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SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 01

Seite 5 SC Paderborn 07 - Arena-News 14-15 01GEGNER: 1. FSV MAINZ 05

arenaNEWS

Er war einer der Shootingstars der vergangenen Saison. Shinji Okazaki schoss
den 1. FSV Mainz 05, der am heutigen Sonntag ab 15.30 Uhr zur BundesligaPremiere in der Paderborner Benteler-Arena zu Gast ist, in der abgelaufenen
Spielzeit auf den siebten Tabellenplatz und damit auf die internationale
Fußballbühne - wenn auch nur kurzzeitig.

SHINJI OKAZAKI

Japanischer Wirbelwind
Mit 15 Saisontreffern und einer
Vorlage war Okazaki knapp an einem
Drittel aller FSV-Tore unmittelbar
beteiligt. Damit übertraf der Japaner
bereits nach einer Spielzeit seine
Bestmarke aus den Zeiten beim VfB
Stuttgart. Denn bei den Schwaben
hatte der 28-Jährige in zwei
Spielzeiten, in denen er insgesamt
63 Partien absolvierte, lediglich zehn
Treffer markiert. Ohnehin war es
Okazakis persönliche Rekordsaison.
In seiner gesamten Profi-Zeit traf er
niemals häufiger.
Seit Januar 2011 ist der Angreifer aus
der Präfektur Hyogo in Deutschland
am Ball. Die Stuttgarter machten
dabei ein echtes »Schnäppchen«.
Denn für Okazaki mussten die
Schwaben keine Ablösesumme nach
Japan zu Shimizu S-Pulse überweisen.
Nach einigem Hin und Her mit den
Asiaten erteilte schließlich, etwas
verspätet, die FIFA die Freigabe für
den nur 1,74 Meter großen Stürmer.
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In Reihen des VfB schaffte Okazaki
etwas Historisches. Mit seinem
Fallrückzieher-Tor am 19. Februar
2012 bei Hannover 96 erzielte er als
zweiter Japaner in Deutschland das
»Tor des Monats«. Das hatte vor ihm
nur Yasuhiko Okudera 1978 im Trikot
des damaligen Doublegewinners 1.
FC Köln geschafft.
Ein großer Vorteil Okazakis ist seine
Fitness. In Mainz stand er in allen 34
Spielen im Kader, kam lediglich im
Hinspiel beim FC Bayern München
(1:4) nicht zum Einsatz. Zu Stuttgarter
Zeiten hatten den Angreifer immer
wieder kleine Verletzungen zurückgeworfen. Die guten Leistungen in der
Bundesliga blieben auch dem ehemaligen japanischen Nationaltrainer
Alberto Zaccheroni nicht verborgen. Und so durfte Okazaki mit 22
Landsleuten an der WM 2014 in
Brasilien teilnehmen. Doch trotz dreier Einsätze (ein Tor) konnte auch er
nicht das Scheitern der Japaner in der

Gruppenphase verhindern, so dass
seine WM-Phase eher von kurzer
Dauer war.
Unglücklich ging es für Okazaki und
die Mainzer auch in der neuen Saison
los. Bereits einige Wochen vor dem
Bundesligastart war der FSV in der
Europa League-Qualifikation gefordert. Nach einem 1:0-Heimerfolg im
Hinspiel gegen Asteras Tripolis aus
Griechenland - Okazaki markierte den
einzigen Treffer - verspielten die
Rheinländer im zweiten Vergleich
die gute Ausgangsposition. Eine
1:3-Niederlage in Tripolis beendete
die Europa League-Träume der rotweißen Anhänger.
Damit begann der Neuanfang bei
den Rheinländern gleich mit einem
Rückschlag. Denn nach fünf Jahren
als Trainer des FSV hatte Thomas
Tuchel sein Amt vor wenigen
Monaten überraschend aufgegeben.
Sein Nachfolger ist Kasper Hjulmand

(sprich: Käsper Hjulmän), der bis
zuletzt für den dänischen Erstligisten
FC Nordsjaelland tätig war. Diesen
Club führte er im Jahr 2012 zur ersten
Meisterschaft der Vereinsgeschichte
und somit auch auf die wichtigste
Fußball-Bühne Champions League.
Auf eine große Transferoffensive
verzichteten die Mainzer in der
Sommerpause. Mit Eric Maxim ChoupoMoting (zum FC Schalke 04) und
Nicolai Müller (Hamburger SV) verließen zwei Leistungsträger den FSV.
Neu zum Kader stießen unter anderem der serbische Offensiv-Allrounder
Filip Djuricic (von Benfica Lissabon),
der chilenische Rechtsverteidiger
Gonzalo Jara (Nottingham Forest),
Mittelfeldspieler Daniel Brosinski
(SpVgg Greuther Fürth), und der
griechische Torhüter Stefanos Kapino
(Panathinaikos Athen). Sie alle müssen jetzt beweisen, dass sie den
nächsten Karriereschritt schaffen und
sich in der Bundesliga bewähren.

WM-TEILNEHMER Shinji Okazaki war in Brasilien am Ball.
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