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SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 13

Seite 5 SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 13GEGNER: TSG 1899 HOFFENHEIM

arenaNEWS
Carlos Eduardo und Luiz Gustavo waren die ersten »Kraichgau-Brasilianer«,
die in der Bundesliga für Furore sorgten. Landsmann Roberto Firmino steht
aktuell stellvertretend für Ballkunst vom Zuckerhut. Wie wichtig er für unseren heutigen Gast TSG 1899 Hoffenheim ist, machte er spätestens am 23. Mai
2013 deutlich. Nach einer durchwachsenen Saison brachte der Brasilianer die
Sinsheimer im Hinspiel (3:1/Rückspiel 2:1) der Relegation mit zwei Treffern
gegen den 1. FC Kaiserslautern früh auf die Siegesstraße und legte das Fundament für den verspäteten Klassenerhalt. Auch heute in Paderborn setzt die
TSG unter anderem wieder auf die technischen Qualitäten ihres 23-jährigen
Top-Scorers der vergangenen und aktuellen Saison.

BRASILIANISCHE

Ballkunst mit Firmino
Vier Millionen Euro waren Firminos
Dienste den Hoffenheimern und ihrem Mäzen Dietmar Hopp zur Rückrunde der Saison 2010/2011 wert.
Seitdem schreitet die Entwicklung des
ehemaligen Spielers von Tombense
Futebol Clube rasant voran. Starken
Leistungen in der Bundesliga folgte
ein vielversprechendes Debut in der
brasilianischen Nationalmannschaft.
Carlos Dunga, als Profi von 1993 bis
1995 für den VfB Stuttgart aktiv,
verhalf in seiner zweiten Amtszeit
als Trainer der »Seleção« Firmino im
vergangenen November zu seinem
ersten Einsatz im blau-gelben Dress
(4:0 in der Türkei).
Auch bei den kommenden Länderspielen Ende März steht der OffensivAllrounder, der bei seinem zweiten
Länderspiel in Österreich (2:1) bereits
sein erstes Tor erzielte, im Aufgebot
der Brasilianer. Nicht verwunderlich,
dass sich Firmino längst in den Fokus
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NATIONALSPIELER Firminho spielt auch für Brasilien.
Europa« ins Reich der Träumereien
verwies. Bereits Ende des Monats hatte sich die Ausgangslage jedoch wieder gewandelt. Die TSG rehabilitierte
sich und stellte wieder Kontakt zu den
internationalen Startplätzen her. Auch
im DFB-Pokal zogen die Sinsheimer
mit einem standesgemäßen 2:0 beim
abstiegsbedrohten Zweitligisten VfR
Aalen ins Viertelfinale ein.

TRAINER Markus Gisdol dirigiert das Hoffenheimer Team.
europäischer Top-Clubs gespielt hat.
Weniger vorhersehbar ist dagegen,
in welcher Form sich die Mannschaft
von Trainer Markus Gisdol (45) in Paderborn präsentieren wird. Nach dem
neunten Tabellenplatz der Vorsaison
verzichteten die Verantwortlichen zur
aktuellen Spielzeit auf eine konkrete
Zielvorgabe. Auch nach 25 Spieltagen

ist noch nicht sicher, wohin die tabellarische Reise gehen wird. Einem guten Hinrunden-Start mit neun Spielen
ohne Niederlage in Folge ließen die
Kraichgauer wechselhafte Leistungen
und Ergebnisse folgen. Der Auftakt
in die Restrunde misslang mit drei
Niederlagen in Folge deutlich, so dass
Gisdol Anfang Februar »Fragen nach

Wie schon in der zweiten Pokalrunde vertraute Gisdol auch in Aalen einem ehemaligen Paderborner.
Torhüter Jens Grahl (26), dem sein
Trainer fantastische Trainingsleistungen attestierte, durfte sich fernab
des Liga-Alltags beweisen. Sonst ist
Grahl nämlich »nur« die Nummer
zwei hinter dem Ex-Freiburger Oliver Baumann. Für den SCP war die
Hoffenheimer Leihgabe in der Saison
2011/2012 nicht zum Einsatz gekommen. Hoffenheims Gegner im Viertelfinale ist Borussia Dortmund.

Gegen Aalen hatte Firminos OffensivPartner Kevin Volland (22) mit dem
2:0 für die Entscheidung gesorgt. Die
Formkurve des deutschen Nationalspielers, der 2014 den Sprung in den
Weltmeisterkader nur knapp verpasst
hatte, zeigt in der Restrunde nach
oben. Seine Marke aus der letzten
Spielzeit von elf Treffern und neun
Assists ist für ihn weiter in greifbarer
Nähe. Volland war es auch, der im
Hinspiel den einzigen Treffer zum
knappen 1:0 Heimsieg der TSG markierte. Während Volland und Firmino
gesetzt sind, zeigt sich die Breite
des Kaders der Kraichgauer anhand
der Position in vorderster Front. Mit
Sven Schipplock, Anthony Modeste
und Adam Szalai kämpfen dort gleich
drei Stürmer um einen Startelfeinsatz.
Wem Gisdol heute in der BentelerArena das Vertrauen schenkt, bleibt
abzuwarten. Deutlich wird, dass der
ehemalige Schalker Co-Trainer im Ge-

gensatz zur letzten Saison das Spektakel der Hoffenheimer zumindest zum
Teil unter Kontrolle bringen konnte.
Keine Mannschaft kam 2013/2014
auf mehr Tore pro Spiel. Nach dem
34. Spieltag zeigte das Konto der
Sinsheimer 72:70-Treffer an. Offensiv
konnten nur Meister Bayern und »Vize« Dortmund einen besseren Wert
vorweisen, defensiv hingegen kassierte lediglich der Hamburger SV
mehr Gegentore. Doch auch in dieser
Spielzeit geizte die TSG nicht mit
torreichen Duellen. In der heimischen
Rhein-Neckar-Arena gab es ein 3:3
gegen Freiburg, ein 3:4 gegen Köln
und ein 4:3 gegen Hannover. Das 5:0
bei Hertha BSC Berlin markiert den
höchsten Bundesliga-Sieg der TSG.
Neben dem 0:1 im Hinspiel trafen der
SCP und die TSG zweimal in der Saison
2007/08 aufeinander. Auch die Duelle in der 2. Bundesliga gingen gegen
Hoffenheim 0:1 und 0:2 verloren.
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