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Jüdisches Echo 2015



Suchergebnisse für "belgrad":

Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 11: f zahlreichen Begegnungen sehr freundlich und bevorzugt behandelt. Im Jahr 1969 wurde Karl Kormes zum Botschafter der DDR in Belgrad ernannt. Ich war als Dolmetscher dabei, als er Tito sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Danach begegneten wir uns auf einem Empfang der ungarischen Botschaft. Er kannte noch kaum jemand, hielt sich an mich, und unser Gespräch verlief wie ein jüdischer Witz. ,,Sie sprechen so gut Deutsch", machte mir der Botschafter ein Kompliment. ,,Sind Sie zufällig Ju.. Seite 11 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 12: Belgrader Oberrabbiner, Isak Asiel, hat mich einmal zum ,,heiligen Juden" ernannt und damit hat es folgende Bewandtnis: In Abbazia fand, wie jedes Jahr, 2011 eine Bejahad genannte Begegnung für Juden, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen, statt. Ich war eingeladen, um über berühmte Juden aus Wien zu referieren. Wir waren in einem riesigen, guten Hotel untergebracht, in dem auch viele Touristen Urlaub machten. Für unsere Gruppe war ein besonderer Raum mit koscherem Essen reserviert, .. Seite 12 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 13: e Sonnenbrille ab und fragt: ,,Und ich?" ,,Leider nein!" So wie zweieinhalb Jahrzehnte vorher der ostdeutsche Botschafter in Belgrad bedauerte, dass sie eine Schickse ist. Diese Reaktion des Badestrandaufsehers hat mir missfallen. An einem anderen Tag wollten wir zu einem einsamen Strand, auf dem mich meine Cousine, bei der wir wohnten, aufmerksam gemacht hat. Er wird wenig besucht, man muss aber mehr als hundert Stufen hinunterund später leider wieder hinaufsteigen. An diesem Tag war er .. Seite 13 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 14: ich ihm heute sagen. Ich persönlich bin im heutigen Serbien auf keinen Antisemitismus gestoßen, obwohl im Schaufenster einer Belgrader Buchhandlung, in der auch meine Bücher standen, Hitlers ,,Mein Kampf" in serbischer Übersetzung ausgestellt war. Ich machte den Chef unter Protest darauf aufmerksam. Er behauptete, er könne doch nicht alles lesen, was ihm die Verleger zuschickten, holte das Exemplar aus dem Schaufenster, aber nicht aus dem aden. L Der frühere Vorsitzende der Union der jüd.. Seite 14 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 15: ánamo aufzulösen. Habe ich jede Hoffnung aufgegeben? Nein, nein, nein. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde ich von einem Belgrader Gymnasium eingeladen, um als Zeitzeuge über Konzentrationslager und den Holocaust zu referieren. Ich nehme solche Einladungen immer an, halte 14 es für meine Verpflichtung als Überlebender, bin jedoch aufgrund meiner Erfahrungen skeptisch, ob es viel Sinn macht. Ein halbes Jahr später wurde ich eingeladen, eine Performance in einem kleinen Theater zu bes.. Seite 15 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 152: e er 1944 in das NS-Konzentrationslager Auschwitz und danach nach Buchenwald verschleppt. Nach der Befreiung studierte er in Belgrad Architektur und Germanistik. Er war u.a. als Dolmetscher für Staatschef Josip Broz Tito und von 1974 bis 1978 als jugoslawischer Kulturattaché in Bonn tätig. Er verfasste zahlreiche Romane, darunter ,,Der Aschenmensch von Buchenwald" (1999), ,,Geister aus einer kleinen Stadt" (2008), ,,Buchstaben von Feuer" (2011) und ,,Mein schönes Leben in der Hölle" (2014.. Seite 152 online blättern


Seite 1 Jüdisches Echo 2015Seite 153: e" (Iatros Verlag). Wodak, Ruth. Geboren 1950 in London als Tochter einer österreichischen Diplomatenfamilie. Volksschule in Belgrad, Matura in Wien. 1974 promovierte sie ,,sub auspiciis Praesidentis" in Sprachwissenschaften, Habilitierung mit dreißig; ab 1991 war sie ordentliche Professorin in Wien. 1996 erhielt sie den Ludwig-Wittgenstein-Preis, Österreichs höchstdotierten Forschungspreis. 2004 übernahm sie den Lehrstuhl für Diskursforschung an der britischen Lancaster University. Ihr j.. Seite 153 online blättern




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