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SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 13

Seite 37 SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 13VORSCHAU: HERTHA BSC

arenaNEWS
Ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten gibt es für den SCP im
Gastspiel beim direkten Konkurrenten Hertha BSC nach der Länderspielpause
am Sonntag, 5. April, ab 17.30 Uhr. Marcel Ndjeng gehört im Kader
der Hauptstädter mit seinen 32 Jahren zu den erfahrensten Spielern.
Unumstrittener Stammspieler war der zum Rechtsverteidiger umgeschulte
Außenbahnspieler unter dem neuen Hertha-Trainer Pal Dardai zwar noch
nicht, dennoch kann seine Routine gerade am Abstiegskampf hilfreich sein.

ERNEUTES WIEDERSEHEN

mit Marcel Ndjeng

FEINE TECHNIK Marcel Ndjeng im Trikot von Hertha BSC.
Schon seit 2012 schnürt der gebürtige Kameruner seine Schuhe für
den Hauptstadt-Klub, feierte mit
der »Alten Dame« in der Spielzeit
2012/2013 die Meisterschaft in der 2.
Bundesliga und damit den Aufstiegs
in das Oberhaus. Dieses Kunststück
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war ihm zuvor bereits mit Borussia
Mönchengladbach (2007/2008) und
mit dem FC Augsburg (2010/2011)
geglückt. Weitere Stationen waren
neben dem SCP auch Arminia Bielefeld, der Hamburger SV, Fortuna Düsseldorf sowie der 1. FC Köln.

TRAINER
Pal Dardai soll
die Hertha retten.

Sowohl in Paderborn und Mönchengladbach als auch in Augsburg arbeitete Ndjeng, dessen Bruder Dominique (34/zuletzt bei Fortuna Köln
unter Vertrag) ebenfalls Profifußballer ist, unter Chef-Trainer Jos Luhukay. Gemeinsam kamen sie im Jahr
2012 nach Berlin, feierten ein Jahr
später den Aufstieg sowie 2014 den
Klassenverbleib als Tabellenelfter.
Dass all diese Erfolge nicht vor der
Entlassung schützen, musste Luhukay Anfang Februar 2015 erfahren.
Die Verantwortlichen der Hertha um
Manager und Ex-Profi Michael Preetz
trauten eher dem ehemaligen Spieler
und Jugendtrainer Pal Dardai zu, das
Ruder herumzureißen.

Der neue Trainer, 38 Jahre jung und
einst 61 Mal für die ungarische Nationalmannschaft am Ball, legte mit
dem 2:0-Auswärtserfolg beim FSV
Mainz 05 einen Einstand nach Maß
hin. Es folgten jedoch zwei Niederlagen sowie ein 1:0 gegen den FC Augsburg sowie ein 0:0 beim VfB Stuttgart.
Aus dem Gröbsten sind die Berliner
somit noch längst nicht heraus, der
Verein bleibt weiter in einem intensiven Abstiegskampf.
Dardai ist es aber zumindest gelungen, die Defensive zu stärken. Nur
vier Gegentore standen nach den ersten fünf Spielen unter der Regie des
Ex-Profis zu Buche, dreimal stand
hinten die Null. »Wenn man eine
Mannschaft im Abstiegskampf übernimmt, ist die Defensive eine besonders wichtige Baustelle«, sagt Dardai.
Eine wichtige Position im Abwehrverbund ist die des Torhüters. Und da
waren die Herthaner in den letzten
Wochen nicht unbedingt vom Glück
verfolgt. Die Ersatztorhüter Rune Jar-

stein (Fingerbruch) und Marius Gersbeck (Meniskusverletzung) stehen
noch eine ganze Weile nicht zur
Verfügung. Stammkraft Thomas Kraft
erwischte es beim torlosen Remis in
Stuttgart mit einer leichten Gehirnerschütterung. »Wo bin ich hier?« soll
der 26-Jährige nach einem Zusammenprall gefragt haben. Die Folge:
Eigengewächs Sascha Burchert wurde
eingewechselt. Glücklicherweise hatte er seine Sprunggelenkverletzung
rechtzeitig auskuriert.
Den sportlichen Vergleich einer Paderborner und einer Hertha-Mannschaft
in einem Pflichtspiel gab es bisher fünfmal. Mit je zwei Siegen und
einem Unentschieden ist die Bilanz
ausgeglichen. Das 3:1 des SCP aus der
Hinrunde war gleichzeitig der höchste
Sieg. Marvin Bakalorz, Elias Kachunga
und Alban Meha stellten die Weichen
auf drei Punkte. Für Hertha erzielte
der ivorische Stürmer Salomon Kalou
das zwischenzeitliche 1:1 - Vorlagengeber war Marcel Ndjeng mit einem
Kopfball.
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