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Jüdisches Echo 2015



Suchergebnisse für "geboren":

Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 5: geboren, im April 2015 in seiner Geburtsstadt gestorben, zog in seiner letzten Rede ein Resümee seines Lebens ­ und schrieb erstmals seit seiner Flucht in deutscher Sprache. 40 ,,Mit der Ambivalenz leben lernen" Mit der Filmemacherin und Autorin Ruth Beckermann sprach Erhard Stackl über Veränderungen und Konstanten des jüdischen Lebens in Wien. Von Frederic Morton 46home 36 Die wiedergewonnene Vertrautheit An Rückkehr hat Frederic Morton nie gedacht. Er kam immer nur auf Besuch, wenn e.. Seite 5 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 7: ität? Welche Identität?" wurde vom chilenischen Illustrator Cristóbal Schmal gestaltet. Cristóbal Schmal wurde 1977 in Chile geboren. Nach Abschluss seines Studiums zog er 2001 nach Barcelona, wo er sechs Jahre lang für verschiedene Designstudios arbeitete. Seit 2008 lebt Cristóbal Schmal in Berlin und arbeitet als freischaffender Illustrator. www.artnomono.com 6 DASJÜDISCHEECHO.. Seite 7 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 14: s Vater, Sohn und Heiliger Geist, und was den Islam angeht, gefällt mir nur die Mär, dass er als Nachfolger Ismaels, des erstgeborenen Sohnes des Urvaters mit der schönen Hagar, gilt, der in die Wüste gejagt wurde, weil der Herr der uralten Sarah doch noch gestattete, einen ehelichen Sohn zu gebären. Den sollte dann Abraham schlachten, und er hätte es getan ... Ein guter Bestseller, aber ein Glaube? Da glaube ich lieber an die Existenz der Lilith, bevor Eva aus der Rippe Adams gemacht wur.. Seite 14 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 17: ch Israel auswandern sollen statt nach Österreich. Dort wäre so etwas niemals passiert. Den Tag, an dem unsere Tochter Alice geboren wurde, sah der bekennende Atheist deshalb als Zeichen göttlicher Vergebung. Dass er dabei etwas mithalf, verschwieg er später gerne. Er hatte mich am Tag der geplanten Geburt zur Seite genommen und gefragt, ob ich den Geburtstermin nicht hinauszögern könnte. Nach Mitternacht würde das Baby schon zu Rosch Haschana auf die Welt kommen. Wir hatten Glück, und me.. Seite 17 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 24: roh: ,,Und es war ihm doch zu heiß." Dann wurde das Thema gewechselt. I llustratio n : C risto bál Schmal «Für alle später Geborenen ist Israel wie eine Frage, wie ein Stein im Schuh. Es übt Bekenntnis zwang aus. Deshalb gibt es alle Arten von psychischer Reaktion.» Es heißt ja, es gäbe drei Kasten von Juden. Die besten leben in Israel, die zweitbesten in der Diaspora und die letzte, niedrigste Kaste in Deutschland und Österreich. Das ist auch deshalb ein guter jüdischer Witz, weil er p.. Seite 24 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 25: ent. ,,Der Golfkrieg war nichts dagegen", bekräftigte sie und servierte Spinat, wie man ihn in Österreich macht, wo auch sie geboren ist. ,,So einen Spinat kriegt man in ganz Israel nicht", sagte sie zufrieden, ich stimmte zu und versuchte, nicht an die nagelneuen Gasmasken zu denken, die an ein Hochhaus voller Holocaust-Überlebender ausgegeben worden waren. Überall in Israel gibt es diese subkutanen Verbindungen zu Europa, in die Geschichte hinein, so grotesk und schmerzhaft sie, wie in .. Seite 25 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 28: kommen hat lassen. Die Verantwortung der Überlebenden, die meine Eltern ihr Leben lang begleitet hat, hat sich mir, der Nachgeborenen, vererbt. Erst im Erwachsenenalter begann ich diese Verantwortung im größeren Kontext zu verstehen. Verantwortung für Verfolgte, für Gefolterte, Vergewaltigte, Gemordete ­ Verantwortung für das, was in dieser Welt an Ungeheuerlichem Menschenverachtendem, Niederträchtigem geschieht. Diese Verantwortung ist ebenso ein Teil meiner Identität wie der Umstand, z.. Seite 28 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 29: b sie ,,sich integrieren"! Und darunter verstehen die meisten Menschen, die das Glück haben, in diesem Nachkriegs-Österreich geboren worden zu sein, die völlige Anpassung. Die Geflohenen sollten erstens ihr Trauma tunlichst für sich behalten und uns nicht damit belästigen, zweitens ihre Sprache zugunsten 28 «Trotz aller Kälte, Härte und Hilflosigkeit gibt es so viele, die einfach helfen, ohne lange zu fragen, ob die Menschen vor Mord und Vergewaltigung geflohen sind.» Und doch. Trotz all.. Seite 29 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 34: e ich nicht nur Österreich im Allgemeinen oder Wien, sondern dieses Grätzl, genau hier. Denn meine Mutter wurde in Ottakring geboren, in der Friedrich-Kaiser-Gasse 100, wenige Gehminuten von diesem Haus entfernt. Dort lebte ihre Mutter, meine Großmutter, Wiens einzige jüdische Drechslermeisterin. Dort hatte sie ihre Wohnung und ihre Werkstatt in einem Pawlatschenhaus. Ich selbst bin in Hernals, in der Thelemangasse, aufgewachsen, knapp an der Ottakringer Grenze. Über diese kleine Gasse ha.. Seite 34 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 37: acht. Er kam immer nur auf Besuch, wenn er eingeladen wurde. Nun hat sich der Kreis geschlossen, und er ist gestorben, wo er geboren wurde: in der verlorenen Heimat Wien. Ein Nachruf. Im Frühjahr 1939, als er Wien verlassen musste, um dem sicheren Tod zu entgehen, am letzten Nachmittag vor der Abreise, hat er seine Großmutter besucht, die sich zu alt fühlte, um ebenfalls wegzugehen. Sie ist bald danach von den Nazis ermordet worden. An diesem Nachmittag auf dem Heimweg strich der 14-jähr.. Seite 37 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 39: acht. Er kam immer nur auf Besuch, wenn er eingeladen wurde. Nun hat sich der Kreis geschlossen, und er ist gestorben, wo er geboren wurde: in der verlorenen Heimat. Die ihn gut kannten, wissen es: Er war nicht nur ein bedeutender Schriftsteller, er war ein wunderbarer Mensch, warmherzig, humorvoll, gescheit und gebildet, ein großartiger Geschichtenerzähler, ein engagierter Linker, dabei offen und immer noch voll Neugier. Er war ein weiser alter Jude ohne Gott. Man soll das nicht leichtfe.. Seite 39 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 46: Berlin ziehen. Das ist ja das Schöne an uns Juden, dass wir sehr mobil sind. 2 Zur Person Ruth Beckermann ist 1952 in Wien geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Publizistik und Kunstgeschichte und Studienaufenthalten in Tel Aviv und New York promovierte sie 1977 an der Universität Wien zum Dr. phil. Sie arbeitete als Journalistin für mehrere Zeitschriften in Österreich und der Schweiz. 1978 gründete sie mit zwei Kollegen den Verleih filmladen, wo sie sieben.. Seite 46 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 49: und Neueinteilungen am Ende des Ersten Weltkrieges. In Uschhorod in Transkarpatien wurde Abraham Einhorn am 23. Jänner 1916 geboren. Zwei Jahre später, 1918, kam Uschhorod zur neu gegründeten Tschechoslowakei. Heute liegt die Stadt im Grenzgebiet zu Ungarn und der Slowakei in der West ukraine. Die Grundschule besuchte Einhorn in Dej in Rumänien. Dann machte er eine Lehre zum Schneider. Den erfolgreichen Lehrabschluss am 1. Juli 1935 bestätigte ihm die zuständige Behörde von Topocany in d.. Seite 49 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 53: Insgesamt wurden neun Todesurteile verhängt und auch vollstreckt.» Der Direktor des jüdischen Gemeindemuseums, Maros Borský, geboren 1974 in Bratislava, lässt sich darauf nicht ein, ebenso wenig wie auf die Frage nach dem Antisemitismus heute. In den Nachkriegsjahrzehnten habe man sich sehr wohl mit der NS-Zeit beschäftigt, aber die Zeit sei aus einer bestimmten Optik heraus betrachtet, ideologisiert und instrumentalisiert worden, meint Borský. Verschwiegen wurde etwa, dass Pilsen von der.. Seite 53 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 66: über den Begriff ,,jüdische Identität" sprechen, dann kann man sicher auch sagen, dass es Menschen gibt, die zwar als Juden geboren worden sind, deren Judentum für sie jedoch keine Bedeutung hat. Andererseits gibt es so etwas wie jüdische Gefühle, die auch ein Mensch haben kann, der nach dem jüdischen Gesetz nicht als Jude gilt. Volk und Religion Vol.64: Identität? Welche Identität? 65.. Seite 66 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 89: ch anonyme Samenspenden ab und würden für die Abschaffung der ,,Babyklappen" eintreten, an denen verzweifelte Mütter ihre Neugeborenen anonym abgeben können, sagt Martin Weiss. Vertretern der Vererbungslehre scheint die Kenntnis der genetischen Abstammung wichtiger als das Recht auf Überleben zu sein. Was mit solchen Daten festgestellt werden kann, ist auch bekannt: Prognosen über die Wahrscheinlichkeit, ob jemand bestimmte Krankheiten bekommen wird, können für deren Prävention und Behand.. Seite 89 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 103: geborene israelische Autorin) und Rivka (v. l.) Hijab-Trägerin und Sportlerin Hanan Darawshe mit Daniela Segenreich: ,,Das war ein langsamer Prozess, eine Identitätssuche" 102 bögen bei Prüfungen alle in der weiblichen Form konjugiert. (Im Hebräischen gibt es alle Verben und Adjektive in männlicher und weiblicher Form.) ,,Das führt dazu, dass die Männer oft stöhnen und meinen, es bringe sie völlig aus der Konzentration, wenn sie über zweihundert Fragen in dieser Form beantworten müssen.. Seite 103 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 105: einfach durchwinkt. ,,Das hat mich wirklich geärgert und ich habe mir gedacht: So sehr hassen sie uns?" Hanan ist in Israel geboren und will auch nirgendwo anders leben, aber sie kämpft mit ihrer Identität: ,,Ich weiß nicht genau, wer oder was ich bin. Ich sitze irgendwie auf dem Zaun und gehöre zu keiner Seite. Ich bin Araberin und stamme von den Arabern ab, die schon vor der Staatsgründung 1948 hier gelebt haben, das sind meine Wurzeln. Der jüdische Staat repräsentiert mich nicht, ich .. Seite 105 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 106: Diplomaten George Deek ist eine wahre Legende, die ein einzigartiges Kapitel einer neugeschaffenen Identität eines in Jaffa geborenen Palästinensers erzählt. Der dreißigjährige Deek ist Israels amtierender Botschafter in Oslo. Obwohl er niemals im israelischen Militär gedient hat, erklärte er den kritischen Norwegern, wie Israels Soldaten im letzten Gaza-Krieg immer wieder versucht hatten, Palästinenser vor einem Angriff zu warnen. Er beschrieb auch, wie Kämpfer der Hamas ihre Raketen in.. Seite 106 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 108: Araber im Obersten Gerichtshof H adas Parush /F lash 90 / C C 0 Meine Identität Ich wurde vor über neunzig Jahren in Wien geboren und konnte im November 1938, acht Monate nach dem ,,Anschluss", als beinahe 14-Jähriger mit meinem drei Jahre älteren Bruder noch rechtzeitig nach Palästina auswandern. Vor dem ,,Anschluss" wollten wir nichts über eine mögliche Auswanderung nach Palästina ­ das Land Israel hören. Es ist ein jüdisches Syndrom, dass man versucht, das Schlimmste zu verdrängen... Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 109: by. An einem Tag im Herbst 1979 stand das jungverheiratete jüdische Ehepaar Yehuda und Maayan mit ihrem drei Monate alten Neugeborenen am MehrabadFlughafen von Teheran. Sie wollten in die USA fliehen. Der Gründung der islamischen Republik Iran im Februar 1979 war bald die Abrechnung mit wirklichen und vermeintlichen Getreuen des geflohenen Schahs ge- Iran-Flüchtling Avi: In Deutschland gelandet 108 folgt. Auch die 80.000 iranischen Juden gerieten ins Visier der Islamisten. Im März wurd.. Seite 109 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 110: is Vater, aus Russland nach Nordpersien auswanderten, das damals ein russisches Protektorat war. Avis Mutter wurde in Israel geboren (für den Iran hieß das ,,im besetzten Palästina"), weil ihr Vater, ein reisender Händler aus Isfahan, sich 1956 mit seiner Frau dort aufhielt. Im Januar 2010 sah Avi seinen Vater zum letzten Mal und erlebte ihn als gebrochenen Mann. Seine Mutter konnte er im März 2010 ein letztes Mal sehen. Üblicherweise hatten sie sich, durch eine Glasscheibe voneinander ge.. Seite 110 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 112: estrandet. Seitdem kämpfen Avi und seine Frau darum, eine Entschuldigung von Israel zu erhalten. Im Juli 2013 wurde ihr Sohn geboren, im August 2014 die Tochter. Er absolvierte einen Deutsch-Intensivkurs und eine Kantorenausbildung und beantragte seine Einbürgerung in Deutschland. Anfang Oktober 2015 wurde Avi ­ wie er betont, am Tag des jüdischen Fests Simchat Tora ­ tatsächlich eingebürgert. Israel liebt er noch immer und träumt davon, sich eines Tages in Jerusalem beim Allmächtigen zu .. Seite 112 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 116: en würde. Aber eine Schickse aus Wien als Schwiegertochter, das war die Ursünde. Meine spätere Schwiegermutter, Vita Kollek, geborene Misroch, stammte aus Riga. Ihre erste Sprache war Deutsch, die zweite Englisch, die dritte Russisch. Die vierte, Lettisch, lernte sie nicht mehr, weil die Nazis 1940 die Stadt besetzten. Über Moskau flüchteten die Misrochs nach Palästina. Drei Tage nach dem Mittagessen beim Chinesen in Jerusalem rief mich mein Schwiegervater an und bat mich zum Tee ins Laro.. Seite 116 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 118: erzogen. Bei uns gab es kein Schweigen über den Krieg. Die Fakten lagen auf dem Tisch.» Die beiden Älteren sind in Jerusalem geboren worden. Mein Sohn Adam kam wie sein Großvater Paul in Wien zur Welt. Der eine 1922, der andere 2004. 1922 war Wien eine multikulturelle, intellektuell herausfordernde Metropole. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Wien eine kleine, aber feine Stadt, in der selbstvergessen und stur immer noch im Kaffeehaus geraucht werden darf. Dazwischen aber war Österreich m.. Seite 118 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 121: ist dabei ein besonderer, ein sehr wichtiger Aspekt, nicht weniger, aber auch nicht mehr als das. Ich selbst bin in Russland geboren, meine Muttersprache ist Russisch, meine Großmuttersprache ist Jiddisch. Als Kind und als Jugendlicher habe ich in mehreren Ländern gelebt, war mit mehreren Sprachen und Sprachvarianten konfrontiert, die meine eigene Identität, meine Wahrnehmung der Welt und später mein Schreiben geprägt haben. Was ich schon nach der Publikation meines ersten Buches Mitte de.. Seite 121 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 122: ch, sich der eigenen Worte, der Wahrnehmung und Que Du Luu Als Tochter chinesischer Eltern 1973 in Cholon/Saigon in Vietnam geboren, flüchtete sie 1977 mit ihren Eltern in einem Boot aus Vietnam. Die Familie erhielt Asyl in der Bundesrepublik Deutschland. Que Du Luu studierte Germanistik und Philosophie in Bielefeld, wo sie auch heute lebt. 2007 wurde sie mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis Vol.64: Identität? Welche Identität? und 2009 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Wes.. Seite 122 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 123: Stellvertreter) hatte zum offiziellen Wahlkampfauftakt seiner Partei vor den Landtagswahlen im Jahre 2009 den in Deutschland geborenen Leiter des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno L oewy, der die FPÖ kritisiert hatte, als ,,Exil-Juden aus Amerika in seinem hochsubventionierten Museum" bezeichnet. das Kind `` © Rosie Potter ,,Für nischen oder ungarischen Familiennamen erlebt hatten, die heute ihr Österreichertum betonen, einem Politiker, der sich mit antisemitischen Aussagen hervorget.. Seite 123 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 129: n Wolfgang Kos die Direktion des Wien Museums. Er wurde 1971 als Sohn des Politologen und Nahostexperten John Bunzl in Wien geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte. 1990 ging er in die USA, wo er an der Stanford University und an der University of Chicago studierte. Er promovierte1998. Mehrere Jahre lehrte er an der University of Illinois Sozialanthropologie. Seit 2008 war er Inhaber eines eigenen Lehrstuhls. Seit 2010 leitete Bunzl als Intendant das ,,Chicago Humanities Fes.. Seite 129 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 131: lesen keine Gnade Lesetipp: Dieses Gedicht ist in dem Buch ,,Scharlachnatter" enthalten. Gewidmet ist es dem 1935 in Berlin geborenen Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel, der 2005 den Schillerring erhalten hat. Die Laudatio, die Robert Schindel hielt, kann man hier nachlesen: www.schillerstiftung.de/fileadmin/ templates/schillerstiftung/pdf_s/Laudatio_auf_Meckel.pdf Robert Schindel Scharlachnatter Gedichte Suhrkamp Verlag, Berlin 2015, www.suhrkamp.de 130 DASJÜDISCHEECHO.. Seite 131 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 132: Lisa Silverman den verborgenen Sinn: Alle Fotos zeigen ins hohe Alter gekommene Menschen, die in den USA leben, aber in Wien geboren sind Juden, ,,die Österreich den Rücken kehren mussten, als ihnen ihr Land den Rücken kehrte", schreibt Silverman im Nachwort des Fotobuches ,,Witness" von Meinrad Hofer. Darin zeigt der österreichische Fotokünstler 16 Zeugen für Vertreibung und Exil (von denen acht hier zu sehen sind). Er fotografierte sie von allen Seiten in starkem, aber freundlichem Li.. Seite 132 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 144: geboren wurden: Joseph, mein Großvater, und Mauricio, mein Großonkel. Joseph ließ Wien hinter sich, angeblich auf der Suche nach Abenteuern. In der Familie erzählte man sich aber, dass er in Wahrheit eine große, unglückliche Liebe zu vergessen suchte. Er betrachtete eine große Weltkarte und beschloss, in das entlegenste Gebiet der Erde zu reisen, dort, wo die bekannte Welt aufhört und ganz außergewöhnliche Territorien beginnen, Kontinente fast, wie das großartige Land Patagonien. Er sagte.. Seite 144 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 148: Europa in manchen Ländern mehr, in anderen weniger zu bieten hat: die Gnade der Geburt. Alle Menschen sind gleich an Rechten geboren. Aber niemand garantiert diese Rechte in weiten Teilen dieser Welt. Krieg hebt sie auf. Armut hebt sie auf. Willkür hebt sie auf. Failing states und Diktaturen haben keine Geburtsgnade zu bieten. Region, Raum, Grenze ­ das sind Begriffe, die sich alle im Laufe der Zeit gewandelt haben, die Grenzen lösten sich auf, rückten zusammen, Regionen wuchsen zu Europ.. Seite 148 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 151: Geboren 1955 in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland, wo ihr Vater, ein an sich in Chile ansässiger Arzt und Biochemiker, vorübergehend am Nationalen Gesundheitsforschungsinstitut NHI tätig war. Die Nachfahrin europäischer Emigranten wuchs in Chile auf. Kurz vor dem Militärputsch 1973 übersiedelte sie mit ihrer Familie in die USA, wo sie an den Universitäten Georgia und Indiana Literatur studierte und ein Doktorat erwarb. Sie unterrichtet am renommierten Wellesley College, einer Privathoch.. Seite 151 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 152: Geboren 1929 in Veliki Beckerek im serbischen Banat, damals Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Als Sohn einer jüdischen Ärztefamilie wurde er 1944 in das NS-Konzentrationslager Auschwitz und danach nach Buchenwald verschleppt. Nach der Befreiung studierte er in Belgrad Architektur und Germanistik. Er war u.a. als Dolmetscher für Staatschef Josip Broz Tito und von 1974 bis 1978 als jugoslawischer Kulturattaché in Bonn tätig. Er verfasste zahlreiche Romane, darunter ,,De.. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 153: r den weiteren Werken: der Roman ,,Der Kalte" (2013) und die Gedichtsammlung ,,Scharlachnatter" (2015). Schmiederer, Ernst. Geboren 1959 in Salzburg. Studierte in Salzburg, Bremen und Innsbruck Kommunikations- und Politikwissenschaft, Dr. phil. War Journalist beim ,,profil" und Chefredakteur von ,,Format". Seit zehn Jahren lässt er in der Kolumne ,,Drinnen/Draußen" in der ,,Zeit" (Österreich-Ausgabe) jede Woche einen im Ausland geborenen Menschen zu Wort kommen. In einem Gemeindeb.. Seite 153 online blättern




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