. Seite 61 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 64: g sind im IKG-Mitgliederservice keinerlei Statistiken vorhanden. 10 Ein Eruv ist eine symbolische Abzäunung eines Teiles der Stadt, die es religiösen Juden ermöglicht, innerhalb dieses Gebiets am Schabbat zu tragen. DIE WELT STECKT VOLLER MÖGLICHKEITEN Genau wie meine Kreditkarte Alte Globetrotterweisheit: In der richtigen Gesellschaft wird Reisen umso schöner. Mit der richtigen Karte auch einfacher und sicherer. Gehen Sie deshalb nie ohne VISA-Karte oder MasterCard von card complete au.. Seite 64 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 68: lne solle achtsam sein, sich aber nicht fürchten. Und parallel wird um Zuwanderung geworben und dabei die Lebensqualität der Stadt gepriesen. Die Meldungen, die beim Forum gegen Antisemitismus eingehen, sprechen eine deutliche Sprache: 2013 wurden hier 137 Vorfälle protokolliert, darunter 21 Beschimpfungen, 54 Sachbeschädigungen und Beschmierungen, sieben tätliche Übergriffe. Ein Jahr später, 2014, gingen fast doppelt so viele Meldungen ein, 255 insgesamt, davon neun tätliche Übergriffe. .. Seite 68 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 86: ller Touristen besuchen Wien wegen der Kultur Jeder in Kultur investierte Euro kommt IN ZAHLEN dreifach zurück Wien. Die Stadt fürs Leben. KULTUR WIEN Weltoffenheit, Lebensgefühl und unverwechselbares Flair. Kultur zahlt sich aus ­ und Wien hat viel von ihr zu bieten! Das Angebot ist ebenso reichhaltig wie vielfältig und wird auch ausgiebig genutzt: Allabendlich erfreuen sich zehntausende WienerInnen ­ und zahlreiche TouristInnen ­ an Open-Air-Festivals, Musik, Film oder Theater. De.. Seite 86 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 102: tischen Entscheidungen treffen muss!" Ihre eigenen Kinder wachsen in Jerusalem auf, in Baka, einem nicht religiösen Teil der Stadt, und ihre zwölfjährige Tochter wird ihre Bat Mizwa, die Zeremonie an der Schwelle zum Erwachsenwerden, dort in der feministisch-orthodoxen Synagoge feiern. ,,Meine Eltern betreten diese Synagoge nicht, das entspricht nicht ihren Glaubensvorstellungen", erklärt die Frauenrechtlerin. Gleichzeitig führt sie mit ihren Mädchen Diskussionen darüber, wie tief das Dek.. Seite 102 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 108: ein verwöhntes Leben in einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Wien, wie die anderen 180.000 jüdischen Bürger der Hauptstadt, obwohl in Berlin Hitler schon fünf Jahre an der Macht war und in Österreich das austro-faschistische Vol.64: Identität? Welche Identität? Regime von Dollfuß und Schuschnigg herrschte. Schon vier Jahre vor dem ,,Anschluss" musste ich in einer separaten Judenklasse im WasaGymnasium in die Schule gehen. In Palästina wurden mein Bruder und ich in zwei verschied.. Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 111: ie Grenze legal überquert hatte, sein Geld und das Handy. Drei Monate habe sich der jüdische Iraner in einer türkischen Grenzstadt versteckt, erzählt er bis ihm der Grenzschmuggler einen finnischen Pass brachte. Er dachte, dass der Weg ins Heilige Land nun frei sei ­ aber er täuschte sich. Von einem Beamten des israelischen Konsulats, den Avi in Istanbul aufsuchte, wurde er zum UNO-Büro in Ankara geschickt. ,,Man riet mir, in ein Land zu gehen, wo ich Asyl bekommen könnte." Avi beschließ.. Seite 111 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 113: n. Die Polizisten zwingen ihn, in umliegenden Dörfern zu arbeiten. Erst vier Monate später, im Oktober, sieht er seine Heimatstadt Host Dorohoi wieder. Doch in sein Haus kann er nicht mehr: Darin wohnen andere. Also schlafen er und seine Familie in der Synagoge. Kurz darauf werden seine Schwester, die drei Brüder, seine Mutter und er nach Transnistrien verschleppt. Der Vater des damals 15-Jährigen muss weiter Zwangsarbeit verrichten und bleibt allein zurück. Der 24-jährige Yigal lauscht M.. Seite 113 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 115: ich zur Ruhe setzen zu können. Endlich zur Ruhe. 2 Verdrängte Jahre Bahn und Nationalsozialismus in Österreich 1938 ­ 1945 Stadtmuseum Wiener Neustadt, 2700 Wiener Neustadt, Petersgasse 2a Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa, So 10-16 Uhr, Do 10-20 Uhr llungsA u s s te r : dau e is 2015 b 15.10. 6 201 10.01... Seite 115 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 116: war Deutsch, die zweite Englisch, die dritte Russisch. Die vierte, Lettisch, lernte sie nicht mehr, weil die Nazis 1940 die Stadt besetzten. Über Moskau flüchteten die Misrochs nach Palästina. Drei Tage nach dem Mittagessen beim Chinesen in Jerusalem rief mich mein Schwiegervater an und bat mich zum Tee ins Laromme-Hotel, wo er am späten Vormittag immer Station machte, um eine Zigarre zu rauchen. Mir schwante Übles. Der Weihnukka-Baum ­ in Wien gar nicht so selten 115.. Seite 116 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 118: ne multikulturelle, intellektuell herausfordernde Metropole. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Wien eine kleine, aber feine Stadt, in der selbstvergessen und stur immer noch im Kaffeehaus geraucht werden darf. Dazwischen aber war Österreich mit Lust und Wonne Teil des ,,Dritten Reichs" geworden. Wie konnten sich die Wiener in diesen Abgrund der Unzivilisiertheit stürzen? Nicht nur Kinder können dies heute nur schwer begreifen. Es ist für alle Eltern schwierig ­ jüdische wie nichtjüdische.. Seite 118 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 121: Michael Köhlmeier wirklich jemand, der in seiner Muttersprache schreibt? Sind Zuwanderer aus der Türkei, die hier, in dieser Stadt, leben, nicht in Wirklichkeit polyglott, wenn sie Vorarlbergisch, Deutsch, Türkisch, einen türkischen Dialekt und vielleicht noch eine weitere Sprache (z. B. Kurdisch) beherrschen? Und gibt es nicht seltsam hybride Sprachformen Sprachmischungen, zwischen all den erwähnten Sprachvarianten, die zu Hause oder im Alltag verwendet werden? Was sind die Muttersprach.. Seite 121 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 123: ht und in dem eine Partei mit rechtspopulistischen und rassistischen Slogans einen Wahlerfolg nach dem anderen feiert (diese Stadt ist ein gutes Beispiel dafür ), eine Abschottungspolitik befürwortet und nostalgisch eine Einheitskultur und -identität beschwört, die es nie gegeben hat, lohnt es sich, auf die Mehrfachidentitäten von uns allen hinzuweisen, mögen diese nun sprachlich, kulturell, familiengeschichtlich oder ganz anders bedingt sein. Viele Geschichten, die Autorinnen und Autoren.. Seite 123 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 127: uropäischer. Für mich ist eben das Verweilen in einem Kaffeehaus ein Kulturgut, das Wien-Museum am Karlsplatz: Wo steht die Stadt in 35 Jahren? 126 ich nicht missen will, die Lebensqualität hier in der Stadt ist letztlich tief in mir drinnen. Auch meine Identifikation mit der Geschichte dieser Stadt, vor allem mit der jüdisch-wienerischen des Fin de Siècle, mit Schnitzler, Mahler, Freud ... Nun planen Sie für die Neueröffnung des dann umgebauten Wien Museums im Jahre 2020.. Seite 127 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 128: piel dafür, was ich meine. Stellen Sie sich vor, Wien hätte nicht die Einwanderungswellen der letzten Jahrzehnte erlebt, die Stadt hätte jetzt 1,3 Millionen Einwohner, und die wären sehr, sehr alt. Wir gehen jetzt auf zwei Millionen zu ­ für 2029 ist das prognostiziert ­ und wir sind sehr jung. Es besteht kein Zweifel, dass diese Entwicklung ökonomisch eine gute Sache ist, Junge sind am Arbeitsmarkt, Sozialleistungen können finanziert, Pensionen gezahlt werden. Die Jungen sind dynamischer.. Seite 128 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 142: f der Suche nach den Wurzeln in Wien Eine in den USA lebende chilenische Schrift stellerin über ihre Eindrücke von der Heimatstadt ihrer Urgroßmutter, die dem Holocaust knapp entkam. Der Glaube ist der Sinn des Lebens, jener Sinn, aufgrund dessen sich der Mensch nicht selbst zerstört, sondern weiterlebt. Er ist die Kraft, durch die wir leben. M agi Dawn, Yu Sakam o to Leo Tolstoi, Bekenntnisse Meine Mutter hat mich stets gelehrt, die geheime Bedeutung der Dinge zu sehen und zu entschl.. Seite 142 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 144: Stadt, in der auch ihre beiden Söhne geboren wurden: Joseph, mein Großvater, und Mauricio, mein Großonkel. Joseph ließ Wien hinter sich, angeblich auf der Suche nach Abenteuern. In der Familie erzählte man sich aber, dass er in Wahrheit eine große, unglückliche Liebe zu vergessen suchte. Er betrachtete eine große Weltkarte und beschloss, in das entlegenste Gebiet der Erde zu reisen, dort, wo die bekannte Welt aufhört und ganz außergewöhnliche Territorien beginnen, Kontinente fast, wie das.. Seite 144 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 145: rlassen sah, in einem Sarg, der so einfach und nobel wie ihr ganzes Leben war. Aber jetzt begegnete ich ihr in ihrer eigenen Stadt, in Wien. Sie begleitete mich auf meinen Spaziergängen, ich spürte sie auf einer Bank im Prater auf meiner Seite. Ich weiß, dass mir niemand das Leben nehmen wird, weil ich eine Jüdin bin, und ich weiß auch, dass ich sicherstellen werde, dass niemand die Erinnerung an sie stiehlt. Während meines Aufenthalts hatte ich gemischte Gefühle. Ich trauerte über den Ve.. Seite 145 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 151: hr Lebenswerk mit der Gabriela-Mistral-Medaille geehrt. 2015 besuchte sie auf Einladung des Jewish Welcome Service Wien, die Stadt, aus der ihre Vorfahren vor den Nazis flüchten mussten. Avidan, Igal. Geboren 1962 in Holon bei Tel Aviv. Nach der Matura leistete er seinen Militärdienst als Computerprogrammierer und absolvierte ein Studium in englischer Literatur und Informatik an der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan. Seit Oktober 1989 lebt er in Berlin, wo er 1996 ein Diplom in Politikwi.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 152: Bonn tätig. Er verfasste zahlreiche Romane, darunter ,,Der Aschenmensch von Buchenwald" (1999), ,,Geister aus einer kleinen Stadt" (2008), ,,Buchstaben von Feuer" (2011) und ,,Mein schönes Leben in der Hölle" (2014), die im Wiener Picus-Verlag erschienen sind. Kirchner, Irmgard. Geboren 1959 in Innsbruck. Sie studierte Kulturund Sozialanthropologie sowie Psychologie an der Universität Wien. 1989 Promotion mit einer Arbeit zur Kolonialgeschichte Ghanas. Seit mehr als zwanzig Jahren im ent.. Seite 152 online blättern




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