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Jüdisches Echo 2015



Suchergebnisse für "damals":

Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 4: n zwischen Hüttengaudi und Mauthausen angesiedelt ist. Von Anna Goldenberg Von Joana Radzyner 20 Stein im Schuh ,,... seit damals weiß ich, wer ich bin", schreibt die Autorin über frühe Erinnerungen an die Geschichte ihrer Familie. Von Eva Menasse Vol.64: Identität? Welche Identität? 3.. Seite 4 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 11: r ungarischen Revolution 1956 mein Gesellenstück abgeliefert. Ich habe anders berichtet, als es dem Rest der westlichen Welt damals mitgeteilt wurde. Mich haben die Losungen ,,Tötet Kommunisten und Juden" irritiert. Viele Kollegen wollten sie nicht bemerken, glaubten diesen Aufstand, als sei er ohne Fehl und Tadel, loben zu müssen. Die Tatsache, dass viele stalinistische Führer des Landes, allen voran Mátyás Rákosi, Ern Ger Mihály Farkas, jüdischer Herkunft waren, ist keine Ausrede. Das v.. Seite 11 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 17: blutige Pogrom von Kielce 1946 war nur der Vorbote des virulenten Antisemitismus, der 1968 seine hässlichste Fratze zeigte. Damals lebten meine Eltern schon in Wien, aber unsere Mietwohnung in der Porzellangasse 27 wurde zur Anlaufstelle für die vielen Freunde aus Polen, die als Juden mit Berufsverbot belegt und zur Auswanderung gezwungen wurden. Meine kleine Schwester und ich DASJÜDISCHEECHO Sergei G rits /AP / picturedesk . c o m Verbot, das Gasthaus am Eck zu betreten. Den Namen Kai.. Seite 17 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 19: r als Volksschüler erlebte, wählte einen anderen Weg als meine Eltern und ich. Schon bald nach dem Krieg wurde er von meinem damals schon verwitweten Großvater zu dessen Schwester in die USA geschickt. In New York lernte Harry, als Jude wieder ,,aufrecht zu stehen", wie er sagt. Er lebt inzwischen in Düsseldorf und in Palma de Mallorca und unterstützt da wie dort die jüdische Gemeinde. Hätte er Kinder gehabt, wäre er als traditionsbewusster Jude nach Israel gegangen. Nur dort gebe es eine.. Seite 19 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 21: damals weiß ich, wer ich bin", schreibt die Autorin über frühe Erinnerungen an die Geschichte ihrer Familie. Ich war ein vielleicht sechsjähriges Mädchen in einem rosafarbenen, gesteppten Schlafrock. Nach dem Baden bekam ich ihn angezogen, dann hob mich meine Mutter in unserem winzigen Badezimmer auf die Waschmaschine und schnitt mir die Zehennägel. Es waren die innigsten Momente, die wir miteinander hatten. Bei einer solchen Gelegenheit erwähnte sie eine Tante, die 20 Schwester meines.. Seite 21 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 22: weil es ganz plötzlich Bauchschmerzen bekommen hätte. Die Mutter, die das nicht recht glaubte, machte eine Wärmflasche. Seit damals weiß ich, was war. Zwar erinnere ich mich nicht mehr, ob ich damals schon etwas mehr vom ganzen Rest erfahren habe, oder nur, wohin mein Vater floh, als seine große Schwester nach Kanada ging. Aber seit damals weiß ich auch, wer ich bin, auch wenn ich es immer noch schlecht erklären kann. Auch wenn es mir schon zu oft wie eine Rechtfertigung ger.. Seite 22 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 23: e das, weil mich die vereinfachende, verdummende Unerbittlichkeit dieser Frontstellung an aktuelle Frontstellungen erinnert. Damals machte ich die Erfahrung, dass es ­ den einen wie den anderen gegenüber ­ einfacher war, irgendeine grundlegende Überzeugung hervorzukehren anstatt familiäre Betroffenheit. Denn damals erklärte mir ein jüdischer Studienkollege, nachdem er mich gründlich über die religiöse Zugehörigkeit meiner Vorfahren examiniert hatte, dass ich, da ich keine jüdische .. Seite 23 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 24: Damals fragte mich eine typisch österreichische Freundin misstrauisch, was mich ,,das Ganze eigentlich anginge" ­ ich hatte ihr meine ersten vorsichtigen Nachforschungen wie ein Geheimnis gestanden, Recherchen über die schöne Tante mit der Lungentuberkulose, über die Urgroßmutter, die man mit weit über achtzig Jahren nach Theresienstadt deportiert hatte. Was geht dich das eigentlich an?! Für den Satz ,,Meine Familiengeschichte geht mich etwas an" war ich zu jung und unsicher, und die Aggr.. Seite 24 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 26: ber trotzig, ich trüge es nicht als religiöses, sondern als politisches Symbol. Susanna, meine Tel Aviver Freundin, die mich damals ermutigt hatte, den Stern zu kaufen, lachte schallend, als ich ihr von diesem Dialog erzählte. Eine solche Antwort, sagte sie, mache es für viele doch noch schlimmer. Aber meistens wird dieses Schmuckstück, das ich seit neun Jahren fast immer trage, gar nicht als das erkannt, was es ist. Natürlich, Juden erkennen es immer. Aber in Mitteleuropa sagen die Leute.. Seite 26 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 28: die mir nachhaltig gezeigt hat, dass eben auch die Sprache ein entscheidender Teil meiner Identität ist. Meine Kinder waren damals sechs Jahre alt. Meine Mutter war eine reisefreudige Siebzigerin, die uns oft in Bonn besuchen kam. Und die mir nach einem Einkauf in Gesellschaft der Kinder berichtete: Sie habe im Supermarkt zehn Deka Extrawurst verlangt. Die Verkäuferin habe sie verständnislos angesehen 27.. Seite 28 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 35: psychologische Heimat. Dort kennen wir uns aus. Und wenn auch unsere nostalgische Erinnerung die Sonne scheinen lässt, wo es damals dunkel war, sind wir jedoch mit dem Trug und den Tücken der Jugend vertraut und wissen, wie wir mit Gut und Schlecht in die-.. Seite 35 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 36: Dank dafür. 2 ,,Ecke Broadway/Hernalser Gürtel" Das erste Mal traf ich Frederic Morton 1986, mitten in der Waldheim-Affäre. Damals hielt ich mich für das ,,profil" in den USA auf, als ich in der ,,New York Times" einen kritischen, aber Österreichs Innenleben gut und abwägend erklärenden Kommentar Mortons las. Ich suchte seine Nummer aus dem Telefonbuch heraus und rief ihn an. Er lud mich sofort zu einem Gespräch in seine Wohnung an der Upper West Side von Manhattan ein, ein Apartment, da.. Seite 36 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 39: psychologische Heimat. Dort kennen wir uns aus. Und wenn auch unsere nostalgische Erinnerung die Sonne scheinen lässt, wo es damals dunkel war, sind wir doch mit dem Trug und den Tücken der Jugend vertraut und wissen, wie wir mit Gut und Schlecht in diesem Heimatland leben können." Es klingt wie ein Vermächtnis: keine Versöhnung, die war nicht möglich, aber doch trotz ,,dunkel", ,,Trug und Tücken" in der Jugend eine Nähe, die ihm durch Jahrzehnte unmöglich schien, eine wiedergewonnene Ver.. Seite 39 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 41: aut, dieses Buch zu schreiben. Mein Film ,,Die papierene Brücke" wurde vor der Waldheim-Affäre begonnen und kam 1987 heraus. Damals ist es mir wahnsinnig schwergefallen, die Angst zu überwinden und mich der Öffentlichkeit zu stellen ­ als Jüdin. Das war sehr schwierig und ich muss sagen, dass diese Ambivalenz geblieben ist. Da kann sich hier vieles zum Positiven ändern, aber die Vorsicht, ob das auch hält, die bleibt. Es wird einem ja auch immer wieder bewiesen, wie dünn der Zuckerguss is.. Seite 41 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 44: 15 ten besprechen. Diese war kritisch gegenüber der Kultusgemeinde, aber auch gegenüber der Öffentlichkeit insgesamt, die damals ­ vor der WaldheimAffäre ­ für Österreichs Vergangenheit blind war. Ich erinnere mich an eine Demonstration, die für mich ein entscheidendes Erlebnis war: Es ging gegen den Libanon-Krieg, man ist durch die Stadt zum Stephansplatz gezogen, und plötzlich hat jemand zu rufen begonnen: ,,Nazis raus aus dem Libanon." Ich war damals erstaunlich mutig und bin.. Seite 44 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 45: des ,,Kurier"-Fotografen Jürg Christandl, auf der man heutige Gesichter von Wienern sieht, die genauso dreinschauen wie die damals und den Flüchtlingen ihre Ablehnung ins Gesicht schleudern. Auf demselben Bild, aus einer Perspektive wie der des auf der Straße kauernden Juden ­ zwei Flüchtlinge mit einem Kind. Da habe ich mir gedacht, manchmal muss man den Holzhammer verwenden, und dieses Foto animiert und mit den Grinsern aus dem Jahr 1938 in Beziehung gesetzt. Mir geht es in meinen Arbe.. Seite 45 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 63: truktur, besonders Bildungsinstitutionen, aufzubauen. Die Entstehung einer IKG-Schule (charedische Schulen gab es schon) war damals eines der Streitthemen zwischen der IKG-Führung und der Nachkriegsgeneration. Die junge Generation sah den Aufbau einer Schule als wichtigen Schritt in der jüdischen Identitätsbildung und für eine Zukunft für Juden in Wien. Die Errichtung der Zwi-Perez-Chajes-Schule (ZPC) und des Gemeindezentrums 1980 spiegelte letztendlich die Entscheidung wider, in Wien zu .. Seite 63 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 70: e mitunter in Berührung kam, durch durchaus antisemitische Bemerkungen von manchen Lehrenden und manchen Mitschülern (es gab damals im Theresianum nur männliche); als jüdischer Sozialwissenschaftler wurde ich allerdings während meiner Studienzeit ebenso wenig wie in meinem späteren Berufsleben angesprochen. In dem Projekt ging es seinerzeit um die Frage der intergenerationellen Weitergabe der Tradition des Judentums und der Wertverschiebungen, die sich mit dem Wiedererstehen und dem Wachs.. Seite 70 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 71: die empirischen Daten überholt: Das Identitätsverständnis der heutigen jungen Generation mag ebenso wie die Einstellung der damals befragten Jugendlichen sich in der Zwischenzeit verändert haben könnten. Zur Verdeutlichung des vielfältigen Verständnisses von jüdischer Identität sind die Interviews allerdings geeignet.2 Wenden wir uns zunächst den ,,objektiven" Definitionen des Judentums zu. Besonders gut gefällt mir die Beobachtung von Rebecca Weiner: ,,Jews come in all shapes, sizes, et.. Seite 71 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 79: 1 82 200 10 01.02.06 0 4 01.02.05 500 370 1000 1730 1500 1020 2000 Mehrere Erklärungen bieten sich an: etwa der damals bevorstehende Wahlkampf in den Bundesländern Steiermark und Burgenland im Mai 2015. Der Wahlkampf führte dazu, dass sozialdemokratische Landeshauptmänner zunehmend einen rechtspopulistischen Diskurs und Standpunkt zur Migration einnahmen; gleichzeitig ein geschicktes Kanalisieren von Ängsten und damit zusammenhängender Debatten nach den schrecklichen Anschläg.. Seite 79 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 96: Kopf gehen. Anonym, 22 Meine Eltern sind vor ca. 25 Jahren nach Wien gekommen. Neulich berichtete mir meine Mutter, dass es damals noch nicht ,,so" zuging. Damals war es egal, woher du kommst, Mensch war Mensch. Mir scheint, dass es heute nicht so ist. Sandra, 15 Ich habe einen ganz anderen Blickwinkel entdeckt, das Leben und die Menschen zu sehen, und gemerkt, dass die Menschen großteils ein erbärmlicher Haufen von Heuchlern und Betrügern sind. Jemand hilft dir oder tut etwas fü.. Seite 96 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 101: alten der religiösen Gebote?" Diese Frage ist ständige Begleiterin der heute Achtunddreißigjährigen geworden. 100 Als Rivka damals beschloss, an einer ,,weltlichen Universität" Kommunikationswissenschaften zu studieren, ließ ihr Großvater, ein Ehrfurcht gebietender, einflussreicher Patriarch, sie zu sich rufen. Mosche-Zwi Neria war ein großer Rabbiner, fungierte als Parlamentsabgeordneter der national-religiösen Partei und hatte in Israel die ersten ,,Jeschiwot" religiösen Schulen gegr.. Seite 101 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 107: iplomat und kein palästinensischer Flüchtling im Libanon, weil mein Großvater den Mut hatte, einen Entschluss zu fassen, der damals für andere undenkbar war." 106 George Deek erzählte, wie schwierig es für seinen Großvater war, seine Familie im jungen jüdischen Staat großzuziehen. Er sprach auch über das persönliche Leiden seiner Familie, die zum Teil in der ganzen Welt zerstreut ist. Zwei schlechte Optionen Er kritisierte zugleich die Tatsache, dass ,,die Palästinenser Sklaven ihrer Ver.. Seite 107 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 108: fen. Wir entschlossen uns, von jetzt an miteinander nur Hebräisch zu sprechen und zu korrespondieren, obwohl unser Hebräisch damals noch ziemlich begrenzt war. Wir haben dieses Versprechen bis am Abend vor dem Tod meines Bruders im Februar 2014 gehalten. Unsere Mutter hat Selbstmord begangen, als ich vier Jahre alt war. Ich war ein Kind, das niemals ,,Mama" sagen konnte. Unser Vater wurde im Mai 1938 zusammen mit 3000 üdischen Unternehmern, j Rechts nwälten, Ärzten und Wissena schaftlern.. Seite 108 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 110: ß und einen Armenier heiratete, ehe diese beiden mit ihrem Kind, Avis Vater, aus Russland nach Nordpersien auswanderten, das damals ein russisches Protektorat war. Avis Mutter wurde in Israel geboren (für den Iran hieß das ,,im besetzten Palästina"), weil ihr Vater, ein reisender Händler aus Isfahan, sich 1956 mit seiner Frau dort aufhielt. Im Januar 2010 sah Avi seinen Vater zum letzten Mal und erlebte ihn als gebrochenen Mann. Seine Mutter konnte er im März 2010 ein letztes Mal sehen. Ü.. Seite 110 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 113: an. Für Tel Aviv nichts Ungewöhnliches. Doch Michael Ron musste sich erst an das feuchtwarme Klima gewöhnen. 1985 kamen der damals 59-Jährige und seine Frau Dorina aus Rumänien nach Israel, in das Gelobte Land. Hinter ihnen lagen Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft, die erst mit dem Tod Ceauescus 1989 endete. Da war aus Mendel Aharonovitz längst Michael Ron geworden, ein unauffälliger israelischer Staatsbürger. Ein stolzer, aber säkularer Jude. Einer, der sich zu erkennen geben wollte... Seite 113 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 115: ,Uns wurde das Gefühl gegeben, dass wir keine richtigen Rumänen waren. Geht doch nach Palästina!, hieß es. Dabei wusste ich damals gar nicht, wo das genau war!" Doch in dieses gelobte Land gelangt der Knabe mit den freundlichen braunen Augen beinahe nicht. Nach den Pogromen in ein Lager gesteckt, entkommt er nur knapp dem Tod. Einen Bruder und seine Schwester begräbt er im Schnee. ,,Es gab nichts zu essen", erzählt Ron. ,,Also wurde getauscht und gestohlen. Obwohl die Ukrainer selbst nic.. Seite 115 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 116: e Kinder?", forschte er. Adam lag flach auf dem Rücken, während Paul ihm einen Zahn füllte. Der Unterhaltung hörte das Kind, damals acht Jahre alt, mit offenem Mund und hin und her wandernden Augen zu. ,,Jüdische Atheisten", sagte ich. Adam setzte sich ruckartig auf. Paul zog schnell seine Geräte aus Adams Mund. ,,Wir sind jüdische Atheisten? Mama!", rief Adam vorwurfsvoll: ,,Das hast du mir nie gesagt!" Ich war ungefähr so erstaunt wie mein Sohn. Er hatte völlig recht. So genau hatte ich.. Seite 116 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 125: nander bekämpfende Feinde, sondern Rivalen. Die Opfer aber sind Karikaturisten und Juden (heute) und junge Sozialdemokraten (damals) ­ denn das ist der wahre Feind für beide Seiten. Ihr wahrer Feind ­ das ist die plurale, die offene, die liberale Gesellschaft. Diese befindet sich in einem Zangengriff. Sie wird von zwei Seiten angegriffen. 124 Es ist ein politisches Gebot der Stunde, den Verlauf der gesellschaftlichen Spaltung genau zu markieren. ,,Kampf der Kulturen" ­ das ist heute kein.. Seite 125 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 126: bulöses Konzept. Als Sozialwissenschaftler würde ich fragen: Welche Arbeit leistet dieses zu einem je bestimmten Zeitpunkt? Damals, zur Waldheim-Zeit, war es brauchbar, um alte Strukturen und Ideologien aufzubrechen. Das Ziel der Anti-Waldheim-Bewegung war es, dass Österreich seine Verantwortung übernimmt für seine Rolle im Zweiten Weltkrieg und im Holocaust. Vieles von dem ist schon gelaufen. Da war die wichtige Rede Franz Vranitzkys 1991. Dann gab es den Nationalfonds und den Versuch, .. Seite 126 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 131: Damit sich die Drohwelt der Meinerei hinter meinen Wimpern verbergen mag Und die Schlagzeilen in Buchstaben verschwinden wie damals mit sechs da ich Beim Wort Krambambuli lange wandern musste kommt ein Freund schlägt mir Seine Hand auf die linke Schulter und sagt na? und selbstverständlich erhebe Ich mich stelle mich ihm gegenüber kneife den Arsch zusammen drück ihm Die Hand und wir setzen uns gegenüber nieder verschwinden hinter der Zeitung Mit dem Beil im Nacken nähert sich der Abend wa.. Seite 131 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 140: en. Dann ging es Schlag auf Schlag: Nach dem ,,Anschluss" im März 1938 wurden so mancher Vater verhaftet, darunter jener des damals achtjährigen Martin Karplus (eines späteren Chemie-Nobelpreisträgers). In dieser Phase war es noch möglich, Gefangene durch Bezahlung hoher Summen oder die Überschreibung von Häusern und Betrieben «Allen Kindern gemeinsam war in der Zeit nach der Flucht gewesen, dass sie sich blitzartig an die neue Umgebung anpassen und die englische Sprache alltagstauglich .. Seite 140 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 152: damals Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Als Sohn einer jüdischen Ärztefamilie wurde er 1944 in das NS-Konzentrationslager Auschwitz und danach nach Buchenwald verschleppt. Nach der Befreiung studierte er in Belgrad Architektur und Germanistik. Er war u.a. als Dolmetscher für Staatschef Josip Broz Tito und von 1974 bis 1978 als jugoslawischer Kulturattaché in Bonn tätig. Er verfasste zahlreiche Romane, darunter ,,Der Aschenmensch von Buchenwald" (1999), ,,Geister aus .. Seite 152 online blättern




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